Wahrscheinlich ist mir schon das Urvertrauen abhanden gekommen --> Scheidungskind. Dazu tatsächlich die Erfahrungen aus dem Freundeskreis und der Familie, wo ich es hautnah mitbekommen habe. Das beeinflusst schon mein Bild von der Welt, ist doch klar! Auch wenn es nicht meine eigenen Erfahrungen sind.
Ja, das ging mir exakt genauso. Deine Fragen an anderer Stelle: "Wieso gibt es das bzw. nicht..."
Nun sollte man auch in eine Beziehung nicht zuviel hinein Wünschen, das ist ganz wichtig. Wa bedeutet es? Es bedeutet sein Leben zu teilen mit jmd - norm. um eine Fam. aufzubauen. Zusammen leben, mehr nicht. Taglich alles zu teilen: Zeit, Arbeit, Sorgen, Liebe, Freude, Schmerz, Leid, Freundeskreis, Eltern, Kummer, Reisen, die Medien, die Verantwortung, das Geld....
Ich brauche viel Zeit für mich, wenn ich die Familien und Pärchen so sehe - ich denke das ist nichts für mich. Es reicht nicht nur das Schöne zu sehen, wenn dann muss man alles sehen um realistisch sein zu können.
Wenn das Urvertrauen gebrochen bzw. angekratzt ist, könnte bei mir auch sein, dann ist es evtl. besser allein zu bleiben, weil man auf Basis von Ängsten keine vernünftige Beziehung aufbauen kann. So wird man ständig daran denken das es kaputt geht...
...leider sind wir darin vorbelastet. Es kann aber auch sein, das eine gestartete Beziehung diese Ängste - evtl. dank passendem Partner schnell verfliegen lässt. Traurig finde ich viele Beziehungen, welche dann auseinander gehen obwohl Kinder da sind - und damit die große Verantwortung.
Nur wenn man daran denkt - im Internet schreibt man und telefoniert zuerst nur - dann das Treffen/Sehen. Meistens ist dann schon Enttäuschung da, aber man will ja an dem Fund festhalten. Das sind meistens Beziehungen, die dann schnell wieder kaputt gehen (muss aber nicht).
In dem Alltags-Kennenlernen ist es anders, zum einen sind die Entfernungen i.d.R. nicht schon problematisch und man sieht sofort was man "bekommt". Andererseits hat man im Netz die Anonymität und Vielfalt. Das ist im Alltag eher kompliziert. Ist der Mann am Band vor mir (aus der Persp. einer Frau gesehen) evtl. Singel - oder nicht? Da weiß man es nicht. Es gibt kein Profil das man rel. unbemerkt auslesen kann...
Kurzum: das sogenannte "große Glück" finden ist auch heute trotz I-net schwer, evtl. so schwer wie eh und je. Ich war mal auf einer Seite aktiv, da hatte eine Frau sehr nett geschrieben - was später dann noch alles kam - oh meine Güte, dann habe ich recht schnell das Kennenlernen abgelehnt. Im Alltag hätte ich diese gewiss gar nie angesprochen.
Nur nochmal für Dich als Info:
Wie auch immer - aber zu meinen das Christen evtl. vernünftiger sind halte ich für "abgehoben". Es sind Menschen mit mehr oder weniger Glauben, mehr nicht. Ich bin zwar Christ, aber wenn ich auf mein Leben schaue - es war wohl ganz normal mit allem Drum und dran...
Peace