therapie heisst ja nicht zwingend nur reden, sprich dass du dich hinsetzt und deinem therapeuten einen von dir erzählst (leider gibt es tatsächlich viel zu viele therapeuten, die genau so vorgehen, der "patient" wird angeschaut und der "arzt" sagt nix und lässt reden - furchtbar sowas).
wenn du angst vor einer therapie hast - und auch vor vielem anderen, wie es in deinen beitragen durchscheint - dann ist meine vermutung, dass du bindungsangst hast, nur die "spitze" vom eisberg. möglicherweise hast du noch andere weiter ausgeprägte angststörungen, was keine schande ist, das können die tollsten menschen haben (ich kenne so jemanden sehr gut) und dafür muss man sich nicht schämen. aber um da rauszukommen brauchst du definitiv hilfe.
ein guter therapeut wird dir im leben nichts einreden. du hast auch das recht verschiedene dir anzuschauen und "zu probieren" bitte nehme dies war, ansonsten seh ichs wie pepita und alles wird so bleiben wie es aktuell ist (und du lässt dich sehr von deinen ängsten dominieren und lässt zu, dass sie dein leben stark beeinträchtigen).
allerdings, und das ist auch klar : eine therapie wird dir nur helfen, wenn du selbst davon überzeugt bist, dass du überhaupt probleme hast, die einer therapie bedürfen (wie z.b. die bindungsangst). wenn du dir selbst aber einredest oder sagst, dass du das ja gar nicht hast, dann wirst du auch nicht vorankommen! es ist ganz wichtig, dass du dir selbst und auch deinen fehlern gegenüber aufgeschlossen wirst, und sie nicht verdrängst. fehler zu haben ist ganz normal und keine schande - das gilt auch wenn es grössere probleme sind. ich kann, wie gesagt, sehr gut nachvollziehen, dass es schwer ist sowas zu hören und auch zu akzeptieren, es hat bei mir sehr lange gedauert bis ich erkannt habe, dass ich z.b. eine schwere depression habe oder eher hatte oder beides. leider ist es tatsächlich gar nicht so leicht den richtigen therapeuten zu finden, daher verstehe ich auch deine sorgen!