Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Noch ein Hilferuf...oder so ähnlich

  • Starter*in Starter*in Systemfehler
  • Datum Start Datum Start
S

Systemfehler

Gast
Nun ja, ich weiß, dass es tausend solcher Threads gab, in denen Leute nach Hilfe baten. Ich hab mir viele dieser Threads angeschaut und festgestellt, dass alle Inhalte fast identisch sind. Mir geht es einfach darum meine Probleme niederzuschreiben und zu hoffen, dass jemand einfach verstehen kann, wovon ich rede.

Dann erzähl ich mal:
Hmmm...ich weiß nicht einmal wo ich anfangen soll. Ich weiß nur, dass ich auch just in the moment einen Krampf in meinem Bauch und eine Aggressivität/Verzweifelung in meinem Kopf habe. Die Sorgen und Probleme überhäufen mich und verstopfen regelrecht meine Ausgabegeräte.

Ich komme mit dieser Welt nicht klar. Ich kann nicht sagen, was ich fühle, ich kann nicht sagen, was ich denke, ich kann nicht zeigen, was ich empfinde. Ich verschliesse mich immer nur weiter in mir und verliere die letzten Mensch um mich rum durch meine eigenen Probleme.

Warum beziehe ich keine professionellen Hilfe? Nun, das ist diese Angst, einem fremden Menschen Gefühle und Ängste anzuvertrauen, sich sozusagen vor ihm auszuziehen und zu hoffen, dass er einen nicht vergewaltigt oder auslacht. Dazu kommt noch die Angst von den Mitmenschen als Psycho oder geisteskrank bezeichnet zu werden, nur weil man zur Therapie geht. Ich weiß, die Leute, die sowas nicht verstehen, sind dumm. Trotzdem ist es unangenehm. Ich weiß nicht WEM ich mich anvertrauen soll.

Ich bin vollständig krank. Meine Psyche wirkt auf meine Physik. Mein Kopf macht meinen Körper kaputt. Ich bin ständig depressiv und aggressiv. Ständig unzufrieden mit meinen Leistungen...ich möchte immer besser sein...immer perfekter. Und es geht nicht darum, dass ich besser sein will, als jemand anders, sondern besser sein als ich. Da ich dies aber nicht schaffe, werde ich aggressiv und depressiv. Es ist ein Teufelskreis.

Dieser Teufelskreis zeichnet sich auch im Alltag ab. Ich habe meine Ausbildung noch in der Probezeit verloren. Angeblich mit der Begründung, dass ich nicht für diesen Beruf(Speditionskaufmann) geschaffen wäre. Und der Chef hat mich schon in der ersten Woche abgemahnt. Wegen Nutella(seine, die ich aufs Brot geschmiert habe. Ich wusste aber nicht, dass das seine war. Die Mitarbeiterin hat mir auch gesagt, dass ich mir alles in der Küche nehmen kann. Geile Falle!) und weil ich bei eben dieser Mitarbeiterin gefragt habe, ob der Platz, an dem ich gerade saß, auch meine ständiger Platz bliebe. Ein Schwachsinn...dann denk ich mir aber, wenn bei dir im Leben sonst auch alles schiefläuft, dann warst du auch wahrscheinlich an diesem Vorfall schuld. Du hast's verbockt. Du bist ein Idiot!

So reite ich mich immer weiter rein. Ich mache alles, was ich noch schönes im Leben habe kaputt. Das einzig schöne, was mir noch geblieben ist, ist meine Freundin. Mit der es aber leider auch in letzter Zeit auch nicht besonders läuft. Ich weiß nicht ob's an mir oder an ihr liegt. Ich hasse mich einfach selbst in letzter Zeit. Aber wenn ich das anderen sage oder zeige, dann trampeln sie nur noch mehr auf mir rum, als sie es jetzt schon tun. Ich bin ohnmächtig.

Ich wehre mich einfach nicht. Ich kann nicht schreien...ich kann Aggressionen, die andere an mir abgelassen haben, nicht an anderen auslassen. Ich behalte alles in mir. Ich bekomme Durchfall, Kopfschmerzen, Depressionen, Aggressionen etc. Vermutlich kommt auch meine chronische Darmentzündung daher. Immer wenn ich viel Stress habe, bekomme ich einen neuen Schub.

Für mich ist mit 19 Jahren das Leben schon nicht mehr Lebenswert. Ich bin schwerkrank, ich bin arbeitslos, psychisch am Ende und ohne Zukunft. Täglich bekommt man mit, dass die Reichen immer reicher werden, und die Armen immer ärmer.

Das mit der Arbeit ist auch so ein Ding. Ich bin zur Zeit auch nicht motiviert mich um etwas neues zu bewerben. Weil ich a) zu wenig selbstvertrauen habe etwas neues nach der S**** zu beginnen und b) es nicht wirklich etwas gibt, was mich interessiert.

Ich möchte einen Beruf, der mir Spaß macht und in dem ich mich verwirklichen kann. Wer will das nicht? Aber es gibt Leute die kämpfen sich hoch ohne Rücksicht auf Verluste. Ich bin keiner davon. Ich gebe gleich auf. Weil mich Niederschläge im Leben total fertig machen.

Ein geringer Verdienst wäre für mich nicht schlimm. Ich möchte einfach das Leben geniessen und mich nicht versklaven lassen und irgendeinen Scheiß tagtäglich machen nur um mir am Ende des Monats neben dem gekauften Konsumgut einen runterzuholen.

ICH LEBE NUR EINMAL! Und verdammt nochmal, ich will mir das Leben nicht von irgendwelchen rücksichtslosen, geldgeilen, unsozialen, blinden Wichsern versauen lassen!

Viele Jugendliche sehen einfach keinen Sinn mehr im Leben. Sie können sich nicht verwirklichen. Ich fühle mich wie ein Hamster im Rad. Tu das, was du tun musst und denk bloß nicht nach, das machen andere für dich. Zeige keine Emotionen, die will niemand sehen. Sei nicht sozial, denn niemand anders hat etwas für dich übrig. DIE IGNORANZ, ARROGANZ und dieser EGOISMUS der heutigen Zeit kotzen mich sowas von an. "Lach', und die Welt lacht mit dir. Weine, und du weinst alleine!" Kaum jemand sorgt sich um andere. Jedoch denke ich, dass viele Menschen sich gerne mehr sozial zeigen würden. Doch sie können's nicht, weil sie angst haben ausgenutzt zu werden. Nach dem Motto:"niemand tut etwas für mich. Also tue ich auch nichts." Keiner für alle, alle für keinen.

Wenn ich z.B. mir meine Generation und jünger angucke, dann sehe ich die Verzweifelung, diese Angst und diese künstliche Glücklichkeit. Man versucht sich durch Konsum und Drogen glücklich zu stellen. Überall um mich rum wird gesoffen, gekifft und sonstwas konsumiert um der beschissenen Realität nur für einen Augenblick zu entfliehen. Wer braucht Playstations? Wer braucht Computer? Wer braucht Fernseher? Wer braucht Konsum? Warum der Job? Warum muß die Welt so kompliziert sein? Geld, Arbeit, Erfolg, warum dieses Streben nach solch belanglosen Dingen? Der Film FightClub zeigt genau das, was ich denke:
"Ich sehe soviel Potential, wie es vergeudet wird.
Eine ganze Generation zapft Benzin,
räumt Tische ab, schuftet als Schreibtisch-sklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos,
machen Jobs, die wir hassen,
kaufen dann S****, die wir nicht brauchen.

Wir sind die Zweitgeborenen der Geschichte, Leute.
Männer ohne Zweck, ohne Ziel...
Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression.
Unser großer Krieg ist ein spiritueller,
unsere große Depression ist das Leben.

Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben
daß wir irgendwann mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars...
werden wir aber nicht!
...und das wird uns langsam klar!
Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten."

Du bist nicht dein Job.
Du bist nicht das Geld auf deinem Konto,
nicht das Auto, das du fährst,
nicht der Inhalt deiner Brieftasche
und nicht deine beschissene Cargo-hose.
Du bist der singende, tanzende Abschaum der Welt!
oder der Film Trainspotting:

Sag ja zum Leben,
sag ja zum Job,
sag ja zur Karriere,
sag ja zur Familie.
Sag ja zu einem pervers großen Fernseher.
Sag ja zu Waschmaschinen,
Autos,
CD-Playern
und elektrischen Dosenöffnern.
Sag ja zur Gesundheit,
niedrigem Cholesterinspiegel
und Zahnzusatzversicherung.
Sag ja zur Bausparkasse,
sag ja zur ersten Eigentumswohnung,
sag ja zu den richtigen Freunden.
Sag ja zur Freizeitkleidung mit passenden Koffern,
sag ja zum dreiteiligen Anzug auf Ratenzahlung in hunderten von Scheiß-Stoffen.
Sag ja zu Do-it-yourself
und dazu, auf Deiner Couch zu hocken und Dir hirnlähmende Gameshows reinzuziehen.
Und Dich dabei mit Scheiß-Junk-Fraß vollzustopfen.
Sag ja dazu, am Schluß vor Dich hinzuverwesen,
Dich in einer elenden Bruchbude vollzupissen
und den mißratenen Ego-Ratten von Kindern,
die Du gezeugt hast, damit sie Dich ersetzen,
nur noch peinlich zu sein.
Sag ja zur Zukunft,
sag ja zum Leben.

Aber warum sollte ich das machen?

Vielleicht ist das mein Problem? Ich mache mir Gedanken um mein Leben und das System, in dem wir leben. Ich bin ein Roboter mit einem Systemfehler. Ein denkender Roboter, der nicht das macht, was er soll. Diesen Roboter versucht man zu verschrotten. Aus dem System auszuschliessen. Ihn Verhungern zu lassen und elendig in die Zerstörung zu treiben. I, Robot!

Traurig, aber leider wahr.

Mich kotzt diese Welt einfach nur an. Ich bin gefangen in ihr, ohne meine Einwilligung. Ich kann nicht einfach zusehen und aushalten ohne etwas zu tun. Jedoch bin ich machtlos. Wie ein Fisch im Netz, der seinem Tod entgegen sieht. Man kann aus diesem System nicht lebend aussteigen. Alles wird schlimmer, nicht besser.

Menschen suchen ihren Sinn im Leben. Sei es im Konsum, in der Kirche, in der Liebe, in dem Erfolg oder eben in der Phylosophie.

Ich will kreativ sein. Der Welt etwas schenken, was sie wirklich braucht. Die Wege zur Kreativität werden mir durch soziale, finanzielle und bürokratische Barrieren verwehrt. Dabei will ich nur glücklich sein. Ich will niemandem etwas nehmen. Ich möchte nur geben.

Und ich besitze nicht mal eine Idee...eine Idee an einen Beruf, der solche Kriterien deckt und mich fordert und glücklich stellt.

Ich bin verzweifelt, müde und abgestumpft. Selbstmord ist keine Lösung. Ich will nicht einfach den Stecker ziehen. Dazu ist mir das Leben viel zu schade.

Ich warte nur noch auf einen Knall, der diese kranke Gesellschaft erschlägt und aufwachen lässt. Ihnen zeigt, dass das Leben nicht aus Fernsehern, Autos, Klamotten, Fast Food besteht. Diese Gesellschaft ist wahnsinnig. Viele merken es, sie sind aber nicht gewollt oder nicht fähig etwas dagegen zu tun. Sie besitzen nicht die Macht. Aber die, die Macht besitzen sind schon so wahnsinnig, dass sie nichts mehr merken. Sie wollen mehr und mehr. Ihre Gier treibt sie, und viele andere, ins Grab.

...
 
Hallo Du! Ich kann Dir nachfühlen und am eigenen Leib erfahren.Immer wieder jeden Tag kämpfe ich ,das ich meine Stunden voll bekomme und jeden Tag sacke ich in Minusstunden.....................................................................................Macht das der Arbeitgeber mit Absicht mit mir ich fühle mich wie in einem tiefen Loch zur Zeit aus dem ich nicht wieder raus komme da bleibt für mich nur hoffen ..............................................................................................Du möchtest etwas sinnvolles im Leben ,vielleicht wär ein sozialer Beruf für dich sinnvoll zum Beispiel in der Pflege,diese Menschen sind dir immer Dankbar und du bekommst viel Dankbarkeit wieder zurück,ich arbeite im Plegedienst .Oder wenn Du dich mal ausreden möchtest geh in eine Anonyme Beratungsstelle in den Kirchen oder in deiner Nähe,das kostet nichts und Du wirst sehr gut beraten und es gibt viele Tipps wie es weiter geht ........Mir hats geholfen,versuch es ich wünsch Dir viel Kraft das andere kommt dann auch langsam wieder........ Es grüßt Kathrin
 
ich fühl mich heute sch.....besch.......Kein Antrieb ..............ich zwing mich zu allem.......................Meine Famile hält mich und ist mein Halt und meine Gruppe die ich mir so Aufgebaut habe,daran hab ich Freude da gehts mir gut............................................................................................................................Kathrin
 
Hallo Systemfehler,
hihihihi, der Name gefällt mir gut.... ich kann dir nur einen klitzekleinen Rat geben. FANG AN!! Du kannst nicht die Menschen ändern, nicht die Gesellschaft, nicht die Systeme, aber du kannst dich selbst ändern und damit bist du dann einer von den Menschen die die neue Welt ausmachen.
Alles nimmt in dir seinen Anfang und zu allererst mal nur für dich.

So habe ich auch angefangen..... und mir gehts inzwischen richtig supergut!!!
 
Julie0307 meinte:
Hallo Systemfehler,
hihihihi, der Name gefällt mir gut.... ich kann dir nur einen klitzekleinen Rat geben. FANG AN!! Du kannst nicht die Menschen ändern, nicht die Gesellschaft, nicht die Systeme, aber du kannst dich selbst ändern und damit bist du dann einer von den Menschen die die neue Welt ausmachen.
Alles nimmt in dir seinen Anfang und zu allererst mal nur für dich.

So habe ich auch angefangen..... und mir gehts inzwischen richtig supergut!!!

Soll ich mich etwa an die kranke Gesellschaft anpassen nur damit ich ins Schema passe und somit pseudo-glücklick bin?
 
hi systemfehler...

ich versteh dich - mir gehts ähnlich, obwohl ich ein älteres semester bin *g*
kein plan, wie´s mit mir weitergehen soll...
und an die kranke gesellschaft anpassen - nee danke..
ach, es sind viele die deine erkenntnis haben - mein sohn, der sich auch von dieser gesellschaft abgenabelt hat, und ich - wir diskutieren oft - aber das was wir jetzt haben, muss crashen, da ist wohl nichts mit "reformen"..
und wer hätte denn ein konzept, eine vision, wer will was ändern ??
insofern ists doch gut, dass viele so denken wie wir. das ist schonmal ein anfang, dass es immer mehr werden, denen diese konsumgeile und abstumpfende gesellschaft nichts mehr zu bieten hat.

julie sagt, du könntest nicht alles ändern - aber dich selbst..

naja, ich denk mal, deine haltung schon ein bisschen, dass musst du sogar.
klar, dass es dir nicht um materiellen "reichtum" gehen sollte, sondern ums "überleben".
und wenn du morgens aufstehen und nicht dem typ der dich aus dem spiegel anguckt eine runterhauen möchtest, dann überleg dir, was deine stärken (für einen beruf) sind, und was du auf keinen fall mit dir vereinbaren kannst...
vielleicht hat kathie mit "etwas sozialem" recht ??
gefangenbleiben in der vorstellung, das alles, wirklich alles shit ist, das solltest du nicht !!

peter
 
Systemfehler meinte:
Nun ja, ich weiß, dass es tausend solcher Threads gab, in denen Leute nach Hilfe baten. Ich hab mir viele dieser Threads angeschaut und festgestellt, dass alle Inhalte fast identisch sind. Mir geht es einfach darum meine Probleme niederzuschreiben und zu hoffen, dass jemand einfach verstehen kann, wovon ich rede.

Dann erzähl ich mal:
Hmmm...ich weiß nicht einmal wo ich anfangen soll. Ich weiß nur, dass ich auch just in the moment einen Krampf in meinem Bauch und eine Aggressivität/Verzweifelung in meinem Kopf habe. Die Sorgen und Probleme überhäufen mich und verstopfen regelrecht meine Ausgabegeräte.

Ich komme mit dieser Welt nicht klar. Ich kann nicht sagen, was ich fühle, ich kann nicht sagen, was ich denke, ich kann nicht zeigen, was ich empfinde. Ich verschliesse mich immer nur weiter in mir und verliere die letzten Mensch um mich rum durch meine eigenen Probleme.

Warum beziehe ich keine professionellen Hilfe? Nun, das ist diese Angst, einem fremden Menschen Gefühle und Ängste anzuvertrauen, sich sozusagen vor ihm auszuziehen und zu hoffen, dass er einen nicht vergewaltigt oder auslacht. Dazu kommt noch die Angst von den Mitmenschen als Psycho oder geisteskrank bezeichnet zu werden, nur weil man zur Therapie geht. Ich weiß, die Leute, die sowas nicht verstehen, sind dumm. Trotzdem ist es unangenehm. Ich weiß nicht WEM ich mich anvertrauen soll.

Ich bin vollständig krank. Meine Psyche wirkt auf meine Physik. Mein Kopf macht meinen Körper kaputt. Ich bin ständig depressiv und aggressiv. Ständig unzufrieden mit meinen Leistungen...ich möchte immer besser sein...immer perfekter. Und es geht nicht darum, dass ich besser sein will, als jemand anders, sondern besser sein als ich. Da ich dies aber nicht schaffe, werde ich aggressiv und depressiv. Es ist ein Teufelskreis.

Dieser Teufelskreis zeichnet sich auch im Alltag ab. Ich habe meine Ausbildung noch in der Probezeit verloren. Angeblich mit der Begründung, dass ich nicht für diesen Beruf(Speditionskaufmann) geschaffen wäre. Und der Chef hat mich schon in der ersten Woche abgemahnt. Wegen Nutella(seine, die ich aufs Brot geschmiert habe. Ich wusste aber nicht, dass das seine war. Die Mitarbeiterin hat mir auch gesagt, dass ich mir alles in der Küche nehmen kann. Geile Falle!) und weil ich bei eben dieser Mitarbeiterin gefragt habe, ob der Platz, an dem ich gerade saß, auch meine ständiger Platz bliebe. Ein Schwachsinn...dann denk ich mir aber, wenn bei dir im Leben sonst auch alles schiefläuft, dann warst du auch wahrscheinlich an diesem Vorfall schuld. Du hast's verbockt. Du bist ein Idiot!

So reite ich mich immer weiter rein. Ich mache alles, was ich noch schönes im Leben habe kaputt. Das einzig schöne, was mir noch geblieben ist, ist meine Freundin. Mit der es aber leider auch in letzter Zeit auch nicht besonders läuft. Ich weiß nicht ob's an mir oder an ihr liegt. Ich hasse mich einfach selbst in letzter Zeit. Aber wenn ich das anderen sage oder zeige, dann trampeln sie nur noch mehr auf mir rum, als sie es jetzt schon tun. Ich bin ohnmächtig.

Ich wehre mich einfach nicht. Ich kann nicht schreien...ich kann Aggressionen, die andere an mir abgelassen haben, nicht an anderen auslassen. Ich behalte alles in mir. Ich bekomme Durchfall, Kopfschmerzen, Depressionen, Aggressionen etc. Vermutlich kommt auch meine chronische Darmentzündung daher. Immer wenn ich viel Stress habe, bekomme ich einen neuen Schub.

Für mich ist mit 19 Jahren das Leben schon nicht mehr Lebenswert. Ich bin schwerkrank, ich bin arbeitslos, psychisch am Ende und ohne Zukunft. Täglich bekommt man mit, dass die Reichen immer reicher werden, und die Armen immer ärmer.

Das mit der Arbeit ist auch so ein Ding. Ich bin zur Zeit auch nicht motiviert mich um etwas neues zu bewerben. Weil ich a) zu wenig selbstvertrauen habe etwas neues nach der S**** zu beginnen und b) es nicht wirklich etwas gibt, was mich interessiert.

Ich möchte einen Beruf, der mir Spaß macht und in dem ich mich verwirklichen kann. Wer will das nicht? Aber es gibt Leute die kämpfen sich hoch ohne Rücksicht auf Verluste. Ich bin keiner davon. Ich gebe gleich auf. Weil mich Niederschläge im Leben total fertig machen.

Ein geringer Verdienst wäre für mich nicht schlimm. Ich möchte einfach das Leben geniessen und mich nicht versklaven lassen und irgendeinen Scheiß tagtäglich machen nur um mir am Ende des Monats neben dem gekauften Konsumgut einen runterzuholen.

ICH LEBE NUR EINMAL! Und verdammt nochmal, ich will mir das Leben nicht von irgendwelchen rücksichtslosen, geldgeilen, unsozialen, blinden Wichsern versauen lassen!

Viele Jugendliche sehen einfach keinen Sinn mehr im Leben. Sie können sich nicht verwirklichen. Ich fühle mich wie ein Hamster im Rad. Tu das, was du tun musst und denk bloß nicht nach, das machen andere für dich. Zeige keine Emotionen, die will niemand sehen. Sei nicht sozial, denn niemand anders hat etwas für dich übrig. DIE IGNORANZ, ARROGANZ und dieser EGOISMUS der heutigen Zeit kotzen mich sowas von an. "Lach', und die Welt lacht mit dir. Weine, und du weinst alleine!" Kaum jemand sorgt sich um andere. Jedoch denke ich, dass viele Menschen sich gerne mehr sozial zeigen würden. Doch sie können's nicht, weil sie angst haben ausgenutzt zu werden. Nach dem Motto:"niemand tut etwas für mich. Also tue ich auch nichts." Keiner für alle, alle für keinen.

Wenn ich z.B. mir meine Generation und jünger angucke, dann sehe ich die Verzweifelung, diese Angst und diese künstliche Glücklichkeit. Man versucht sich durch Konsum und Drogen glücklich zu stellen. Überall um mich rum wird gesoffen, gekifft und sonstwas konsumiert um der beschissenen Realität nur für einen Augenblick zu entfliehen. Wer braucht Playstations? Wer braucht Computer? Wer braucht Fernseher? Wer braucht Konsum? Warum der Job? Warum muß die Welt so kompliziert sein? Geld, Arbeit, Erfolg, warum dieses Streben nach solch belanglosen Dingen? Der Film FightClub zeigt genau das, was ich denke:

oder der Film Trainspotting:



Vielleicht ist das mein Problem? Ich mache mir Gedanken um mein Leben und das System, in dem wir leben. Ich bin ein Roboter mit einem Systemfehler. Ein denkender Roboter, der nicht das macht, was er soll. Diesen Roboter versucht man zu verschrotten. Aus dem System auszuschliessen. Ihn Verhungern zu lassen und elendig in die Zerstörung zu treiben. I, Robot!

Traurig, aber leider wahr.

Mich kotzt diese Welt einfach nur an. Ich bin gefangen in ihr, ohne meine Einwilligung. Ich kann nicht einfach zusehen und aushalten ohne etwas zu tun. Jedoch bin ich machtlos. Wie ein Fisch im Netz, der seinem Tod entgegen sieht. Man kann aus diesem System nicht lebend aussteigen. Alles wird schlimmer, nicht besser.

Menschen suchen ihren Sinn im Leben. Sei es im Konsum, in der Kirche, in der Liebe, in dem Erfolg oder eben in der Phylosophie.

Ich will kreativ sein. Der Welt etwas schenken, was sie wirklich braucht. Die Wege zur Kreativität werden mir durch soziale, finanzielle und bürokratische Barrieren verwehrt. Dabei will ich nur glücklich sein. Ich will niemandem etwas nehmen. Ich möchte nur geben.

Und ich besitze nicht mal eine Idee...eine Idee an einen Beruf, der solche Kriterien deckt und mich fordert und glücklich stellt.

Ich bin verzweifelt, müde und abgestumpft. Selbstmord ist keine Lösung. Ich will nicht einfach den Stecker ziehen. Dazu ist mir das Leben viel zu schade.


Ich warte nur noch auf einen Knall, der diese kranke Gesellschaft erschlägt und aufwachen lässt. Ihnen zeigt, dass das Leben nicht aus Fernsehern, Autos, Klamotten, Fast Food besteht. Diese Gesellschaft ist wahnsinnig. Viele merken es, sie sind aber nicht gewollt oder nicht fähig etwas dagegen zu tun. Sie besitzen nicht die Macht. Aber die, die Macht besitzen sind schon so wahnsinnig, dass sie nichts mehr merken. Sie wollen mehr und mehr. Ihre Gier treibt sie, und viele andere, ins Grab.

...

Sorry wenn ich alles Zitiere aber ich hab sozusagen gerade einen Absturz !
Und ich habe das Gefühl das du mein, mein....
na soetwas wie mein Spieglbild bist!
Kein Scheiss du schreibt hier Sachen die ich immer wieder denke, immer und immer wieder und ich könnt jedesmal kotzen.
Aber was solls unser Leben ist nicht zu begreifen.
Und alles was du geschrieben hast lässt mich fast Weinen. Und ich sage das nicht einfach so.
Ich hasse die Menschheit, ja ich hasse sie ich finde sie krank und pervers.
Ich habe einen Thread dazu erstellt:
"Die Menschheit" unter "Leben"
Da hab ich schon in ungefähr meine meinung gesagt.
Aber das du Angst hast dich zu offenbaren kann ich absolut nachvollziehen

Aber ich sag dir was und das mein ich ernst

SCHEISS DRAUF
SCHEISS EINFACH DRAUF VERDAMMT NOCHMAL
Du musst natürlich nicht aber ich sag dir geb dir nen Ruck und scheiss drauf sei wie du bist und verstell dich nicht irgendwie
Wenns mir nicht gut geht jammer ich auch wenns nicht männlich ist
wenn mir zum heulen zumute ist dann heule ok vieleicht nicht unbedingt in der öffentlichkeit aber zuhause und bei Freunden
Ich will demnächst auch mal zum Seelenklempner einfach weil reden gut tut
(vorrausgesetzt der andere hört zu und versucht einen zu verstehen)
Ich geb offen zu das ich ADS hab ich meine was solls wenn sie nicht mit dir klar kommen sollen sie abhauen und dich in ruhe lassen
Sorry aber ich bin irgendwie zu verwirrt

MfG
Leori
 
Systemfehler meinte:
Soll ich mich etwa an die kranke Gesellschaft anpassen nur damit ich ins Schema passe und somit pseudo-glücklick bin?

Oh nein keinesfalls, aber dein Beitrag zeigt, dass du zur Zeit ein sehr integrierter Teil dieser kranken Gesellschaft bist und das ist etwas, dass du jetzt und sofort ändern kannst und dass dich auch wieder glücklich werden lässt. Denn du bist doch sehr unglücklich zur Zeit, oder? Glaubst du die Gesellschaft ist glücklich, so wie sie ist? Aber ein jeder in ihr, macht alles mögliche für sein Unglück verantwortlich, statt zu schauen, was er für sich ändern kann. Verstehst du, je mehr du dich mit diesem kranken Umfeld beschäftigst umso weiter entfernst du dich von dir selbst und nur dort kannst du finden wonach du suchst.
Klingt ein bisschen kritisch, ist aber nicht so gemeint. Steig einfach raus aus diesem kranken Massenbewusstsein und erlaube dir, ein besonderes eben nicht angepasstes Leben zu leben. Beginne in kleinen Schritten, ganz so, wie sie dir im Moment möglich sind.
 
Also, also...

ich lese hier so häufig "kranke Menschen" sind das da draußen, es gibt "gute" Menschen und "böse" Menschen, "dumm" sollen sie alle (also die Masse) sein...
Ihr solltet mal ein wenig den Blickwinkel weiter spannen.

dazu möchte ich ein Zitat anbringen

"Die Befreiung kann uns nicht gegeben werden, wir müssen sie selbst erobern. Erobern wir sie nicht selbst, so bleibt sie für uns ohne Folgen. Wir können uns nicht befreien, wenn wir nicht das System, das uns unterdrückt, und die Bedingungen, aus denen es erwächst, beseitigen.
Wie aber soll die Befreiung nun von uns ausgehen, wie sollen die Umwälzungen vollzogen werden, wenn wir immer nur gelernt haben, uns zu fügen, uns unterzuordnen und auf Anweisungen zu warten." (Peter Weiss aus "Ästhetik des Widerstands")

Die Manipulation der kranken, dummen, guten, bösen beginnt doch von Geburt an, sich der zu entziehen bedarf einiges an Kraft und Willen und das Einverständnis einen verdammt schweren Weg zu gehen. Einen Weg am Rande der Gesellschaft, unter einer Minderheit von Menschen, die einen verstehen. Jemandem, dem es hier gut geht, dem nie schlimmes widerfahren ist, der die Erziehung seiner Eltern als gutgefügtes Rädchen im System unangefochten übernimmt.... hey, was sollte diesen Menschen anregen seine Umgebung kritisch zu beäugen???
Die Verballhornung der Leute läuft nahezu lückenlos und perfekt - und sie merken es nicht, manchmal vielleicht mit 70 oder eben nach einem "Schicksalsschlag". Aber bitte... Schubladen gehören nicht auf die Seite derer, die weiter sehen können.
Es ist nicht wichtig zu erkennen, was falsch läuft, das erkennen hier viele, es ist wichtig die Ursachen zu sehen und was sie mit den Menschen machen.

Gel06
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben