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nicht mehr meine Welt

Naja, in Gesellschaften, wo die Leute mehr aufeinander angewiesen sind und enger in großen Familien- und Dorfgemeinschaften leben gibt es bestimmt eine größere Mitteilsamkeit und Gemeinsamkeit.

Ja, in den Industrieländern entfernen sich die Menschen immer mehr voneinander und die Anonymität wächst.

Man hört ja beispielsweise oft genug, dass in Mehrfamilienhäusern jemand unerwartet verstirbt...und niemand bemerkt es, weil niemand vermisst wird...man ist sich selbst am nahesten...
 
Ja, in den Industrieländern entfernen sich die Menschen immer mehr voneinander und die Anonymität wächst.

Man hört ja beispielsweise oft genug, dass in Mehrfamilienhäusern jemand unerwartet verstirbt...und niemand bemerkt es, weil niemand vermisst wird..

Gut, krasses Beispiel. Einsamkeit, Isolation und Single-Dasein sind ja durch die Bank mittlerweile ein großes Problem. Fühlen sich viele nicht wohl mit. Die ältere Generation hat da oft noch mehr Kontakt zueinander. In 20 Jahren wird das wenn es so weiter geht vielleicht so normal sein, daß einer unbemerkt stirbt, daß sie "Geruchsmelder" in den Wohnungen installieren. Ist sonst so ne Sauerei. 😎
 
.....uuaaahhh.... das ist makaber😎
jo. noch makabrer ist es wieviele einsam vor sich hindümpeln bis sie sterben und erst die Mumie ist dann so wirklich interessant. Mache mir weder Illusionen über unsere Gesellschaft noch über standrechtliche Entsetzensrufe über schockierende Begebenheiten. Ist für die meisten wie der Unfall beim Autorennen - mal so richtig was zum gruseln. Kotz.😎

P.S.
Das geht jetzt nicht an Dich Loner. Ich glaube, Du findest es einfach nur schlimm. Ich auch.
 
.....meinst du ich weis das nicht?

doch, das ging auch nicht gegen Dich. :blume::blume::blume::blume:

Noch nicht mal wirklich in Richtung einzelner Leute, sondern in Richtung "Effizienz" und "praktische Lösungen" in unserem System.😎
 
Gut, krasses Beispiel. Einsamkeit, Isolation und Single-Dasein sind ja durch die Bank mittlerweile ein großes Problem. Fühlen sich viele nicht wohl mit. Die ältere Generation hat da oft noch mehr Kontakt zueinander. In 20 Jahren wird das wenn es so weiter geht vielleicht so normal sein, daß einer unbemerkt stirbt, daß sie "Geruchsmelder" in den Wohnungen installieren. Ist sonst so ne Sauerei. 😎

Das mutiert jetzt zu einem hochinteressanten Gesellschaftsthread! 🙂

Woran das nun alles genau liegen mag...die zunehmende Anonymität, Isolationen...es heisst doch immer, der Mensch sei ein soziales Wesen, davon sehe ich aber nicht unbedingt viel.

Vielmehr hab ich immer irgendwie den Eindruck, es wächst die Angst und das Mißtrauen unter den Menschen. Ich versuche oft, mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Leute anzulächeln...ich erhalte aber selten eines zurück, meist gucken mich die Leute an als wäre ich Alf von Melmac...🙄

Vielleicht liegt das an der sozialen Unsicherheit, die Arbeitslosigkeit, soziale Mißstände, etc. Wohin das noch führen wird...😕
 
Das mutiert jetzt zu einem hochinteressanten Gesellschaftsthread! 🙂

Woran das nun alles genau liegen mag...die zunehmende Anonymität, Isolationen...es heisst doch immer, der Mensch sei ein soziales Wesen, davon sehe ich aber nicht unbedingt viel.

Vielmehr hab ich immer irgendwie den Eindruck, es wächst die Angst und das Mißtrauen unter den Menschen. Ich versuche oft, mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Leute anzulächeln...ich erhalte aber selten eines zurück, meist gucken mich die Leute an als wäre ich Alf von Melmac...🙄

Vielleicht liegt das an der sozialen Unsicherheit, die Arbeitslosigkeit, soziale Mißstände, etc. Wohin das noch führen wird...

Loner, es geht mir genau so wie Dir. Du hast das toll auf den Punkt gebracht. Diese Entwicklung habe ich in den letzten 6-7 Jahren auch
immer stärker mitbekommen. Gerade in den letzten beiden Jahren wurde es für mich immer intensiver.

Bei den ganzen Nachrichten der letzten Zeit (Amokläufe, Leute werden auf Bahnhöfen entweder ganz oder halb tot getreten) wächst, zumindest bei mir, die Angst immer mehr, wobei das Gott sei Dank noch nicht so schlimm ist, dass ich mich nun gar nicht mehr raus traue oder nicht mehr die öffentlichen Verkehrsmittel benutze (muss ja schließlich arbeiten). Ich kann mir vorstellen, dass ich da nicht alleine mit bin.

Nein bist Du nicht, Marcella. Ich lebe in einer kleineren Stadt, gehe abends aber meist nicht mehr weg, obwohl ich ein körperlich kräftiger Typ bin. Von einigen Frauen habe ich schon gehört, das sie nicht allein in den Wald usw. gehen. Man sieht hier viel Leute im Doppelpack oder als Gruppe marschieren, der Rest macht Extremsport, igelt sich ein oder ist meist "neurotisch".

Angst, Aggression, Distanziertheit, Gleichgültigkeit wachsen,
parallel dazu Einsamkeit, Unausgefülltheit, "Neurosen" und Isolation.
Man hat "sein" Umfeld oder gar keins. Irgendwo reinzukommen, an jemanden "ranzukommen" wird immer schwieriger.

Das merkst du halt gerade, wenn du nicht so stark integriert bist und nicht unbedingt extrovertiert bist. Bei mir sind die Kontakte mittlerweile auch ziemlich weg. Und neue sind unter diesen Umständen schwer aufzubauen. Und es gibt immer öfter Verhaltensweisen, die mich frustrieren, oder die ich nicht verstehe.

Woran es liegt? Also, wenn ich mit fremden Menschen in Kontakt komme sind sie oft sehr "neurotisch". Da ist meist nichts nettes in Ihnen, nichts freundliches, nichts warmes. Sie sind innerlich "kaputt" und erstarrt.

Dass jemand einen einfach so ganz uneigennützig anlächelt oder freundlich ist, ist doch schon so selten geworden. Finde ich sehr traurig, aber so ist es eben.
Tja, und Du machst dann wahrscheinlich dicht, so wie die Anderen.

Mir persönlich geht es so, daß ich immer mehr das Gefühl habe, nicht mehr "gesehen" zu werden. Also, das Menschen mich nicht ansehen und beurteilen nach meiner Art und wie ich mich gebe, was ich tue.
Sondern die haben Schablonen mit vorgefertigten Einstellungen und Verhaltensweisen. Dick gepanzert. Ich kann das teilweise nachvollziehen. Läßt Du jemanden an Dich ran wunderst Du Dich oft hinterher. Mir fallen da oft nur die Worte "extrem", "überspannt" und "neurotisch" ein. Ich weiß nicht, ob sie passen.
 
...haha..ich mach das auch dauernd (bin ja eigentlich ein freundlicher mensch) leute anlächeln und grüßen. aber das ist sogar so wenn ich meine tochter zum kiga bringe und zu den anderen muttis die da (evtl.in grüppchen) rumstehen hallo sage bekomme ich zu 2/3 keine antwort. ernte höchstens blicke nach dem motto "was will die denn"...traurig find ich das...es vergibt sich doch keiner was mit einem "hallo" oder einem "guten morgen"...und ich bin zumindest so erzogen dass es unhöflich ist nicht zu grüßen...vor allem wenn der andere den anfang macht.

tja...das mit dem "schablonendenken" ist leider so...das merk ich auch bei mir selber...ich frag mich oft "kannst du das jetz machen...den oder den einfach ansprechen? das oder das einfach machen? sagen? das tut man doch nicht...oder? aber ich merk auch dass ich je älter ich werde ich umso mehr mut bekomme und auf das pfeiffen kann, was "man tut".
ich empfinde es oft so dass alles an zwischenmenschlichem irgendwelchen geheimen ritualen und regeln unterworfen ist das alle anderen kennen-nur ich nicht. und dann tanzt du halt öfter mal aus der reihe...oder bist total unsicher...
 
Aber ist es denn nicht schön, wenn wenigstens eine/r zurück lächelt?

Warum lächle ich auf offener Straße? Nicht um andere Menschen zu etwas zu bewegen, sondern weil ich grade gut drauf bin und mich gut fühle.
Es ist nicht immer so. Wenn ich mich schlecht fühle gehe ich auch eher mit gesenktem Kopf und schaue die Menschen nicht an, weil sie mich nicht interessieren.

Es gibt solche und solche Tage.

Aber ich tanke gut auf, wenn es mir gut geht und ich kann dann auch sehr viel geben...z.B. im Berufsleben, habe sehr viel mit Menschen zu tun.

Ich habe erst heute wieder festgestellt, es gibt viele schlechte Menschen, es gibt aber auch sehr viele gute!

Wichtig ist doch, daß man ohne Erwartung ist, denn mit Erwartung wird man eh enttäuscht. Und ist es so schwer zu geben?
Wenn man viel hat, kann man viel geben. Wenn man viel gegeben hat, kommt auch einiges zurück.

Und jeder hat seine schlechten Zeiten und hat gar nichts zu geben und ist dann doch erstaunt und erfreut, weil man gar nicht erwartet hat, daß etwas zurückkomt 🙄

Das Leben besteht aus Geben und Nehmen.

LG

Omana
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde diesen Thread inzwischen auch dermaßen interessant, dass ich auch meinen Senf dazu geben muss 😀.

Ich nehm´ zur Abwechslung aber ab und an auch mal Ketchup...😉

Bei den ganzen Nachrichten der letzten Zeit (Amokläufe, Leute werden auf Bahnhöfen entweder ganz oder halb tot getreten) wächst, zumindest bei mir, die Angst immer mehr, wobei das Gott sei Dank noch nicht so schlimm ist, dass ich mich nun gar nicht mehr raus traue oder nicht mehr die öffentlichen Verkehrsmittel benutze (muss ja schließlich arbeiten). Ich kann mir vorstellen, dass ich da nicht alleine mit bin.

Ich denke man darf bei all den Gruselnachrichten die man in den Medien so um die Ohren gehauen bekommt nicht "paranoid" werden und sollte sich eine gewisse Grundlockerheit bewahren.

Ich meine, ich fahre auch immer mit dem ÖPNV und wenn ich mir die Leute so anschaue, denke ich, haben die nicht unbedingt einen Amoklauf im Sinn.

Und das mit dem Lächeln finde ich ganz toll von dir, aber ich weiß auch, warum die Leute dich oft angucken wie Alf. 🙂 Obwohl Alf doch ein ganz Süßer ist 🙂.

Na ja, ich versuche es zumindest, obwohl ich schon, trotz der o. g. Grundlockerheit, ab und an zum Mißtrauen tendiere...oist halt immer so eine sache der Intuition, wie wirkt der Zeitgenosse A auf dich? Und Zeitgenosse B wirkt wiederum anders auf dich, etc.

Und warum gucken mich die Leute jetzt an wie Alf? 🙂

Alf hat mir übrigens einiges Voraus...er hat Haare auf dem Kopf und eine hübsche, lange Nase...😀

[FONT=&quot]
Nun muss ich dazu sagen, dass ich in Berlin lebe, einer Millionenstadt also; vielleicht ist das in kleineren Städten ja anders. Allerdings muss ich noch hinzufügen, dass es natürlich auch Menschen gibt, die einfach so freundlich sind und das versuche ich selber auch zu sein, aber andererseits bin ich schon mal aus Selbstschutz erst mal misstrauisch aus obigen Gründen.[/FONT]

Also Berlin ist sicherlich weitaus gefährlicher als Oberammergau....aber auch auf dem Lande kannst du an den falschen geraten, dort gibt es sicher beispielsweise auch Leute, die schlichtweg nix mit sich und ihrem Leben zu tun haben und sich ihre Zeit damit vertreiben, sich kriminellen Fantasien hinzugeben und denken "Hier auf dem Land, da passiert mir doch eh nix!"

Es gibt halt überall solche und solche und man muß selektieren, sofern man das nach seinen negativen Erfahrungen überhaupt noch kann.
 

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