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Dr. Rock
Gast
Loner, es geht mir genau so wie Dir. Du hast das toll auf den Punkt gebracht. Diese Entwicklung habe ich in den letzten 6-7 Jahren auch
immer stärker mitbekommen. Gerade in den letzten beiden Jahren wurde es für mich immer intensiver.
Ja, ich denke wirklich es hat etwas damit zu tun dass es den Leuten wirtschaftlich und sozialer immer schlechter geht, alle haben Angst vor dem sozialen Absturz und diejenigen, die sich erstrecht mit dem Rücken zur Wand stehen sehen, haben nix mehr zu verlieren und driften vollends ab. Jugendliche, die nach 200 erfolglosen Bewerbungen auf der Straße stehen, lächeln einen eben auch nicht mehr an sondern schieben Frust, den sie irgendwo ventilieren müssen. Und dieser Frust liegt nicht nur bei Jugendlichen vor...der Mensch ist eben ein Raubtier.
Nein bist Du nicht, Marcella. Ich lebe in einer kleineren Stadt, gehe abends aber meist nicht mehr weg, obwohl ich ein körperlich kräftiger Typ bin. Von einigen Frauen habe ich schon gehört, das sie nicht allein in den Wald usw. gehen. Man sieht hier viel Leute im Doppelpack oder als Gruppe marschieren, der Rest macht Extremsport, igelt sich ein oder ist meist "neurotisch".
Ich kann diese Frauen gut verstehen...aber das ist auch wieder so ein Punkt, der mich zum Überkochen bringt! :mad:
Wenn man die Gewalttaten gegen Frauen & Kinder in den Medien verfolgt (Vergewxxx, etc.) könnte ich kotzen - ich bekomme den Eindruck dass heutzutage Frauen und Kinder als Frustventil für neurotische oder hyperfrustrierte Halbaffen dienen...etwas überzogen ausgedrückt denke ich manchmal, dass Frauen nur noch in Ritterrüstung oder mit stählernen Keuschheutsgürtel Abends (oder auch tagsüber...) vor die Tür gehen können...:mad:
Sorry Peterle, das war jetzt etwas Ot, aber das musste mal raus...
Angst, Aggression, Distanziertheit, Gleichgültigkeit wachsen,
parallel dazu Einsamkeit, Unausgefülltheit, "Neurosen" und Isolation.
Man hat "sein" Umfeld oder gar keins. Irgendwo reinzukommen, an jemanden "ranzukommen" wird immer schwieriger.
Das merkst du halt gerade, wenn du nicht so stark integriert bist und nicht unbedingt extrovertiert bist. Bei mir sind die Kontakte mittlerweile auch ziemlich weg. Und neue sind unter diesen Umständen schwer aufzubauen. Und es gibt immer öfter Verhaltensweisen, die mich frustrieren, oder die ich nicht verstehe.
Woran es liegt? Also, wenn ich mit fremden Menschen in Kontakt komme sind sie oft sehr "neurotisch". Da ist meist nichts nettes in Ihnen, nichts freundliches, nichts warmes. Sie sind innerlich "kaputt" und erstarrt.
Daher versuche ich zumindest, so jemanden zu verstehen, wenn er mir ggb. abweisend ist oder sich seltsam verhält, ich denke mir "Die Person hat ihre Gründe dafür."
Mir persönlich geht es so, daß ich immer mehr das Gefühl habe, nicht mehr "gesehen" zu werden. Also, das Menschen mich nicht ansehen und beurteilen nach meiner Art und wie ich mich gebe, was ich tue.
Sondern die haben Schablonen mit vorgefertigten Einstellungen und Verhaltensweisen. Dick gepanzert. Ich kann das teilweise nachvollziehen. Läßt Du jemanden an Dich ran wunderst Du Dich oft hinterher. Mir fallen da oft nur die Worte "extrem", "überspannt" und "neurotisch" ein. Ich weiß nicht, ob sie passen.
Je mehr Menschen es gibt desto weniger Menschlichkeit gibt es.
Das mit dem "neurotisch"...die Leute haben nunmal alle ihre Erfahrungen, zumeist viel negatives und entsprechend sind sie konditioniert, machen dicht, lassen niemanden mehr an sich heran, etc.
Ich kenne das, mir geht es immer noch häufig so aber zumindest kann ich inzwischen differenzieren. Ist aber sehr schwer, seine eingefahrenen Verhaltens - und Denkweisen aufzubrechen, das schafft nicht jeder und nicht jeder erkennt diesen Makel und macht sich die Mühe diesen zu beseitigen. Denn warum sollte man? Selbstschutz ist doch in erster Linie etwas Feines...
Der Kontakt mit den falschen Menschen kann einen krank machen, der Kontakt zu den richtigen kann einen aber auch wieder heilen! 🙂