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nicht mehr meine Welt

kennt jemand das Gefühl, daß sich die Welt so schnell verändert und immer hektischer, stressiger und neurotischer wird und du denkst "das ist nicht mehr meine Welt"? Ich hab keine Lust mehr.

Ich träume von Sachen wie ruhiger Platz im Kloster, oder eine ganz andere Umgebung (ab nach Puerto Rico, hasta siempre).

Aber dann denke ich, ist es da besser? Ist das ne gute Idee? Dann sitze ich im Wald auf dem Berg in der Sonne unter den Bäumen, "meditiere" mit einer Flasche Apfelwein als Gesprächspartner und trete eigentlich immer mehr auf der Stelle.

Vor oder zurück. Das ist hier die Frage. Oder tot stellen? Manchmal stelle ich mir vor, wie schön wär's doch als Stein oder Baum. Da musst du nicht immer hierhin und dahin. Und ständig reden und tun.

Keine Ansprüche erfüllen, kein dummes Geschwätz ertragen, du hast deinen Platz und der ist gut. Du must dich nicht verändern, verbiegen, um dich selbst drehen, etwas nachjagen, entscheiden.

Du bist hier und du und jetzt und immer und das ist gut so.

Klingt das jetzt nach "dringend in psychiatrische Behandlung"?
I hope not.

LG
Peter

Das musst Du doch alles nicht. Du hast es doch in der Hand es zu ändern, wenn es Dir nicht gefällt.

Du kannst kürzer treten, weniger Verabredungen und Termine machen, weniger Arbeiten, bei dummem Geschwätz die Flucht ergreifen usw.

Du musst das doch alles nicht haben. Allerdings musst Du dann den Mut und den Willen haben das auch ändern zu wollen und den Preis dafür zu bezahlen.
 
Das musst Du doch alles nicht. Du hast es doch in der Hand es zu ändern, wenn es Dir nicht gefällt.

Du kannst kürzer treten, weniger Verabredungen und Termine machen, weniger Arbeiten, bei dummem Geschwätz die Flucht ergreifen usw.

Du musst das doch alles nicht haben. Allerdings musst Du dann den Mut und den Willen haben das auch ändern zu wollen und den Preis dafür zu bezahlen.


Preis dafür bezahlen... sicher symbloisch gemeint?!
Ich mein ja nur, und dashalb hab ich hier geschrieben... wer was in Bezug auf "Leben" verändern will, muss sich halt bewegen...

Wer "dümpelt" ist raus...
 
Ich glaube nicht dass du in psychiatrische Behandlung musst nur weil dir diese hektische Welt zu hektisch ist. Viele klagen darüber, dass ihnen das Leben / der Alltag zu stressig ist, aber man ist mehr oder weniger gezwungen, sich mitreißen zu lassen. Und das nicht nur beruflich, auch in der Freizeitgestaltung wird artet vieles oft schnell in Stress aus. Ich setz mich beispielsweise lieber aufs Fahrrad und radle stundenlang durch die Natur, als dass ich hobbymäßig „shoppen“ gehe – für mich der Schrecken ohne Ende…😱

Dazu die von dir erwähnten Veränderungen, besitzt man nicht das allerneueste und megahippe Handy mit eingebautem Kühlschrank, ist man nicht „up-to-date“ und steht außen vor. Ich mache diesen ganzen Scheiß sowieso nicht mit. Warum soll ich die Ansprüche anderer Leute erfüllen? Es sind doch in erster Linie die eigenen, die es zu erfüllen gilt.

Man muss doch in dieser Welt / dieser Gesellschaft seine eigene Nische finden, in der man leben möchte und in die man sich zurückzieht.

Auswandern…ein toller Gedanke, der mir schon sehr oft kam. Ob es dann aber tatsächlich so kommt, wie man es sich zuvor vorstellt, ist auch ungewiss…es kommt ja eh meist anders als man denkt. Einfach abhauen, alles hinter sich lassen…eine mehr als verlockende Vorstellung, kann ich nachvollziehen.

Ich frag mich dann immer…wie soll ich das organisieren? Ohne Knete? Wie soll ich mir von hier aus einen Job dort besorgen? Na ja, dran gedacht hab ich zumindest auch schon ziemlich oft…😉

Gruß!
Loner
 
Hallo

anstatt zu spekulieren würde ich dazu raten es einfach mal auf andere Art und Weise aus zu probieren.

Ich kenne Auswanderer die ohne Knete einfach ausgewandert sind und sich woanders ne neue Existenz aufgebaut haben...das geht also mit genügend selbstbewusstsein und Leistungsbereitschaft im Grunde schon.
Verwandte von mir haben ne deutsche Würstlladenkette aufgebaut und sind stinkreich geworden..dazu brauchte es nur ne Metzgerausbildung und sonst nix. Die sind mit Sack und Pack und drei Kindern rüber nach Kanada, haben zunächst dort gejobbt um sich das Grundkapital zu beschaffen und haben dann erst einen Laden aufgemacht, dann zwei...jetzt sind es viele.
Ne andere Variante wäre Südamerika oder Karibik und easy going...Es gibt Gegenden auf der Erde in denen man mit weniger Hektik und weniger Geld auskommt..dafür hat man aber auch weniger Sozialsystem, kein Krankensystem dass einem Krankheit bezahlt etc..da muss man halt abwägen.
Bekannte meiner Schwester (family mit mehreren Kindern) leben im Bauwagen im Wald..leben von wenig eigenem Garten, Schlepperarbeiten mit Pferd etc. Halt ne alternative Lebensweise.

Ich persönlich mag es auch eher ländlich und brauche auch da ich vom Lande komme ne gewisse Grundruhe...lebe am Rande einer Stadt im Grünen und bin damit an sich zufrieden.
Aber ohne eine gewisse Grundhektik und Grundleistung geht es glaube ich nirgendwo wenn man eine gewisse Lebensqualität halten will.

Tyra
 
lonely, seh ich genauso wie du. Aber in einer Welt mit 10j kiddies, die Designerklamotts anhaben und Handy am Ohr wirste halt damit zum Exoten und Aussenseiter in dieser schönen westlichen Konsumwelt. Ich fühl mich halt nicht mehr wohl. Die Leute werden immer komischer und du kannst mit ihnen nichts mehr anfangen, und sie nicht mit dir. Den nettesten Kerl mit dem ich am vernünftigsten reden konnte in den letzten 2 Wochen war ein vor 20 Jahren geflüchteter Äthiopier. Der hatte mich stark beeindruckt. Fröhlich und freundlich an seinen Krücken. Gesund mit Frau aus Bürgerkrieg geflüchtet, in Frankfurt von einem wildgewordenen Taxifahrer zum Krüppel gefahren, und lacht....

tja, siehste mal...alles eine frage der betrachtungsweise...ich kann mich über alles aufregen oder ich kann gelassen drüber weg sehen...
mir tun die ganzen klone die immer dem neuesten hype hinterherhetzen eher leid. da bin ich dann lieber aussenseiter und weiß, dass ich den ganzen müll nicht brauch.
hmm...auswandern..ich weiß nicht...käme für mich nicht in frage...aber wer sich´s zutraut...warum nicht? ich weiß bloß nich, ob´s woanders besser ist...so das leben an sich.
 
Danke für die vielen Antworten. Ich habe mal ein paar Zitate bunt zusammengemischt.

Man muss doch in dieser Welt / dieser Gesellschaft seine eigene Nische finden, in der man leben möchte und in die man sich zurückzieht.
da bin ich dann lieber aussenseiter und weiß, dass ich den ganzen müll nicht brauch.
ich weiß bloß nich, ob´s woanders besser ist...so das leben an sich.
Aber ohne eine gewisse Grundhektik und Grundleistung geht es glaube ich nirgendwo wenn man eine gewisse Lebensqualität halten will.
Ne andere Variante wäre Südamerika oder Karibik und easy going...Es gibt Gegenden auf der Erde in denen man mit weniger Hektik und weniger Geld auskommt..dafür hat man aber auch weniger Sozialsystem, kein Krankensystem dass einem Krankheit bezahlt etc..da muss man halt abwägen.
Wer "dümpelt" ist raus...
mach dir doch mal einen plan, "wo will ich mal hin"
ziele sind voraussetzungen für veränderungen...
ich finde jeder Mensch sollte ein Rückzugsort haben (kann auch ein gedanklicher Ort sein), wenn sich mal wieder die Welt zu schnell dreht weil "In der Ruhe liegt die Kraft"
Auswandern…ein toller Gedanke, der mir schon sehr oft kam. Ob es dann aber tatsächlich so kommt, wie man es sich zuvor vorstellt, ist auch ungewiss
Es ist jetzt nicht leicht, darauf zu antworten. Es ist interessant, im Prinzip ist das genau das, worüber ich gerade nachdenke. All diese Argumente, Anregungen und Widersprüche.

Ich sag mal nichts zu den einzelnen Beiträgen. Sie sprechen für sich.

Die Frage wo mein Ziel und meine Nische sind kann ich mir nur selbst beantworten. Daran arbeite ich. Nun, ich geh mal ins Bett und lasse alles sickern.

Gute Nacht und danke für eure Anregungen!

Peter
 
Moin moin !! 🙂

lonely, seh ich genauso wie du. Aber in einer Welt mit 10j kiddies, die Designerklamotts anhaben und Handy am Ohr wirste halt damit zum Exoten und Aussenseiter in dieser schönen westlichen Konsumwelt.

Nun gut, wenn man halt familiär eingebunden ist und Kids hat die wiederrum von ihrem Freundeskreis, den Medien, etc. beeinflusst werden, ist das nicht so einfach. Aber vielleicht kannst du es ihnen vormachen und ihnen zeigen, dass man weder Designerklamotten noch ein Superhandy haben muss, um glücklich zu sein...leb´ ihnen doch diese Seite vor und bilde einen Gegenpol zur "Gesellschaft", vielleicht überzeugt es sie.

Ich hab´s da wesentlich einfacher, da ich niemanden hinter mir her ziehen muss.

Ich fühl mich halt nicht mehr wohl. Die Leute werden immer komischer und du kannst mit ihnen nichts mehr anfangen, und sie nicht mit dir. Den nettesten Kerl mit dem ich am vernünftigsten reden konnte in den letzten 2 Wochen war ein vor 20 Jahren geflüchteter Äthiopier. Der hatte mich stark beeindruckt. Fröhlich und freundlich an seinen Krücken. Gesund mit Frau aus Bürgerkrieg geflüchtet, in Frankfurt von einem wildgewordenen Taxifahrer zum Krüppel gefahren, und lacht.

Wie urig, den hätte ich auch gerne kennengelernt. 🙂

Ich weiss nicht, vielleicht ist es auch so dass Menschen die nicht aus unserer westlichen, durch endlose (und beknackter...) Produktivität gekennzeichnete Denk - und Lebensweise kommen, eine komplett andere Mentalität bzw. anderes Bewusstsein haben und - dem Leben weniger Widerstand bieten und das Leben so annehmen, wie es nunmal kommt...😉

Die konzentrieren sich vielleicht einfach auf das wesentliche und auf ihr seelisches Wohlbefinden.

tja, siehste mal...alles eine frage der betrachtungsweise...ich kann mich über alles aufregen oder ich kann gelassen drüber weg sehen...
mir tun die ganzen klone die immer dem neuesten hype hinterherhetzen eher leid. da bin ich dann lieber aussenseiter und weiß, dass ich den ganzen müll nicht brauch.
hmm...auswandern..ich weiß nicht...käme für mich nicht in frage...aber wer sich´s zutraut...warum nicht? ich weiß bloß nich, ob´s woanders besser ist...so das leben an sich.

"Außenseiter" klingt immer so negativ behaftet - verstehe ich gar nicht. Genauso wie einige seltsame Vögel hier denken, ich hätte mich "Loner" getauft um Mitgefühl zu erbeuten oder mich mitleiderregend darzustellen...pruuust! 😀

Ich bin supergerne alleine und stolz darauf, so wenig Teil der Gesellschaft zu sein, wie es nur geht - auch wenn das seltsam klingen mag. Ich konsumiere nur das, was ich mir wirklich von Herzen wünsche und mir auch leisten kann. Ich rauche nicht, trinke nicht, besitze kein Auto und zahle auch keine Kirchensteuer.

Ja, zum auswandern fehlt mir auch (noch...) der Mut, aber ehrlich gesagt auch die erforderlichen Kenntnisse...und auch die Knete. Und vermutlich würde ich mich dauerhaft in einer stromlosen Hütte im Wald in Minnesota doch nicht so wohlfühlen. Gewisse angenehme Bestandteile der Zivilisation würde ich schon vermissen...ohne meine Musik könnte ich nicht existieren, zumindest Strom und ein Auto müsste vorhanden sein...
 
Hallo peterle!

Klingt das jetzt nach "dringend in psychiatrische Behandlung"?
Ich kann Dich ja glaubich ganz gut verstehen, aber es klingt ein wenig nach Weltflucht. Sich entscheiden zu müssen etc macht ja erst den Wert eines Menschen aus. Ich möchte nicht mit den Entscheidungsmöglichkeiten eines Baumes tauschen. Sein Leben aktiv in die Hände zu nehmen und die manchmal auch schwere Bürde eines verantwortungsvollen Handelns zu tragen, kann dem Leben einen ganz besonderen Reiz geben. Im Grunde ist es geradezu Deine ganz normale Pflicht, Dich als Mensch auch mit den unbequemen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen. Du mußt irgendwie lernen, Deinen Wert auch aus diesem täglichen Kampf zu ziehen.
 
Wie urig, den hätte ich auch gerne kennengelernt. 🙂

Ich weiss nicht, vielleicht ist es auch so dass Menschen die nicht aus unserer westlichen, durch endlose (und beknackter...) Produktivität gekennzeichnete Denk - und Lebensweise kommen, eine komplett andere Mentalität bzw. anderes Bewusstsein haben und - dem Leben weniger Widerstand bieten und das Leben so annehmen, wie es nunmal kommt...😉

Die konzentrieren sich vielleicht einfach auf das wesentliche und auf ihr seelisches Wohlbefinden.
moz-screenshot-1.png

Der war auch urig. Beneidenswert fröhlich und aufgeschlossen. 🙄

Naja, in Gesellschaften, wo die Leute mehr aufeinander angewiesen sind und enger in großen Familien- und Dorfgemeinschaften leben gibt es bestimmt eine größere Mitteilsamkeit und Gemeinsamkeit.

Ich kann Dich ja glaubich ganz gut verstehen, aber es klingt ein wenig nach Weltflucht. Sich entscheiden zu müssen etc macht ja erst den Wert eines Menschen aus. Im Grunde ist es geradezu Deine ganz normale Pflicht, Dich als Mensch auch mit den unbequemen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen. Du mußt irgendwie lernen, Deinen Wert auch aus diesem täglichen Kampf zu ziehen.

Du hast Recht, es ist zur Zeit eine Weltflucht. Ein momentaner Zustand von Frustration. Sich entscheiden und zu kämpfen sind elementare Bestandteile des Lebens, ich weiß. Es hat sich in den letzten Jahren zu viel zu schnell für mich verändert. Im persönlichen Bereich, aber auch gesellschaftlich. Die Spielregeln sind völlig anders geworden, und ich habe ziemliche Probleme mich daran anzupassen.
 

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