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Neues Leben beginnen - Freundschaft dafür zerstören

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Für weitere Antworten geschlossen.
Schuld ist das eine, die Verantwortung für die Schuld das andere.
Wie viel war sie zu schnell, war es klar zu erkennen, dass der Sitz nicht richtig befestigt war?
Sind diese Fragen geklärt?
Sie können eine Schuld erheblich relativieren.

Wie schon vorher erwähnt, möglicherweise ist sie noch nicht in der Lage ihre Schuld anzunehmen, vielleicht würde sie psychisch daran vollständig zerbrechen.
Was sie braucht, ist Unterstützung, nicht nachtreten, wenn man am Boden liegt.
Wenn sie noch nicht zu ihrer Schuld stehen kann, dann lässt man das ruhen.
Sie immer wieder darauf hinzuweisen, kann in ihrer Situation äußerst kontraproduktiv sein.
Aber vielleicht ist das ja gewollt?

Wenn von Schuld gesprochen wird, was ist mit Eurer?
Verschwindet aus ihrem Leben, solche Menschen brauch sie nicht um sich.
Für Euer Verhalten finde ich keine passenden Worte.
 
Ich denke nicht, dass man für immer unglücklich bleiben muss, wenn das Kind verstorben ist/ etwas schlimmes passiert ist. Es kann auch gut sein, dass eine Ehe unter so einer Belastung zerbricht, davon hört man öfter.
Aber ich finde deine Rolle darin sehr unglücklich. Durch dich zerbricht nicht nur die Ehe, sondern auch noch eine Freundschaft.

Ich finde absolut normal und nachvollziehbar, dass Gabi in einer furchtbaren psychischen Verfassung ist. Dass sie launisch ist, tief depressiv, dass sie das Geschehene nicht akzeptieren und aushalten kann, dass sie wütend und verzweifelt ist. Ich finde auch total nachvollziehbar, dass das für das Umfeld wahnsinnig anstrengend und belastend ist und dass es in einer Ehe passieren kann, dass man Abstand voneinander braucht, weil es zu viel ist.

Aber so wie du schreibst, klingt es einfach sehr hart. Und es ist auch sehr hart, dass ausgerechnet du, eine langjährige Freundin, die Person bist, mit der Holger "ausbrechen" will.

Ich finde das im Gesamten einfach wahnsinnig viel. Vor zwei Jahren noch frischgebackene Eltern, nun ist das komplette Leben zerstört. Ich finde, als Freundin, ja sogar als Fremde hat man auch eine gewisse Verantwortung für andere Menschen. Und als Außenstehende finde ich das moralisch höchst problematisch.

Ich habe es hautnah miterlebt und denke, dass Holger auch deshalb gerade mit mir den Neubeginn will, weil ich eben mitbekommen habe wie es sich zugetragen hat.
 
Schuld ist das eine, die Verantwortung für die Schuld das andere.
Wie viel war sie zu schnell, war es klar zu erkennen, dass der Sitz nicht richtig befestigt war?
Sind diese Fragen geklärt?
Sie können eine Schuld erheblich relativieren.

Wie schon vorher erwähnt, möglicherweise ist sie noch nicht in der Lage ihre Schuld anzunehmen, vielleicht würde sie psychisch daran vollständig zerbrechen.
Was sie braucht, ist Unterstützung, nicht nachtreten, wenn man am Boden liegt.
Wenn sie noch nicht zu ihrer Schuld stehen kann, dann lässt man das ruhen.
Sie immer wieder darauf hinzuweisen, kann in ihrer Situation äußerst kontraproduktiv sein.
Aber vielleicht ist das ja gewollt?

Wenn von Schuld gesprochen wird, was ist mit Eurer?
Verschwindet aus ihrem Leben, solche Menschen brauch sie nicht um sich.
Für Euer Verhalten finde ich keine passenden Worte.

Gutachter haben es alles mehr als genau bewiesen. Zu schnell auf nasser Bahn und Sitzschale nicht richtig angebracht.
 
Schuld ist das eine, die Verantwortung für die Schuld das andere.
Wie viel war sie zu schnell, war es klar zu erkennen, dass der Sitz nicht richtig befestigt war?
Sind diese Fragen geklärt?
Sie können eine Schuld erheblich relativieren.

Und mir hat sich auch die Frage gestellt, was der Grund dafür war. War sie im Stress, vielleicht total überlastet, musste schnell irgendwo hin, hat es zeitlich einfach nicht geschafft, alles einwandfrei zu handhaben? Hätte Holger sie unterstützen und entlasten können?
Oder war sie generell nachlässig mit solchen Dingen?
 
Und mir hat sich auch die Frage gestellt, was der Grund dafür war. War sie im Stress, vielleicht total überlastet, musste schnell irgendwo hin, hat es zeitlich einfach nicht geschafft, alles einwandfrei zu handhaben? Hätte Holger sie unterstützen und entlasten können?
Oder war sie generell nachlässig mit solchen Dingen?

Sie war bei Bekannten und ist nach Hause gefahren. Es gab keine Gründe wie Stress oder Zeitdruck.
 
Das bedeutet aber nicht, dass es für sie klar erkennbar war.
Schuld ist nicht gleich Schuld.
Es gibt da erhebliche Unterschiede.

Ja und wie geschrieben, was ist das denn für eine absurde Erwartung: Welcher Mensch schafft das denn innerhalb von einigen Monate anzuerkennen und anzunehmen am Tod des Kindes (oder überhaupt eines anderen Menschen) Schuld zu sein? Das ist so, so, so furchtbar, quasi das schlimmste, was Menschen passieren kann. Wie ich schon schrieb, sowas sprengt bei den meisten Menschen das, was sie psychisch verarbeiten können... Zumindest in einem absehbaren Zeitraum.
 
Sie ist ja auch die Schuldige gewesen, weshalb ich seine Reaktion auch nachempfinden kann.
Wenn sie es sich eingestehen würde könnte Holger denke ich besser damit umgehen.
Ich finde es sehr beklemmend, wie leichtfertig hier mit dem Schuldbegriff umgegangen wird. Was passiert ist, ist ein unfassbares Unglück und für die gesamte Familie eine Katastrophe, mit der die Eltern des verstorbenen Mädchens sich auseinandersetzen müssen, solange sie leben.

Die Schuldfrage ist vielleicht naheliegend, weil augenscheinlich auch Fehler passiert sind. Aber diese Fehler, die da gemacht wurden, sind menschlich. Das hätte zigtausenden Menschen passieren können. Man hat den Kindersitz bereits hundert Mal festgemacht, das Klicken beim Einrasten sogar im Ohr, es sollte nicht passieren, klar, aber es kann jedem passieren, man denkt, er sitzt fest, man denkt, man hat gehört und gespürt, wie er in der Fixierung einrastet, aber hat sich geirrt. Man ist vielleicht in Eile, man hat Stress und Zeitnot, das Kind quengelt, man hat nachts kaum geschlafen, weil das Kind ständig wach war, ist unkonzentrierter als sonst, was weiß ich. Ausgerechnet an diesem Tag und auf dieser Fahrt, verschätzt man sich auch noch in der Kurve mit der Geschwindigkeit, hat vielleicht nicht erkannt, dass die Straße noch nass ist oder die Situation einfach nicht richtig eingeschätzt, was auch nicht selten vorkommt unter Autofahrer*innen. In 99,9% der Fällen geht es gut, man kriegt die Kurve noch, puh, haarscharf.
In dem Fall ging es nicht gut. Ich kann mir nur ganz, ganz entfernt und sehr vage vorstellen, wie schwer das auf Gabi lasten muss. Die Folgen ihrer Fehler haben zum Tod ihres Kindes geführt. Das hat niemand gewollt. Wie soll man damit weiterleben und vor allem nach so kurzer Zeit?

Ich finde die Erwartungen und Forderungen an sie, was ein offizielles Schuldeingeständnis und das Aufsichnehmen der Schuld betrifft, sehr schwierig. Eigentlich unmöglich und menschlich unterirdisch. Auch wenn Holgers Trauer und alles, was ihm helfen könnte, natürlich nicht vom Tisch zu wischen ist. Ich finde, er darf sich wünschen und darauf hoffen, dass Gabi Fehler eingesteht, aber es verlangen und einfordern? Nein, das geht nicht. Vor allem auf so forsche, unreflektierte Art und Weise.
Schuld ist eines der ältesten, größten und kompliziertesten Themen der Welt.

Mich erschreckt es, wie hier mit dem Begriff und seiner Bedeutung umgegangen wird.
 
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