@TE
Ich habe nun wirklich alles hier gelesen.
Anfangs habe ich fast noch Mitleid mit dir gehabt, aber je länger ich gelesen habe, vor allem deine Beiträge, deine Reaktionen auf die Beiträge der User hier, desto mehr schwand das Mitleid.
@Splitterbunt hat gut beschrieben, dass es außer den nackten Tatsachen, die die Gutachter ermitteil haben für die Ursache des Unfalls, gibt es noch viele, die nicht erkennbar waren.
Hat z. B. die Kleine gequengelt, weil sie müde, hungrig war oder die Windel voll hatte. Ist Gaby (deine Freundin möchte ich sie nicht mehr nennen, denn das ist sie schon lange nicht mehr) übermüdet gewesen, weil die Kleine nachts mehrfach wach war und Aufmerksam eingefordert hat, usw.
Dass Holger ihr nun die alleinige Schuld aufbrummen wollt, mag verständlich sein, aber auch nicht sicher (siehe dazu meine vorherigen Ausführungen):
In den gemeinsamen Gesprächen habt ihr euch wahrscheinlich ständig gegenseitig darin bestärkt, Gaby die alleinige Schuld zu geben. Aber das ist auf Dauer gesehen keine Hilfe bei der Aufarbeitung des schrecklichen Geschehens. Irgendwann wird vielleicht der Moment kommen, wo Holger sich eingestehen kann, dass die Umstände drumherum auch mit eine Ursache für den Unfall sind.
Und nun flüchtet er davor und hat in dir eine vortreffliche Gehilfin gefunden, die alles dafür tut, dass er seine Anteile nicht sehen muss.
Im Gegenteil, du unterstützt ihn ja auch noch darin, Gaby zusätzlich zu verletzen, sie noch mehr fertig zu machen.
Sei dir sicher, auch wenn ihr beide zusammen wegzieht, woanders neu anfangt, diese Geschichte, die ganzen Umstände werden mit euch umziehen.
Du wirst dir nie sicher sein können, ob Holger wirklich deinetwegen nun alles aufgibt und einen Neuanfang macht oder du nur Mittel zum Zweck warst. Du wirst dir auch nie sicher sein können, ob er nicht eines Tages mit dir genauso umgeht, wie jetzt mit seiner Frau.