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Neuer Job passe da nicht rein. Fühle mich unwohl.

  • Starter*in Starter*in HarleyQuinn
  • Datum Start Datum Start
Hallo Findefuchs,

Vielen Dank für deine Mühe 🙂

Nein. Ich habe von Anfang an versucht mich selbst einzubringen bzw wie ich schrieb meine anfängliche Scheu abzuwerfen und mich zu integrieren.
Das Stieß direkt am ersten Tag auf Ignoranz. (Hatte ich auch geschrieben)

Du darfst das was ich über das "familiäre Verhältnis" geschrieben habe bitte nicht über bewerten.

Mir reicht es wenn man zumindest mal fragt wie das Wochenende war oder so... Aber sowas kennt diese Firma leider nicht.

Smalltalk ist ja dort nicht gewünscht wie mir zugetragen wurde.

Weisst du es ist ja nicht nur das. Es ist auch die Arbeit an sich. Ich sehe mich da nicht drin. Es ist sehr stupide. Also wirklich sehr.

Der Ton dort ist nun seit heute auch etwas rauer geworden und gesprochen hab ich heute mit meiner Chefin kein Wort. (Sie sitzt direkt bei mir, also Gelegenheiten wären da)

Man bedenke ich bin noch in der Einarbeitung. Kein Feedback nichts.

Leider geht mir da auch die Motivation flöten.

Meinen obersten Chef habe ich auch bisher noch nicht kennen gelernt. Nur im vorbei laufen mal gesehen (man bedenke kleine Firma kein Riesen Unternehmen)

Das mit dem Wunsch nach mehr Regelungen hab ich schon vorsichtig geäußert. Da wurde mir dann gesagt das die Firma über sowas (Zeiterfassung) abgestimmt hatte. Entsprechend war die Mehrheit dagegen.

Du hast Recht. Die Leute dort arbeiten schon sehr lange zusammen. Sind alle 5 Jahre plus dort beschäftigt. Aber ich beobachte ja auch das Verhalten welches diese untereinander pflegen und das ist nicht anders als das was ich derzeit zu spüren bekomme.

Ich hatte mit bekommen, dass vor mir noch jemand für die Position da war. Aber angeblich (man weiss ja nie) gekündigt wurde weil die Arbeit nicht zu deren Zufriedenheit erledigt wurde.

Heute hatte ich den ganzen Tag kein tolles Gefühl und mich auch überhaupt nicht auf die Arbeit gefreut. Das kenn ich so von mir nicht.
 
Liebe HarleyQuinn,

schade, dass es nicht besser wird bei Dir.
Dabei finde ich nach allem, was Du nun geschrieben hast, gar nicht mehr, dass die Atmosphäre das Hauptproblem ist. Ich denke damit könnte man schon irgendwie leben. Und es besteht ja auch immer noch die Möglichkeit, dass sich das im Laufe der Zeit tatsächlich noch bessert, wer weiß? Aber DAS gepaart mit einer Aufgabe, bei der Du unterfordert bist und einem Fahrtweg, der Dir kaum Freizeit gönnt, kann ich verstehen, dass die schlechte bzw. nicht vorhandene Stimmung dann noch das Tüpfelchen auf dem i ist.
Dennoch würde ich Dir raten durchzuhalten bis Du etwas Neues gefunden hast. Ich finde es einfacher sich irgendwo zu bewerben, solange man in Lohn und Brot steht. Man wirkt nicht so "bedürftig" und strahlt das auch aus. Jedenfalls ging es mir bei der Jobsuche so, dass ich in Bewerbungsgesprächen selbstbewusster aufgetreten bin als ich mich in einem Arbeitsverhältnis befand. Als ich mich nach dem Studium zunächst nur mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten habe, und auf der Suche nach einer Vollzeitstelle war, kam ich (glaube ich) verzweifelter und unsicherer rüber. Ich verstehe aber auch, dass es schwer ist, sich neben einem Vollzeitjob noch um Bewerbungen zu kümmern. Aber Du hast ja im Prinzip keine Eile. Einen Job hast Du ja - auch wenn er Dich gerade nicht glücklich macht. Aber denk dran: Du musst das nicht für immer machen. Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Freu Dich drauf.
Liebe Grüße
Sonnenschein
 
Hallo Sonnenschein🙂

Ja du hast Recht. Es ist im Prinzip alles. Das drumherum herum und überwiegend auch die Tägliche Arbeit.

Gestern musste ich mich echt zusammen reissen das ich mich nicht übergebe.
Im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich mache mir keine Sorgen wenn ich das hier eher beende und noch keine Anschluss Stellung habe. Ich bin finanziell soweit abgesichert. Das wird mich auch nicht verzweifelt da stehen lassen.
Das sehe ich wirklich locker.

Ich habe nur den Wunsch zufrieden zu sein. Viel brauch ich dafür nicht. Nur eine Arbeit die ich gerne mach (klar darf man auch mal meckern) und vor allem etwas das mich ausfüllt. Und wo auch das drumherum herum halbwegs passt.
 
Hallo zusammen,

Ich wollte mich mal wieder melden und euch den Stand der Dinge mitteilen.

Das ich mich hier auf der neuen Arbeit nicht wohl fühle hat sich nicht geändert.
Auch meine täglichen Aufgaben (die ich nun zum Teil beherrsche) öden mich an.

Ich habe hier leider auch ein paar unschöne Dinge erfahren müssen die mich darin bestärkt haben das ganze hier zu beenden.

Meine Vorgängerin wurde quasi raus gemobbt. Nach zwei Jahren. Sie hatte sich hier ebenso unwohl gefühlt. Als sie dann ankündigte in den Mutterschutz zu gehen gab es wegen Kleinigkeiten Abmahnungen. Die Vermutung lag dort nahe das man sie los werden wollte um nicht weiter bezahlen zu müssen.

Die welche davor da war wurde in der PZ gekündigt da sie sich nicht immer alles hat sagen lassen bzw nicht auf Befehl funktioniert hat und auch mal links und rechts schauen wollte.
Für mich ein no go. Ich bin auch jemand der gerne aktiv ist und Dinge die meiner Meinung nach anders besser laufen können anspreche.

Meine Chefin ist zunehmend von mir genervt. Es hieß auch, dass meine Vorgängerin das aufgabengebiet bereits nach 1 Woche selbst erledigte. (Ich eben nicht)
Ich fragte dann was die vorher denn gelernt hat?! Naja und sie hat halt den Beruf gelernt. Und war nicht so wie ich Quereinstieg er.

Scheinbar haben die sich das hier mit dem anlernen eines quereinsteugers einfacher vorgestellt.

Aber natürlich erstmal die Stelle besetzen mit mir um für jemand qualifizierteres bloss nicht mehr Geld zu bezahlen.
Was ich mir auch vorgestellt habe ist das die für meine job keinen Branchen Kenner gefunden haben. Da meine Aufgaben hier ausschließlich hilfstätigkeiten sind.
Komme mir vor wie ein Praktikant.

Gleichzeitig wird mir aber wissen rein geprügelt welches ich brauche um urlaubsvertretung für andere zu machen. Mit weniger gehalt.

Ich habe Abitur und habe gelernt. Und komme mir hier vor wie ein Helfer.

Den obersten Chef habe ich bis heute nicht kennen gelernt.

Oh je. Da hab ich mir echt was angetan. So ärgerlich alles.
 
Hallo Harley,

ich denke die Dinge sind klar: Kündige am besten bei nächster Gelegenheit. Aber Achtung - Das Arbeitsamt kann dir, soweit ich weiß, eine Sperre von 3 Monaten Arbeitslosengeld verhängen, wenn du von selbst kündigst. Vielleicht gelingt es dir daher, vorher noch einen neuen Arbeitsvertrag zu unterschrieben. Das wäre natürlich das Beste. Du bewirbst dich ja fleißig gerade (?).
Kündigung am besten per Einschreiben (ohne Rückschein, ist nur Geldverschwendung) und zusätzlich per Mail.

Wie auch immer, in jedem Fall musst du da raus. Da wird sich nichts mehr zum Positiven verändern für dich. Im Gegenteil, es scheint mit jeder neuen Woche nur noch schlimmer zu werden.

Also: Hau da ab. 😉 Alles Gute für dich!
 
Hey HarleyQuinn,

hab gerade an Deinen Thread gedacht. Zugegeben: weil ich auch gerade - oder immer noch - sehr frustriert bin in meinem "neuen Job". Hast Du mittlerweile gekündigt und was Neues gefunden?
 
Hallo Sonnenschein,

es ist jetzt schon ein paar Monate her das du hier geschrieben hattest.
Vielleicht liest du es ja noch.

Ja... Ich hatte bei besagter Stelle zum Glück gekündigt. Ich glaub 2 Wochen nachdem ich hier geschrieben hatte. Anschließend hatte ich ein paar Monate weiter gesucht und zum neuen Jahr meinen Traumjob im einer Traumfirma angefangen 😉

Dort bin ich so glücklich und zufrieden wie ich es schon ewig nicht war.
Das Risiko hat sich bei mir gelohnt. Länger hätte ich es dort auch nicht ausgehalten. So konnte ich den Sommer noch genießen und einen schönen Urlaub im Ausland obendrauf.

Natürlich hab ich mir auch sorgen gemacht. Aber letztendlich ist es bei mir nun mehr als gut ausgegangen 🙂
 
Darf ich nach der Branche fragen? Ich bin auch seit 8 Jahren mit Ausbildung noch mehr, in einem großen Unternehmen. Ich brauche auch einen Neustart, schreibe massig Bewerbungen aber mein Profil passt oft nicht weil ich mich weiter entwickeln will.

Bist du nun wieder in einer großen Firma?
 
Ich glaub, ich würde mich an deiner Arbeitsstelle wohlfühlen. Endlich mal nicht den Druck spüren müssen, schnell kommunikativ zu werden, schnell aus sich heraus kommen zu müssen, ständig Small Talk machen zu müssen.

Ist doch toll !
 
Hallo HarleyQuinn,

schön von Dir zu hören und es freut mich sehr, dass Du gefunden hast, was Du suchtest.
Es macht mir Mut und wer weiß, vielleicht wage ich es auch, wenn sich etwas Interessantes bietet.
Leider rät mir mein Umfeld immer wieder durchzuhalten und auf Nummer Sicher zu gehen. Deshalb ist es schön Deine Geschichte zu lesen....dass es auch anders laufen kann.

Dir alles Gute und weiterhin viel Spass am Arbeitsplatz🙂
Sonnenschein
 

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