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Neue E-mail bekommen von heuchlerischer Mutter

Erbsenkufi

Mitglied
Hi,
Vielleicht habt ihr ja mein eröffnetes Thema im Bereich "Gewalt" gelesen. Seit nun 2 Jahren wohne ich alleine, seit einem Jahr auch in meiner eigenen Wohnung. Am Anfang als ich ausgezogen bin gab es Drohanrufe wodurch die ganze Familie, bei der ich untergekommen bin, in Angst und Schrecken versetzt hat, während ich da stand und nur drüber lachen konnte.
Zwischenzeitlich bekomme ich E-Mails bzw. Nachrichten über wkw von meiner biologischen Mutter. Nebenbei erwähnt sollte noch werden das sie erst vor wenigen Monaten ein 6 seitigen Brief an meine Arge geschickt hat, was für einen psychologischen knacks ich doch hätte und das sie nie und nimmer mit etwas angetan hätte. Momentan ist auch mein Bruder, welcher noch bei ihr wohnt, dabei eine Aussage bezüglich der "Zeit daheim" zu schreiben.

Worum es mir geht ist die E-Mail die ich eben in meinem wkw-Nachrichten Center bekommen habe. Natürlich von meiner (biologischen) Mutter. die letzten Mails waren wüste beschimpfungen was ich doch für eine Hur* wäre (und das ist nur das harmloseste) und jetzt folgendes:

Liebe Susi,

mir sind gerade beim aufräumen, die Katzenpuzzlebilder
in die Hände gefallen. Sie sind im Glasrahmen und ich
will dich fragen ,ob du sie mal abholst. Vielleicht
kannst du sie bei dir aufhängen.
Bitte gib mir doch bitte Bescheid.
Auch wenn du so noch was brauchst , unterstütze ich
dich gern.
Ich möchte mich bei dir entschuldigen, das ich manchmal
so resolut war.Der Stress und die Aufgaben waren damals
einfach zu hoch. Das war ungerecht. Du hattest deine
eigenen Aufgaben die ich damals einfach nicht sehen
konnte. Ich vermisse dich sehr. Ich habe so viele
Fehler gemacht.
Bitte melde dich.


Das ist doch unerhört!!!! ich dachte ich schau nicht richtig! Ich meine was für eine große heuchlerin muss man sein? Wahrscheinlich hat sie spitzbekommen das mein bruder eine Aussage gegen sie schreibt und versucht sich nun auf übelste einzuschleimen. Am lustigsten finde ich die Zeile "Ich möchte mich bei dir entschuldigen, das ich manchmal
so resolut war." . Das find ich sowas von...lächerlich einfach.

wollte das nurmal loswerden und hoffe ich spam euch nicht zu.

Gruß, Susanne
 

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O

oceanne

Gast
Liebe Susi,

ich habe Deinen Thread von damals nicht gelesen,
aber ich stelle Dir hier die Frage , warum heuchlerisch ?
Ich kann mir vorstellen , das Du total verbittert bist,
auf Grund der Vorkommnisse in der Vergangenheit .

Es stellt sich mich hier die Frage ,
warum soll sich deine Mutter nicht geändert haben?
Ein halbes Jahr ist eine relativ lange Zeit , da kann eine Menge passiert
sein. Warum sollte sie nicht einsichtig geworden sein?

Ich kann Dir nur ans Herz legen , sprich Dich mit Deiner Mutter aus.
Ich kannte mal eine Mama von 3 zauberhaften Mädels.
Der Zorn auf die Mutter von der Großen war sehr extrem, sie wollte kein Kontakt zur Mutter , und irgendwann erlag die Mutter ihrer
Alkoholsucht.
Kindie erzählte mir von dem Tod und des extremen Bedauerns ,
das sie sich Ihrer Mutter nicht aussprechen konnte:(.
Ein Freund von mir sagte mal, lieber ein schlechter Vater bzw Mutter als gar keine .
Diese zwei Sachen möchte ich Dir mit auf den Weg geben.
Und wünsche Dir von ganzen Herzen alles alles Liebe und Gute.
Dich mal mit Internettinte umarme.

Greetz Oceanne
 
Zuletzt bearbeitet:

whitewine

Aktives Mitglied
Es tut mir sehr leid was du erleben musstest und ich kann sehr gut verstehen dass du keinen Kontakt mit deiner Mutter wünschst. Trotzdem finde ich es immer schade wenn Menschen mit ihrer Familie "abgeschlossen haben"... (was du wahrscheinlich noch nicht hast, denn sonst würdest du dich über diese Mail nicht so aufregen). Natürlich muss immer das Opfer (also du) im Fokus der Aufmerksamkeit stehen, aber ich finde es trotzdem wichtig, dass man sich auch fragt was deine Mutter dazu getrieben hat Gewalt anzuwenden. Vielleicht ist deine Mutter auch selbst eine Art Opfer. Vielleicht ist sie mit der ganzen "Erziehungssituation" und mit ihrem eigenen Leben nicht mehr klar gekommen und hat deswegen aggressiv reagiert. Ich möchte nicht beschönigen was deine Mutter getan hat, aber ich glaube nunmal, dass es 1. ganz wenige wirklich böse Menschen auf der Welt gibt, die schlagen und prügeln nur weil es ihnen Spass macht und 2. glaube ich auch, dass jede Mutter ihr Kind liebt - egal wie schlecht das Verhältnis ist. Wenn du nichts mehr mit deiner Mutter zu tun haben willst, verstehe ich das. Aber du solltest in diesem Fall auf jeden Fall in einer Therapie versuchen mit deiner Mutter "abzuschliessen", dich von ihr auch innerlich zu lösen. Wenn du dich irgendwann entschliesst, ihr noch einmal eine Chance zu geben, kann vielleicht eine Familientherapie eine Lösung sein.
 

Schnubbelmaus

Aktives Mitglied
Natürlich muss immer das Opfer (also du) im Fokus der Aufmerksamkeit stehen, aber ich finde es trotzdem wichtig, dass man sich auch fragt was deine Mutter dazu getrieben hat Gewalt anzuwenden. Vielleicht ist deine Mutter auch selbst eine Art Opfer. Vielleicht ist sie mit der ganzen "Erziehungssituation" und mit ihrem eigenen Leben nicht mehr klar gekommen und hat deswegen aggressiv reagiert.

Hallo!

Sorry aber da stehen mir echt ALLE Haare zu berge.

Wie kannst Du jemandem so etwas schreiben?? Das ist gänzlich das Problem der Mutter. War ist und wird.
Es ist in meinen Augen DIE PFLICHT DER ERWACHSENEN bestmöglich im Sinne des Kindes zu handeln. Die Mutter hätte sich damals Hilfe holen sollen und sei´s nur bei nem Pfarrer oder sonst etwas gewesen.
Sie hat es versaut. Ihr Problem.
Diese Mail ist für Erbsenkufi in meinen Augen wie ein Schlag ins Gesicht.

Bürde dem "Kind" also nicht auch noch diese Last mit auf.

Manche Dinge sollte man sich gefälligst nur denken und nicht schreiben oder sagen.
Würdest Du das auch zu einem sexuell missbrauchten Kind (das nun Erwachsen ist) schreiben?
Nein? Wo ist bitte da der Unterschied?

So, das mußte jetzt gerade mal raus.

Gruß
Schnubbelmaus
 

whitewine

Aktives Mitglied
Sorry, aber ich seh's nunmal so. Natürlich ist es das Problem der Mutter, natürlich hätte sie sich Hilfe holen sollen, ganz klar. Manche Menschen haben weder das notwendige Wissen (wo soll ich mir Hilfe holen?) noch den Mut (ich habe versagt) noch die Kraft dazu. Ich finde es einfach immer schade, wenn Familien zerbrechen - ich weiss aus eigener Erfahrung wie es ist ohne Familienrückhalt aufzuwachsen. (Im Übrigen habe ich auch einige Erfahrung mit Gewalt in der Familie. Zwar wurde ich nie geschlagen, aber meine Eltern haben sich gegenseitig krankenhausreif geprügelt). Aber im Endeffekt muss das Opfer entscheiden ob es der Mutter verzeihen und vielleicht nochmal einen Neuanfang starten kann und will, ansonsten muss es mit der Situation und eben auch mit der Mutter abschliessen. Und das hat die TE meiner Meinung nach noch nicht - was auch nicht negativ gemeint war, sondern nur als Aufforderung, sich Hilfe zu suchen!
 
Zuletzt bearbeitet:

whitewine

Aktives Mitglied
Würdest Du das auch zu einem sexuell missbrauchten Kind (das nun Erwachsen ist) schreiben?
Nein? Wo ist bitte da der Unterschied?

Also ich sehe da schon einen Unterschied. Sexueller Missbrauch ist niemals eine Folge von Überforderung, sondern immer ein Ausdruck von schwerer psychischer Krankheit, die behandelt werden muss. Sonstige körperliche Gewalt kann gut ein Zeichen von Überforderung sein. Vielleicht können viele Menschen dies nicht nachvollziehen, besonders wenn sie noch nie in der Lage des Überforderten waren. Natürlich heisse ich das nicht gut. Ich versuche nur darauf aufmerksam zu machen, dass schlagende Eltern nicht immer nur als "böse" und "kinderhassend" dargestellt werden müssen... Auch wenn das vielleicht in den Augen der Opfer so aussieht...
 

Schnubbelmaus

Aktives Mitglied
Hallo,

nachvollziehbar ist es immer noch nicht.

Eltern die ihrem Kind soetwas antun und nicht hassen. Wenn´s nicht so erbärmlich wäre könnte man drüber lachen.

Erzähl mir doch nix vom Pferd.

Eine Mutter die ihr Kind liebt klatscht es nicht an die Wand. Schlägt es mit Gegenständen. Sagt das es besser tot wäre.
Und so weiter und so weiter. Das sagt sie nur weil sie ihr Kind ja im tiefsten ihres Herzens ja so sehr liebt.

Solche Menschen sollten ihre Kinder besser weg geben/nehmen wenn sie schon welche in die Welt setzen.


Wir reden hier nicht von einem Klaps auf den Popo......

Kopfschüttelnde Grüße
Stefanie
 

whitewine

Aktives Mitglied
Es ist ja so, dass die Gewalt bei Susannes Mutter erst anfing als sie sich von ihrem Mann scheiden liess und mit den Kindern allein war. Dies schreit für mich geradezu nach Überforderung und völliger Hilflosigkeit mit der Situation! Vielleicht kamen noch Depressionen und ein Hass auf ihren Ex-Mann und grundsätzlich auf den Gang ihres Lebens dazu.

Wir reden hier ja auch nicht von einer völlig verslumten und verwahrlosten Familie mit 15 Kindern.. Das war, soweit ich das verstanden habe, eine vollkommen normale Familie - eine Bilderbuchfamilie wie Susanne es ausdrückt. Ich nehme mal stark an dass Susannes Mutter Kinder wollte, sonst hätte sie wahrscheinlich keine bekommen.

Ich betone noch einmal: Ich will nichts beschönigen oder entschuldigen. Aber Mütter die ihre Kinder hassen - sorry, aber das will mir echt nicht in den Kopf! Vielleicht gibt es das ab und zu - wohl aufgrund psychischer Erkrankungen, aber es ist ganz bestimmt nicht die Regel.
 

whitewine

Aktives Mitglied
Hier noch ein kleiner Ausschnitt aus einem Artikel zu dem Thema:

Heutige Erklärungsansätze gehen davon aus, dass weder genetische Vorgaben noch sozioökonomische Bedingungen allein das Zustandekommen von Misshandlung erklären können. Gewalt ist somit eher ein Ausdruck von subjektiver Benachteiligung, Ohnmacht und Hilflosigkeit, mit den Bedürfnissen des Kindes angemessen umzugehen. Wenn der Druck und die Belastungen von außen zustark werden, entlädt sich die familiäre Aggression am schwächsten Glied der Familie, dem Kind (REMSCHMIDT, 1986).Während bei der körperlichen Misshandlung und bei der Vernachlässigung persönlichkeitsbedingte und strukturbedingte Merkmale zusammenwirken, werden beim sexuellen Missbrauch in viel stärkerem Maße persönliche und familiäre Belastungsfaktoren angenommen(FINKELHOR, 1986). Sehr häufig sind Familien, in denen Kinder
vernachlässigt werden, von Armut, schlechten Wohnverhältnissen, Langzeitarbeitslosigkeit, geringem Bildungs- und Ausbildungsniveau,sozialer Isolation und Ausgrenzung betroffen. Dazu kommenoft gesundheitliche oder psychische Beeinträchtigungen der Eltern, Alkohol- und Drogenkonsum, Trennungs-, Scheidungs- oder Partnerschaftsproblemeund fehlende Zukunftsperspektiven.Vor allem die Mütter sind durch unerwünschte und sehr frühe Schwangerschaften und zu rasche Geburtenfolge belastet. Insbesondere alleinerziehende Mütter ohne stützendes soziales Umfeldfühlen sich in solchen Situationen häufig überfordert und stehen
unter höheren Belastungen. Alkohol enthemmt und ist somit ebenfalls ein wichtiger Belastungsfaktor.
 

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