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Neid

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Wie lange ist deine Schulzeit her? 😉
Oh, jetzt fühle ich mich alt. Hat sich seitdem so viel verändert?

Es gibt unglaublich viel Neid in der Schule, auch um Noten. Ich hab oft gehört, dass ich nicht verdient hätte, was ich bekam. Das ist ja wohl Neid.

Vielleicht waren meine Schulen/Klassen anders, vielleicht war auch ich anders. Habe da wohl in einer "anderen Liga" gespielt. Ein paar Dinge/Fächer fielen mir leicht, in anderen wiederum war ich eher schlecht. Und irgendwann wurde ich in allen Fächern ziemlich schlecht. An Neid kann ich mich aber nicht so erinnern. Vielleicht verdränge ich da aber auch irgendwas.

Allerdings positiver [Neid], denn die Leute haben sich dann mehr angestrengt, um es mir zu zeigen. Und wurden selbst besser! Wie Rhenus sagte, es triggert Fortschritt.
Weiß gar nicht, ob es mir in der Schule darum ging, mich mit anderen zu messen. Tatsächlich hatte ich damals aus Interesse Physik und Englisch als Leistungskurse gewählt, obwohl ich darin grottenschlecht war und auch blieb, was die Noten anbelangt. Erst sehr viel später verstand ich, dass ich nicht die Fächer hätte wählen sollen, mit denen ich mich intensiver beschäftigen möchte, sondern jene, in denen ich gute Noten habe. Na ja, meist lag mein Fokus ohnehin mehr auf den außerschulischen Aktivitäten.
 

Hallo _Tsunami_,

schau mal hier: Neid. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Moment! Wenn ich sage, dass es der Mitte auch nicht immer super geht, bin ich auf Arme neidisch?

Was ich meine: Neid kann überall entstehen, egal ob reich oder arm, es gibt immer jemanden, den man beneiden kann. Es gibt auch kein Neidmonopol von arm auf reich, weil sich Neid eben über mehr als nur Geld definiert. Mann kann auf die glückliche Familie neidisch sein oder auf gute Gesundheit, Freizeit etc.

Das habe ich weder behauptet noch hast du mich verstanden. 🙂

Neid halte ich grundsätzlich nicht in jeder Form für verwerflich, weil er auch motiviert und ändert...
Denn "beneiden" ist ja nicht negativ und kann auch einen Vorbildcharakter haben.

Wenn du aber die "notleidende" Mittelschicht als bedauernswert darstellst, dann kann ich das nicht nachvollziehen, weil das weder stimmt, noch im Zusammenhang der Neiddiskussion steht, es sei denn, umgekehrt. Neid auf Arme und Kranke ihnen das Wenige zu gönnen.
Man sieht es gerade an der Rentendiskussion!

Die gutverdienende Mittelschicht neidet vielmehr den Armen das Wenige, was sie bekommen, weil sie sich fälschlich für staatstragend halten und so tun, als ginge es von ihrem Geld persönlich ab.

Fakt ist, dass die Armen in Wahrheit weniger bekommen, als ihnen zusteht.

Zudem bemerke ich bei den "Besserverdienenden" eine seltsame Sozialromantik, die eine Not nur dann gelten lassen möchte, wenn sie auf der Stufe des Vergleiches mit dem bittersten Elend auf der Welt herhalten muss.
Sie haben keinerlei Gewissensbisse auf hohem Niveau zu Klagen, wobei sie nur die Einkommensbesteuerung sehen und nicht ihre anderen Vorteile, wie die Möglichkeit für ein Alter vorzusorgen, welches sie sogar als ungerecht betrachten, "weil Arme doch Sozialhilfe erhalten"...

Vielfach führen diese Leute an zu Spenden oder sich wohltätig zu betrachten, wobei sie so weit gehen für sich eine Notwehr in Betracht zu sehen, der es rechtfertigt sei Steuern zu hinterziehen.
Wobei aber zumindest zwei Aspekte vergessen werden, ihre Wohltätigkeit wirkt sich steuermindernd aus und sie verknüpfen mit ihrer Wohltätigkeit erhebliche Macht der Einflussnahme auf die Armen.
Denn im Umkehrschluss verlangen sie Gefügigkeit und Demut. Nur das ist dann eine Form von Feudalherrschaft.

Es wäre allerdings hilfreich, wenn du konkreter bezeichnen würdest, wen du als "Mitte" betrachtest, denn
ein Mittelwert wäre ein monatliches Einkommen von etwa 3.500 € (oder sogar höher), wenn du von einem Arbeitnehmer sprechen solltest.

Ich wiederhole mich, wenn ich feststelle, dass die mangelnde Solidarität der Mitte mit den Armen und Arbeitslosen nun von ihnen "bezahlt" werden muss, denn die Gier der Reichen ist nun bei der Mitte angekommen, weil bei den Armen, (die jetzt schon für die Industrie und Stromaktionäre bezahlen) nichts mehr zu holen ist, was verteilt werden könnte.
 
Wenn man will, dass es allen gut geht, dann kann Neid gar nicht existieren. Höchstens Andersartigkeit bzw. Unterschiedlichkeit.

In der Regel begründet sich Neid aus einem gravierenden Selbstwertproblem.

Hmmm ersteres stimmt.
Bloss bei Zweiterem hab ich da ein Problem:

Ich hab auch ein "gravierendes Selbstwertproblem". 😀
Trotzdem bin ich auf niemanden neidisch, egal was los ist. Ich kann immer alles wunderbar relativieren.

Reich? Schön, Geld verdirbt nur den Charakter (Beispiel in meiner Familie 🙄). Hab ich lieber nicht so viel.
Schönes Auto? Hmmm, kann ich mir vielleicht mal leisten später, und wenn nicht ist auch egal. Ich muss ja nicht meinen Wert dadurch definieren. 😉 Ausserdem würde ich das Geld vermutlich ohnehin lieber in etwas Sinnvolleres investieren, selbst wenn ich es hätte.
Sehr hübsche Frau? Wird sicher nur ausgenützt und von den Männern nur wegen ihres Körpers geliebt. Brauch ich nicht. Für mich zählt sowieso nur die Ausstrahlung und das Aussehen ist nur ein geringer Teil davon.
Öhm, was gibts noch? 😕
Guten Job? Hat viel dafür geschuftet, also streng dich an wenn du das auch erreichen willst. Hat er nicht geschuftet so dürfte er doch wenigstens ein schlechtes Gewissen haben, das brauch ich auch nicht.
Beliebt beim Chef? Ja, bin halt lieber authentisch. 😛

Und so weiter. 😉

Ehrlich, ich bin nicht neidisch, ausser vielleicht auf Leute, die Gutes tun, zB. ein Medikament entwickeln, ein opensource Programm entwickeln, irgendwas, das den Menschen hilft ...

Ich vergönne jedem sein Glück von Herzen und freue mich wie ein kleines Kind über jeden, der etwas erreicht hat. 🙂

Was ist mit mir falsch? 😕
 
Ha, noch ein Grund, warum ich nicht zu hübsch sein will. 😛
Ich bin lieber authentisch (und im Bad schnell fertig 😀).

Warum stehen Männer dann auf "sowas", besonders nette? 😕
Die sollen sich dann doch eine nette Frau suchen. 😉
 
Attraktiv ist wieder so ein Wort, worunter sich jeder etwas anderes vorstellen kann.

(Man kann auch attraktiv sein ohne 3 Stunden im Bad zu verbringen.)
 
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