Was ist denn soziale Gerechtigkeit??? Es hat doch kein Hartzi mehr in der Tasche, wenn Herr Steinbrück seine Vorträge für lau halten würde! Du argumentierst im Kreis, ohne es zu merken.
Aber ich gebs auf....
Ja ich verstehe, dass einzelne Menschen den schwierigen Zusammenhang in der Politik nicht verstehen.
Doch genau diese Frage von dir habe ich doch im vorherigen Beitrag dargestellt.
Ein Spitzenpolitiker, zumal er sich „sozial“ nennt, müsste wie ich, den Zusammenhang kennen, wenn er von einer kommunalen Tochter einer Pleitestadt, Zuwendungen erhält.
Er müsste wissen, dass dieses Geld nicht der Strom- oder Gaspreissenkung dient, dass dieses nicht den Städten Bochum, Herne, Witten zugutekommen.
Übrigens alle hochverschuldet!
Die Stadt Bochum ist jahrelang im Nothaushalt. Bochum quält ein 125-Millionen-Euro-Defizit!
In Bochum lässt Bernd Wilmerts (SPD), Chef der Stadtwerke, sogar seinem Parteifreund Steinbrück (SPD) statt 15.000€, 25.000€ also 10.000€ über dem normalen Salär zukommen.
Die Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeisterin, Scholz (SPD), weiß angeblich von nichts.
Unter Soziale Gerechtigkeit versteht man im Allgemeinen:
Das jeder Staatsbürger am Recht und Reichtum des Landes partizipiert.
Dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht immer größer wird.
Das man durch Arbeitslohn ein auskömmliches Leben führen kann, was ohne zusätzliche Leistungen des Staates ermöglicht wird.
Die Familien mit Kindern nicht schlechter gestellt sind.
Das eine gerechte und auskömmliche Rente gezahlt wird.
Die eine Gesundheitsversorgung nicht nach Klassen eingeteilt ist.
Das man ein Recht auf angemessenes Einkommen hat.
Das gerecht nach Einkommen besteuert wird, wobei es eine gerechte Linearität der Besteuerung gibt.
Die Bildung nicht von Einkommen abhängig ist.
Das ein Schulsystem sich nicht am Einkommen der Eltern orientiert und gleiche Chancen vorsieht.
Und, und, und...
Zum Thema Neid wäre zu sagen.
Ich sehe Neid nur dann negativ, wenn er sich auf Dinge richtet, die man nicht unbedingt braucht über die von mir genannte soziale Gerechtigkeit gerichtet ist...
Wenn man Politiker an ihren eigenen Worten misst, hat das schon mal gar nichts mit Neid zu tun, sondern mit Wortbruch, Untreue und Vorteilnahme.
Ansonsten sehe ich Neid positiv und grundgesund, weil er den Fortschritt beflügelt.
Er spornt Menschen an, etwas zu leisten, wenn man sie lässt.
Mir fehlt vielfach bei den Arbeitnehmern der Neid, weil sich viele unter Wert verdingen, mit ihrer Arbeitskraft.
Sie nehmen Ungerechtigkeit als gegeben an und verraten die Kämpfer einer vorausgegangenen Arbeiterbewegung.
Denn wer seinen Wert erkennt, kann etwas verändern und bewirken.
Leider sind es gerade die Leute mit geringem Selbstwertgefühl, die meinen, den Neid in sich unterdrücken zu müssen.
Sie meinen irrig, andere hätten Erfolg und Besitz eher verdient, seien besser und müssten deswegen vom Leben bevorzugt werden.
Doch wer vorwärts kommen will, muss neidisch sein, er muss sich sein eigenes Vorwärtskommen erstreiten.
Der Neid ist ein wichtiger Motor dafür.
Wer nicht neidisch ist, der wird sich mit seiner miesen Situation abfinden und verlieren, weil die andere Seite (Reiche) ihm selbst das Wenige noch neiden.
Neid wird also nur von den Habenden, den Reichen, beklagt.
Beklagen Arme das, dann sind sie eben nur unwissend, und plappern das ihnen vorgesagte nach... und das ist traurig.
Wenn du also so etwas schreibst, musst du wohl resigniert haben. Es belastet dich, dich damit zu beschäftigen. Daher verstehe ich deine Meinung.