Du,
@Mandrayke , du weißt ja, dass ich dich durchaus für einen wortgewandten, erfahrenden und schlauen Menschen halte. Da du nicht nur
@kasiopaja hier ansprichst sonder auch "ihresgleichen" (= in diesem Thread dann wohl ich), erlaube mir bitte hierzu auch Stellung zu nehmen:
Oh Gott du und deinesgleichen schon wieder! Bei allem Respekt, könnt ihr nicht endlich mal aufhören, Leuten, die einfach nur helfen wollen, zu sagen, dass es sie halt nichts angeht?!
Deine Meinung sollte keinesfalls hier geschmälert werden und wenn du andere Erfahrungen im Leben gemacht hast, kannst du diese selbstverständlich auch ausführen.
Bitte beachte aber auch, dass es darüber hinaus andere Lebensläufe gibt, die ebenfalls mit dieser Thematik eines "nicht ganz einfachen" Elternhauses zu tun hatten und hier der TE ebenfalls helfen wollen.
Die Familie der TE ist in mehreren Generationen kaputt bis zum Gehtnichtmehr und euresgleichen wedelt von vorn bis hinten mit der Kausalität des Universums, und sagt, dass man eben nichts machen kann. Es kommt halt wie es kommt, man steckt da nicht drin. Dumm gelaufen, Nichte hatte halt das Pech, das Kind der Schwester zu sein, nicht der TE!
Volle Zustimmung für den ersten Part, das sehe ich ähnlich. Doch man kann, in solche Strukturen geboren, leider eben nichts daran ändern, außer für sich selber die richtigen Schlüsse zu ziehen und das eigene Leben neu zu ordnen. Über Generationen eingefahrene pathologische Strukturen änderst du am wenigsten aus einer Position der Schwäche heraus... die TE scheint das schwächste Glied zu sein. Was bleibt sind endlose, energieraubende, zermürbende Versuche, es zu tun. Energie, die defakto, beim Aufbau des eigenen Lebens viel besser aufgehoben ist. Und genau hier besteht die Möglichkeit, den Teufelskreis zu druchbrechen... die nächste, eigene Blutlinie.
Niemand will dass die TE das Kind für ihre Schwester erzieht!
Aber genau das wäre ironischerweise nötig, um das zu erreichen, was du andeutest und die TE ehrenwerterweise auch will.
Aber verdammt noch mal, man kann doch wohl wenigstens für ein Kind da sein als Tante oder Onkel, wenn die Eltern GANZ OFFENSICHTLICH völlig kaputt sind?!!! Ohne dass euresgleichen ankommt und faselt, dass es niemanden was angeht?
Wie sich das Kind entwickelt kann heute niemand sagen, dazu wissen wir viel zu wenig. Im besten Fall erkennt es selber die Missstände und wird sich an die beiden Tanten erinnern. Dann hat man in der Tat die Möglichkeit, korrigierend einzugreifen. Alles andere würde, aus meiner Sicht, einer weiteren Selbstzerstörung der TE gleichkommen. Das Kind lernt in erster Linie von der Mutter... es ahmt sie nach. Was das für die TE im worst case bedeuten kann, beschrieb ich in meinem vorherigen Post.
Wann geht es denn das Jugendamt was an?
Wann geht es denn die Polizei was an?
Muss wirklich immer erst was furchtbares in irgendwelchen kaputten Familien passieren, bevor euresgleichen aufwacht?
Nein, und was sich da anbahnt ist durchaus bedenkenswert. Doch nochmal... all das ist unsere Vermutung auf Basis einer sehr parteiischen Schilderung. Und so hart das auch klingt... man hat hier keine Eingriffsmöglichkeit als Außenstehender bis etwas Gravierendes passiert.
Die TE ist durch ihre Familie mit sehr vielen Beispielen belegt worden, wie man es nicht macht. Diese zu erkennen, daraus zu lernen und den Kreislauf bei sich und ihrer eventuell späteren Familie zu durchbrechen ist eine Lebensaufgabe. Der Blick auf die mittlere Schwester ist eher ein Schritt zurück.
Ich weiß schon, dass ich wahrscheinlich für diesen Post wieder ordentlich Kritik ernten werde... zu hart... zu unemotional...
Doch würde es etwas ändern, wenn ich sagen würde, dass ich genau weiß wovon ich schreibe?