Möchte noch einen Aspekt einwerfen; habe, wirklich vererbterweise bzw wie es vorgelebt wurde - auch Probleme mit Ordnung in dem Sinn, als dass wg einer Zwangserkrankung diesbezüglich einiges schwerer fällt. An guten Tagen kann ich für mich schwieriges angehen, dann wieder nicht.
Habe meinen Freund gebeten, mir mit dem Abbau und Entsorgung eines alten Kleiderschrankes zu helfen, während ich auf der Arbeit war; als ich heimkam, war das komplette Zimmer umgestellt, neu geordnet, gesaugt. ALLES ANDERS!! Musste mich wirklich zusammenreißen, um nicht durchzudrehen. Es heißt, aufräumen im Außen, räumt auch in einem selbst innerhalb auf, und wieder umgekehrt. Seit dem Tag fühle ich mich in dem Raum nicht mehr wohl, nutze ihn nicht mehr. Es ist wie eine Art Übergriff, meine zuvor durchaus vorhandene Ordnung wurde über den Haufen geworfen. Und vor allem, ich wurde nicht gefragt!! Es hat im Außen durch sein Aufräumen eine neue Ordnung eingesetzt, aber ich bin den Weg nicht mitgegangen......
Von mir geschlossen, würde ich davon ausgehen, dass sich schwer tun mit Aufräumen/Ordnung wohl öfter eine Verbindung mit Depression/Zwang hat. Das sehe ich bei mir und 2x in der Verwandtschaft.
Könnte es also auch daher sein, dass deine Mutter, lieber TE, andere Sorgen vorrangiger hat?
Und bitte, räumt nicht ohne ihr Einverständnis auf. Es sind ihre Räume, nicht eure. 🙂
P.s.: man kann ohne Heißwasser gewaschen sein, gut und lange leben. Unser heutiger Standard ist vl 1-2 Generationen alt. Meine Großeltern haben bis ca 70er/80er Jahre keine Dusche im Haus gehabt. Es gab Badezuber und Warmwasser vom Holzherd, welcher in der Küche alles verrußt hat.