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Mutter wohnt in veraltetem Haus

Es klingt zwar wie emotionale Erpressung, aber wie wäre es, wenn ihr eurer Mutter sagt, dass ihr es nicht mehr verantworten könnt, dass die Kinder in der verschimmelten Bruchbude übernachten.

Vielleicht rüttelt sie das wach, wenn ihr die eigene Gesundheit schon egal ist.
 
Was genau haltet ihr Kinde denn in dem Haus für gesundheitsgefährdend?
Nur den Schimmel (der im Keller ist)?
Oder noch irgendwas anderes?
Wie wäscht sie such denn? Hat sie einen Holzbefeuerten Badeofen oder so? Oder kann sie überhaupt kein Wasser warm machen? Man könnte z.B. einen Boiler oder einen Durchlauferhitzer dazu installieren. In den bewohnten Räumen wo der Holzofen nicht ausreichend heizt Infrarotheizungen aufhängen.
Die Frage ist halt, was man tatsächlich möchte. Der Mutter das Wohnen im Haus angenehmer machen - oder sie zum Auszug bewegen.
So zu leben wie du das von deiner Mutter beschreibst (und wie ich mur das vorstelle) ist nicht per se gesundheitsgefährdend. Viele Menschen haben früher so gelebt und sind so aufgewachsen. Wohnen wie wir es heute kennen ist halt bequem und Luxus.
Gehen die Enkel gern zu Oma? Gern in das Haus? Oder beschweren die sich manchmal über die Zu-und Umstände?

In einem alten, ungedämmten, weitgehend unbeheizten Haus mit geplatzten Wasserleitungen ! Ist der Schimmel sicher nicht nur im Keller.

Und echt jetzt - der Zustand des Hauses ist doch ein einziger Hilfeschrei! Die Mutter fühlt sich ja selbst nicht wohl. Wenn sie da glücklich wäre und keinen Anlass zu Veränderung sähe - okay, dann soll sie da hausen. Aber sie ist unglücklich, sie schämt sich, sie hat die Energie nicht, etwas zu verändern - das sind doch alles Anzeichen, dass sie dringend Hilfe bräuchte, auch wenn sie den Kindern keine Umstände machen will. Das finde ich ehrlich gesagt immer eine total verquere Aussage - "keine Umstände machen wollen"! Die Kinder machen sich doch immense Sorgen, wie man an dem Beitrag hier sieht. Warum lässt sie sich dann nicht helfen? Ist es fair den Kindern gegenüber, dass die sich permanent Gedanken machen? Also echt.
 
...ich finde so Manipulationen immer irgendwie schäbig, sorry, ist halt meine Meinung...
Und liebe TE ihr macht auf mich einen sehr reflektierten Eindruck, und beleuchtet die Angelegenheit aus verschiedenen Blickwinkeln, weil ihr es gerne richtig machen wollt, und daß das nicht immer möglich ist allen gerecht zu werden ist auch klar...
Das mit der Heizung ist schon ein größeres Problem, aber wie ein anderer Schreiber/in schon erwähnt hat, früher lebten die Menschen auch derart,
aber gesundheitliche Probleme durch Schimmelbildung, das man da Bedenken hat, kann ich schon verstehen, und das das einem Sorge bereitet...
Wäre eine Teilsanierung möglich, das der Bereich wo die Mutter wohnt frei ist von Schimmelbildung? Kann man evtl einen Fachmann/frau dazuholen, der dies beurteilen kann?
 
…bin ich aufgewachsen. Und fands gar nicht so schlecht. Und mein Vater hat bis er 90 war dort gelebt.

Mein Vater ist auch fast 90, obwohl er schon Lungenkrebs hatte vom jahrzehntelangen Rauchen. Soll man daraus schließen, dass Rauchen gesund ist?

Wie schon geschrieben, ausschlaggebend ist für mich, dass die Mutter des TE eben NICHT glücklich ist mit dem Zustand des Hauses. Sie ist nur unfähig, es zu ändern. Und dabei sollte man ihr helfen, finde ich.
 
Etwas OT, aber ähnliche Situation:
Als meine Tochter geboren wurde, hat mein Vater noch geraucht. Ich habe dann gesagt, dass ich mit dem Kind nicht zu ihnen in die Wohnung komme, wenn da geraucht wird. Also hat er zuerst nur noch auf dem Balkon geraucht und dann ganz aufgehört! Vor 25 Jahren! Vielleicht wäre er also nun schon tot, wenn er weitergeraucht und seinen Lungenkrebs weiter gefüttert hätte?
 
@NeuerBenutzer123
Sagt eurer Mutter deutlich, dass sie euch nicht zur Last fällt.
Sagt ihr aber auch deutlich, dass das nichts daran ändert, dass ihr euch Sorgen um sie macht!
Ihr liebt sie und wollt das es ihr gut geh! Mit dem aktuellen Zustand des Hauses seht ihr da Probleme und zeitnah Handlungsbedarf.

Dann Schritt für Schritt: Welche (kleine) Veränderung kann sie zulassen?
Vielleicht kümmert ihr euch wirklich zunächst nur um einen Raum, den ihr schön renoviert und eine Infrarot-Heizung aufhängt. Eine Insel im Haus, die sauber, ordentlich und warm(!) ist.

Besteht die Möglichkeit ein Tiny-House auf das Grundstück zu stellen?
Darin könnte sie leben, während ihr parallel schaut, was mit dem alten Haus getan werden könnte.
 
Ungedämmt ist nicht so das Problem, denn der Schimmel hält doch meist in den gedämmten Gebäuden Einzug, Styroporumkleidung, Dreifachverglasung etc, in Gebäuden die dann kaum gelüftet werden.

Keine Heizung, stattdessen einen Ofen, wäre für die meisten gewöhnungsbedürftig.
Sie ist es ja gewohnt.

Kein warmes Wasser zum Wachen, finde ich ein no go.
Könnte da nicht ein externer Durchlauferhitzer Abhilfe schaffen?
 
Hey Du, ich bin so ziemlich unter den Umständen aufgewachsen, die du schilderst. Schön war es nicht, aber leben kann man so natürlich trotzdem. Ich denke auch eher, dass es wichtig ist, den Willen eurer Mutter zu respektieren, auch wenn es (verständlicherweise) nicht leicht fällt. Das mit der Selbstbestimmung ist so eine Sache, selbestimmt leben heißt ja nicht nur, (von außen wahrgenommene) gute Entscheidungen zu treffen. Auch in einer schwierigen Situation zu leben, kann bedeuten, selbstbestimmt zu sein, auch wenn das natürlich Grenzen hat.

Ich würde auch raten: Schaut, dass euer Kontakt gut bleibt, signalisiert Unterstützung, macht ihr vielleicht ab und zu mal den Gedanken eines Umzugs schmackhaft. Aber denkt auch daran, dass Druck oft eher dazu führt, dass sich das Gegenüber verschließt. Das wichtigste ist, dass sie ein gutes Verhältnis zu euch hat und euch gegenüber auch äußern kann, wenn sie beginnt, zu sehr unter der Situation zu leiden. Aber vielleicht ist es für sie auch deutlich weniger schlimm als ihr euch das vorstellt.
 
Möchte noch einen Aspekt einwerfen; habe, wirklich vererbterweise bzw wie es vorgelebt wurde - auch Probleme mit Ordnung in dem Sinn, als dass wg einer Zwangserkrankung diesbezüglich einiges schwerer fällt. An guten Tagen kann ich für mich schwieriges angehen, dann wieder nicht.

Habe meinen Freund gebeten, mir mit dem Abbau und Entsorgung eines alten Kleiderschrankes zu helfen, während ich auf der Arbeit war; als ich heimkam, war das komplette Zimmer umgestellt, neu geordnet, gesaugt. ALLES ANDERS!! Musste mich wirklich zusammenreißen, um nicht durchzudrehen. Es heißt, aufräumen im Außen, räumt auch in einem selbst innerhalb auf, und wieder umgekehrt. Seit dem Tag fühle ich mich in dem Raum nicht mehr wohl, nutze ihn nicht mehr. Es ist wie eine Art Übergriff, meine zuvor durchaus vorhandene Ordnung wurde über den Haufen geworfen. Und vor allem, ich wurde nicht gefragt!! Es hat im Außen durch sein Aufräumen eine neue Ordnung eingesetzt, aber ich bin den Weg nicht mitgegangen......

Von mir geschlossen, würde ich davon ausgehen, dass sich schwer tun mit Aufräumen/Ordnung wohl öfter eine Verbindung mit Depression/Zwang hat. Das sehe ich bei mir und 2x in der Verwandtschaft.

Könnte es also auch daher sein, dass deine Mutter, lieber TE, andere Sorgen vorrangiger hat?

Und bitte, räumt nicht ohne ihr Einverständnis auf. Es sind ihre Räume, nicht eure. 🙂


P.s.: man kann ohne Heißwasser gewaschen sein, gut und lange leben. Unser heutiger Standard ist vl 1-2 Generationen alt. Meine Großeltern haben bis ca 70er/80er Jahre keine Dusche im Haus gehabt. Es gab Badezuber und Warmwasser vom Holzherd, welcher in der Küche alles verrußt hat.
 

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