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Mutter wohnt in veraltetem Haus

Ich finde man kann das nicht pauschalieren, und es kommt immer auf den Einzelfall drauf an, und ich bin auch keine Freundin von Extremen.
Wenn jemand "am ertrinken" ist, muß man natürlich, helfen und reagieren, aber wenn möglich immer in Absprache mit der Person die Hilfe braucht.
Das Beispiel mit der Dame, die sich mir anvertraut hat, naja sowas ist doch nur traurig, und muß nicht sein, wenn man es vermeiden kann.
 
Wenn die Mutter ihr Haus nicht mehr schafft, weil es zu gross für sie allein ist, warum ihr nicht eine Sanierung schmackhaft machen, um einen Teil dann davon zu vermieten?
 
Eine unbeheizte Immobilie mit Reparaturstau wird nicht besser mit der Zeit. Das Stichwort Schimmel fiel ja schon. Wenn es richtig dicke kommt, lohnt sich nichts mehr und das Haus wird irgendwann abgerissen. Würde sie das wollen?
Dass eine Komplettsanierung den Preis eines Neubaus erreicht, das ist klar. Ist das Haus denn in einer attraktiven Lage? Könnte man da mehrere Wohneinheiten draus machen?
Wenn ihr mal schätzt (oder schätzen lasst), was es jetzt im Verkauf einbringen würde, und der Mutter die Zahl vorlegt ... und ihr mal schmackhaft macht, wie komfortabel sie mit einer kleinen schönen Wohnung, und finanziell besser gestellt dastehen würde? In eurer Nähe, bei Kindern, Enkeln? Was ja hier schon erwähnt wurde.
Menschen sind verschieden, die einen sind mit 80 noch offen für Neues, für die anderen in den 60-ern war's das schon.
Wenn eure Mutter zu der letzteren Sorte gehört, und ihr gar nichts ausrichten könnt, dann müsst ihr das wohl so akzeptieren ... so lange keine Eigen- und Fremdgefährdung vorliegt ...
 
Lasst sie doch! Es ist was dran an dem Spruch, dass man e inen alten Baum nicht mehr verpflanzen soll.
Helft ihr einfach, dass das Haus zumindest teilweise wieder wohnlich wird.
 
Sie ist offenbar weder senil, noch bittet sie euch um Hilfe.
Ich würde ihr sagen, dass ich da bin, wenn sie Hilfe möchte und sie ansonsten in Ruhe lassen.
Genau so ist es. Sie ist nicht senil. Sie ist noch fit und wir respektieren Ihre Meinung.
Wir wollen Ihr auf keinen Fall das Gefühl geben bevormundet zu werden.
Wir bauen auch keinen Druck auf.
Jeder von uns hat es die letzten Jahre immer wieder einmal in einem guten Moment angesprochen ohne zu Streiten oder zu bevormunden. Immer respektvoll angeboten zu Helfen wenn nötig.
Motivationen gegeben und das Thema dann fallen gelassen wenn es Ihr zu viel wurde.
Immer wieder konnten wir kleine Dinge machen wie ein bisschen aufräumen (sie lässt da aber nur sehr selten sehr wenig zu ohne dass es für Sie in großen Stress ausartet).
So Dinge wie "Mama, wir haben aktuell sowieso nen großen Anhänger geliehen, wir nehmen dann am Samstag direkt was von dir mit wenn es für dich emotional in Ordnung ist" funktionieren selten mal in sehr kleinem Rahmen.
Wenn Sie sich damit nicht wohlfühlt wollen wir auch nicht zu weit gehen und respektieren Ihre Meinung.
Es wird hin und wieder mal das angesammelte aus der Garage geräumt, regelmäßig wird der Rasen gemäht, die Büsche zugeschnitten und wenn Sie es zulässt macht man natürlich gerne auch mehr.
Leider nicht genug um eine Verbesserung zu erreichen.

Die Heizung ist nicht mehr zu reparieren. Das haben wir einige Male noch hinbekommen. Seit 5 Jahren ist die komplett durch. Man müsste alles einschließlich der veralteen Leitungen tauschen. Die Wasserleitungen sind nur kleine 12er Rohre und nicht isoliert. An einigen Stellen sind die vor Jahren schon durch gefrorenes Wasser geplatzt. Der Schimmel findet an kleinen Stellen schon seinen Weg durchs Haus. Wenn man das aus gesundheitlichem Aspekt vernünftig machen möchte wäre das einer Kernsanierung sehr Nahe. Das können wir uns nciht Leisten. Und wie bereits beschrieben ginge das auch nur gegen Ihren WIllen. Der Zustand des Hauses ist noch nicht schrecklich, aber schon sehr bedenklich für Sie selbst und die Enkel die mehrmals die Woche zu Besuch da sind und hin und wieder auch mal übernachten möchten/dürfen.

Was uns am meisten umtreibt ist der gesundheitliche Aspekt.
Sie hat noch locker einige Jahrzehnte vor sich. Sie schränkt leider nicht nur Ihre Lebensqualität dadurch ein, sondern gefährdet Ihre Gesundheit sehr. Das macht uns Sorgen.

Die hier von einigen beschriebenen Motivationen haben wir alle versucht und bleiben da auch dran. Immer respektvoll, nie bevormundend. Wir geben Motivationen, Gedanken und biieten Unterstützung an. Aber auch nicht zu regelmäßig, da es sonst ja schon wieder Bbevormundung wäre. Dessen sind wir uns sehr bewusst.

Man wünscht sich eben, dass es seiner Mutter gut geht. Deshalb ist es schwierig das zu beobachten und nicht genug tun zu können.

Wir hatten schon überlegt Sie mit den Enkeln mal in einen kleinen Urlaub zu schicken und in der Zeit dann mal richtig viel zu machen.
Aber einerseits ist es schwierig, da Sie dann nicht anwesend ist um mitzubestimmen was genau ok ist und was nicht. Wenn Sie da ist kann man aber garnichts / kaum etwas machen. Zudem wäre es natürlich übergriffig und würde auch nur Ordnung bringen und die gesundheitlichen Aspekte nur minimal verbessern.

Die Sorge ist eben so groß, dass ich die Sache hier posten wollte um Meinungen oder ähnliche Erfahrungen zu hören/lesen. Man übersieht ja in der eignen Wahrnehmung auch gerne mal etwas was Sie motivieren könnte Ihre Lebensqualität zu verbessern.
Deshalb vielen Dank an alle die geantwortet haben. Ich lese aufmarksam weiter und beantworte auch gerne Fragen falls es welche gibt.
 
Eine unbeheizte Immobilie mit Reparaturstau wird nicht besser mit der Zeit. Das Stichwort Schimmel fiel ja schon. Wenn es richtig dicke kommt, lohnt sich nichts mehr und das Haus wird irgendwann abgerissen. Würde sie das wollen?
Dass eine Komplettsanierung den Preis eines Neubaus erreicht, das ist klar. Ist das Haus denn in einer attraktiven Lage? Könnte man da mehrere Wohneinheiten draus machen?
Wenn ihr mal schätzt (oder schätzen lasst), was es jetzt im Verkauf einbringen würde, und der Mutter die Zahl vorlegt ... und ihr mal schmackhaft macht, wie komfortabel sie mit einer kleinen schönen Wohnung, und finanziell besser gestellt dastehen würde? In eurer Nähe, bei Kindern, Enkeln? Was ja hier schon erwähnt wurde.
Menschen sind verschieden, die einen sind mit 80 noch offen für Neues, für die anderen in den 60-ern war's das schon.
Wenn eure Mutter zu der letzteren Sorte gehört, und ihr gar nichts ausrichten könnt, dann müsst ihr das wohl so akzeptieren ... so lange keine Eigen- und Fremdgefährdung vorliegt ...
Ja, genau das ist es. Das Haus ist bereits nicht mehr zu retten. Es wird eines Tages abgerissen werden müssen. Sie weiß das auch. Es wird jetzt nicht einstürtzen, aber den Zustand an dem Abriss und Neubau DEUTLICH günstiger ist als Renovierung hat es bereits lange überschritten.
Der Verkaufspreis wäre der Grundstückswert. Die Lage ist ok.
Aber wenn Sie nicht möchte müsste es auch nicht verkauft werden. Wenn jeder von uns 3 ein bisschen was dazu gibt monatlich wäre eine schöne kleine Wohnung auch ohne Verkauf gut möglich.
Über einen eventuellen Verkauf soll Sie entscheiden. Es gehört ja Ihr.
Es geht hauptsächlich darum, dass Sie die Unterstützung nicht annehmen möchte. Aus emotionaler Bindung, Errinnerung und weil Sie uns nicht zur Last fallen möchte (obwohl SIe ja weiß, daass SIe das nicht tut und wir uns meisten freuen wenn SIe es schön hat) und aus Scham, dass jemand den Zustand sieht und darin herumwühlt während irgendwelchen Arbeiten. Was ja sowohl bei Neubau oder Renvoierung der Fall wäre (was wir uns ohnehin nicht leisten können).

Uns fällt nach all den Versuchen und Gesprächen kein Weg mehr ein der Sie motivieren könnte. Vermutlich muss man einfach dran bleiben. Unterstützung anbieten und abwarten bis Sie es selbst möchte. Uns treibt halt die Sorge um Ihre Gesundheit um. Denn dass eine geschädigte Gesundheit einen Auszug erzwingt will ja auch keiner. Danach hat Sie Ihr Leben unwiderruflich verkürzt und in einer anderen Umgebung nicht auf wundersame Weiise wieder Kerngesund.
Wir sind an einem schwierigen Punkt. Um Ihre Gesundheit zu bewahren müsste man was tun. Aber Sie möchte es nicht. Gegen Ihren Willen kann /will man ja auch nicht. Als wir uns als junge Erwachsene durch Rauchen und Alkohol selbst geschadet haben konnten die Eltern es trotz besseren Wissens ja auch nicht verhindern und haben es akzeptiert. Wenn Sie sich selbst dadurch schadet muss man es wohl so akzeptiieren. Es treibt einen halt um weil man nur das Beste wünscht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann die emotionale Seite wohl am besten so beschreiben:
- Es belastet Sie offensichtlich, dass es unordentlich und ungesund ist so zu wohnen.
- Sie schämt sich dafür wie sie wohnt.
- Sie hat SEHR große Angst sich helfen zu lassen, weil man dann ja in Ihrer engsten Privatsphäre agieren müsste um aufzuräumen (was ja bei einem Umzug, Verkauf, Abriss, Neubau etc immer nötig wäre). Selbst bei uns Kindern ist diese emotIonale Hürde wirklich kaum zu überwinden.
- Sie hat nicht die emotionale Kraft das selbst anzugehen, was es über die Zeit immer schwieriger macht. Schwer zu beschreiben. Aber es erschöpft Sie sehr schnell sehr stark wenn SIe etwas dagegen unternimmt obwohl Sie körperlich fit ist.
- Sie ist eine sehr fürsorgliche Frau und will unter keinen Umständen, dass Ihre Kinder "unnötig" Geld für Sie ausgeben. Sie will so sehr, dass es uns gut geht, dass Sie die Hilfe abblockt. -> aber diese Angst bekommen wir in den Griff. Sie weiß ja ebenfalls, dass es uns besser geht mit etwas weniger Geld und einer glücklichen Mutter. Und vorallem, dass die Enkel ja noch sehr lange ein glücklcihe Oma brauchen 🙂
- Sie weiß selbst auch sehr gut, dass es ihr in einer kleinen ordentlichen Wohnung viel besser gehen würde. Sie hätte mehr Geld. Weniger Arbeit. Eine Dusche. Ein Bad. Mehr Zeit für die schönenn Dinge des Lebens. Das sagt Sie aber sehr selten, da Sie panische Angst hat, dass das uns Kinder motiviert das anzubieten und umzusetzen.

Wir finden irgendwie keinen Weg diese beschriebene panische Angst vor der Aufräumaktion zu überwinden. Wenn man das schaffen könnte wäre eigentlich alles weitere sehr einfach bewerkstelligt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sie ist nicht senil. Sie ist noch fit und wir respektieren Ihre Meinung.

Es klingt aber nicht psychisch gesund, in einem verfallenden Haus ohne Heizung und warmes Wasser leben zu wollen.

Und sorry, aber wenn ich meine Kinder zur Oma in die Schimmelbude schicken sollte - spätestens da wären meine eigenen Grenzen der Toleranz überschritten.
 
Ich finde man kann das nicht pauschalieren, und es kommt immer auf den Einzelfall drauf an, und ich bin auch keine Freundin von Extremen.
Wenn jemand "am ertrinken" ist, muß man natürlich, helfen und reagieren, aber wenn möglich immer in Absprache mit der Person die Hilfe braucht.
Das Beispiel mit der Dame, die sich mir anvertraut hat, naja sowas ist doch nur traurig, und muß nicht sein, wenn man es vermeiden kann.
Danke für deine Nachrichten. Wir sind Glück nicht "so".
Wir machen das alles sehr respektvoll. Bieten an. Fordern nicht. Bevormunden nicht.
Das was ich hier Beschreibe sind die Situation und die Gedanken dazu.
Ich schreibe es hier, weil ich genau wie du es beschreibst vorher sehr genau überdenke wann und was ich/wir ihr anbieten empfehlen ohne Druck auszuüben oder zu viel, zu oft o.ä. unangeheme Situationen für Sie zu schaffen.
Das Ziel dieses Posts hier ist es genau auf dem von dir beschriebenen Weg positiv und behutsam für alle zu erreichen, dass es Ihr besser geht und Sie mehr Zeit und Glück in Ihrem Leben hat.
Der Respekt zu Akzeptieren wenn es ebenn so ist ist ebenfalls da. Jedoch Sorgen wir uns eben um Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Hier möchte ich mit Leuten über Ihre Vorschläge und Erfahrungen sprechen/schreiben um evenntuell zu erfahren ob wir etwas offensichtliches oder einen Weg zu einer Besserung Ihrer Situation übersehen haben
 
Was genau haltet ihr Kinde denn in dem Haus für gesundheitsgefährdend?
Nur den Schimmel (der im Keller ist)?
Oder noch irgendwas anderes?
Wie wäscht sie such denn? Hat sie einen Holzbefeuerten Badeofen oder so? Oder kann sie überhaupt kein Wasser warm machen? Man könnte z.B. einen Boiler oder einen Durchlauferhitzer dazu installieren. In den bewohnten Räumen wo der Holzofen nicht ausreichend heizt Infrarotheizungen aufhängen.
Die Frage ist halt, was man tatsächlich möchte. Der Mutter das Wohnen im Haus angenehmer machen - oder sie zum Auszug bewegen.
So zu leben wie du das von deiner Mutter beschreibst (und wie ich mur das vorstelle) ist nicht per se gesundheitsgefährdend. Viele Menschen haben früher so gelebt und sind so aufgewachsen. Wohnen wie wir es heute kennen ist halt bequem und Luxus.
Gehen die Enkel gern zu Oma? Gern in das Haus? Oder beschweren die sich manchmal über die Zu-und Umstände?
 

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