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Mutter ist totale Impfgegnerin, wie mit ihr umgehen?

Hallo liebes Forum,

ihr könnt es ja schon im Titel lesen. Meine Mutter ist eine totale Impfgegnerin, Querdenkerin und Verschwörungstheoretikern. Und ich weiß langsam nicht mehr, wie ich mit ihr umgehen soll. Bisher konnte ich mit ihr den Frieden wahren, indem ich bewusst solchen Gesprächsthemen ausgewichen bin oder nicht weiter nachgehakt habe, sobald sie darüber redete. Sie ist nämlich leider total überzeugt von ihren Theorien und nimmt es mega persönlich, wenn man ihr "Wissen" in Frage stellt. Wer solche Menschen kennt, der weiß: Diskutieren mit ihnen hat keinen Sinn, denn man erreicht sie mit logischem Denken und Fakten nicht. Sie zieht ihr Wissen hauptsächlich aus dem Internet oder neuerdings auch aus Telegram. Leider hat sie seit ein paar Jahren aufgehört Dinge zu hinterfragen und glaubt mittlerweile einfach alles was sie liest.

Früher war sie noch nicht so, das ganze hat sich erst mit der Zeit entwickelt. Sie ist generell total misstrauisch gegenüber der Welt und anderen Menschen und sieht immer alles schwarz. Deswegen behauptet sie, die öffentlichen Nachrichten und Statistiken wären alle fake, Wissenschaftler werden bezahlt damit sie Unwahrheiten verbreiten und Ärzte machen uns absichtlich krank damit die Pharmaindustrie an uns Geld verdient. Das ist noch längst nicht alles, nur ein paar Beispiele. Um am besten zusammen zu fassen woran sie alles glaubt: Von welchen Verschwörungstheorien habt ihr schon so gehört? Sie glaubt vermutlich alles davon.

Und jetzt durch Corona wird es natürlich nicht besser. Sie glaubt Corona wäre fake und nur ein Vorwand um uns alle impfen (krank machen) zu können und beim Testen wird uns mit dem Wattestäbchen ein Chip in die Nase geschoben der sich dann ans Gehirn heftet. Das allermindeste was sie tut ist eine Maske (sie nennt es Maulkorb) zu tragen, weil sie sonst nicht Einkaufen gehen könnte. Sie will nicht dass ich mich impfen lasse und hat mir auch schon angeboten mir einen gefälschten Impfpass zu besorgen, was ich aber abgelehnt habe weil es offensichtlich Dokumentenfälschung ist. Was sie allerdings nicht weiß, ist dass ich schon seit ein paar Monaten geimpft bin. Ich traue mich nicht es ihr zu sagen. Sie denkt bisher, dass ich mich immer testen lasse für die Situationen in denen ich es brauche wie z.B. Arbeit. Unsere Familie ist ziemlich klein und wir sind mit dem Teil väterlicherseits verstritten, mit meinem Vater ist sie getrennt. Sie ist deswegen quasi fast das einzige was ich von meiner Familie noch habe, ich möchte nicht mein Verhältnis mit ihr kaputt machen, weil sie mir sehr wichtig ist. Und mein Freund und ich wollen sie in den Weihnachtstagen besuchen kommen. Ich sehe sie seit meinem Auszug diesen Sommers nicht mehr so oft, weil sie in Sachsen lebt und ich in NRW. Deswegen wird da eine ganze Menge neuer Gesprächsbedarf entstanden sein. Sie ist auch abgesehen von diesem Problem ein echt lieber Mensch, und ich hab sie auch echt gern. Aber so langsam wird es immer anstrengender ihren Theorien aus dem Weg zu gehen, aber wie gesagt habe ich Angst um unser Verhältnis. In den seltenen Fällen in denen wir über solche Themen gesprochen haben, sind meistens hetzige Diskussionen entstanden die die Stimmung verdorben haben.

Jetzt meine Frage an euch, wie würdet ihr an meiner Stelle mit ihr umgehen? Weiter den Frieden wahren oder ihn brechen?

Danke im Voraus für eure Antworten.
 

Jessica133

Mitglied
Hallo,
das sehe ich wie du: Bekehren wird sie sich nicht lassen und Diskussionen werden nichts bringen.
Da ich sehr tolerant bin kann ich auch gut mit solchen Menschen umgehen, habe sie aber nicht so stark in meiner Nähe wie du.
Wenn du meinst, das deine Mutter dieses Thema während eures Besuchs tatsächlich aussparen kann oder du vielleicht nur unter dieser Bedingung hinfährst, solltet ihr fahren finde ich. Falls du aber vermutest, dass sie dich Ihrerseits "bekehren" will, lieber nicht. Denn das führt dann mit Sicherheit zum Streit. Gerade in so einer aufgeheizten Stimmung wie im Moment.
Auch denke ich nicht, dass man sich mit Querdenkern brechen soll, gerade wenn das nur ein (kleiner) Teil deren Persönlichkeit ist.. Distanzieren zum eigenen Schutz kann man sich aber sehr wohl.
Tatsächlich tun mir diese Menschen sehr leid. Wie schnell man in den Strudel hineingezogen werden kann habe ich bei einer entfernteren Bekannten mitbekommen.
Wenn wir uns beim Einkaufen treffen, können wir immer noch gut miteinander sprechen. Manchmal hatte sie solch abstruse Ideen, dass ich es mit einem einfachen Satz geschafft habe, sie zum Nachdenken anzuregen. Und manche Kritiken an der Regierung sind ja nicht unbedingt falsch. Aber bei ihr habe ich auch nicht die Gefahr, mir den ganzen Urlaub zu versauen, wenn wir doch mal mit Unverständnis auseinandergehen.

Vielleicht kannst du deiner Mutter klar machen, dass du ihre Meinung respektierst und das soll sie mit deiner auch tun. Respektieren ist nicht gleich gesetzt mit die Meinung teilen. Und um Frieden im Haus zu bewahren einfach wirklich gar nicht davon sprechen.

Alles gute für euch!
 

sapphyr

Aktives Mitglied
Boah, schwierig...
Ich würde es machen, wie mit anderen unliebsamen Themen im Familienkreis: Wenn das Thema aufkommt, entweder schnell zu etwas anderem überleiten (wenn dir eine Diskussion unlieb ist)... oder, wenn es dir wichtig ist, sagen, dass du ihren Standpunkt kennst, aber anderer Meinung bist... dass du jedoch nicht willst, dass das zwischen euch steht.
Dann liegt die Entscheidung bei ihr, was sie damit macht. Du sagst, sie sei ansonsten eine Liebe. Wahrscheinlich wird sie sich aufregen, aber letztlich darüber nicht ihre Tochter verlieren wollen, oder?
 

Dalmatiner

Aktives Mitglied
Ich würde ihr mitteilen dass ich geimpft bin und sonst nichts dazu sagen. Wie du ja sagst hat es keinen Zweck zu diskutieren. Du musst die Stärke haben über der Meinung deiner Mutter zu stehen.
Im Prinzip könnte man sich auch ein Teststäbchen anschauen, eins Lupe darauf richten und schauen, wo der Mikrochip da drin denn geblieben ist. Das wirst du aber nicht schaffen da sachlich zu bleiben. Also du das nicht. Umgeh das Thema und lass ihr diesen Glauben.
 

CabMan

Aktives Mitglied
Brechen würde ich nur, wenn die Schmerzgrenze überschritten ist.
Ich würde deutlich sagen, dass Dokumentenfälschung illegal ist und Du geimpft bist - Schluss.
Mit Verschwörungstheoretikern kann ich nicht diskutieren. Bestimmte Themen lasse ich dann an mir abprallen.
 

joe50

Aktives Mitglied
Jetzt meine Frage an euch, wie würdet ihr an meiner Stelle mit ihr umgehen? Weiter den Frieden wahren oder ihn brechen?
den Frieden wahren, weil ihr Familie seit und jeder seine Sicht und Meinung haben darf, du stellst sie so hin, als hätte sie unrecht, wart einfach ab bis die Impfpflicht auch sie erreicht, stell sie nicht weiter in die Ecke der Verschwörungstheoretiker, sie ist in erster Linie deine Mutter und als solche hat sie deinen Respekt verdient, alles andere sind Probleme die das Leben mit sich bringt, aber jeder sollte so, wie er ist akzeptiert und respektiert werden, mach kein Problem daraus, dass ihr anderer Meinung seit, es gibt sicher auch andere Dinge wo eure Meinungen auseinander gehn, das ist normal.

Liebe deine Mutter wie sie ist, sie hat das Recht zu sich zu stehen, so wie du das Recht auf deine Meinung hast, das sollte wirklich kein Grund für einen Bruch sein.
 
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