Holunderzweig
Sehr aktives Mitglied
, ich habe nicht mehr so arge Probleme mit Panikattacken. Aber die Angst kommt immer wieder.
Ich kenne den Zustand von diffuser ständiger Furcht, von dem Gefühl schrecklicher Panik, da hab ich auch Einblicke gekriegt, wie so etwas ist. Damals befand ich mich "in einem anderen Film".
Heute ist das undenkbar, das wäre nicht möglich, dass ich mich da jemals wieder so hineinsteigern könnte.
Liebe Gabrielle, statt lange an diesem Problem zu kiefeln, wäre anzuraten, dass du daran feilst, mal in eine andere "Geschichte" einzutauchen, eine völlig andere Fantasie auszuleben.
Kauf dir Walkingstecken und geh täglich deine Runde in die Natur, jeden Tag ein wenig mehr, bis das eine liebe normale Gewohnheit geworden ist.
Statt über die Mutter zu grübeln schau nach, was es sonst noch zu tun gäbe. Es gibt so viel, worauf man sein "Augenmerk" richten kann.
Falls die Angst hochkriechen sollte, ersetze diese "Beschäftigung" mit einer anderen. Steh dann auf und tu dann irgendetwas, das zu wichtig ist, als Angst zu schieben. Folge dieser "Einladung" nicht.
Hab keine Zeit mehr für "schwaches, unmündiges Mädchen sein". Steig doch endlich aus dieser Vorstellung aus.
Gegen matt sein hilft Kraft trainieren. Gegen Angst hilft Mut trainieren. Mut trainieren ist praktisch ähnlich, wie wenn man matt ist und unsportlich und dran feilt, dass man endlich kräftiger wird.
Je kräftiger du dich fühlst, umso weniger schwach fühlst du dich.
Fang endlich an, geh in die Stadt und hol dir Zutaten für ein besonders tolles Frühstück, Mittagessen, Abendessen, verwöhne dich, geh schwimmen, übe alles, was man braucht, um ein hervorragendes Leben zu führen, eins, wie eine richtige Prinzessin. Schreib dich ein in eine Turngruppe, oder besuche Yoga, oder lass mutig und beherzt einiges im Müll verschwinden, das du eigentlich schon lang nicht mehr brauchst und magst. Es gilt, eine andere Linie zu beschreiten, die gestrige endlich zu verlassen.