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Muss ich meine Masterarbeit abbrechen?

Abgeben, ich fleh Dich an! Wenn Du für Dein Thema brennst, nimmst Du Dir das später noch mal vor und schreibst ein Buch drüber.

In der Zwischenzeit hast Du einen Master in der Tasche - einen ausreichend guten alle Male, den Du dann im Lebenslauf angibst, wenn Du möchtest, oder verschweigst, wenn Dir das lieber ist.

Und danach schaust Du nochmal in Ruhe, was Du machen möchtest.

Aber vor allem das Thema, an dem Dein Herz hängt, das geht doch wegen des Abgebens der Arbeit nicht für Dich verloren - sieh die Arbeit als ersten Versuch und arbeite für Dich persönlich daran weiter.
 
Ich betreue pro Jahr zwischen 30 und 40 !!!!
Bachelor- und Masterarbeiten, ich kenn` mich da aus - und ich habe auch mal studiert...

Gib´ab.
Du meinst, nicht abgeben wäre die beste Lösung, da Du Dich sonst dem Druck der Bewertung aussetzen musst. ABER: wenn Du nicht abgibst, ist das Waswärewenn-Gefühl spätestens im nächsten Semester oder bei der x-ten Umsonstbewerbung VIEL schlimmer.
Mich wundert nach wie vor, dass Du das nicht schon vor Tagen mit Deinem Betreuer besprochen hast....
Ihr hättet doch zusammen überlegen können....
der/die ist doch der Experte....

PS:

D'u meinst, Du hälst es nicht aus, wenn es niedergemacht wird. Du willst Dir die Illusion aufrecht erhalten, dass Du was geleitest hast.
Aber ob dem so ist, weißt Du nicht.
Geht in die gleiche Richtung, wie dass Du selbst aussteigen willst- Du willst Dich der Beurteilung nicht stellen, Du willst nicht, dass jemand anders über Dich entscheidet und Du willst Dein Selbstbild nicht ändern. Du willst raus mit 1,0 und sagen:
ich hätte gekonnt, wenn ich gewollt hätte und dass ich sehr gut bin, weiß ich ja auch so.
Und selbst, wenn Du abgibst und es wird keine 1,0, wirst Du noch was finden, womit Du Dein Selbstbild vor Dir rechtfertigen kannst (der hat mich nie gemocht, ich war krank, ich war müde, falscher Tag.... )
Deswegen will ich Dir sagen,
aus der Position des Korrektors:

DEINE 1,0 ist NICHT OBJEKTIV EINE 1,0.
Das ist eine Kombi aus Korrektor + dem Niveau Deiner Kommilitonen. Man nimmt die beste und die schlechteste Arbeit, dazu die formalen (!!!) Mindestansprüche und dann benotet man.

Man kann als Dozent JEDE, ich wiederhole: JEDE Arbeit runterkorrigieren, einfach, weil der Student gegen den Dozenten fachlich keine Chance (!) hat.

Du hast keine objektive 1,0 bis jetzt -das heißt, Du kannst Dir den Schnitt gar nicht versauen, denn Dein Referenzrahmen, die 1,0 ist kein objektiver Maßstab...
das war jetzt vereinfacht, aber weißt Du, was ich meine?

Fang` an, mit Deiner Umwelt zu interagieren!! Du hast nur die eine.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab doch abgeben, .... aber ich muss sagen der Beitrag von Dr. superman hat mich ganz schön auf den Boden der tatschen geholt. Ich kann mich irgendwie gar nicht darüber freuen, dass ich jetzt fertig mit dem Studium bin....
Naja, falls Interesse besteht, kann ich mein Ergebnis hier gerne nach Erhalt meiner Note posten.
 
Sag gerne, wie es gelaufen ist, wenn Du magst.

Ich bin froh, dass Du Dich dazu entschieden hast. Wenn Du die Bewertung zurückbekommst, kannst Du Deine Situation viel besser einschätzen. Ich kenne diese Probleme, dass man sich wahlweise für ein Genie hält und dann wieder für abgrundtief doof, und ich habe oft Angst vor der Bewertung durch andere. Und ich habe Projekte, die sind so intensiv wichtig für mich, dass es mich geradezu in den Wahnsinn treibt, wenn ich da nicht weiterkomme. Da muss man sich selbst gegenüber stur bleiben und in sich im Gefühlschaos immer wieder auffangen und es Schritt für Schritt durchziehen. Jeden Tag ein Schrittchen, und durch. Unterm Bett verstecken darf man sich zwischendurch, aber nicht wenn es gerade um die Wurst geht!

Ich wünsch Dir alles Gute!
 
hi Du,
gratuliere!!!! Du hättet es wirklich bereut.
Platt machen wollte ich Dich nicht, aber ich bin Dozent an der Uni, habe früher in der Industrie gearbeitet und mache das nun für die Uni wieder (Kooperationen, potentielle Geldgeber, Auftragsforschung....)
- und ich bin älter - schreib´ es also der Demenz zu.

Klar`. schreib´, wie es ausgegangen ist. Und jetzt geh`feiern oder schlaf` mal aus.
 
So, das Korrigieren und die Verteidigung meiner Arbeit gingen dann relativ flott. Für beides habe ich jeweils eine 1,0 erhalten, sodass ich mein Studium mit Auszeichnung abschließen kann. In den 4 Wochen hat sich noch mehr getan. Ich konnte endlich mal entspannen und hab es sogar geschafft einen Arbeitsplatz zu finden und stehe daher ab Januar 2018 in Lohn und Brot, den hätte ich allerdings ohne abgeschlossenes Studium nie erhalten.
Deshalb möchte ich mich beim Forum bedanken, hier wurde mir die Möglichkeit gegeben die Ängste und Probleme mitzuteilen, die ich Freunden und Verwandten nicht erzählen konnte/wollte. Ich war wirklich kurz davor meine Arbeit nicht abzugeben. Vor Allem der Beitrag von dr.Superman hat mir geholfen zu begreifen, dass nicht objektiv ICH bewertet werde, sondern subjektiv eine Leistung die ich erbracht habe.

Letztendlich habe ich mich wohl zu sehr in vermeintliche Schwächen der Arbeit hineingesteigert. Als Masterstudent hätte ich wissen müssen, dass objektive faktische Wahrheit in Geisteswissenschaften nicht erreichbar ist und es nun mal zwangsläufig zu Quellen gestützten Vermutungen innerhalb der Arbeit kommen wird, die nicht 100% belegbar sind, aber eben doch wahrscheinlich. Jede Kleinigkeit ist in meinem Geist zu einem riesengroßen Problem geworden, von dem ich ausging, dass es ein Bestehen meiner Arbeit verhindere. So wie ich das sehe, befand ich mich in einem Stress bedingten Ausnahmezustand.


Ich hoffe daher, dass ich mich demnächst nicht mehr so schlecht fühlen werde, dass ich dieses Forum aufsuchen muss. Deshalb werde ich wohl selten noch einmal hier reinschauen. Ich bedanke mich aber ganz herzlich bei allen die mir hier mit Rat zur Seite standen.
 
Na, siehste. Hat sich doch gelohnt.

Dir alles Gute für den weiteren Lebensweg 🙂

Und feier erstmal deinen Abschluss richtig. Du hast es dir verdient!
 

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