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Müssen Kinder alles verzeihen?

Status
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Ich lese gerade. Heilen durch verzeihen.

Für mich ist es mehr so: Heilen ist ein Prozess und verzeihen kann ein Teil sein davon.

Na ja egal. Ich weiß auch nicht.

@bowie
Ich freu mich wenn du dich nicht als Opfer siehst. Denke auch das bist du nicht.

@Gast
Wenn man solche Vorwürfe scheibt, Menschen sagt sie mobben. Ich finde das sollte man nicht hinter einer Maske tun. Kann keiner einschätzen vielleicht bist du ein Gast der mobbt. Für solche Aussagen sollte man schon eier in der Hose haben.

@te

Du sagst du bist hochsensibel. Dann sind dir Dinge wichtig wie aufeinander zugehen. Kompromiss. Einander zuhören. Harmonie. Du bist ein teamplayer.

Deine Eltern scheinen in einer anderen Welt zu leben. In der all solche Dinge keine so große Wichtigkeit haben. Die Umwelt ist darauf angewiesen dass du auf deine Bedürfnisse achtest. Dass du sie mitteilst. Die spüren nicht was du spürst. Die funktionieren anders. Erwarte nicht dass M
sie reagieren wie du.

Ich habe auch Mitleid mit meinem Vater. Er ist im Gefängnis. Ich weiß es geht ihm nicht gut da. Und wo leid ist. Das berührt mich immer. Mein Vater hat es gehasst. Er wollte genau das rausprűgeln aus mir. Es ist ein Teil von mir. Ein guter Teil. Es gibt viele Menschen die sagen: wie kannst du Mitleid haben? Naja. Da sind einfach Spiegelneuronen aktiv in meinem kopf. Ich kann sie nicht abstellen nur weil er ein a*** ist. Deswegen vergesse ich nichts davon was er getan hat und ich weiß mein Mitleid nutzt er höchstens für sich. Er erreicht ihn nicht. Ich erwarte nichts von ihm. Ich bin dankbar für einiges. Auch für die Prügel. Hat mich stark gemacht. Nur ich vergesse nicht wie gefährlich er ist.

Das Leben ist nie schwarz oder weiß. Ich tue mir nicht gut gehe ich an einem Mensch vorbei in Not. Also tue ich das auch nicht bei ihm. Nur ich habe auch gelernt darüber mich selbst nicht zu vergessen und ich schütze mich.

Wenn du weißt auf was du dich einlässt. dann kannst du nicht enttäuscht und verletzt werden. Was erwartest du von deinen Eltern? Denkst du du kannst das einschätzen? Realistisch? Auch das ist ein Teil von loslassen. Den anderen objektiver sehen.

Vielleicht helfen dir meine Gedanken klarer zu sehen.

Danke grisou hier ich TE
-guten Abend @all.

Hier hast ja inzwischen ganz schön Ärgerfunken gesprüht.

Ich habe heute meine Eltern getroffen und mein Vater war sehr schweigsam. Das hat mich verunsichert.

Kann im Moment nicht mehr viel aufnehmen, habe viel zu verarbeiten und sortieren.

Wenn ich schreibe Vermerke ich immer dazu das ich die TE bin.

Ich bitte auch alle hinzugekommenen den ganzen Thread zu lesen und nicht nur Anteile. Man kann nur so alles kommentieren und verstehen.
 
@Grisou:
ein toller Beitrag. Leider weiß ich nie, was ich zu deinen guten Beiträgen schreiben kann, allerdings muss ich auch nicht immer alles kommentieren- oft bringen sie mich auf positive Weise zum Nachdenken, auch wenn es meist um schlimme Themen geht.
Danke 🙂
 
Ich finde, für sich selber zu wissen, dass man als Kind nichts für die grausame Behandlung konnte und das man besseres verdient hat , reicht vollkommen aus um abzuschließen und sich sein Leben besser zu machen.
Wie gesagt, verzeihen tut man nur für die Eltern. Da hat man selber nichts von. Man kann es also lassen.
Ich kenne es genau andersherum. Verzeihen tut man für sich selber, im stillen Kämmerlein, um eine Sache endlich abzuschließen die schon längst in die Mülltonne gehört. Wenn man es will und dazu bereit ist. Aber auch nur dann und unter keinen anderen Umständen.

Denn auf die Verzeihung, die man sich selbst gönnt, kann und darf niemand anderer Ansprüche erheben, hinterher nicht (etwa indem dann frech gefordert würde, man müsse sich doch um die Person kümmern, wenn man ihr schon vergeben hat... Fehlanzeige!),

und auch vorher schon nicht, weil kein anderer von einem fordern kann, man müsse doch dem/der xxx verzeihen, weil (blablafadenscheinige Gründe) -
eine solche Forderung, die dem Frieden und der Ruhe (Friedhofsruhe...) der Allgemeinheit dienen soll, wenn wenigstens nach außen hin der Zwist beendet wurde, oder noch schlimmer: dem Schutz des Täters vor gerechter Strafe,
hat niemand das Recht zu stellen!

Denn eine erzwungene Vergebung ist nie echt und nur eine weitere Demütigung und Vergewaltigung des Opfers, ein weiteres brutales Trampeln auf seine Rechte und Gefühle, und natürlich eine bequeme Rechtfertigung für den Täter. Täterschutz statt Opferschutz.
 
nOCHMAL:
wIE kommt man aus seiner Opferrolle raus?

Das ist ein langer, schmerzhafter und alles andere als einfacher Weg.

Zuerst mal muß man sich überhaupt bewußt machen, daß man ein Opfer ist.

Das verlangt das Ablegen der Brille, die alles weit weg schiebt oder verharmlost, den Täter und die Tat beschönigt. Keine Ausflüchte mehr, man ist Opfer (eine sehr harte Erkenntnis, die dem Selbstwertgefühl massiv Schaden zufügt, sofern davon überhaupt noch was übrig ist),

und, ganz wichtig, ohne Schuld am Geschehenen:
der zweite Teil: keine Übernahme der Schuld mehr.

Sich als Opfer zu erkennen erlaubt nicht nur, sondern verlangt sogar, mit dem Finger auf den Täter zu zeigen, ihn anzuzeigen, seine Taten öffentlich zu machen.
Hilfe dafür zu suchen, daß alles bekannt gemacht wird, und vielleicht auch Unterstützung von weiteren Opfern, wenn es welche gibt, denn in der Gruppe ist man stärker.

Das erfordert sehr viel Mut, schließlich hat das Opfer Angst vor dem Täter, ist manchmal sogar co-abhängig, wenn etwa Gewalt und Mißbrauch höhnisch als "Liebe" ausgegeben werden.

Der dritte Schritt nach dem Erkennen, daß man schuldlos ist, besteht darin,

daß man die Selbstbestrafung für die angebliche "Schuld" bleiben läßt,

all die selbstzerstörerischen Handlungen, die man bei Opfern findet, von Ritzen über Drogenmißbrauch über eigene Gewalthandlungen (als stumme Hilfeschreie, endlich aus der Umgebung des Täters entfernt zu werden - nach dem Motto lieber Gefängnis als noch länger zuhause mit dem Täter...) bis zu Selbstmordversuchen, die von subtil (wieder Drogen, chronisch leichtsinniges/selbstmörderisches Verhalten...) bis eindeutig (Pulsadern aufschneiden etc.) reichen können.

Von gezieltem Zerstören des eigenen Lebens/der eigenen Zukunftschancen als (vergebliche) Methode, den Täter mit der Nase auf seine Untaten zu stoßen (sieh her, du bist schuld daran... ), etwa durch Schuleschwänzen, Lernverweigerungen etc. ganz zu schweigen.
Sowas juckt den Täter doch gar nicht! Ist also überflüssig wie ein Kropf, wer aus der Opferrolle heraus will soll sich im Gegenteil den Spruch zu Herzen nehmen, daß er für sich selber lernt und leistet, nicht für das Täterschwein.
Strebe nach einem guten, erfüllten Leben - dem Täter zum Trotz.

Viertens nochmal den Hinweis, niemals den Täter "schützen" zu wollen, durch Worte oder Taten oder auch durch Verschweigen. Damit schießt sich das Opfer nur selber ins Knie, mit dem Risiko, selber unglaubwürdig zu werden. Wahrheit braucht kein Verschweigen, sie darf und soll ruhig ans Licht kommen, egal wie ekelhaft und brutal sie sein mag, das Opfer ist ja schließlich nicht schuld daran. Alle Zeigefinger sollen und müssen sich auf den Täter richten.

Auch wenn Familienmitglieder (Mittäter oder zumindest Mitwisser?) von so Dingen wie Loyalität, Familienzusammenhalt und man dürfe doch nicht eigene Angehörige in die Pfanne hauen blabla faseln - egal, das alles kann und soll das Opfer getrost links liegen lassen. Denn Mitwisser und Mittäter verdienen das gleiche Schicksal wie der Täter selber, niemand soll das Opfer bedrängen dürfen, um seine eigene Mitschuld kleinreden zu können.

Fünftens, wenn die ersten vier Dinge abgehakt sind, kann eine seelische Großreinigung nicht schaden, indem man alle Gespenster, die nach der Befreiung noch übriggeblieben sind, nacheinander abarbeitet und ebenso in die Mülltonne packt, alle schlechten Angewohnheiten, die man sich in Opferzeiten angewöhnt hat (z. B. Rauchen = Selbstzerstörung!)
einmal daraufhin zu überprüfen, ob man sie überhaupt noch "braucht". Denn wer frei ist, körperlich wie geistig, kann einen totalen Neuanfang versuchen. Beginnen bei Null, sich so rein fühlen wie ein Neugeborenes, vielleicht im Rahmen einer selbstgebastelten Zeremonie (egal wie dämlich sie für andere aussehen mag, mit Räucherstäbchen und Klimbim wenn man mag, aber Rituale können erstaunlich befreiend sein, einfach ausprobieren!) und von da an kann es nur noch aufwärts gehen, auch wenn der Weg nach oben grundsätzlich schwerer zu gehen ist als einfach am Boden liegenzubleiben. Man muß sich einfach immer sagen, man tut es für sich selber. Der freundliche Psychologe hilft dabei gerne, als kleine Unterstützung und nur als solche, denn den Weg muß man selber gehen und kann auch, wenn das Schlimmste schon hinter einem liegt.
Dann ist es wichtig, das zerstörte Selbstwertgefühl wieder aufzubauen, indem man sich selbst an die Kandare nimmt und stur nur noch vorwärts schaut und schreitet, aber nach Möglichkeit nie zurück, denn das reißt einen runter, "Ausflüge" in die Vergangenheit soll man aufs nötigste beschränken und darauf achten, daß die Vergangenheit einen nie wieder einholen kann.
 
Das ist ein langer, schmerzhafter und alles andere als einfacher Weg.

Zuerst mal muß man sich überhaupt bewußt machen, daß man ein Opfer ist.

Das verlangt das Ablegen der Brille, die alles weit weg schiebt oder verharmlost, den Täter und die Tat beschönigt. Keine Ausflüchte mehr, man ist Opfer (eine sehr harte Erkenntnis, die dem Selbstwertgefühl massiv Schaden zufügt, sofern davon überhaupt noch was übrig ist),

und, ganz wichtig, ohne Schuld am Geschehenen:
der zweite Teil: keine Übernahme der Schuld mehr.

Sich als Opfer zu erkennen erlaubt nicht nur, sondern verlangt sogar, mit dem Finger auf den Täter zu zeigen, ihn anzuzeigen, seine Taten öffentlich zu machen.
Hilfe dafür zu suchen, daß alles bekannt gemacht wird, und vielleicht auch Unterstützung von weiteren Opfern, wenn es welche gibt, denn in der Gruppe ist man stärker.

Das erfordert sehr viel Mut, schließlich hat das Opfer Angst vor dem Täter, ist manchmal sogar co-abhängig, wenn etwa Gewalt und Mißbrauch höhnisch als "Liebe" ausgegeben werden.

Der dritte Schritt nach dem Erkennen, daß man schuldlos ist, besteht darin,

daß man die Selbstbestrafung für die angebliche "Schuld" bleiben läßt,

all die selbstzerstörerischen Handlungen, die man bei Opfern findet, von Ritzen über Drogenmißbrauch über eigene Gewalthandlungen (als stumme Hilfeschreie, endlich aus der Umgebung des Täters entfernt zu werden - nach dem Motto lieber Gefängnis als noch länger zuhause mit dem Täter...) bis zu Selbstmordversuchen, die von subtil (wieder Drogen, chronisch leichtsinniges/selbstmörderisches Verhalten...) bis eindeutig (Pulsadern aufschneiden etc.) reichen können.

Von gezieltem Zerstören des eigenen Lebens/der eigenen Zukunftschancen als (vergebliche) Methode, den Täter mit der Nase auf seine Untaten zu stoßen (sieh her, du bist schuld daran... ), etwa durch Schuleschwänzen, Lernverweigerungen etc. ganz zu schweigen.
Sowas juckt den Täter doch gar nicht! Ist also überflüssig wie ein Kropf, wer aus der Opferrolle heraus will soll sich im Gegenteil den Spruch zu Herzen nehmen, daß er für sich selber lernt und leistet, nicht für das Täterschwein.
Strebe nach einem guten, erfüllten Leben - dem Täter zum Trotz.

Viertens nochmal den Hinweis, niemals den Täter "schützen" zu wollen, durch Worte oder Taten oder auch durch Verschweigen. Damit schießt sich das Opfer nur selber ins Knie, mit dem Risiko, selber unglaubwürdig zu werden. Wahrheit braucht kein Verschweigen, sie darf und soll ruhig ans Licht kommen, egal wie ekelhaft und brutal sie sein mag, das Opfer ist ja schließlich nicht schuld daran. Alle Zeigefinger sollen und müssen sich auf den Täter richten.

Auch wenn Familienmitglieder (Mittäter oder zumindest Mitwisser?) von so Dingen wie Loyalität, Familienzusammenhalt und man dürfe doch nicht eigene Angehörige in die Pfanne hauen blabla faseln - egal, das alles kann und soll das Opfer getrost links liegen lassen. Denn Mitwisser und Mittäter verdienen das gleiche Schicksal wie der Täter selber, niemand soll das Opfer bedrängen dürfen, um seine eigene Mitschuld kleinreden zu können.

Fünftens, wenn die ersten vier Dinge abgehakt sind, kann eine seelische Großreinigung nicht schaden, indem man alle Gespenster, die nach der Befreiung noch übriggeblieben sind, nacheinander abarbeitet und ebenso in die Mülltonne packt, alle schlechten Angewohnheiten, die man sich in Opferzeiten angewöhnt hat (z. B. Rauchen = Selbstzerstörung!)
einmal daraufhin zu überprüfen, ob man sie überhaupt noch "braucht". Denn wer frei ist, körperlich wie geistig, kann einen totalen Neuanfang versuchen. Beginnen bei Null, sich so rein fühlen wie ein Neugeborenes, vielleicht im Rahmen einer selbstgebastelten Zeremonie (egal wie dämlich sie für andere aussehen mag, mit Räucherstäbchen und Klimbim wenn man mag, aber Rituale können erstaunlich befreiend sein, einfach ausprobieren!) und von da an kann es nur noch aufwärts gehen, auch wenn der Weg nach oben grundsätzlich schwerer zu gehen ist als einfach am Boden liegenzubleiben. Man muß sich einfach immer sagen, man tut es für sich selber. Der freundliche Psychologe hilft dabei gerne, als kleine Unterstützung und nur als solche, denn den Weg muß man selber gehen und kann auch, wenn das Schlimmste schon hinter einem liegt.
Dann ist es wichtig, das zerstörte Selbstwertgefühl wieder aufzubauen, indem man sich selbst an die Kandare nimmt und stur nur noch vorwärts schaut und schreitet, aber nach Möglichkeit nie zurück, denn das reißt einen runter, "Ausflüge" in die Vergangenheit soll man aufs nötigste beschränken und darauf achten, daß die Vergangenheit einen nie wieder einholen kann.
Ein herzliches Dankeschön auch von mir(TE) !
 
Liebe Dagoa,
Sehr gut geschrieben,danke dafür!

Stellen weise dachte ich, du schtreibsdt über mich.
Das trifft es eins zu eins.

Du hast in allen Punkten recht, finde ich.
Im Grunde weiss ich das auch alles, theoretisch.
Und da fängt mein Problem an.
Ich WEISS dass es so ist, aber ich komme nicht gegen den inneren Miesepeter an.
Ich sag immer, bei mir laufen Herz und Hirn nicht synchron.

Ich WEISS, das ich keine Schuld habe, an nichts von allem, was passiert ist.
Ich weiss es, ich höre es immer wieder, jeder sagt mir das.
Aber tief in mir drin kann ich es nicht glauben, nicht annehmen. Da sitzt der Gedanke, du bist selbst schuld....
Und der sitzt fest.

Das gleiche mit dem, was du selbstzerstörerische Handlungen nennst.
Mein Verstand weiss, dass es Quatsch ist, dass ich mir nur selbst damit schade, trotzdem...
Ich kann es nicht lassen, wenn die Gedanken zuschlagen.
Ich muss das tun, irgendwas zwingt mich, auch wenn ich mich selbst dafür total daneben finde.

Dann das abhaken, loslassen....
Ich weiss, dass das der einzige Weg ist, aus allem rauszukommen.
Nur wie soll man das machen?
Die Verdanken sind da, ungebeten.
Es klappt, dass ich sie zeitweise verdrängen, aber sie kommen immer wieder durch.
Dann sind da auch die körperlichen Folgen, die mich immer daran erinnern.

Wie gesagt, vom Verstand her wäre das alles kein Problem.
Aber wie krieg ich den inneren Schweinehund dazu, mitzuspielen?
Ich hab das Gefühl, ich steh mir permanent im Weg.
Hallo Bowie!
Hier ich die TE:

Hast Du schon einmal einen Fachtherapeuten aufgesucht, der sich auf Teaumatherapie spezialisiert hat und professionell und längere Zeit EMDR anbietet?

Ich habe im Rahmen der Bewältigung einer sexuellen Nötigung die TraumaAmbulanz aufgesucht und dort hat mir sehr geholfen wie mir zB erklärt wurde, dass die Gehirnhälften und die Versrbeitung über diese bei einem Trauma durcheinander geraten.
Und genau deshalb EMDR!

Ich denke das könnte uns helfen . Genau wie Du habe ich diese Klarheit und Einsicht vom Verstand dich auch mir gelingt allein nicht die Verknüpfung.
Das schwerste ist einen guten Therapeuten zu finden und ich hoffe das wir das schaffen denn ich glaube durch die EMDR Methode wird alles geordnet im Gehirn zusammengefügt und das wird sich im gesamten auswirken!

Warst du schon einmal in einer EMDR Klinik? Frage doch auch sonst einmal die Krankenkasse nach einer Klinik die diese empfehlen weil es auch im Interesse der Krankenkasse ist das einem schnell kostengünstig gut weil langwierig geholfen wird.

LG
 
Liebe Dagoa,
Sehr gut geschrieben,danke dafür!

Stellen weise dachte ich, du schtreibsdt über mich.
Das trifft es eins zu eins.

Du hast in allen Punkten recht, finde ich.
Im Grunde weiss ich das auch alles, theoretisch.
Und da fängt mein Problem an.
Ich WEISS dass es so ist, aber ich komme nicht gegen den inneren Miesepeter an.
Ich sag immer, bei mir laufen Herz und Hirn nicht synchron.

Ich WEISS, das ich keine Schuld habe, an nichts von allem, was passiert ist.
Ich weiss es, ich höre es immer wieder, jeder sagt mir das.
Aber tief in mir drin kann ich es nicht glauben, nicht annehmen. Da sitzt der Gedanke, du bist selbst schuld....
Und der sitzt fest.

Das gleiche mit dem, was du selbstzerstörerische Handlungen nennst.
Mein Verstand weiss, dass es Quatsch ist, dass ich mir nur selbst damit schade, trotzdem...
Ich kann es nicht lassen, wenn die Gedanken zuschlagen.
Ich muss das tun, irgendwas zwingt mich, auch wenn ich mich selbst dafür total daneben finde.

Dann das abhaken, loslassen....
Ich weiss, dass das der einzige Weg ist, aus allem rauszukommen.
Nur wie soll man das machen?
Die Verdanken sind da, ungebeten.
Es klappt, dass ich sie zeitweise verdrängen, aber sie kommen immer wieder durch.
Dann sind da auch die körperlichen Folgen, die mich immer daran erinnern.

Wie gesagt, vom Verstand her wäre das alles kein Problem.
Aber wie krieg ich den inneren Schweinehund dazu, mitzuspielen?
Ich hab das Gefühl, ich steh mir permanent im Weg.
Weil ich gerade mal wieder soo faul bin, habe ich komplett zitiert. 🙄😱

@Bowie: Hier im Forum habe ich zum ersten Mal vom "Täterintrojekt" gehört.

Ich weiss nicht, ob das hier im Faden schon erwähnt wurde.

Google mal danach.

Eine "Auswahl" habe ich hier (die Faulheit sei mit mir 😱) https://www.rompc.de/eu/index.php/c...m-95/ct-menu-item-99/788-täterintrojekte.html
 
Es gibt auch Selbsttherapien in kleinem Maßstab, die man ausprobieren kann, wenn man so schnell keinen Termin bei den Experten bekommt. Wie ich schon schrieb, Rituale wirken hilfreich - solange man sich nicht dran festklammert wie an ein heiliges Mantra, sonst wechselt man nur eine Abhängigkeit durch eine andere aus, also immer mit Maß genießen.

Eines geht so: wenn man nachts nicht schlafen kann, weil einem überall der Hut brennt und man vor Problemen nicht mehr aus den Augen gucken kann:
dann stell Dir vor, daß du jedes Problem, das sich da des Nachts in Dein Gehirn schleicht, in einen Hund verwandelst. Kleine Probleme ergeben kleine Pinscher, große Probleme sind Bernhardiner oder Kampfhunde.
Und dann - schickst Du die ganze Meute einfach vor die Tür. Und das machst Du mit jedem Problem, das aufzutauchen wagt.
Sag Dir einfach, es reicht völlig, wenn die Meute morgen nach dem Aufstehen wieder über Dich herfällt, aber im Schlafzimmer haben die Köter nix verloren.
Mit etwas Übung ist auf diese Weise der gesunde Nachtschlaf gesichert, egal wie viele Probleme Du hast.

Du schreibst selber, @Bowie, daß es hauptsächlich mentale Probleme sind, also denk Dir selber eine Strategie aus, wie Du mit jedem einzelnen davon fertig wirst, mit welchen Waffen Deine inneren Schweinehunde am besten zu bekämpfen sind.
 
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