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Moderne versus Naturvölker

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Oder man denke an das Renovieren von Türen, Fenstern, Erkern oder Dächern, da darf nicht einfach moderner Kunststoff rein, sondern man muß sich passende alte Ersatzteile besorgen oder sie "originalgetreu" nachmachen (lassen). Bei so alten Gebäuden ist man eigentlich ständig am basteln, kaum ist eine Ecke renoviert, macht ein anderes Teil Kummer.


:blume:

Ja, ich ärgere mich hier nicht nur über Kunststoffsünden des vorherigen Käufers, der schnell aufgab.

Wir setzen auf Holz und Lehm.
 
Lehm ist nicht so schlecht wie der Ruf vermuten läßt, er ist wärmeaktiv, ziemlich gut im Brandschutz (verhärtet durch Feuer wie ein Backstein, statt durchzubrennen, wenn die Wände dick genug sind), saugt überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft, sorgt insgesamt für gutes Wohnklima, und wenn richtig gebaut, mit ausreichend dicken Wänden und der richtigen Zusammensetzung, angeblich fast so stabil wie ein Gebäude aus Beton. Nur für Nässeschutz von außen muß man sorgen mit einer Verkleidung, überhängendem Dach oder wenigstens einem dicken Kalkputz.
 
Gehe ich im www auf die bekannten Seiten, finde ich auf die Schnelle im Umkreis von 50 km um Stuttgart, über 400 Häuser unter 300.000 Euro. Da sollte doch ein geeignetes dabei sein.

Haben Bekannte von uns jetzt ein Jahr gemacht. Und mein Mann hat die Häuser mit angeschaut.

Bei diesen Häusern hilft nur eines - Bagger und Planierraupe. Dann hat man wenigstens das Grundstück.

Aber dafür ist es nun wieder zu teuer.

Die mögen ja auf den Bildern noch ganz passabel aussehen - in Natura sind sie einfach nur Schrott.

Hier im Umkreis ist niemand so blöd und verkauft sein Haus unter 400.000 Euro, wenn es nicht total baufällig ist.

Und wir wohnen 60 km weg von Stuttgart. Und 400.000 Euro ist das unterste Limit. Billiger bekommt man kein Haus, das 2 Etagen hat und was taugt. Falls man es überhaupt für den Preis bekommt.

Und die Preise steigen rasant. Letztes Jahr , als wir unseres schätzen ließen lag es noch bei 420.000 Euro, jetzt sind wir bereits bei einer halben Million angelangt. Ende nicht in Sicht.

Fachgerechte Sanierung ist nicht jedermans Thema und kann immens teuer werden, vorallem bei Vertrauen auf diverse Berater und wenig eigenes Wissen.
Nicht alle Baustoffe sind untereinander verträglich. Da hilft es am besten, sich selbst richtig in die Materie reinzuknien. Kontakte zu knüpfen; Workshops sind da nicht schlecht. Architekten zu suchen, die sich spezialisiert haben und entsprechende Betriebe empfehlen können.
Und/oder viel selbst zu machen, wenn man im Freundes- und Familienkreis das nötige Know-how hat.

Es geht beim Denkmalsschutz darum , dass man - bei den Vorschriften - keinen Spielraum hat. Man muss es machen lassen. Fachgerecht . Und das ist teuer.

Die Leute lassen doch die denkmalgeschützten Häuser nicht verrotten , weil es Spaß macht, sondern, weil sie, trotzdem sie ihnen gehören und der Grund dazu, die Sanierung nicht bezahlen können.

Jemand anderes der den Grund dazu kaufen muss , erst Recht nicht.
 
Manche könnten schon sanieren, sie wollen bloß nicht, weil es einfacher ist, ein paar Jahre zu warten, bis die alte Hütte von selber zusammenbricht, und dann kann man auf dem Grund entweder ein eigenes Haus oder ein Mehrfamilienhaus für (Teil-)Verkauf einzelner Wohnungen hinstellen.

Im Raum Nürnberg ist es preislich übrigens ähnlich, Eigentumswohnungen kriegt man noch so um die 300 T aufwärts wenn in normalem, renoviertem Zustand (hängt natürlich von der Größe ab), aber wenn ein Einfamilienhaus vergleichbar billig angeboten wird, ist der Wurm drin. Altbau, nicht unterkellert, hoher Grundwasserstand und darum chronisch feucht, vielleicht noch Kriegsschäden wenn Vorkriegsbau ... die möglichen Fallstricke sind endlos.
 
Bei uns kostet der qm Grund, wenn man ihn von der Stadt kauft mittlerweile schon mehr als 300 Euro der qm.

Wenn man dann rechnet , dass viele ältere Häuser eben noch große Grundstück mit 800 qm oder mehr haben, dann macht schon der Kaufpreis des Grund- und Bodens eine Viertelmillion aus. Das Haus noch nicht mitgerechnet. Das kommt noch oben drauf.
 
Lehm ist nicht so schlecht wie der Ruf vermuten läßt, er ist wärmeaktiv, ziemlich gut im Brandschutz (verhärtet durch Feuer wie ein Backstein, statt durchzubrennen, wenn die Wände dick genug sind), saugt überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft, sorgt insgesamt für gutes Wohnklima, und wenn richtig gebaut, mit ausreichend dicken Wänden und der richtigen Zusammensetzung, angeblich fast so stabil wie ein Gebäude aus Beton. Nur für Nässeschutz von außen muß man sorgen mit einer Verkleidung, überhängendem Dach oder wenigstens einem dicken Kalkputz.


Jep. Und Beton mag stabil sein, aber wie wenig langlebig und was wir uns damit umwelttechnisch gesehen angetan haben, längst erwiesen.
Zumindest kann er jetzt teilweise wiederverwendet werden.
Interessant sind die Forschungen, wie Eisenteile ersetzt werden könnten. Leider eine noch nicht gelöste Kostenfrage.
 
Großer Grund ist nicht unbedingt ein Gegenargument in einer Gegend, in der die Leute gern bauen. Man kauft das Grundstück, teilt es in kleinere Parzellen, läßt dann von einer Baufirma mehrere Reihenhäuser in einem Aufwasch hinstellen, bei Serienfertigung kommt man etwas billiger weg. Anschließend verkauft man alle Häuser bis auf eins.
Wenn man das finanziell nicht stemmen kann, kann man auch die unbebauten Teilgrundstücke verkaufen, und alle Eigentümer einigen sich auf eine Baufirma, die die Häuser hinstellt. Solche Vorgänge von Grundstücksteilung mit Bau von Reihenhäusern sehe ich im Raum Nürnberg ständig.
 
Hier bei uns stehen viele gut erhaltene Zweifamilienhäuser. Und die steigenden Grundstückpreise treiben eben auch die Gesamtpreise nach oben.

Und wenn der Grund schon eine Viertelmio. wert ist, ist keiner so doof und verkauft das Haus dazu für 50.000 Euro, wenn es was taugt.

Somit sind keine anständigen Häuser mit Grund für 300.000 Euro zu haben.
 
Jep. Und Beton mag stabil sein, aber wie wenig langlebig und was wir uns damit umwelttechnisch gesehen angetan haben, längst erwiesen.
Zumindest kann er jetzt teilweise wiederverwendet werden.
Interessant sind die Forschungen, wie Eisenteile ersetzt werden könnten. Leider eine noch nicht gelöste Kostenfrage.
Bei Beton kommt es stark auf die Zusammensetzung an, Betonkonstruktionen der Römer stehen bis heute, denk an die Rotunde des Pantheon in Rom, ein Betonbauwerk. Die Römer beherrschten auch schon den Bau mit wasserfestem Beton, etwa für Hafenanlagen. Wenn Beton sehr schnell bröselt und Stahlarmierungen rosten, sind oft salzhaltige Beimischungen an Sand (Meeressand) und Kies schuld, die Römer benutzten dafür Vulkangestein und Ziegelbruch.
 
Es geht beim Denkmalsschutz darum , dass man - bei den Vorschriften - keinen Spielraum hat. Man muss es machen lassen. Fachgerecht . Und das ist teuer.

Die Leute lassen doch die denkmalgeschützten Häuser nicht verrotten , weil es Spaß macht, sondern, weil sie, trotzdem sie ihnen gehören und der Grund dazu, die Sanierung nicht bezahlen können.

Jemand anderes der den Grund dazu kaufen muss , erst Recht nicht.


Das scheint ...vorsichtig ausgedrückt...nicht einheitlich gehandhabt zu werden.
Es gibt definitiv Spielraum. Lässt sich auch überprüfen.

Bekannte sanieren gerade einen alten Dreiseithof. Denkmalschutz. Viel im Eigenbau. Sie stehen im ständigen Kontakt, der Umgang ist freundlich und es gibt keine Probleme.
Geht aber auch ziemlich gegenteilig. Habe ich gehört. Zum Glück nicht erlebt.

Gründe, ein Haus verfallen zu lassen, sind vielfältig. Manchmal so wie du schreibst. Manchmal greifen ganz andere Dinge.
20 km von hier entfernt gäbe es ein herrliches Haus mit wunderschönem Grundstück. Definitiv mit guter Substanz. In dem Fall ohne Denkmalschutz, könnte aber beantragt werden.
Der Besitzer verweigert Sanierung ebenso wie Verkauf.
Er spekuliert darauf, dass seine Erben für das Grundstück (das Haus wird dann abbruchreif sein) deutlich mehr erzielen können, als er jetzt bekäme.
 
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