M
meila
Gast
Dass ich persönlich eben besser in einer Zivilisation mit moderner Gesetzgebung, Gesellschaftsstruktur und moderner Medizin aufgehoben bin. Das kann ja zum Glück jeder halten, wie es ihm gut tut.
Mich interessiert aber wirklich das "Warum".... wenn klar ist, dass das moderne Leben wirklich zur Vernichtung des Lebensraums und der eigenen Existenz führen wird.
Meine Theorie derzeit ist, dass die Europäer dieses Leben wählen, weil sie es in der Vergangenheit als so viel härter erlebt haben...die Familien haben sich ja buchstäblich den A**** aufgerissen um zu überleben....zudem gab es sehr viele brutale Kriege. Klar, dass der moderne Mann sich daher erstmal froh fühlt, seinen Popo auf dem Bürostuhl sitzen zu haben im Warmen, statt sich die Knochen im Feld kaputt zu machen. Zudem wähnt er sich wegen der Gesetze sicher. Die ganzen vielen politischen und ökologischen und auch gesundheitlichen schädlichen Folgen...den Verlust seiner Autonomie nimmt er in Kauf bzw schaut momentan noch nicht hin, weil er erstmals vielleicht körperlich zur Ruhe kommt.
Ich kann das sogar nachvollziehen.
Mache mir nur über die Kurzsichtigkeit Sorgen.
Ich denke, zB die Amerikaner haben ganz andere Gründe... da gehts um "Fortschritt" - um Überwindung des Menschen- um Unsterblichkeit. EIn Bekannter zB glaubt, er werde nicht sterben, da die Wissenschaft bis dahin Mittel und Wege gefunden haben wird, sein Leben zu erhalten, zB in Form von Intelligenz, die in Maschinen gelassen wird- ähnlich wie in heutigen Sci Fi Filmen. Die Vision da scheint tatsächlich sowas wie Unsterblichkeit m.H von Maschinen zu sein.
Und obwohl die Europäer da bescheidener wirken...hängt doch alles zusammen... und läuft ineinander wie ein Zahnrad.
Mir kommt es vor, als würden viele nicht wissen...nicht wissen wollen...was sie da eigentlich unterstützen, wenn sie das moderne Leben wählen.