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Moderne versus Naturvölker

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Ich bin sehr gerne auf dem Land und in der Natur, gerade Hessen hat unzählige schöne Flecken, aber wer auf dem Land lebt, lebt nicht zwingend ökologischer.

Das denke ich auch. Bekannte von mir bewohnen zu dritt ein riesiges Haus auf dem Land, natürlich mit drei Autos vor der Tür, weil man ohne Auto nicht einmal zum Bäcker kommt. Dazu kommen lange Pendelfahrten zur Arbeit von über 30 km einfache Strecke (ich laufe hier in der Großstadt drei Minuten zu Fuß zum nächsten Bäcker, und zur Arbeit habe ich 5 km mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Auto besitze ich keines.).

Was das Shopping betrifft: obwohl ich viele Geschäfte vor der Haustür habe, gehe ich nur ziemlich selten einkaufen, weil das nicht zu meinen vorrangigen Bedürfnissen zählt. Nur weil ich viele Einkaufsmöglichkeiten habe, fühle ich mich trotzdem nicht dazu verleitet, sie zu nutzen. Wie gesagt, mein Interesse gilt da eher dem großen Kulturangebot, welches ich auch ausgiebig nutze: ich bin mehrere Male pro Woche zu Besuch in einer unserer Büchereien, ich gehe regelmäßig ins Kino und auch ins Theater. Aber Shopping ist nicht mein Ding.
 
Am Wochenende war ich in Osthessen, was ja wirklich eine sehr beschauliche Gegend ist (Fulda als Fast-Großstadt mal ausgenommen).
Irgendwie wäre es schon nett, da zu residieren.
Aber das wäre ein Aufwand. Auto? Brauchst Du da draußen.
In der Stadt hat man noch gewisse Synergieeffekte, so dass zB der Nachbar unter Dir Deine Wohnung quasi mitheizt - und umgekehrt. 😉

Man könnte jetzt anmerken, dass man auf dem Land weniger Versuchungen hat, dem Konsum zu erliegen.
Aber in Zeiten des Online-Shopping relativiert sich das wieder sehr.

Man müsste also auch dem Land in einer Gruppe zusammenleben, sich ein Auto teilen und dergleichen, um den ökologischen Fußabdruck geringer zu halten. Denn leider ist er höher als bei Städtern!

Ich bin sehr gerne auf dem Land und in der Natur, gerade Hessen hat unzählige schöne Flecken, aber wer auf dem Land lebt, lebt nicht zwingend ökologischer.


Dadurch dass ich noch nie geflogen bin oder auch sonst kaum in Urlaub fahre (lebe ja da, wo andere Urlaub machen) sieht das schon wieder ganz gut aus mit dem ökologischen Fussabdruck.🙄
Auch dank überwiegend pflanzlicher Ernährung und Strom aus der PV Anlage.

Und ja, würde ich in der Stadt leben würde ich wahrscheinlich doppelt so viel konsumieren als hier auf dem Land. Im Internet bestelle ich halt doch eher Sachen die ich wirklich brauche und nicht irgendwas was ich zufällig sehe.
 
D
Und ja, würde ich in der Stadt leben würde ich wahrscheinlich doppelt so viel konsumieren als hier auf dem Land. Im Internet bestelle ich halt doch eher Sachen die ich wirklich brauche und nicht irgendwas was ich zufällig sehe.
Das ist wahrscheinlich Mentalitätssache. Denn wie erwähnt, obwohl ich hier viele Läden um die Ecke habe, konsumiere ich nur sehr wenig - eigentlich nur Dinge, die ich eben brauche (Lebensmittel, gelegentlich mal Schreibwaren, hin und wieder ein neues Kleidungsstück, Drogerie- und Reinigungsartikel). Alles andere kaufe ich wirklich nur mal alle Jubeljahre.

Das kommt wahrscheinlich auch daher, dass ich sowieso nicht freiwillig durch die Geschäfte streife. Tagsüber bin ich im Büro, und nach Feierabend bin ich zunächst beim Sport, in der Bücherei oder im Kino etc. Da gibt es sowieso nichts zu kaufen. Insofern werde ich mit dem Warenangebot nicht stärker konfrontiert, als wenn ich auf dem Land leben würde.
 
Das ist wahrscheinlich Mentalitätssache. Denn wie erwähnt, obwohl ich hier viele Läden um die Ecke habe, konsumiere ich nur sehr wenig - eigentlich nur Dinge, die ich eben brauche (Lebensmittel, gelegentlich mal Schreibwaren, hin und wieder ein neues Kleidungsstück, Drogerie- und Reinigungsartikel). Alles andere kaufe ich wirklich nur mal alle Jubeljahre.

Das kommt wahrscheinlich auch daher, dass ich sowieso nicht freiwillig durch die Geschäfte streife. Tagsüber bin ich im Büro, und nach Feierabend bin ich zunächst beim Sport, in der Bücherei oder im Kino etc. Da gibt es sowieso nichts zu kaufen. Insofern werde ich mit dem Warenangebot nicht stärker konfrontiert, als wenn ich auf dem Land leben würde.

Mir geht's so dass wenn ich in der Stadt bin weil ich da arbeite, ich auch immer was mit nachhause bringe.
Da muss ich dann nach Feierabend noch schnell durch ein paar Läden Streifen zum abschalten und dann finde ich auch was.
Mittlerweile hab ich mir zumindest angewöhnt es nicht gleich zu kaufen sondern erstmal ne Nacht drüber zu schlafen.
Im Internet suche ich tatsächlich nur nach Dingen du ich brauche.
 
Da muss ich dann nach Feierabend noch schnell durch ein paar Läden Streifen zum abschalten und dann finde ich auch was.
Das mache ich so gut wie nie, weil ich dazu keinen Antrieb habe. Ich gehe nur dann in einen Laden, wenn ich konkret etwas brauche. Und sogar dann mache ich das noch ungern.

Meistens gehe ich gleich nach der Arbeit zunächst in die nahegelegene Bücherei, um ein wenig zu schmökern, bevor sie schließen. Danach zum Sport. Und bis ich damit fertig sind, sind auch die Geschäfte geschlossen.

Aber wir entfernen uns vom Thema Naturvölker....
 
Im Prinzip könnte man ja Vorteile von Stadt und Land zumindest begrenzt miteinander verbinden, indem man bspw. ebenfalls auf dem Land eher in die Höhe bauen würde. Auch der ÖPNV könnte verbessert werden - klappt in Belgien oder der Schweiz bspw. viel besser als hier.
 
Im Prinzip könnte man ja Vorteile von Stadt und Land zumindest begrenzt miteinander verbinden, indem man bspw. ebenfalls auf dem Land eher in die Höhe bauen würde. Auch der ÖPNV könnte verbessert werden - klappt in Belgien oder der Schweiz bspw. viel besser als hier.

Da hast du recht.
Bessere Bus Verbindungen wären dringend nötig.
Und auch das mit dem Bauen...da werden einem schon noch Grosse Steine in den Weg gelegt wenn man z.b. ein Stockwerk aufs EFH draufsetzen möchte...
Wir haben hier im Häuschen bisher zu5., 6., 7. Oder mehr gelebt...
Demnächst zu dritt.
Auf Dauer wäre das ineffizient...
Wir hoffen drauf, dass es wieder mehr werden🙄
Dass eines der Kinder (mit Freund/Familie) irgendwann wieder einzieht.
 
Auch der ÖPNV könnte verbessert werden - klappt in Belgien oder der Schweiz bspw. viel besser als hier.
Für mich persönlich wäre eine gute ÖPNV-Verbindung das wichtigste von allen Kriterien. Zumindest eine Bushaltestelle mit Verbindungen in die nächste Stadt oder zu einem Bahnhof an allen Tagen der Woche bis abends um 23 Uhr oder später, sodass ich auch ins Kino gehen kann, ohne in der Stadt zu stranden.

Leider kenne ich es aus dem ländlichen Raum in vielen Fällen so, dass es am Wochenende und am Abend kaum Linienverkehr gibt, wenn man nicht das Glück hat, in der Nähe einer regelmäßig bedienten Bahnstation zu wohnen. Wenn man Pech hat, gibt es nicht einmal das.

Beispiel, Wohnort meiner Mutter: obwohl es ungefähr 10000 Einwohner gibt, ist es mit ÖPNV nicht einmal an Wochentagen möglich, ins nächstgelegene Krankenhaus in der Kreisstadt zu kommen, weil der Busverkehr hauptsächlich nur dem Schülerverkehr dient. Als mein Vater im Krankenhaus im Sterben lag, hat meine Mutter damals viel Geld für lange Taxifahrten ausgegeben, weil keine anderen Fahrtmöglichkeiten vorhanden waren.
 
Kleiner Nachtrag zu dem geo-Artikel, den ich verlinkt habe:
Ich wollte jetzt nicht 'die Landbewohner' brandmarken - denn wahrscheinlich könnte das Landleben im Schnitt ökologischer sein, als es zurzeit ist.
Und natürlich gibt es immer solche und solche. Jede(r) hat einen etwas anderen ökologischen Fußabdruck.
Was der eigene ökologische Fußabdruck betrifft, so kann ja jeder von uns selbst einschätzen, wo vielleicht noch Verbesserungspotenzial besteht. (Bei mir wäre es der Plastikverbrauch.) Da wollte ich jetzt keine Fingerzeig-Kultur üben.
Der geo-Artikel ist auch etwas emotional und einseitig geschrieben, aber zumindest entlarvt er das Klischee "ländliches Wohnen in der derzeitigen Form = ökologischer".
 
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