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Moderne versus Naturvölker

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Es ist eher eine romantische Vorstellung, natürlich wie die Naturvölker zu leben. In Wirklichkeit haben diese Menschen einen unablässigen, täglichen Überlebenskampf den wir uns nicht einmal im Ansatz vorstellen können. Von morgens bis Abends steht die Frage im Raum, wie man etwas zu essen bekommen kann und auch bei ihnen, gibt es die unterschiedlichsten Charaktere, wo nicht nur Frieden und Harmonie herrscht. Die meisten von uns wären gar nicht mehr fähig so zu leben, schon allein ein Tier zu jagen und zu schlachten, geht bei fast allen über ihre Fähigkeiten und genügend vegane Nahrung ist nicht vorhanden um davon zu überleben, wenn man darauf angewiesen wäre. Diese müßte dann im großen Stil angebaut und geerntet werden, was ebenfalls eine Überforderung jedes Einzelnen darstellen würde. Ein natürliches, ursprüngliches Leben, würde fast keiner in unserer Gesellschaft lange überleben.

Ich würde nicht ohne unsere medizinische Versorgung, unser Sozialsystem und unsere hochentwickelte Gesellschaft sein wollen. Zu schämen braucht sich kein Mensch dafür, was die Vorfahren so mühselig und langwierig aufgebaut haben.

Ich empfinde das Leben der Naturvölker gar nicht als romantisch. Was daran sollte romantisch sein?
Unsere Welt ist viel eher "romantisch". Waschmaschine, Flugzeuge, Chip in den Körper....wir reden über Computer....ums Überleben kümmern wir uns nicht, denn das tun Maschinen für uns.

So der direkte Vergleich.... ist unser bequemes, naturfremdes Leben nicht wesentlich romantischer?
 
Und warum denkt man bei "Naturvölkern" immer an ferne, exotische Orte wie die Prärien Nordamerikas, Brasilien, Australien, Pazifik, warum nicht an unsere eigenen Vorfahren hier in Europa in der Bronzezeit oder vorher, an einfache bäuerliche Gemeinschaften, die das ganze Jahr lang ihren bäuerlichen Tätigkeiten nachgingen, sich in Leinen und Leder kleideten und mit Feuerstein und Bronzewerkzeug arbeiteten, in Großfamilien in Langhäusern mit Vieh und Sklaven zusammenlebten, hin und wieder vielleicht Besuch von durchreisenden Händlern aus fernen mythologischen Ländern (Griechenland - Bernsteinstraße) erhielten, wenn sie zufällig an den antiken Hauptreiserouten lebten, und sich zu Feiertagen an ihren Heiligtümern (Observatorien wie Stonehenge oder andere Kultzentren) versammelten?

Oder sind die für Natur-Romantiker schon "zu" zivilisiert gewesen?


Ja, es gibt eine breite Palette an Naturvölkern.... sogar heutzutage noch unter ihnen massivste Unterscheide im Verhalten und der Lebensweise!


Manche unglaublich aggressiv....feindselig allem Fremden gegenüber...andere, mit denselben Lebensbedingungen dagegen total friedlich, gebend, offen. Schon seltsam....
Die Wissenschaft hat auch noch nicht ganz herausbekommen, wo diese Unterschiede begründet liegen. Man forscht in der Genetik, den Mitochondrien. Es soll einen Unterschied zwischen den Genen bei den nomadisch lebenden Völkern leben und denen, die sesshaft wurden und Ackerbau betrieben.
 
Ich denke, dass das Leben in einem Naturvolk zum einen nur in kleineren Gemeinschaften möglich ist. Wir sind einfach zu viele Menschen geworden, und wenn wir nach Naturvolk-Manier unsere Lebensmittel erarbeiten würden, dann würde das niemals für alle von uns ausreichen.

Dazu kommt, dass auch das Leben in einem Naturvolk oft nicht ohne Grausamkeiten auskommt. Zum einen gibt es häufig irgendwelche Initiationsrituale, die eher an Folter denken lassen. Und außerdem ist man den natürlichen Gegebenheiten viel stärker ausgeliefert (Tiere, Kälte/Hitze, Unfälle und Krankheiten ohne medizinische Hilfe), und kriegerische Auseinandersetzungen mit benachbarten Volksstämmen sind auch nicht unbekannt.

Ich persönlich weiß nicht, ob ich das Leben in einem Naturvolk unbedingt vorziehen würde. Wahrscheinlich kommt man am besten damit klar, wenn man da hinein geboren wird und es nicht anders kennt.


Es gibt ja viele, die sagen, unsere Zivilisation wird und muss schrumpfen. So boom-mäßig können wir gar nicht weiterwachsen. Es könnte also in Zukunft durchaus wieder kleinere Gemeinschaften leben. In den Anfängen Europas gab es zB in einem Land nur etwa 150 Menschen, die in Gemeinschaft lebten 🙂

Unsere Grausamkeit finde ich viel krasser, da sie so verdeckt abläuft. Kinder werden in riesemgroßen Stil für satanische Rituale geopfert usw.... damals war es immerhin wenigstens OFFEN. Heute weiß man wieviel Sch**** irgendwo abläuft, aber oft erfährt man es gar nicht oder denkt, man hat damit nichts zu tun weil der TV dazwischen ist.
 
Nun, für den direkten Vergleich, zähle einmal all die Grausamkeiten auf, die die "zivilisierte" Welt in den letzten sagen wir 2000 Jahren begangen hat und weiterhin begehen wird.

Mehr Menschen und bessere Technik sorgen für (orts- und personenbezogen) größere Auseinandersetzungen, aber schon primitive Kulturen können ordentlich morden: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlachtfeld_im_Tollensetal, und unter die "zivilisierte" Welt kann man vermutlich die Kriege und Bürgerkriege der Maya und Azteken (samt Opferung von Kriegsgefangenen) genauso einordnen wie alles, was bei Römern, Ägyptern, Sumerern etc. ablief, die ganzen klassischen Großkulturen.
 
Hallo meila,
genau das wundert mich auch immer wieder. Der Lebensstil wird von der nächsten Generation einfach übernommen und fortgeführt. Obwohl in der heutigen Zeit wirklich jedem klar sein müsste wohin das führt, egal ob gesellschaftlich oder gesundheitlich etc.

Klar ist auch: Nur weil alle das Gleiche machen muss es noch lange nicht richtig sein. Allerdings ist es schwierig nicht mit dem Strom zu schwimmen.


Jap...ich begründe das mit sehr starken Manipulationen und Suchtverhalten. Der Süchtige redet sich auch ein, dass er seine Droge zum Überleben braucht...und zudem ist der Mensch ja naturgemäß ein Sozialwesen, d.h. er passt sich der Gruppe an. Ausnahmen gibt es wenig. Das kann aber auch zum Vorteil werden, da sich auch immer mehr mit ökologischen und psychologischen, moralischen Fragen beschäftigen..... mehr Menschen fangen an nachzudenken ob das alles so richtig ist wie wir es tun....
 
Mehr Menschen und bessere Technik sorgen für (orts- und personenbezogen) größere Auseinandersetzungen, aber schon primitive Kulturen können ordentlich morden: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlachtfeld_im_Tollensetal, und unter die "zivilisierte" Welt kann man vermutlich die Kriege und Bürgerkriege der Maya und Azteken (samt Opferung von Kriegsgefangenen) genauso einordnen wie alles, was bei Römern, Ägyptern, Sumerern etc. ablief, die ganzen klassischen Großkulturen.


Ja dass du gern die grausame Seite der Naturvölker zeigen willst, kam an.
Aber meiner Bitte kannst du wohl nicht nachgehen? Dich, fürs Gleichgewicht, in deinem Schreiben an all die Grausamkeiten der Zivilisation erinnern und auch mit anführen?
 
Naja, in der Großstadt kann man aber ganz ähnlich leben, nur dass man halt häufig keinen eigenen Garten hat. Ich habe ehrlich gesagt den Eindruck, dass viele Großstädter relativ bescheiden leben, weil sie sich auf wenig Wohnraum beschränken, und aufs Auto kann man in der Stadt auch besser verzichten.

Am Wochenende war ich in Osthessen, was ja wirklich eine sehr beschauliche Gegend ist (Fulda als Fast-Großstadt mal ausgenommen).
Irgendwie wäre es schon nett, da zu residieren.
Aber das wäre ein Aufwand. Auto? Brauchst Du da draußen.
In der Stadt hat man noch gewisse Synergieeffekte, so dass zB der Nachbar unter Dir Deine Wohnung quasi mitheizt - und umgekehrt. 😉

Man könnte jetzt anmerken, dass man auf dem Land weniger Versuchungen hat, dem Konsum zu erliegen.
Aber in Zeiten des Online-Shopping relativiert sich das wieder sehr.

Man müsste also auch dem Land in einer Gruppe zusammenleben, sich ein Auto teilen und dergleichen, um den ökologischen Fußabdruck geringer zu halten. Denn leider ist er höher als bei Städtern!

Ich bin sehr gerne auf dem Land und in der Natur, gerade Hessen hat unzählige schöne Flecken, aber wer auf dem Land lebt, lebt nicht zwingend ökologischer.
 
Es gibt ja viele, die sagen, unsere Zivilisation wird und muss schrumpfen. So boom-mäßig können wir gar nicht weiterwachsen. Es könnte also in Zukunft durchaus wieder kleinere Gemeinschaften leben. In den Anfängen Europas gab es zB in einem Land nur etwa 150 Menschen, die in Gemeinschaft lebten 🙂

Unsere Grausamkeit finde ich viel krasser, da sie so verdeckt abläuft. Kinder werden in riesemgroßen Stil für satanische Rituale geopfert usw.... damals war es immerhin wenigstens OFFEN. Heute weiß man wieviel Sch**** irgendwo abläuft, aber oft erfährt man es gar nicht oder denkt, man hat damit nichts zu tun weil der TV dazwischen ist.

Wohin sollen wir denn schrumpfen? Die Welt wächst nicht, es gibt keinen zusätzlichen Platz mehr. Schrumpfung geht nur durch Verzicht auf Nachwuchs .... oder durch einen Krieg, eine Epidemie oder einen anderen großen Killer.

Und Menschen in früheren Zeiten waren noch viel mehr eingesperrt und ahnungslos als die heutigen, für viele war das Nachbarsdorf oder der nächste Ort mit Markt schon das Ende der Welt, über das sie in ihrem ganzen Leben nie hinauskamen. Heute erfährt man, was im fernen Amerika oder Australien passiert, davon wußten die Menschen hierzulande über Jahrtausende nichts. Gegen den Sch***, der im eigenen Ort ablief, war man in der Regel machtlos, wenn hinter dem Sch*** der jeweilige Oberboß oder die Herrscherfamilie steckte, und sowas gab es überall, eine örtliche Elite oder Oberherrschaft, einen Fürsten, Klanchef oder sonstwen.
 
Ja dass du gern die grausame Seite der Naturvölker zeigen willst, kam an.
Aber meiner Bitte kannst du wohl nicht nachgehen? Dich, fürs Gleichgewicht, in deinem Schreiben an all die Grausamkeiten der Zivilisation erinnern und auch mit anführen?

Brauch ich nicht, weil Du dazu nur ein beliebiges Geschichtsbuch aufklappen mußt. Du kannst lesen oder googeln, ganz nach Belieben. Menschen begehen und begingen zu allen Zeiten Grausamkeiten, es gab niemals ein "Paradies" mit reiner Liebe, ungestörter Natur und Schlaraffenland für alle.
Mehr Menschen = mehr Grausamkeiten. Bessere Technik = üblere Grausamkeiten. Aber Mord ist Mord, und öfter als einmal kannst Du niemanden umbringen, egal ob mit einem Pfeil mit Feuersteinspitze, mit einer MP oder einer Atombombe. Deswegen sind Vergleiche witzlos.
Wenn Du auf irgendwelche expliziten Grausamkeiten hinaus willst, dann bitte, schreib sie hin. Religiöse Auseinandersetzungen, Gebietsstreitigkeiten, Handelskriege ... endlose Möglichkeiten.
 
Der Unterschied zwischen damals und heute, zwischen Dorf und Land, ist, daß es heute allgemeingültige Gesetze für alle gibt, die Menschen auch vor der Willkür anderer Menschen schützen sollen.
Menschenrechte, die gibt es noch gar nicht so lange.
Zum Beispiel Schutz vor Sklaverei (in Europa, jahrhundertelang: Leibeigenschaft), vor Unterdrückung von Frauen, Kindern, Alten und Schwachen, Religionsfreiheit (Antisemitismus!) und vieles mehr, und ganz wichtig, es gibt auch Institutionen (Polizei, Gerichte), die bei Verletzung dieser Rechte einschreiten, und notfalls kann man immer noch eine große Öffentlichkeit informieren, wenn ein Rechtsbruch eintritt.
 
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