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Mobbing und Trauma - Hypnose, Tipps?

Hallo Dr. Superman,

ich habe damals beim Ref versucht mich zu wehren und mir Hilfe an verschiedenen Stellen gesucht: Seminarleitung, "Vertrauens"stelle (bei der ADD oder sogar bei der Bezirksregierung war das glaube ich), und natürlich bei einer Fachleiterin. Das Problem war, dass der Schulleiter unglaublich gut vernetzt war. Er hatte gefühlt überall seine Hände im Spiel. Informationen wurden einfach ohne mein Wissen weitergegeben. Die Fachleiterin selbst riet mir dazu, in ein anderes Seminar zu wechseln. Wenn ich die Schule gewechselt hätte, wäre ich wohl vom Regen in die Traufe gekommen.

Es ist ja nun auch eine Weile her. Der Schulleiter ist gar nicht mehr an der Schule tätig. Ich habe auch niemanden, der bezeugen würde, was vorgefallen ist.

Bei meinem Chef etwas zu melden, bringt nichts. Erst kürzlich wurde jemand in einer anderen Abteilung weggemobbt. Anstatt dem Mobber zu kündigen, wurde dem Kollegen nahegelegt zu kündigen. Das lag wohl daran, dass der Mobber fachlich kompetenter war. Er wäre auch niemals freiwillig gegangen und wütet jetzt weiter rum.

Gute Idee. Werde mir die Vorfälle ab jetzt notieren.

Ich hatte meinem Exfreund damals verziehen - zumindest habe ich mir das eingeredet. Ich hatte das damals so 'beschlossen". Aus folgenden Gründen hielt ich das für sinnvoll:

a) Ich war damals einfach froh, dass ich ihn los war.
b) Ich konnte mir denken, dass er keine einfache Kindheit hatte.
c) Ich habe mir auch gesagt, dass dieser Typ es nicht verdient hätte, dass ich auch nur noch eine Sekunde drüber nachdachte. Habe mir gesagt, dass das Verschwendung von Lebenszeit. Ich wollte nun nur noch positiv denken, schaffte ich auch einige Jahre.

Ich habe mir damals sogar gesagt, dass ich mich noch als Jungfrau sehe. Das Verdrängen/Verleugnen hat mir damals irgendwie Kraft gegeben. Jetzt habe ich den Salat. Es ist nicht mehr möglich ihn anzuzeigen. Es ist bereits verjährt. Damals habe ich glaube ich gar nicht drüber nachgedacht, dass das Vergewaltigungen waren, die man anzeigen kann. Er war ja mein Partner, ich war selbst Schuld - auch wenn ich wütend war. Es gab auch noch folgenden Vorfall, der mich das glauben ließ: Ein Mädchen aus unserer Schule war von ihrem besten Freund vergewaltigt worden. Sie erzählte ihrer besten Freundin davon, sie gingen zur Polizei. Danach haben viele ihrer Freunde nicht mehr mit ihr geredet. Sie sagten, dass das ja keine Vergewaltigung sei, sie hätte sich ja wehren können und immerhin hätte sie ihn ja bei sich schlafen lassen und bestimmt hätte sie mit ihm schlafen wollen etc. Sie waren wirklich empört darüber, dass sie einfach ihren besten Freund angezeigt hatte. Sie zog die Anzeige daraufhin zurück.

Ein paar Jahre nach den Übergriffen wurde mir erst klar, wie falsch das alles war, was mein Partner getan hatte und WAS er alles getan hatte. Ich wollte ihn anzeigen. Wie der Zufall es so wollte, musste ich zu dem Zeitpunkt als Zeugin vor Gericht aussagen (Körperverletzung). Der Täter war mehrfach vorbestraft. Auch eine Vergewaltigung war dabei. Dennoch hatte er noch nie einen Knast von innen gesehen. (Begründung war damals: Weil es sich immer um Straftaten aus verschiedenen Bereichen handelte, lief es immer auf Bewährung hinaus. Hinzu kam, dass er gerade einen Job gefunden hatte und man ihm da keine Steine in den Weg legen wollte.) Der Typ saß vollkommen tiefenentspannt im Gericht.

Ich hätte keine Zeugen gehabt und damit schlechte Karten. Mein Ex-Partner hätte mich fertiggemacht, wenn ich ihn angezeigt hätte. Er hätte ja auch erfahren, wo ich wohne, wenn ich ihn anzeige. (Ich war inzwischen umgezogen.) Und ich war damals nach der Trennung so dankbar, dass er nicht mehr vor meiner Tür rumlungerte, weil er mich lange Zeit (bei den vorherigen Trennungsversuchen) "nicht gehen ließ". Ahnte damals nicht, dass mich das Ganze irgendwann einholen könnte.
Zusätzlich ist es heute schwieriger geworden "unsichtbar" zu bleiben. Er muss nur meinen Namen googlen und schon weiß er, wo er mich antreffen kann.

Ja, habe gelesen, dass laut einer Studie wenige Stunden Hypnosetherapie (circa 3-6) ungefähr 600 Stunden Gesprächstherapie entsprechen. Habe diese Behauptung nur mal gelesen und gehofft, dass jemand von seinen eigenen Erfahrungen berichten könnte. Versuche gleich mal diese Studie zu finden.

Ja, das stimmt. Ich glaube auch, dass ich ein Muster habe. Ich wehre mich oft nicht. Aus Angst, dass ich dabei anfange, zu weinen. Eine Kollegin habe ich 2x auf unterschiedliche Situationen angesprochen. Sie hat mich einfach angelogen und es geleugnet.

Ein anderer Teil, der auf Ablehnung stößt: Sowohl im Kollegium als auch im Referendariat habe ich jeweils ein Angebot ausgeschlagen.

Jeweils eine "angesehene" Person wollte mich gleich zu Beginn auf ihre Seite ziehen. Sie lästerten über andere Kollegen/Schüler und wollten mich zum mitlästern animieren. Ich habe den unverzeihlichen Fehler begangen, die "Opfer" in Schutz zu nehmen und zu sagen, dass ich nichts gegen sie habe und sie ganz normal finde. Eine andere Referendarin sagte zu mir in Bezug auf die Situation beim Ref:"Warum hast du nicht mitgelästert?! Du hättest mit ihr lästern sollen. Ich habe das damals auch gemacht. Jeder macht das." Macht man das? Sie war richtig entsetzt über mein Verhalten, meinte, ich müsse mal an mich denken. Ich finde es ziemlich asozial und kann mir nicht vorstellen, dass ich mich bei sowas gut fühlen würde. Komme mir aber langsam vor wie ein Alien. Im Prinzip denke ich ja auch an mich. Ich möchte schließlich auch nicht, dass so über mich gesprochen wird.

Mit diesen Verhaltensweisen mache ich mich wahrscheinlich selbst zur Zielscheibe.
Hinzu kommt meine nervöse Art, wenn ich Entscheidungen treffen muss und/oder mich unwohl fühle. Dann natürlich noch meine schlechte Körperhaltung aufgrund der verformten Wirbelsäule.

Und dann kommt der Punkt hinzu, dass ich ihnen fachlich unterlegen bin. Ich glaube, dass man mich deswegen für minderbemittelt hält und denkt, dass ich das Ganze nicht durchschaue/mitbekomme. Vielleicht denken sie auch: Ehemalige Lehramtsstudentin. Kann also eh nix und hat das nur studiert, weil sie nicht wusste, was sie studieren sollte. Mehr dazu in meiner folgenden Antwort.
 
Xxxx Triggerwarnung. Nicht lesen, wenn du unter Selbstmordgedanken leidest oder dich das Thema Suizid belastet! Bitte suche dir professionelle Hilfe! Ich wünsche dir alles Gute! xxxX

Hallo Daoga, hallo Dr. Superman,

Für jemanden, der so sehr unter Ängsten und Unsicherheit leidet wie Du, war "Lehramt" absolut die falsche Berufswahl, das sollte eigentlich allgemein bekannt sein, daß Schulen die reinsten Haifischbecken sind, sowohl von den "lieben Kollegen" als auch von den Kids von heute her, die jede Schwäche instinktiv wittern wie Raubtiere und sie gnadenlos ausnutzen.
Ich weiß nicht, wer Dir diesen Floh ins Ohr gesetzt hat oder ob Du von selber auf diese Schnapsidee gekommen bist (warum? Solltest Du hinterfragen), aber inzwischen weißt Du selber, daß das ein reiner Schuß ins Knie war. Falls Dir jemand anderer diese Berufswahl nahelegte ... war das wohl keiner, den Du "Freund" nennen kannst.

Ja, auch Freunde fanden es gut, dass ich auf Lehramt studierte. Zu ihrer Verteidigung 😀 : Ich bin nicht mehr die Person, die ich zum Zeitpunkt meiner Studienwahl war.

Ich war nicht immer ängstlich und unsicher.
Vor dem Studium hatte ich ein FSJ an einer Grundschule gemacht. Die Kinder hatten Respekt vor mir, ich kam gut mit den Kollegen zurecht. Die Schüler gaben mir gutes Feedback. Ich sei fair, ich könnte gut erklären. Kinder sagten mir sogar, dass ich Lehrerin werden sollte. Und es gab Eltern/Betreuungskräfte, die davon ausgingen, dass ich schon Lehrerin wäre. Eine Betreuungskraft sagte mal: "Die Kinder hören doch nur deshalb auf Sie, weil Sie Lehrerin sind." Sie kam mit den "Problemkindern" nicht klar, weil sie sie eben als Problemkinder ansah und Kinder nicht blöd sind. Ich hatte keine Probleme mit diesen angeblichen Problemfällen - im Gegenteil. Hatte also zumindest mal ein "normales" Selbstbewusstsein?

Habe bereits hinterfragt, weshalb ich diesen Berufswunsch hatte:

An einem Tag gab es einen Vorfall in der Schule (zwischen mehreren Kindern). Ich bekam es mit, konnte eingreifen, sprach mit den Kindern, dass niemand sie anfassen darf, wenn sie das nicht möchten, dass man niemanden anfassen darf, der das nicht möchte etc. Ein Kind sagte, dass es sich gewünscht hätte, dass ihm das mal eher jemand gesagt hätte. Es war von einer Bezugsperson vergewaltigt worden. Machte mich das emotional fertig, belastete es mich? Ich würde behaupten nicht mehr als jeden anderen Menschen auch. Und natürlich gab es nicht nur diesen einen Fall.

Klar, gab es beim FSJ auch anderweitig anstrengende Tage. Unruhige Schüler etc ist aber normal.

Ich entschloss mich unter anderem für das Studium, um die Welt "ein bisschen besser zu machen" - z.B. um Mobbing und Übergriffe zu verhindern/aufzudecken. Das Fachliche interessierte mich auch. Es war so schön, wenn ein Kind das eine Erklärung verstanden hatte, sich über die neuen Erkenntnisse freute. Bei einem Praktikum sagte mir die Fachleiterin eindringlich, dass ich niemals an mir zweifeln soll, unbedingt Lehrerin werden soll und verglich mich sogar mit einer 1er-Kandidatin. (Das vorhergende Praktikum lief nicht so gut, lag aber nicht am Selbstbewusstsein.) Das Studium schloss ich sehr gut ab. Ich gab nebenher mehreren Kindern Nachhilfe. Auch von Seiten der Eltern und dieser Kinder kam regelmäßig das Feedback, dass sie sich wünschten, dass ich ihre Kinder unterrichten würde/ihre Lehrerin wäre. Ich unterrichtete auch über ein Jahr lang Asylbewerber. Von den damaligen Kollegen höre ich noch heute, dass die Kursteilnehmer nach mir fragen und ob ich nicht nochmal zurückkommen möchte.

Ich habe nie damit gerechnet, dass ich irgendwann so abstürzen würde. Hatte auch noch eine ungesunde Beziehung während meines Studiums (Fremdgänger, Lügner). Auch bei dieser Trennung überwog der Gedanke: "Gut, dass ich ihn los bin. Dem weinst du keine Träne nach." Bei Partys damals fragten mich Leute, welche Droge ich nehmen würde und ob ich ihnen etwas verkaufe. Sie wären auch gern so gut drauf. Dabei hatte ich nicht mal Alkohol getrunken. Das glaubte mir keiner!

Das ganze Glücksgefühl und Selbstbewusstsein kam folgendermaßen zustande:

Während des FSJes hatte ich mich von meinem Partner getrennt oder er vielmehr von mir, weil er dachte, eine andere in Aussicht zu haben. Ich hatte es vorher so oft versucht und nie geschafft. Dass es nun endlich geklappt hatte, hat mich ungemein beflügelt. Ich hatte ja nach der Trennung beschlossen, nicht eine Sekunde mehr an ihn zu verschwenden, da meine Lebenszeit zu kostbar dafür wäre. (Das mit der Lebenszeit stammt aus irgendeinem Buch, glaube ich.) Jahrelang schien das Verdrängen zu funktionieren. Ich war voller Power, schlichtete Streit zwischen fremden Personen auf der Straße usw.. Mir wurden die intimsten Geheimnisse und Probleme von Personen anvertraut. Von mehreren Kommilitonen und Fremden im Bus. Sie sprachen mich an, weil ich so eine positive Ausstrahlung hatte. Woher ich das hätte, sie hätten die auch gern. Ich war so positiv gestimmt, weil ich zwei Denkweisen verinnerlicht hatte:

a) Woanders gibt es schlimmere Probleme als deines. Also sei gefälligst dankbar. Sei froh, dass dich kein Fremder vergewaltigt hat, dass kein Krieg ist, ...
b) Du wurdest vergewaltigt und das ist Vergangenheit. Was soll noch schlimmeres passieren? Dir kann niemand mehr irgendwas. Dir wurde bereits alles genommen und wenn es nochmal jemand versuchen sollte, kämpfst du - auch wenn es dich dein Leben kostet.

Diese Art zu Denken funktionierte nach der ersten und der zweiten Trennung bis plötzlich alles auf einmal hochkam. Ich hatte eine Pechsträhne. Innerhalb eines halben Jahres passierten ständig Dinge, die mich aus der Bahn warfen - gefühlt im Minutentakt (Autounfall, mir wurde mein Portemonnaie geklaut, eine Bekannte und ein ehemaliger Mitschüler begingen Selbstmord, zwei enge Freunde vertrauten mir an, dass sie Suizid begehen wollen, ein Bekannter erzählte mir ebenfalls von seinen Selbstmordgedanken, jemand fuhr mir ins Auto und beging Fahrerflucht, Übergriff durch Bekannten, der unter Sexsomnia leidet, ...). Das war, glaube ich, der Wendepunkt: Ich begann an allem zu zweifeln und schlussfolgerte, dass ich an allem Schuld bin.Denn während meiner Hochphase hatte auch ein Kommilitone versucht gegen meinen Willen mit mir zu schlafen. Es musste also einen Grund geben, warum sich die Themen Vergewaltigung und Selbstmord durch mein Leben zogen. Meine Antwort war: "Weil du es nicht wert bist." In Gedanken ging ich jede Situation durch, die mir in den Sinn kam, in der mich jemand beleidigt hatte, ich mich ausgeschlossen fühlte, ich fertig gemacht wurde, ich ausgenutzt wurde, mich schutzlos ausgeliefert fühlte... Die ganzen Bilder kamen hoch wie in einem Kinofilm. Eine Situation ging fließend in die nächste über. Klar, dass sich da einiges angesammelt hatte.(Grade laufen mir schon wieder die Tränen über das Gesicht, weil ich mich wieder an Situationen erinnere - und das obwohl es schon so lange her ist.)

Ich kam also zu dem Schluss: "Das alles passiert, weil du wertlos bist." Bezüglich des Mobbings und den Übergriffen verknüpft mit der Frage: "Warum sonst sollten Menschen das einem anderen Menschen antun?"
Bezüglich der Selbstmorde bzw. deren Ankündigung verknüpfte ich den Gedanken nichts wert zu sein mit den Vorwürfen: "Du bist eine schlechte Freundin. Dir hätte das eher auffallen müssen."/ "Du hättest in der Schulzeit mehr Zeit mit ihm verbringen sollen. Bestimmt fing da alles an. Warum hast du es nicht verhindert?"

Ich glaube, dass ich mich auch deswegen so zurückhalte, anderen mal gehörig die Meinung zu sagen, weil ich Angst habe, sie zu verletzen. So sehr, dass es sie auch noch Jahre später belastet. Oder sie sogar an Selbstmord denken.

Seit dem FSJ dachte ich immer wieder an das vergewaltigte Kind und hoffte, dass es ihm gut geht. Nie weinte ich deswegen. Kurz vorm Ref sprach ich mit meinen Eltern, dass ich Angst hätte, dass ich nicht direkt merke oder eventuell gar nicht merke, dass ein Kind vergewaltigt wurde/wird. Da stiegen mir die Tränen in die Augen. Wegen dieser Angst war ich auch im Ref so nervös und angespannt. Plötzlich lag ja die ganze Verantwortung bei mir allein. Im Ref fiel mir in der ersten Woche ein Kind auf, bei dem ich spürte, dass da irgendwas nicht stimmte. Ich sprach die Lehrerin drauf an. Sie wusste es schon. Verdacht bestätigt. Sie erzählte mir viele Details. Grausam. Menschenverachtend. Abstoßend. Es machte mich nervlich fertig. Ich dachte nur: Wenn ich schon so fertig wegen meiner Vergangenheit bin, wie soll es dem Kind dann in einigen Jahren gehen. Es hatte schon mehrfach gedroht, sich das Leben zu nehmen.

Also: Die Person zu Beginn meines Studiums, die sich für den Studiengang entschied, gibt es nicht mehr. Vielleicht gab es sie auch nie, sondern ich redete mir nur ein sie zu sein.

Ich weiß auch, dass ich ein Helfersyndrom habe/hatte (?) und immer dachte, dass ich alles und jeden retten muss. (Vielleicht, weil es mich von meinen Grübeleien abhält oder weil ich mich selbst nicht retten konnte.) Im Ref und durch die Selbstmorddrohungen von Freunden/Bekannten wurde mir, glaube ich klar, dass ich das nicht kann. Also jeden retten. Das hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Dann zusätzlich noch die Situationen, auf die ich gar keinen Einfluss nehmen konnte (Autounfall, Beschädigung meines Autos, Ersthelfer bei Notfällen, Trauerfall...). Das war mir einfach zu viel.


Was die freche Mail anging, die hätte ich an Deiner Stelle einfach kommentarlos aber mit meiner eindeutigen Kennung an die Absenderin zurückgeschickt, und am besten auch noch ausgedruckt und ihr mit irgendeiner "netten" Bemerkung unter den Text ("Schön daß ich auch davon erfahren durfte" oder ähnlich) das Blatt außen an die Tür gepappt, zur gefälligen Kenntnisnahme sämtlicher Kollegen. Dann wär der metaphorische Ball nämlich als sauberes Eigentor bei ihr gelandet.
Und vielleicht noch eine Kopie der Mail samt Kommentar dazu dem Chef ins Postfach gelegt, damit der auch mitkriegt, was in diesem Büro abgeht.
Solche Sachen darf man sich nicht gefallen lassen!

Auf so etwas wäre ich nie gekommen. Wahnsinnig schöne Vorstellung! Das merk ich mir auf jeden Fall. Ich hatte ihr auf die Nachricht direkt geantwortet und gefragt, ob sie mir das erklären könnte, was sie da geschickt hätte. Dachte es wäre ganz gut, sie direkt darauf anzusprechen, damit ich es nicht wieder in mich reinfresse und einfach geschehen lasse. Sie hat sich dann rausgeredet. Anscheinend nahm sie an, dass ich ihr das glaube und kam sich unglaublich gerissen vor. Zumindest kam das bei mir so an. Grad fiel mir auf: Stimmt, sie ist immerhin so klug, mir nicht nochmal schriftlich zu bestätigen, was sie da von sich gegeben hatte.
 
Zuletzt bearbeitet:
... Ja, habe gelesen, dass laut einer Studie wenige Stunden Hypnosetherapie (circa 3-6) ungefähr 600 Stunden Gesprächstherapie entsprechen. Habe diese Behauptung nur mal gelesen und gehofft, dass jemand von seinen eigenen Erfahrungen berichten könnte. Versuche gleich mal diese Studie zu finden. ...

Also, meine Erfahrungen:

es muss nicht zwingend Hypnose sein, aber es muss energetisch auf Zellebene stattfinden, dazu gibt es neben der Hypnose noch andere Möglichkeiten, die auch mit Bewusstsein stattfinden können bzw. vielleicht sogar sollten.

Dabei geht es darum, dass die Informationen in den Zellen (und alle Erfahrungen werden in allen Körperzellen gespeichert) bereinigt werden, bspw. in dem eine traumatisierende Situation noch mal durchgelebt wird, dann aber mit einer anderen Reaktion als der ursprünglichen verbleibt.

Es gibt dazu den markanten Effekt, dass nicht nur die Zukunft (wie i.d.R. bei einer Gesprächstherapie), sondern auch die Vergangenheit irgendwie konkret verändert werden kann und damit eine Gesundung grundsätzlich wohl deutlichst förderlich ist, kommt natürlich immer drauf an, an wen man kommt und wie man selbst bereit dazu ist usw.

Falls weitere Info's gewünscht sind bitte per PN.

Übrigens gibt es zwei Threads hier mit gleicher Frage von Dir.
Das führt leicht zu Unübersichtlichkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für deine ausführliche Antwort.
Also hast Du aus Angst vor den Beziehungen des Schulleiters nicht gewechselt, mein Mann, der Ministeriumsmitarbeiter, ist gerade ganz irritiert, aber das ist nun wohl nicht rückgängig zu machen.

Insgesamt verstehe ich Deine Argumentation gegen offensives Vorgehen, aber weißt Du, es ist nicht wichtig, WAS dann passiert, oder wer wo was wie sagt oder denkt - es geht darum, dass Du handlungsfähig wirst bzw.
wieder "be"mächtigt. Die von mir vorgeschlagenen Maßnahmen kosten Dich nicht viel Zeit und Dir kann es egal sein, was dann geschieht, aber die Betroffenen sollen sehen, dass das Folgen (auch für dich!) hatte und
ich bin wirklich überzeugt, dass es Dir dann besser geht.
Das mit dem Ex-Freund ist tatsächlich sensibel zu handhaben und ich würde das mit Hilfe des "Weißen Rings" durchsprechen, was zu tun ist. Und nur, weil Deine Freundin an ein paar Blödel bei der Polizei geraten ist,
muss das Dir nicht passieren.
Bzgl. Mobbing. ich kenne das aus meinem Kollegenkreis an der Uni, da kam ein Mobber von außen und hat sofort Lagerbildung betrieben. Hat eine Weile gedauert bis man das gemerkt hat und vor allem die neuen Kollegen waren Opfer. Ich habe mich auch lange geweigert, mich auf eine Seite zu stellen, habe den Mobber zwar nicht verteidigt, aber doch seine Seite dargestellt, das hat mich dann schon "verdächtig" gemacht.
ich verfahre bei solchen Konstellationen immer so, dass ich sage, dass ich mich nicht dazu äußere. Ich will nichts hören über Kollegen von Kollegen und ich will auch in der Schule (ich arbeite auch als Lehrer) nichts über andere Schüler oder Kollegen von den SuS hören.
Was ich aber nicht mehr machen werde ist, Verständnis für eine Seite zu zeigen, das ist in solchen Situationen schon zuviel.
 
... Wenn du natürlich das Stopschild nach der Straßenverkehrsordnung interpretierst, wie du es tust - wird es auch nicht funktionieren. ...

Vielleicht sind andere auch Autofahrer und haben das Symbol daher so in sich gespeichert?
Daher ist die Frage auch, wie es das jeweilige Unterbewußtsein interpretiert.
Danke, dass ich diese Anregung notieren durfte.
 
ähm, um himmels willen ...

Ups.
Hatte ich doch glatt als bekannt vorausgesetzt, dass man seine Umgebung entsprechend wahrnimmt
und entsprechend einschätzt. Danke für diese Ergänzung.
😀

Aber es geht eben darum, das Trauma möglichst gezielt und konkret zu bearbeiten.
Das war ja der Ursprung des gedanklichen "Ausflugs".
 
... und dann kann man hinschauen, was ist es, was mich jetzt in diesen zustand versetzt hat im außen. und dort dann die situation analysieren. muss ich wirklich nervös sein, angst haben, sauer sein, etc. sind meine gefühle gerade angemessen? hilfreich? ...

Tja, aber letztlich ist das Leben so vielseitig und es können sich derart viele Komplikationen ergeben,
dass man das selbst längst nicht mehr überblicken kann!

Dann ist ein Zusammenbruch auf die eine oder andere Art eine biologisch natürliche Konsequenz.

Und es gibt auch Umstände, wo die Gefühle über sehr lange Zeit angemessen und nachvollziehbar sind,
aber das hilft Dir dann auch kein Stück weiter.

😉
 
und was ist deine konsequenz daraus? hände in den schoß legen? es gar nicht erst probieren?

Meine Konsequenz war, dass ich es intensiv und sehr vielseitig praktiziert hatte, wieder zu nennenswerter Kraft gekommen war, dann aber wieder von den selben Auslösern durch die selbe Person wie seit der Kindheit heftigst attackiert wurde, weitgehend wehrlos dazu war und es mich noch tiefer runter gerissen hat als je zuvor, weil der Unterschied derart gewaltig war in meiner Wahrnehmung.

Wie man das jetzt in ein Wort fasst, überlasse ich gerne Dir. 😉
Ich nenne es "Retraumatisierung DeLuxe".
Und letztlich ist meine intensive Kontrolle heftigste Selbstschädigung, angesichts der Umstände.
Aber alles andere wäre gegen die gültigen Gesetze.
"Blöd gelaufen" ... oder so ...
 

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