Hallo Dr. Superman,
ich habe damals beim Ref versucht mich zu wehren und mir Hilfe an verschiedenen Stellen gesucht: Seminarleitung, "Vertrauens"stelle (bei der ADD oder sogar bei der Bezirksregierung war das glaube ich), und natürlich bei einer Fachleiterin. Das Problem war, dass der Schulleiter unglaublich gut vernetzt war. Er hatte gefühlt überall seine Hände im Spiel. Informationen wurden einfach ohne mein Wissen weitergegeben. Die Fachleiterin selbst riet mir dazu, in ein anderes Seminar zu wechseln. Wenn ich die Schule gewechselt hätte, wäre ich wohl vom Regen in die Traufe gekommen.
Es ist ja nun auch eine Weile her. Der Schulleiter ist gar nicht mehr an der Schule tätig. Ich habe auch niemanden, der bezeugen würde, was vorgefallen ist.
Bei meinem Chef etwas zu melden, bringt nichts. Erst kürzlich wurde jemand in einer anderen Abteilung weggemobbt. Anstatt dem Mobber zu kündigen, wurde dem Kollegen nahegelegt zu kündigen. Das lag wohl daran, dass der Mobber fachlich kompetenter war. Er wäre auch niemals freiwillig gegangen und wütet jetzt weiter rum.
Gute Idee. Werde mir die Vorfälle ab jetzt notieren.
Ich hatte meinem Exfreund damals verziehen - zumindest habe ich mir das eingeredet. Ich hatte das damals so 'beschlossen". Aus folgenden Gründen hielt ich das für sinnvoll:
a) Ich war damals einfach froh, dass ich ihn los war.
b) Ich konnte mir denken, dass er keine einfache Kindheit hatte.
c) Ich habe mir auch gesagt, dass dieser Typ es nicht verdient hätte, dass ich auch nur noch eine Sekunde drüber nachdachte. Habe mir gesagt, dass das Verschwendung von Lebenszeit. Ich wollte nun nur noch positiv denken, schaffte ich auch einige Jahre.
Ich habe mir damals sogar gesagt, dass ich mich noch als Jungfrau sehe. Das Verdrängen/Verleugnen hat mir damals irgendwie Kraft gegeben. Jetzt habe ich den Salat. Es ist nicht mehr möglich ihn anzuzeigen. Es ist bereits verjährt. Damals habe ich glaube ich gar nicht drüber nachgedacht, dass das Vergewaltigungen waren, die man anzeigen kann. Er war ja mein Partner, ich war selbst Schuld - auch wenn ich wütend war. Es gab auch noch folgenden Vorfall, der mich das glauben ließ: Ein Mädchen aus unserer Schule war von ihrem besten Freund vergewaltigt worden. Sie erzählte ihrer besten Freundin davon, sie gingen zur Polizei. Danach haben viele ihrer Freunde nicht mehr mit ihr geredet. Sie sagten, dass das ja keine Vergewaltigung sei, sie hätte sich ja wehren können und immerhin hätte sie ihn ja bei sich schlafen lassen und bestimmt hätte sie mit ihm schlafen wollen etc. Sie waren wirklich empört darüber, dass sie einfach ihren besten Freund angezeigt hatte. Sie zog die Anzeige daraufhin zurück.
Ein paar Jahre nach den Übergriffen wurde mir erst klar, wie falsch das alles war, was mein Partner getan hatte und WAS er alles getan hatte. Ich wollte ihn anzeigen. Wie der Zufall es so wollte, musste ich zu dem Zeitpunkt als Zeugin vor Gericht aussagen (Körperverletzung). Der Täter war mehrfach vorbestraft. Auch eine Vergewaltigung war dabei. Dennoch hatte er noch nie einen Knast von innen gesehen. (Begründung war damals: Weil es sich immer um Straftaten aus verschiedenen Bereichen handelte, lief es immer auf Bewährung hinaus. Hinzu kam, dass er gerade einen Job gefunden hatte und man ihm da keine Steine in den Weg legen wollte.) Der Typ saß vollkommen tiefenentspannt im Gericht.
Ich hätte keine Zeugen gehabt und damit schlechte Karten. Mein Ex-Partner hätte mich fertiggemacht, wenn ich ihn angezeigt hätte. Er hätte ja auch erfahren, wo ich wohne, wenn ich ihn anzeige. (Ich war inzwischen umgezogen.) Und ich war damals nach der Trennung so dankbar, dass er nicht mehr vor meiner Tür rumlungerte, weil er mich lange Zeit (bei den vorherigen Trennungsversuchen) "nicht gehen ließ". Ahnte damals nicht, dass mich das Ganze irgendwann einholen könnte.
Zusätzlich ist es heute schwieriger geworden "unsichtbar" zu bleiben. Er muss nur meinen Namen googlen und schon weiß er, wo er mich antreffen kann.
Ja, habe gelesen, dass laut einer Studie wenige Stunden Hypnosetherapie (circa 3-6) ungefähr 600 Stunden Gesprächstherapie entsprechen. Habe diese Behauptung nur mal gelesen und gehofft, dass jemand von seinen eigenen Erfahrungen berichten könnte. Versuche gleich mal diese Studie zu finden.
Ja, das stimmt. Ich glaube auch, dass ich ein Muster habe. Ich wehre mich oft nicht. Aus Angst, dass ich dabei anfange, zu weinen. Eine Kollegin habe ich 2x auf unterschiedliche Situationen angesprochen. Sie hat mich einfach angelogen und es geleugnet.
Ein anderer Teil, der auf Ablehnung stößt: Sowohl im Kollegium als auch im Referendariat habe ich jeweils ein Angebot ausgeschlagen.
Jeweils eine "angesehene" Person wollte mich gleich zu Beginn auf ihre Seite ziehen. Sie lästerten über andere Kollegen/Schüler und wollten mich zum mitlästern animieren. Ich habe den unverzeihlichen Fehler begangen, die "Opfer" in Schutz zu nehmen und zu sagen, dass ich nichts gegen sie habe und sie ganz normal finde. Eine andere Referendarin sagte zu mir in Bezug auf die Situation beim Ref:"Warum hast du nicht mitgelästert?! Du hättest mit ihr lästern sollen. Ich habe das damals auch gemacht. Jeder macht das." Macht man das? Sie war richtig entsetzt über mein Verhalten, meinte, ich müsse mal an mich denken. Ich finde es ziemlich asozial und kann mir nicht vorstellen, dass ich mich bei sowas gut fühlen würde. Komme mir aber langsam vor wie ein Alien. Im Prinzip denke ich ja auch an mich. Ich möchte schließlich auch nicht, dass so über mich gesprochen wird.
Mit diesen Verhaltensweisen mache ich mich wahrscheinlich selbst zur Zielscheibe.
Hinzu kommt meine nervöse Art, wenn ich Entscheidungen treffen muss und/oder mich unwohl fühle. Dann natürlich noch meine schlechte Körperhaltung aufgrund der verformten Wirbelsäule.
Und dann kommt der Punkt hinzu, dass ich ihnen fachlich unterlegen bin. Ich glaube, dass man mich deswegen für minderbemittelt hält und denkt, dass ich das Ganze nicht durchschaue/mitbekomme. Vielleicht denken sie auch: Ehemalige Lehramtsstudentin. Kann also eh nix und hat das nur studiert, weil sie nicht wusste, was sie studieren sollte. Mehr dazu in meiner folgenden Antwort.
ich habe damals beim Ref versucht mich zu wehren und mir Hilfe an verschiedenen Stellen gesucht: Seminarleitung, "Vertrauens"stelle (bei der ADD oder sogar bei der Bezirksregierung war das glaube ich), und natürlich bei einer Fachleiterin. Das Problem war, dass der Schulleiter unglaublich gut vernetzt war. Er hatte gefühlt überall seine Hände im Spiel. Informationen wurden einfach ohne mein Wissen weitergegeben. Die Fachleiterin selbst riet mir dazu, in ein anderes Seminar zu wechseln. Wenn ich die Schule gewechselt hätte, wäre ich wohl vom Regen in die Traufe gekommen.
Es ist ja nun auch eine Weile her. Der Schulleiter ist gar nicht mehr an der Schule tätig. Ich habe auch niemanden, der bezeugen würde, was vorgefallen ist.
Bei meinem Chef etwas zu melden, bringt nichts. Erst kürzlich wurde jemand in einer anderen Abteilung weggemobbt. Anstatt dem Mobber zu kündigen, wurde dem Kollegen nahegelegt zu kündigen. Das lag wohl daran, dass der Mobber fachlich kompetenter war. Er wäre auch niemals freiwillig gegangen und wütet jetzt weiter rum.
Gute Idee. Werde mir die Vorfälle ab jetzt notieren.
Ich hatte meinem Exfreund damals verziehen - zumindest habe ich mir das eingeredet. Ich hatte das damals so 'beschlossen". Aus folgenden Gründen hielt ich das für sinnvoll:
a) Ich war damals einfach froh, dass ich ihn los war.
b) Ich konnte mir denken, dass er keine einfache Kindheit hatte.
c) Ich habe mir auch gesagt, dass dieser Typ es nicht verdient hätte, dass ich auch nur noch eine Sekunde drüber nachdachte. Habe mir gesagt, dass das Verschwendung von Lebenszeit. Ich wollte nun nur noch positiv denken, schaffte ich auch einige Jahre.
Ich habe mir damals sogar gesagt, dass ich mich noch als Jungfrau sehe. Das Verdrängen/Verleugnen hat mir damals irgendwie Kraft gegeben. Jetzt habe ich den Salat. Es ist nicht mehr möglich ihn anzuzeigen. Es ist bereits verjährt. Damals habe ich glaube ich gar nicht drüber nachgedacht, dass das Vergewaltigungen waren, die man anzeigen kann. Er war ja mein Partner, ich war selbst Schuld - auch wenn ich wütend war. Es gab auch noch folgenden Vorfall, der mich das glauben ließ: Ein Mädchen aus unserer Schule war von ihrem besten Freund vergewaltigt worden. Sie erzählte ihrer besten Freundin davon, sie gingen zur Polizei. Danach haben viele ihrer Freunde nicht mehr mit ihr geredet. Sie sagten, dass das ja keine Vergewaltigung sei, sie hätte sich ja wehren können und immerhin hätte sie ihn ja bei sich schlafen lassen und bestimmt hätte sie mit ihm schlafen wollen etc. Sie waren wirklich empört darüber, dass sie einfach ihren besten Freund angezeigt hatte. Sie zog die Anzeige daraufhin zurück.
Ein paar Jahre nach den Übergriffen wurde mir erst klar, wie falsch das alles war, was mein Partner getan hatte und WAS er alles getan hatte. Ich wollte ihn anzeigen. Wie der Zufall es so wollte, musste ich zu dem Zeitpunkt als Zeugin vor Gericht aussagen (Körperverletzung). Der Täter war mehrfach vorbestraft. Auch eine Vergewaltigung war dabei. Dennoch hatte er noch nie einen Knast von innen gesehen. (Begründung war damals: Weil es sich immer um Straftaten aus verschiedenen Bereichen handelte, lief es immer auf Bewährung hinaus. Hinzu kam, dass er gerade einen Job gefunden hatte und man ihm da keine Steine in den Weg legen wollte.) Der Typ saß vollkommen tiefenentspannt im Gericht.
Ich hätte keine Zeugen gehabt und damit schlechte Karten. Mein Ex-Partner hätte mich fertiggemacht, wenn ich ihn angezeigt hätte. Er hätte ja auch erfahren, wo ich wohne, wenn ich ihn anzeige. (Ich war inzwischen umgezogen.) Und ich war damals nach der Trennung so dankbar, dass er nicht mehr vor meiner Tür rumlungerte, weil er mich lange Zeit (bei den vorherigen Trennungsversuchen) "nicht gehen ließ". Ahnte damals nicht, dass mich das Ganze irgendwann einholen könnte.
Zusätzlich ist es heute schwieriger geworden "unsichtbar" zu bleiben. Er muss nur meinen Namen googlen und schon weiß er, wo er mich antreffen kann.
Ja, habe gelesen, dass laut einer Studie wenige Stunden Hypnosetherapie (circa 3-6) ungefähr 600 Stunden Gesprächstherapie entsprechen. Habe diese Behauptung nur mal gelesen und gehofft, dass jemand von seinen eigenen Erfahrungen berichten könnte. Versuche gleich mal diese Studie zu finden.
Ja, das stimmt. Ich glaube auch, dass ich ein Muster habe. Ich wehre mich oft nicht. Aus Angst, dass ich dabei anfange, zu weinen. Eine Kollegin habe ich 2x auf unterschiedliche Situationen angesprochen. Sie hat mich einfach angelogen und es geleugnet.
Ein anderer Teil, der auf Ablehnung stößt: Sowohl im Kollegium als auch im Referendariat habe ich jeweils ein Angebot ausgeschlagen.
Jeweils eine "angesehene" Person wollte mich gleich zu Beginn auf ihre Seite ziehen. Sie lästerten über andere Kollegen/Schüler und wollten mich zum mitlästern animieren. Ich habe den unverzeihlichen Fehler begangen, die "Opfer" in Schutz zu nehmen und zu sagen, dass ich nichts gegen sie habe und sie ganz normal finde. Eine andere Referendarin sagte zu mir in Bezug auf die Situation beim Ref:"Warum hast du nicht mitgelästert?! Du hättest mit ihr lästern sollen. Ich habe das damals auch gemacht. Jeder macht das." Macht man das? Sie war richtig entsetzt über mein Verhalten, meinte, ich müsse mal an mich denken. Ich finde es ziemlich asozial und kann mir nicht vorstellen, dass ich mich bei sowas gut fühlen würde. Komme mir aber langsam vor wie ein Alien. Im Prinzip denke ich ja auch an mich. Ich möchte schließlich auch nicht, dass so über mich gesprochen wird.
Mit diesen Verhaltensweisen mache ich mich wahrscheinlich selbst zur Zielscheibe.
Hinzu kommt meine nervöse Art, wenn ich Entscheidungen treffen muss und/oder mich unwohl fühle. Dann natürlich noch meine schlechte Körperhaltung aufgrund der verformten Wirbelsäule.
Und dann kommt der Punkt hinzu, dass ich ihnen fachlich unterlegen bin. Ich glaube, dass man mich deswegen für minderbemittelt hält und denkt, dass ich das Ganze nicht durchschaue/mitbekomme. Vielleicht denken sie auch: Ehemalige Lehramtsstudentin. Kann also eh nix und hat das nur studiert, weil sie nicht wusste, was sie studieren sollte. Mehr dazu in meiner folgenden Antwort.