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Mobbing im Quereinstieg

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Re: Mobbing im Quereinstieg
Ich würde damit zur Polizei gehen und den mobbenden Sauhaufen anzeigen.
Es ist doch vorgezeichnet, dass eine solche Anzeige nicht weiterverfolgt würde.
Dazu braucht es stichhaltige Beweise und ich nehme an, dass der Hinweis, man würde Milena schon rausekeln, nicht durch den Schullautsprecher, sondern unter 4-6 Augen geäußert wurde. Die KollegInnen sind ja sicherlich nicht dumm und werden ihre Nickeligkeiten schon so anstellen, dass man ihnen nichts kann. Letztlich würde Milena den eigenen Stress durch eine solche, m. E. zum Scheitern verurteilte Aktion, noch weiter steigern und sich selber schaden. Mobbing muss aufwändig nachgewiesen werden und gilt in Deutschland noch nicht als eigenständiger Straftatbestand. Könnte man Beleidigungen oder Körperverletzung nachweisen, wäre das etwas anderes. Das trifft an dieser Stelle aber nicht zu; die Kolleginnen gehen viel subtiler vor. Daher kein guter Rat und ich wiederhole gerne meinen Verweis auf die Plattform Lehrerforen.de
 
Erst einmal, ich habe lange überlegt, ob ich das mit der Krankschreibung mache. Ich hatte an meinem letzten Tag vor der Krankschreibung dann ein Gespräch mit meinem Personalrat der Schule, der sich alles geduldig anhörte, mir dann am Ende aber sagte, dass er am Tag des Gesprächstermins gar nicht da sei und den Fall an eine Kollegin übergibt, die ich kaum kannte und die dafür bekannt ist eng mit dem Schulleiter verbandelt zu sein. Da war für mich klar, dass ich Hilfe beim übergeordneten Personalrat suche.
Da es mir nachts sehr schlecht ging, habe ich am nächsten Tag meinen Arzt aufgesucht, der mich sofort länger aus dem Dienst nahm und die Situation an der Schule für untragbar hielt.
Ich bin dann zum übergeordneten Personalrat gefahren, was mit dem Arzt abgesprochen war und dort sagte mir, dass ich vor dem endgültigen Gespräch nicht wieder den Dienst antreten soll. Die Situation wäre untragbar und man war entsetzt wie sich Schulleiter, Mentor und andere verhalten haben.

Da die Frage aufkam: Ich habe den Bereich gewechselt, was mir zugesichert worden war. Dort sind zwei alteingesessene Kolleginnen, die von Anfang an klar machten, dass sie mich als Konkurrenz sehen und sich nicht verdrängen lassen. Da mich die Schulleitung schikanierte, setzte sie mir beide Kolleginnen dauerhaft jeweils in eine der Klassen ein, sodass ich dauerhaft kontrolliert wurde. Eine Anfrage zurück zu wechseln wurde mir verwehrt. Während die eine Kritik noch wertschätzend äußerte, mich aber ebenfalls über Dritte schlecht redete, merkte ich, wie die andere die Schüler gegen mich aufbrachte. Nach dem Unterricht bekam ich einen 10 minütigen Vortrag, dass ich alles falsch machte. Anfangs noch nach dem Unterricht. Später auch direkt vor den Schülern. Ich habe dann meine Mentorin aufgesucht, weil ich die Zustände für untragbar hielt. Dort sagte mir diese, dass die Schüler eine Liste verfasst hätten mit Punkten, die sie an meinem Unterricht stören würden. Frau S. (Name der Kollegin, die mich mobbte) hätte sie übergeben. Ich fragte dann die Schüler, wo schnell klar wurde, dass sich die Mehrheit davon distanzierte und machte eine eigene Evaluation. Das Ergebnis war das Gegenteil von dem was auf der Liste stand.
Ich bat meine Mentorin um ein Mediationsgespräch, da die Situation mit Frau S. untragbar war. Einen Tag später erhielt ich ein Schreiben von der Schulleitung, dass man Klärungsbedarf hätte. Es würden sich Schüler beschweren. Meine Mentorin hatte sich statt einem Mediationsgespräch direkt an die Schulleitung gewandt und diese warf mir die Schuld vor.

Es gab bereits in der Vergangenheit mehrere Angriffe von Seiten der Schulleitung gegen mich. Man sagte mir einen Tag vorher, dass man zu viert hospitieren würde, erfand Dinge, die nicht stimmten und versuchte mich einzuschüchtern, sodass ich aufgelöst ein Gespräch verlies.

Da ich merkte, dass mir die Lage psychisch sehr zusetzte, wandte ich mich an höhere Stellen. Während der Personalrat sehr verständnisvoll war, betrieb die Schulleitung Gaslighting.

Das Problem ist, dass eine Anzeige nicht zielführend wäre. Bei Mobbing hat man auch mit einem Mobbingtagebuch wenig Beweise. Wen sollte ich dabei anzeigen? Ich kann es nicht nachweisen.
Und ich kann auch nicht einfach kündigen, da in meinem Arbeitsvertrag ein Paragraph verankert ist, der besagt, dass ich bei Abbruch der Ausbildung oder bei Nichtbestehen die Ausbildungsgebühren zurück zahlen müsste. Ich bin in einer sehr belastenden Lage, bei der ich das Gefühl habe, dass jede meiner Entscheidungen falsch ist. Das Gespräch mit Aufsicht und Personalrat wird die Aggressionen der Schulleitung nicht kleiner machen. Aushalten ist aber auch keine Option.
 
Das trifft an dieser Stelle aber nicht zu; die Kolleginnen gehen viel subtiler vor.
Genau das ist der Punkt. Ich werde subtil gemobbt.
In den Mails steht nicht, dass man mich herausekeln will. Wer aber genau hinschaut (und das haben Schulpsychologin und Personalrat), der sieht, dass man mich bewusst einschüchtern möchte.
Leider war der obere Vorgesetzte ähnlich einschüchternd wie die Schulleitung. Man sagte mir wortwörtlich, dass ich mich eben durchboxen müsste und dass es quasi normal wären, dass sich die Kolleginnen nicht verdrängen lassen.
Ich war nach dem Gespräch schockiert, dass man derart moralisch fragwürdige Ansätze in der Position verteidigt, aber scheinbar muss man ein Fiesling sein (oder wird so), wenn man in diesen Rängen unterwegs ist.

Wie gesagt. Ich habe ja den Arbeitsvertrag. Das Problem ist auch, dass jede Bewerbung über das Schulamt geht und dort kennen sich alle. Würde ich mich dort beweben, hätte ich in 2 Stunden den Verantwortlichen am Telefon, was ich mir erlauben würde. In der Schule läuft das nicht wie in der freien Wirtschaft. Da hat man eine Personalakte, die weiter gereicht wird und man wird beim Schulamt erfasst und kann sich nicht wie an einer getrennten Institution bewerben. Das ist ja das Problem.
 
Könntest du es dir leisten, eine anwaltliche Beratung selber zu bezahlen? Dann würde ich dem RA mal den Sachverhalt schildern und herauszufinden versuchen, ob du nicht doch irgendwie aus der Sache bzw. dem Beschäftigungsverhältnis herauskommst, ohne die 15.000 Euro zahlen zu müssen. Personalrat und Schulpsychologin könntest du als Zeugen benennen, falls der RA dir rät, einen offiziellen Antrag auf Versetzung zu stellen. Solange es dir nicht gut geht, lass dich weiter krankschreiben. M. W. gibt es übrigens auch an Schulen ein Betriebliches Wiedereingliederungsangebot, wenn man langfristig erkrankt war. Bei dieser Gelegenheit gehören die Schikanen dann erneut auf dem Tisch. Vielleicht lässt man dich dann doch gehen.

Ich kenne es übrigens so, dass bereits laufende Problemfälle selbst nach Ablauf der Sperrzeit nicht über die Versicherung abgewickelt werden dürfen, sondern nur neue. M.E. macht es Sinn, das mal zu klären, damit du weißt, ob du hier überhaupt Ansprüche hast.
 
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Könntest du es dir leisten, eine anwaltliche Beratung selber zu bezahlen? Dann würde ich dem RA mal den Sachverhalt schildern und herauszufinden versuchen, ob du nicht doch irgendwie aus der Sache bzw. dem Beschäftigungsverhältnis herauskommst, ohne die 10.000 Euro zahlen zu müssen. Personalrat und Schulpsychologin könntest du als Zeugin benennen, falls der RA dir rät, einen offiziellen Antrag auf Versetzung zu stellen. Solange es dir nicht gut geht, lass dich weiter krankschreiben. M. W. gibt es übrigens auch an Schulen ein Betriebliches Wiedereingliederungsangebot, wenn man langfristig erkrankt war. Bei dieser Gelegenheit gehören die Schikanen dann erneut auf dem Tisch. Vielleicht lässt man dich dann doch gehen.
Ich werde mir definitiv eine anwaltliche Erstberatung einholen. Müssten um die 200 Euro sein. Wichtig ist mir vor allem, dass ich nicht noch hohe Summen abbezahlen muss. Das würde mir den Rest geben. Erst werde ich rausgemobbt und dann soll ich noch zahlen. Das wäre der Gipfel.
Bezüglich des Mobbings erhoffe ich mir vom Anwalt nicht wirklich viel. Mir geht es vorwiegend um die Rückzahlungsklausel. Ich habe zwar alles auf 30 Wordseiten dokumentiert und auch ein Mobbingtagebuch, aber wie du selbst schreibst, ist der Nachweis bei Mobbing schwierig. Ich habe bei vielen verheerenden Situationen keine Zeugen und wenn es hart auf hart kommt, würden Schulleiter und Kolleginnen alles abstreiten.

Das Problem mit der Versetzung ist, dass ich noch in der Ausbildung bin. Es heißt immer nur, dass es mit der Gegebenheit nicht leicht wäre. Die nächste Schule meiner Schulart ist über 40 Kilometer entfernt und man sagte mir bereits, dass man nicht denkt, dass dort derzeit Kapazitäten sind. Die nächste dieser Art ist noch weiter entfernt. Ich habe mir dort wo ich wohne das alte Haus meiner Großeltern hergerichtet. Umziehen geht nicht. Zumal mein Kind hier in die Grundschule geht. Ich bin als Kind selbst oft umgezogen. Ich möchte, dass sie es besser als ich hat und nicht in der ersten Klasse aus ihrem Umfeld gerissen wird.
Leider hat mir die Schulaufsicht im Gespräch mitgeteilt, dass sie die Versetzung nicht entscheiden kann. Dafür müsste die Schulleitung zustimmen und die wird das mit der aktuellen Personaldecke niemals machen. Gleichzeitig verwies er mich ans Seminar. Ich habe ganz oft das Gefühl, dass in Behörde und Schule eine Hand nicht weiß, was die andere tut.

Ich hatte auch schon überlegt mir nochmals einzeln einen Termin bei der Schulpsychologin zu vereinbaren. Sie ist ja auch für uns Lehrer da und schien nach den Schilderungen des Personalrats nicht weniger schockiert zu sein.
Ob das die Versicherung deckt, da habe ich auch meine Bedenken. Ist beim ADAC. Das was du schilderst sind auch meine Befürchtungen. Ich hatte sie eigentlich vor kurzem abgeschlossen, um bei schwierigen Eltern gut aufgestellt zu sein.
 
Ja, ja, daß kenne ich auch aus den sozialen Bereichen wo man ein Vorbild für die Kinder sein soll etc. und dann wird so asozial miteinander umgegangen, wo man sich fragt, warum dann eigentlich sich mit verschieden Modellen auseinandersetzt wird, wie guter Umgang Miteinander gelingen soll und kann etc. wenn es dann im Endeffekt nur Phrasendrescherei ist, und nicht wirklich viel dahinter. Oder dieses Ding dann noch unter Frauen, wer die beste Mutter, oder Erzieher/in, oder Mutter Theresa ist, daß fand ich auch immer sehr schauderlich, und beklage insgesamt, daß in so Berufen wo gerne Frauen dominieren, es leider sehr wenig Frauensolidarität gibt, ich habe eh manchmal das Gefühl, gab es noch nie wirklich, oder stirbt aus. Also ich habe in meinem Leben davon leider wenig mitbekommen. Eher dann doch irgendwie dieses Konkurrierende. Ach ja, ich erlebe auch Mobbing aber in einem anderen Kontext, aber wenn es mir etwas besser geht, dann denke ich mir im Grunde haben das nur Menschen nötig die nicht für sich selbst ein-stehen können, und die anderen brauchen um sich stark zu fühlen, und bestätigt im Grunde eigentlich armselige Würstchen! für sich gesehen. Eigentlich wäre es doch schöner der Gruppenzusammenhalt würde was Positives hervorbringen, aber Nein da müssen eben andere runter gemacht werden, ausgegrenzt, usw. kommt mir manchmal wie der Hauptklebstoff in solchen Gruppen vor, als Hauptgemeinsamkeit, auch irgendwie echt armselig!
 
Man kann hier eine klare Steigerung erkennen. Zunächst wurden die Schüler gegen mich aufgehetzt, dann ging es an die Eltern und jetzt ist soweit intrigiert worden, dass sich diese angestachelt von den 2 Kolleginnen an die Schulleitung und eventuell auch ans Schulamt wenden.

Für mich wäre das eigentlich ähnlich, wie wenn das Schicksal drängt, bleib nicht, geh weg von da, ich würde darauf achten und hören- wenn nach dem üblichen Probearbeiten und den damit verbundenen Anfangshürden so etwas vorkommen würde.

Wieso tust du dir so einen Ort weiter an? Dort sticht es, dort piekst es, dort fühlst du dich alles andere als stimmig und am richtigen Platz für dich.
Machs dir doch leicht, geh einfach.

Mir ist das an einem Arbeisplatz auch so passiert, ich war stur und hielt eine Weile durch, dieses Mobben war so arg, dass ich zuletzt sterben wollte- dumm, lieber wollte ich sterben, als einfach umziehen...

Was brauchts bei dir, um loszulassen? Reicht das nicht, was du hier vorfindest?
 
Für mich wäre das eigentlich ähnlich, wie wenn das Schicksal drängt, bleib nicht, geh weg von da, ich würde darauf achten und hören- wenn nach dem üblichen Probearbeiten und den damit verbundenen Anfangshürden so etwas vorkommen würde.

Wieso tust du dir so einen Ort weiter an? Dort sticht es, dort piekst es, dort fühlst du dich alles andere als stimmig und am richtigen Platz für dich.
Machs dir doch leicht, geh einfach.

Mir ist das an einem Arbeisplatz auch so passiert, ich war stur und hielt eine Weile durch, dieses Mobben war so arg, dass ich zuletzt sterben wollte- dumm, lieber wollte ich sterben, als einfach umziehen...

Was brauchts bei dir, um loszulassen? Reicht das nicht, was du hier vorfindest?
Hast du den Beitrag der TE überhaupt richtig gelesen? Sie möchte doch am liebsten weg, man will sie aber nicht weg lassen. Wenn sie trotzdem geht gibt es eine Klausel im Vertrag, nach der sie 15.000 Euro zurückzahlen müsste. Das sind nicht gerade Peanuts, und daher finde ich es mehr als nachvollziehbar, dass Milena zunächst nach einer anderen Lösung sucht.
 
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