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Mitte 30, keine Ausbildung, viele Schulden, aus Umschulung geworfen worden, sehe keine Zukunft mehr

noob2012

Mitglied
Hallo,
es geht mir zur Zeit nicht so gut, deshalb dachte ich, hier was zu schreiben.

Ich bin Mitte 30, habe nur einen Hauptschulabschluss und keine abgeschlossene Ausbildung. Mein Lebenslauf sieht sehr schlecht aus, Jahre lang arbeitslos und war mal psychisch Labil. Ging seit ein paar Jahren über Zeitarbeit arbeiten. Mit der Psyche war es gut, bis vor kurzem.

Ich ging letztes Jahr zur Arbeitsagentur, ich fragte nach Ausbildung und die haben mich direkt zum Bildungsanbieter geschickt. Ich bekam auch eine teure Umschulung zum Elektroniker. Aus dieser Umschulung in der ich eigentlich ziemlich gut war, wurde ich im März dieses Jahres wegen einer einzigen Sache, ich nenne es mal so wie die Arbeitsagentur, wegen sozialem Fehlverhalten raus geworfen. Das war kurz vor dem Lockdown.

Meine Vermittlerin meinte, das es erstmal vorbei sei mit einer von ihnen bezahlten Umschulung. Ich soll doch erstmal wieder arbeiten gehen bis ich ALG1 Anspruch habe, oder das Jobcenter fragen und es als zweite Chance sehen.

Wegen einer neuen Umschulung, ich probierte es noch über die Arbeitsagenntur, wurde der Berufspsychologische Dienst eingeschaltet. Dieser Dienst, verweigerte ohne das ich dort mit jemanden geredet habe, mir eine neue Umschulung zu geben. Ich bekam ein Ablehnungsbescheid der Arbeitsagentur, in dem stand: Sie erhielten eine fristlose Kündigung vom Bildungsträger ............ wegen sozialem Fehlverhalten bei der letzten Umschulung mit Beginn zum 01.10.19. Gemäß des Ergebnisses der Fallbesprechung mit dem Berufuspsychologischen Service sind Sie, aufgrund der nicht ausreichenden Sozialen Kompetenzen, nicht für eine weitere Umschulung geeignet.

Die Arbeitsagentur wird mir keine Umschulung mehr geben und ich bin seit Monaten verzweifelt, ich weiß nicht mehr weiter. Eine richtige Ausbildung kann ich mir nicht leisten, wohne in einer Bedarfsgemeinschaft und bekomme wohl kein BAB.
Mit Mitte 30 auch eine richtige Ausbildung zu machen, mit so wenig Geld ist schwer bis gar nicht möglich. Ich habe auch einen schlechten Lebenslauf, kaum gearbeitet, etwas Gastronomie damals und Zeitarbeit. Wäre also so oder so sehr schwer bis gar nicht möglich eine richtige Ausbildung zu finden. Dann wäre da auch der Grund wieso ich raus geworfen wurde. Den Grund kann ich hier nicht verraten. Ich war nur 5 Monate in der Umschulung.

Ich war damals psychisch nicht in bester Verfassung, davon weiß das Arbeitsamt und Jobcenter nichts. Bin jetzt auch aus ALG1 raus und in Hartz4 gerutscht. Habe jetzt am Dienstag einen Termin vom Jobcenter für eine Gruppeninformationsveranstaltung bekommen. Da wird es wohl um ein Bewerbungstraining gehen. Dafür bin ich wohl dann doch geeignet.

Ich kann seit längerem nicht mehr richtig schlaffen, meine Arme sind sehr dünn geworden, esse oft nichts. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich kann mein Leben lang nur auf Zeitarbeitsfirmen hoffen. Ein hin und her zwischen Zeitarbeit und Arbeitslosigkeit.
Meine nerven sind am Ende, brauche unbedingt einen Berufsabschluss. Selbst wenn ich mal übernommen werden sollte, was ich nicht glaube, dann irgendwann muss ich als ungelernter gehen und im Alter dann was ohne Ausbildung finden?

Bin kurz davor zum Psychiater zu gehen, dann weiß ich was passiert: Leben vorbei! Er wird mich Krank schreiben und dann ist es gelaufen, das weiß ich. Suche einen anderen weg, das ich wieder gut schlafen kann. Nur wie soll ich einen Berufsabschluss erlangen? Sie lassen mir keine Chance, bin extrem verzweifelt.
 

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T

Takita 2

Gast
Du brauchst überhaupt keinen Beruf. PUNKT

Lass Dir nicht so einen Scheiß einreden. Was Du brauchst ist;

Pünktlichkeit
Willen
Fleiss
Freundlichkeit
Durchhaltevermögen
Flexibilität
Vernunft und Gelassenheit

Dann viel Erfolg
 

Doratio

Aktives Mitglied
Mit Mitte 30 ist es wirklich schwierig noch eine Ausbildung zu bekommen.
Da es mit der Umschulung nicht geklappt hat, würde ich versuchen wieder in Arbeit zu kommen. Auch ungelernte Tätigkeiten solltest du nicht ausschließen.
Vielleicht erhältst du so noch einmal die Möglichkeit, dass du erneut eine Umschulung oder Weiterbildung machen kannst.
Mit deinen psychischen Problemen solltest du dir Hilfe suchen. Alleine ist es sehr schwer dort wieder herauszukommen.
 

noob2012

Mitglied
Ich dachte ja erst daran eine neue Umschulung zu bekommen. Erst arbeiten gehen und dann wieder irgendwann versuchen eine neue Umschulung über die Arbeitsagentur zu bekommen. Aber wenn der Berufspsychologische Dienst jetzt sagt, das ich für eine weitere Umschulung nicht geeignet bin, sieht es mit einer Umschulung schlecht aus.

Das macht mich einfach fertig, Wenn ich da eine Möglichkeit sehen würde, würde es mir wieder gut gehen.
 

Eva

Aktives Mitglied
Ich würde dir auch raten, zuerst einmal arbeiten zu gehen. Alleine schon, um aus deinem Gedankenkarussell heraus zu kommen. Manchmal kann man sich auch ungelernt höher arbeiten. Aber das dauert natürlich seine Zeit.

Bist du irgend wann psychisch stabil und warst fleißig etc. und wirst doch noch mal arbeitslos, sind eventuell einige Jahre vergangen, und dann kannst du noch mal wegen einer Umschulung oder Weiterbildung fragen. Vielleicht kannst du der Arbeitsagentur dann den wahren Grund deines Fehlverhaltens sagen, weil dann eben Jahre vergangen sind.

Ich habe übrigens mit 52 J. noch eine Weiterbildung bekommen.
 

Farnmausi

Aktives Mitglied
Hallo, erstmal arbeiten egal was. Dann trotzdem mal zu einer Beratungsstelle gehen oder anrufen. Fehlende Sozialkompetenz ... das ist schon nicht einfach so geschrieben und fristlose Kündigung auch nicht. Der Lebenslauf macht mich auch stutzig. Mit 30 noch nichts auf die Reihe bekommen ... ehrlich wenn ich das lese denke ich du hast deinem Vorgesetzten eine reingehauen ... also ich würde versuchen Hilfe zu bekommen um mich selber zu verstehen und kontrollieren zu können.
Das ist aber nur "mein persönlicher Eindruck"
 

Santino

Aktives Mitglied
Aus dieser Umschulung in der ich eigentlich ziemlich gut war, wurde ich im März dieses Jahres wegen einer einzigen Sache, ich nenne es mal so wie die Arbeitsagentur, wegen sozialem Fehlverhalten raus geworfen
Was ist da konkret passiert? Ggf. wäre es noch möglich, nachträglich zu klagen, aber hier kenne ich mich zu wenig mit deutschen Arbeitsgesetzen aus. Lass dich unbedingt von einem Anwalt beraten. Da du dir das nicht leisten kannst, geh zum Amtsgericht und beantrage Beratungshilfe.

Ich habe auch einen schlechten Lebenslauf, kaum gearbeitet, etwas Gastronomie damals und Zeitarbeit.
Wie ist das passiert, wenn du nur kurz psychisch labil warst deiner Aussage nach?

Dann wäre da auch der Grund wieso ich raus geworfen wurde. Den Grund kann ich hier nicht verraten.
Okay, allerdings solltest du diesen Grund einem Anwalt verraten. So schnell wird man nicht wegen "sozialem Fehlverhalten" rausgeworfen. Da muss also entweder etwas sehr Triftiges passiert sein, oder du wurdest schlichtweg nicht rechtens rausgeworfen. Daher: anwaltliche Beratung aufsuchen.

Meine nerven sind am Ende, brauche unbedingt einen Berufsabschluss.
Melde dich mal zur Beratung bei einer psychosozialen Beratungsstelle in deiner Nähe. Die schreiben dich nicht gleich krank, die wollen dir helfen.

Es gibt z.B. auch Bildungswerke, die psychisch Kranken den Wiedereinstieg erleichtern. Vielleicht wäre das etwas für dich. Die können dich dann auch im Umgang mit Behörden unterstützen.

Du bist mit Mitte 30 nicht mehr jung und es wird schwer, noch eine Lehrstelle zu bekommen, ja. Aber das heisst nicht, dass alles für dich gelaufen ist. Hol dir Hilfe: alleine kannst du den Dschungel an Angeboten gar nicht durchdringen!

Liebe Grüsse
Santino
 

Berdine

Aktives Mitglied
Such dir einen Job.

Du bist rausgeflogen, den Grund willst du ja nicht nennen.

Du solltest jetzt nicht deine ganze Hoffnung auf das Jobcenter setzen, du hast dir die Umschulung selbst verbaut und dir daher selbst weitere Chancen verhindert. Dein Fehlverhalten.

Verdiene Geld, mach klar, dass du an dir arbeiten willst, vielleicht ergibt sich noch mal was.
 

tork

Mitglied
Ich war damals psychisch nicht in bester Verfassung, davon weiß das Arbeitsamt und Jobcenter nichts.

[...]

Bin kurz davor zum Psychiater zu gehen, dann weiß ich was passiert: Leben vorbei! Er wird mich Krank schreiben und dann ist es gelaufen, das weiß ich.
In Deiner Situation fände ich es gar nicht so falsch zum Psychiater zu gehen. Hättest Du vielleicht schon machen sollen als Du rausgeworfen wurdest. Vielleicht hätte man Dir Dein Fehlverhalten aufgrund einer psychischen Erkrankung eher nachgesehen. Aber vielleicht ist es ja noch nicht zu spät, wenn Dir ein Psychiater jeztzt bestätigt, dass Du damals schon psychisch erkrankt warst. Vielleicht bekommst Du so eher eine neue Chance.

Ich meine, es gibt natürlich gute und schlechte Psychiater. Und meiner Erfahrung nach sollte man sich auf jeden Fall unabhängig voneinander (also ohne, dass Du dem einen Psychiater erzählst, dass Du schon bei einem andere warst) mehrere Meinungen anhören.

Vielleicht wäre auch eine Psychotherapie nicht falsch für Dich, wenn es an Deinem Sozialverhalten liegt, dass Du rausgeworfen wurdest.
 

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