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Mitarbeiter ist beleidigt und gekränkt

Ja wenn ich hinterher so denke war es sicher nicht ganz richtig von mir.
Aber ich finde es war besser die Wahrheit zu sagen damit er weiss warum er nicht mehr die Vertretung macht.
Ich stehe hinter ihm und habe ihn auch für die Leistung gelobt. Ich habe ihm gesagt er soll sich da nicht hineinsteigern und zu viel nachdenken weil es eigentlich egal ist ob nun der BL negativ von ihm denkt. Er macht eine Arbeit gut und das habe ich dem BL auch gesagt.
Nur das er nervös ist und sich schlecht ausdrücken kann in der kommunikation mit anderen stört ihn und einigen Kollegen.
Das wäre aber der Job des BL gewesen. Hast du die Arch disziplinarische Führung der Mitarbeiter? Wieso wurde im Vorfeld kein Gespräch mit dem MA bezüglich seiner nervösen Art geführt? Anscheinend hast weder du, noch der Bereichsleiter das getan. Wie soll der MA da an sich arbeiten?
Das ist nicht nur "nicht ganz richtig", es ist schlechte Mitarbeiterführung.
 
Zum konkreten Vorfall wurde ja schon alles gesagt, ich möchte aber noch einen anderen Gedanken loswerden: Du bist ja nach meinem Verständnis der Chef dieses unsicheren Mitarbeiters. Von großen Unternehmen kenne ich es so, dass es regelmäßige Mitarbeitergespräche gibt, in denen zu Leistung und Entwicklung gesprochen wird. Das würde ich nutzen, um gemeinsam mit der Person zu überlegen, wie sie an ihrem Defizit arbeiten kann, das ja offenbar so gravierend ist, dass es gleich mehreren Personen auffällt. Wenn der Mann sich weiterentwickeln möchte, sollte er genau an dieser Schwachstelle ansetzen. Er könnte ein Rhetoriktraining besuchen oder ein Training zur Persönlichkeitsentwicklung. Ich fänd auch wichtig, ihm zu sagen, dass es dabei nicht nur um ihn geht, sondern im Sinne des Unternehmens ist, dass er an seinem Manko arbeitet. Mitarbeiter brauchen Sicherheit und Verlässlichkeit, sie wollen in Fähigkeiten eines Ranghöheren (der er ja in der Vertretungszeit war) vertrauen können. Außerdem wird von der Unsicherheit eines Menschen auch schnell auf seine Kompetenz geschlossen bzw. ihm diese abgesprochen.

Vielleicht kann er den Vorfall als Chance begreifen, zu lernen und sich zu verbessern. Wenn du das nächste Mal mit dem Bereichsleiter sprichst könntet ihr vereinbaren, dass der Mitarbeiter dann noch einmal eine Chance bekommt, um sich neu zu beweisen.

Gut wäre, wenn er versteht, dass er sich auch selber für seine zukünftige Entwicklung verbessern würde und ihr es schafft, die Irritation im Rahmen des Gesprächs aufzulösen. Ich fänd es z. B. gut, wenn du ihm gegenüber zugestehst, dass auch du einen Fehler gemacht hast, als du ihm nicht sofort mitgeteilt hast, dass bei deiner nächsten Abwesenheit ein anderer deine Vertretung übernehmen wird. Hier einen falschen Grund anzugeben und z. B. eine Rotation vorzuschieben, die ja gar nicht geplant ist, fänd ich einmal mehr unglücklich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein bisschen mehr Einfühlungsvermögen ist doch nicht zuviel verlangt, oder?
Wenn du so willst könnte auch hier, also dir, liebem TE, ein Rhetoriktraining helfen. Mitarbeitern unangenehme Dinge zu sagen und die so zu verpacken, dass sie konstruktiv ankommen, während man authentisch bleibt, ist auch nicht jedem gegeben. Nach meiner Erfahrung können das sogar ganz viele FK nicht. Man sollte das erwarten können, ja - und es daher auch lernen wollen, wenn man es eben nicht kann. Empathie ist nicht jedermann angeboren, man kann sie aber lernen.
M. E. sollte jede (angehende) Führungskraft ein entsprechendes Training besuchen in dem auch solche Situationen z. B. in Rollenspielen trainiert werden.
 
Ausgerechnet zu dem hypernervösen Kollegen sagst du, er soll es gelassen nehmen.

Der kann einem wirklich leid tun bei euch.

Dass er gut arbeitet zählt weniger als seine Nervosität, an der er mit Unterstützung hätte arbeiten können.

Ist für mich eine Form von Mobbing.
Es klingt auf jeden Fall nach ziemlicher Gleichgültigkeit dem Kollegen gegenüber.

Dem geht es schlecht jetzt da kannst du sicher sein.
 
Ausgerechnet zu dem hypernervösen Kollegen sagst du, er soll es gelassen nehmen.

Der kann einem wirklich leid tun bei euch.

Dass er gut arbeitet zählt weniger als seine Nervosität, an der er mit Unterstützung hätte arbeiten können.

Ist für mich eine Form von Mobbing.
Es klingt auf jeden Fall nach ziemlicher Gleichgültigkeit dem Kollegen gegenüber.

Dem geht es schlecht jetzt da kannst du sicher sein.
Das ich nicht alles richtig gemacht habe ist klar aberhiier von Mobbing zu sprechen ist zu weit aus dem Fenster gelehnt.
 
Es nützt ja alles nicht, da das Kind in den Brunnen gefallen ist. Jetzt könnt ihr nur noch überlegen, wie ihr das beste aus der Situation macht. Der Kollege fühlt sich schlecht, das darf wohl zweifelsohne angenommen werden. Und mit diesem Gefühl solltest du ihn auch nicht sich selbst überlassen, sondern Schadensbegrenzung zu betreiben versuchen, da du eben auch einen Anteil daran hast.

M. E. geht das nur, indem du mit ihm das Gespräch suchst - in aller Ruhe mit ausreichend Zeit, bloß nicht zwischen Tür und Angel. Darauf kannst du dich vorbereiten und überlegen, wie du ihn wieder aufbaust.

Ich bin mittlerweile großer Fan von KI wie chat gpt. Probier doch mal aus, den Vorfall dort so detailliert wie möglich zu schildern und dann die KI zu fragen, was sie dir raten würde. Ich möchte wetten, dass du dort richtig gute Anregungen bekommst, vielleicht sogar Tipps, an die du selber noch gar nicht gedacht hast.
 
Hallo und schönen Sonntag,

Wenn ich jetzt längere Zeit abwesend bin dann bereite ich alles schon im Vorfeld vor wer was machen muss usw. Die Vertretung muss eigentlich in der Regel nicht viel machen und bekommt natürlich auch kein extra Gehalt. Eigentlich werden der Vertretung nur meine Emails weitergeleitet von anderen Mitarbeitern die von uns was brauchen, und das habe ich schon alles vorbereitet.
Der nervöse Mitarbeiter hat dies immer gut gemacht.
Es sind aber auch oftmals einige Zwischenfälle passiert die jetzt nicht gravierend waren, aber die den Mitarbeiter so gestresst haben das die ganze Abteilugn dann gestresst war. Z.B. Wurde an an einem Donnerstag Abend dem Kollegen geschrieben, dass eine Lieferung welche erst für Ende nächster Woche geplant war vorverlegt und am nächsten Tag (Freitag) raus muss. Es wurde gefragt ob sie es bis morgen schaffen und er meinte nur "boa weiß nicht". Der Kollege meinte er solle ja oder nein antworten, dann hat er ja geantwortet und in der ganzen Abtielung bei allen Druck gemacht das sie das ja bis Freitag fertig machen. Als der BL vorbeikam und ihm noch was anderes verlangte wurde er so nervös weil er nur auf diesem Auftrag fokussiert war.
Zum Schluss wurde es am Freitag gar nicht verschickt. Da habe ich mich auch geärgert.
Es ist schon so das er sich auch mit dem Reden schwertut weil er sich beim reden nicht ordentlich ausdrücken kann und oft keine Sätze vollstänsig sagt. Beim Mitarbeitergespräch habe ich ihn gefragt ob ich ihn da helfen kann und er meinte er sei deswegen schon in Behandlung. Also ich habe meine Hilfe angeboten. Ich hätte ihn gerne als Vertretung gehabt, doch der BL war dagegen.
Ich bin es sicher nicht richtig angegangen ich habe ihn aber nicht vor allen blossgestellt.
 
Ich nehme alle meine Mitarbeiter ernst und respektiere sie wie sie sind.
Ich habe ihm nie gesagt das er meine Vertretung nicht mehr machen braucht. Außerdem muss meine Vertretung meist nur auf meine Emails antworten mehr nicht, ich bereite alles schon im Vorraus vor.
 

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