Mein Freund und ich haben entschieden, dass seine Kinder aktuell von unserer Beziehung nichts wissen sollen. Das hat noch Zeit. Das hat er meiner Schwester gesagt, und sie soll den beiden sowieso nichts sagen. Das ist nicht ihre Angelegenheit. Wenn sie den beiden es doch erzählt und es total negativ hinstellt, dann ist es natürlich nur ihre alleine Verantwortung.
Ich habe nicht mehr ewig Zeit. Ich bin 28, hatte bisher keine dauerhafte Beziehung, keine Kinder, … gar nichts. Die Zeit läuft gegen mich. Ich habe daher keine Möglichkeit mehr, ständig Chancen verstreichen zu lassen, weil es anderen nicht gefällt. Das habe ich oft getan und will es auch nicht mehr.
Es ist schön, Freunde und Familie zu haben. Ich finde es auch sehr schade und traurig, dass es aktuell da ganz anders aussieht. Die Frage ist nur immer, was genau habe ich durch mein handeln verloren und was überwiegt?!
Von den positiven Dingen: Familie und Freunde
Von den negativen Dingen: Einsamkeit ausgeschlossen werden, täglicher Kampf gegen die Single-Hölle,
Wenn das Umfeld überwiegend vergeben/verheiratet ist, dann zieht man als Single immer den kürzeren. Ein paar Beispiele aus meinem Leben:
Ausgeschlossen werden von Verabredungen, weil man keinen Partner mitbringen kann.
Feiertage überwiegend alleine verbringen. Zum Beispiel an Weihnachten erlauben meine Eltern mir, seit ich ausgezogen bin nicht, sie Heiligabend zu besuchen.
Ich war mit meinem Freund vor kurzem das erste mal im Urlaub. Vorher musste ich immer alleine, also mal abgesehen von meiner Kindheit.
Der tägliche Kampf gegen die Single-Hölle ist extrem anstrengend. Online-Dating mit Typen schreiben, Dates am laufenden Band rausgehen und Typen kennengelernt und das die meiste Zeit. Nur um am Ende wieder festzustellen, dass alles zwecklos war. Ich bin nicht gerne Single und finde es richtig schlimm. Ich hatte aber noch nie eine Beziehung, die länger als ungefähr 3 Monate ging.
Ich kann nicht wegziehen. Mein Haus steht hier. Ich habe Eigentum. Das kann ich schlecht einpacken und mitnehmen.
Paar Sachen, die du hier von deinem Umfeld schreibst, klingen echt schlimm.
Ich war sehr lange Single, wurde aber deshalb vom Freundeskreis nie von Veranstaltungen ausgeschlossen. Wäre das mal passiert, weiss ich ehrlich gesagt nicht, wie ich reagiert hätte. Vermutlich mit einem 'Tschüß, Leute!'
Entweder, jemand mag mich, oder nicht. Bei Freunden gehe ich davon aus, dass sie mich mögen und dass eine entspannte Unterhaltung möglich ist, auch mit ihren Freunden, Partnern oder Bekannten.
Das mit deinen Eltern finde ich noch schlimmer. Dein Leben ist dein Leben.
Gut, erwachsene Kinder sollten ihren Lebensunterhalt nach Möglichkeit selbst verdienen können und ihren Eltern nicht zur Last fallen.
Der Rest ist Sache der Kinder - Egal, ob es um berufliche oder um private Ziele geht.
Vielleicht wollten deine Eltern Weihnachten alleine als Paar verbringen, ohne erwachsene Kinder, aber auch das kann man anders kommunizieren als so, wie sie es getan haben. Das ist schon lieblos.
Und Partnerschaft und Familiengründung einem anderen als Ziel vorzugeben, ist massiv übergriffig.
Das geht deine Eltern schlicht nichts an!
Vielleicht könnte es wirklich sinnvoll sein, wenn du dir jemand suchst, um dich mal über alles auszusprechen und für dich zu sortieren (z B einen Psychotherapeuten).