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Mißbraucht

Hi Happymaus,

dieses Schuldgefühl ist ein Ding von dem du dich unbedingt abgrenzen solltest...du solltest deine Seite = die Opferseite schön sauber von der Täterseite trennen. Das ist sehr wichtig, denn der Täter zielt ja an sich drauf ab und sucht sich seine Opfer dahingehend aus, dass er unsichere Menschen wählt, die die Tendenz dazu haben sich immer schuldig für alles zu fühlen...Bei Mißbrauch arbeiten grundsätzlich alle Täter mit Taktiken die die Opfer mit Schuldgefühlen belasten...diesen Mist sollte man echt nicht mitmachen!
Überhöhte Schamgefühle oder Schuldgefühle bezeichne ich immer als "schräge Opferlogik/-denkweise...hier hilft oft nur Therapie um diese Logik wieder geradezurücken...daher mein RAtschlag: ab zum Psychotherapeuten, damit der die den Kopf mal wieder geraderückt..dann weicht auch die Verwirrung der Gefühle!

Du bist nicht perfekt und jeder Mensch macht Fehler...es gibt sehr sehr oft geschickte Täuscher...die meisten Mißbrauchstäter oder V*** sind auf den ersten Blick ganz normale oft sehr nette und sympathische Menschen....und so gut wie kein Mensch könnte die sofort und rechtzeitig erkennen! Daher halte ich dein Argument, dass du den Täter hättest erkennen müssen ehrlich gesagt für Quatsch mit Soße. Und: keiner den du sympathisch findest oder in den du verknallt bist, oder zu dem du ins Auto steigst, hat deshalb das Recht dich zu benutzen, wie es in dem vorliegenden Fall passiert ist. Fazit: die Schuld verbleibt beim Täter und er sollte auch unbedingt auf die eine oder andere Weise gesagt bekommen, dass er hier ne Grenze überschritten hat...damit er nicht auf den Tripp verfällt sich auch noch als toller Hecht zu fühlen mit einer schrägen und frauenverachtenden und auch sehr gefährlichen Ansicht, dass Mädels, die in sein Auto einsteigen auch einfach nach seinem Gutdünken fessel- und besteigbar sind.
Mädel wach auf! Der Typ hat dich gefesselt und vergewaltigt...der ist -nach wie vor!- ein gefährlicher Verbrecher... wer weiss ob der die nächsten Opfer so ohne Weiteres gehen lässt, du solltest den Typen anzeigen...wenn schon nicht wegen dir, dann wegen weiterer möglicher Opfer die sich der Typ krallt! Mit Fesseln und so sieht das doch bereits nach Masche und Wiederholungstäter aus.
Meine Freundin war in unserer Jugend alleine im Wald gewesen und dort hat sie auch ein V*** gekrallt..niemand (außer der V*** wahrscheinlich) ist auf die Idee gekommen ihr zum Vorwurf zu machen dass sie alleine im Wald rumgelaufen ist...der Täter wurde angezeigt, gefasst und eingesperrt, meine Freundin hat sich psychologisch betreuen lassen, Kampfsport gemacht und hat ihr Trauma sehr früh hinter sich lassen können.

Klar hat man Angst vor dem Unbekannten...und ich denke grad nach einem erlebten Gewalttrauma nochmal einen Streifen mehr Angst als normal...aber was hilft's? Um weiterzukommen muss man seine Angst und Vorurteile ggü Kliniken oder Fachärzten etc. manchmal halt überwinden...
Ich persönlich bin ja auch ne Angstbuxe was Ärzte betrifft...dennoch gehe ich regelmäßig zum Zahnarzt, zu Vorsorgeuntersuchungen....oder war vor einigen Jahren in einer Klinik wegen einer heftigen OP (handballgroßer Bauch-Tumor..Krebsdiagnose, die sich aber glücklicherweise nicht bestätigt hat etc) da muss man dann einfach Augen zu und durch.

Ich habe zwar Recht damit ein wenig hart zu sein...an sich bin ich es nicht..die Realität ist es ja...und ich stelle sie immer unverblümt dar...leuchte auch unbewußte Ecken aus, was manchmal erschrecken kann...aber manchmal braucht es nen heilsamen SChreck um aufzuwachen...war jedenfalls meine Erfahrung....Ich finde dich auf keinen Fall Sch***Und du solltest das auch nicht von dir denken! Mit einer solchen Denkweise bist du selber härter dir ggü als dein ärgster Feind es je sein würde! Von dem Tripp solltest du runter kommen...genauso wie von dem Perfektionstripp hellseherische Fähigkeiten haben zu müssen um einen Mißbrauchstäter zu entlarven od. ä.
Sei nicht so streng zu dir und behandle dich gut...wer sich nicht gut behandelt und selber achtet, der verbleibt im Opferhabitus..ist gefundenes Fressen für die Geier = Menschen, die dich unterdrücken oder ausnutzen wollen etc.oder für V*** die sich freuen wenn du so devot (unterwürfig) bist ihre Schuld auf dich zu nehmen. So was solltest du nicht tun!

Spar dir deine Angriffsattacken lieber für den Täter auf und attackiere nicht andauernd dich selber..damit lenkst du an sich immer von der Schuld und Verantwortung des Täters ab, und auch von deiner Verantwortung dir ggü dich zu schützen....ne sehr ungesunde Sache, dein Körper reagiert ja auf diese Schieflage in der Seele...siehe Essprobleme und Frustfutterei..weil du an sich nicht tust, was deine Intuition dir rät: den Schuldigen = Täter bestrafen, dir also polizeiliche und auch psychologische Hilfe holen damit du diesen Traumaballast abladen kannst etc.

Ich drücke die Daumen, dass du möglichst bald ne kleine Erleuchtung in Sachen der Schuldfrage hast...wenn du mir nicht glaubst lass dir das Gleiche ruhig mal in einer Gewaltofperberatungstelle oder von einem Psychologen bestätigen..eine Verhaltenstherapie in der du möglichst bald lernst anstatt dich selber anzugreifen und runterzuziehen lieber mal dich zu verteidigen und zu schützen und für dich sinnvoll zu handeln..wäre Gold wert für dich und würde dir sehr helfen besser klar zu kommen. Ich kann dir nur immer dazu raten: hol dir diese Hilfe! Kostet dich nix außer ein wenig Zeit..und die solltest du dir wert sein!

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo Tyra,

schau mal hier: Mißbraucht. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo Tyra,

wenn es also nach dir geht, dann ist die Lösung all meiner Probleme ein "Psychotherapie"? Versteh ich das Richtig!!!???
Was soll ich aber tun, wenn ich einfach nicht kann??
Es ist leicht für dich mir das zu Raten, aber nicht leicht für mich das auch zu tun!!!
Man Gefühle und Denkweisen, die man seit Jahren hat nicht einfach bei Seite schieben! Ich kann nicht so einfach aus meiner Haut raus in der ich seit Jahren drin stecke!
Wenn du schreibst, sieht es so aus:
Krieg endlich den A**** hoch und tu etwas!
Du machst es dir sehr einfach!!! Und es ist verletzend wenn es so rüber kommt!!!
Kennst du dich aus mit Psychotherapie? Interressiert es den Therapeuten überhaupt wirklich, ist doch alles Schema "F"!!!!


LG
Happymaus
 
Hi,

die Lösung all deiner Probleme ist nicht speziell Psychotherapie..aber Psychotherpie kann dir helfen dich auf die Sprünge zu bringen damit du lernst deine Probleme durch richtige Einstellung zu dir selber und richtiges Handeln selber zu lösen. Psychotherpie ist ein hartes Stück Arbeit..
Alternativ kannst du dich auch hinsetzen und nix tun..damit löst du aber leider deine Probleme nicht..das Leben ist halt kein Ding, bei dem man alles vorgesetzt bekommt und Probleme sich von allein oder ohne größeren Mühen lösen können. Grundlegende Entscheidungen..ob man etwas gegen Traumata unternimmt oder nicht..ob man leben will-oder nicht...ob man Täter anzeigen will oder nicht, ob man gut leben oder leiden will etc. kann einem niemand abnehmen.

Zum Thema "kann ich nicht" sage ich generell meinen Klienten und jedem der mir so im Leben begegnet: Kann ich nicht gibt es nicht...zuletzt hatte ich das einem 12-jährigen klargemacht mit maßgeblicher Dyskalkulie..der sich hinter dieser These versteckt hatte und anstatt zu üben lieber Freizeitspass hatte..auch zur Entlastung von Mami...nachdem er dann mal gelernt hatte, konnte der plötzlich 2 en in Mathe schreiben..dies Beispiel hier nur als Beispiel zu Funktion der "Kann ich nicht"-These..es gibt im Leben nur extrem selten tatsächliche Kann ich nichts...An sich muss es stets heißen: Kann ich NOCH nicht...damit da noch Entwicklungsmöglichkeit drinsteckt. Sage also lieber: ich kann mich derzeit noch nicht damit auseinandersetzen und trau mich noch nicht den Schritt in die Therapie..was ja vollkommen o.k. wäre...aber mauer dich nicht generell in ein "Kann-ich-nicht-Grab ein...das wäre nicht fair dir selber ggü.

Mein Rat ist: mach ne Therapie..erfahrungsgemäß können Mißbrauchsopfer, die an sich arbeiten, die Kampfsport machen und Therapien ihre Probleme sehr gut lösen und finden zurück zu einem normalen und auch glücklichen Leben.
Man kann blockierende oder ungünstige Denkweisen die man jahrzehntelang hatte, oft verblüffend schnell ablegen...es gibt immer wieder so AHA-Momente, in denen man ne Blitzerkenntnis hat und damit ändert sich einiges an der inneren Einstellung...kleine Veränderungen hie und da reichen oft. Manches braucht natürlich seine Zeit..und auch harte Arbeit damit sich da was tut und ändert am eigenen Denken..wer sich diese Zeit nie nimmt...der ist selber Schuld...finde ich.
Es geht nicht darum dass es einfach sein wird...oft muss man im Leben Dinge tun, die einen Überwindung kosten und absolut nicht einfach sind...aber man muss sie trotzdem tun, auch wenn man Schiss davor hat.

Ich war früher auch Gewaltopfer...habe mir diese Zeit genommen, mich intensiv mit mir selber auseinandergesetzt, habe viel gelesen, gelernt und bin nun anders als früher..was mir mein Leben gerettet hat, was mich in die Lage gebracht hat nie mehr Opfer zu sein, die Vergangenheit vollkommen hinter mir zu lassen..Trauma ist futsch...und zwar deshalb, weil ich immer wieder Dinge getan habe, vor denen ich zwar Angst hatte, aber diese Angst nicht habe bestimmen lassen..ich wollte selber bestimmen und mich nicht durch meine inneren Ängste beherrschen lassen..ist an sich net schwer dieser SChritt.
Veränderung passiert ohnehin..ob zum Guten oder Schlechten sollte man schon mitbestimmen finde ich.
Ich kenne mich ein wenig aus mit Psychotherapie..habe eine wissenschaftliche Arbeit drüber geschrieben, kenne viele Therapeuten, habe einige Semester lang Psychologie studiert ..Psychotherapie ist nix anderes als ein Klasse Mittel um analysieren zu lernen, um mal die Selbstbeobachtung zu stärken...und klar interessieren sich Psychotherapeuten für dich und dein Problem..es ist deren Job sich für dich zu interessieren! Es ist nie alles nach Schema F....aber du bist natürlich auch nur ein FAll unter Fällen und kannst nicht erwarten, dass die ganze Welt sich nur um dich dreht und alle Therapeuten dieser Welt nur auf dich gewartet haben..wäre etwas zu viel verlangt oder? Aber du bekommst dort genügend Aufmerksamkeit und Zuspruch..meistens wesentlich mehr Aufmerksamkeit, als du von anderen Menschen erwarten kannst...und dazu noch aus einem fachkundigen und menschenkennerischen Blickwinkel heraus, der extrem wertvoll sein kann und den andere um dich herum nicht haben...hier kann man also was lernen und ne neue Perspektive dazu gewinnen, was absolut von Vorteil ist. Das GAnze tut auch nicht weh..es wird dir ja schliesslich nicht dein Hirn amputiert 😉

Wer nur immer Schiss vor allem hat, Eigenverantwortung verweigert und nicht mal den Mut zur "Innenschau" wie wir in der Philosophie sagen..also in sein Innerstes zu blicken um mal zu gucken was man ggf. ändern könnte...der ist meiner Ansicht nach so ziemlich im Eimer und dessen Leben so ziemlich verwirkt..insbesondere nach Traumaerfahrungen. Das GAnze ist verblüffend unspektakulär und einfach, auch wenn Gewaltopfer zunächst immer sagen: ist so schwer etc..die allermeisten sagen nach einer Weile: mennomenn..war ja gar nicht so schwer und ist allet halb so wild..warum zum Teufel hab ich das nicht schon früher gemacht. Ich bin auch davon überzeugt: können kann das jeder...kostet nix außer ein wenig Vertrauen in sich selber und den Therapeuten und hat oft große Effekte in HInsicht darauf seine Probleme lösen zu können. Was hast du also zu verlieren? So wie ich das sehe, kannst du damit an sich nur gewinnen.
Deine Entscheidung - dein Leben!

Gruß
Tyra

P.S. es ist nicht meine Absicht dich zu verletzen..ich stelle hier nur die Dinge aus meiner Sicht dar..oft habe ich erlebt, dass Menschen nicht aus ihrer Haut herauskonnten, weil sie sich selber durch die Illusion gedeckelt haben: ich kann das nicht..ich bin halt so und das für alle Zeiten...das ist eine unreife/kindliche Verhaltensweise, und selbstzerstörerisch dazu...Mir tut so was in der Seele weh..weil ich selber aus eigener Erfahrung weiss, dass es NICHT so ist und an sich durch wenig Handlung in die richtige Richtung im Leben oft wesentlich einfacher ist. Mich nervt es auch immer wieder, dass Mißbrauchstäter gewinnen, anstatt die Opfer...die auch gewinnen könnten, wenn sie sich mal anders sehen könnten als aus der Täterperspektive (= schwach, passiv, also duldend und wenig handlungsfreudig..."Stillhaltepuppen" die im Schockzustand des Traumas verharren, sich als wertlos ansehen und nicht wert z.b. ne Traumatherapie zu machen). Im Grunde bestimmt jeder selber durch sein Denken über sich was er kann und nicht kann, ober er klein oder groß ist, ob schwach oder stark...Gedanken lenken unser Tun...wer denkt er ist nix und kann nix (ändern oder keine Therapie machen etc.) der ist letztlich verloren...ist hart aber ist so...daher immer mein Rat: etwas TUN um die richtige Denkweise zu erhalten..z.b. ne Therapie MACHEN....Ja., ich verweise immer ziemlich hart auf Eigenverantwortung und plädiere klar dazu den Hintern hochzukriegen (was sehr viel damit zu tun hat einen ersten Schritt weg vom Täterdenken = stillhalten, nix tun,niemandem etwas erzählen zu machen) nach bestem Wissen und Gewissen und als wohlgemeinter Rat. Sry wenn mir dabei manchmal die Gäule durchgehen....ist meine temperamentvolle Art und immer nur gut gemeint.
 
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Ja, es stimmt!!! Ich traue mich noch nicht in den Schritt der Therapie...ich bin noch nicht soweit!!! Meine momentane Verfassung und Denkweisen lassen das noch nicht zu!
Ja ich schäme mich noch unendlich, dass hämmt mich, weil ich Angst habe! Ich habe Angst, soche Angst, dass ich wie gelämt bin,....
Gelähmt etwas zu tun!!!
Und meine Schuldgefühle lähmen mich! Ich bin nicht schuld, ich bin nicht schuld, ich bin nicht schuld,.........ich versuche es mir ständig vorzusagen!
Aber ich kann nicht glauben, darauf vertrauen, dass es so ist!!!!
Ich bin in das Auto eingestiegen, ich hatte ihn sehr gern, ich habe es übermich ergehen lassen,........deshalb schäme ich mich!
Er sagte, ich wollte es ja auch! Ich war mir plötzlich unsicher...............
wirkte ich so auf Ihn? Er sagte es immer wieder: Ja du willst es!!
Ich glaubte es schließlich selber und verdrängte! Keiner würde mir glauben!
Was würden die Leute von mir denken? Meine Eltern? Alle Bekannte?
Er würde alles abstreiten!!!! Diese Schande!!! Es ist mir alles zuviel! Ich konnte nicht mehr reagieren, es war als wäre ich nicht mehr ich selbst!!!
Alles war anders! Ich wollte mich nicht mehr daran erinnern! Ich musste ihn immer wieder sehen!!!!! Ich redete mir ein, es ist nichts passiert, ich bilde mir nur alles ein!!! Bin ich verrückt????
Bin gelähmt!!! Hab mich vergraben, versucht nurnoch andere Dinge zu tun!! Irgendwie zu Überleben!!! Aber zurzeit kommen immerwieder diese Aussetzer, diese Lähmungen! Und wieder fühle ich mich wie 14 J. !!!!! Komme ich jetzt an den Punkt zurück, an dem ich anfing alles zu verdrängen????

Ich möchte nicht wieder zurück...........LG Happymaus
 
Tja Happymaus,

ich hoffe du schnallst es so schnell wie möglich das hier Abgrenzung angesagt ist..d.h. du scheinst ja bislang dem Täter mehr zu glauben als dir selber...wenn du daran festhältst und anderen mehr glaubst als dir selber....bist du in allen Lebensbereichen so ziemlich im Eimer um es mal direkt auszusprechen ...und wirst dein Leben lang im Opferhabitus verharren. Miese Kerle haben ein Gespür für unsichere Opfer. Wird Zeit dass du beginnst deine Selbstschutzmechanismen in Gang zu kriegen. Derzeit ist Opferstarre angesagt..aber wie lang liegt das Ganze denn nun nochmal zurück?...les les..auweia..das ganze passierte dir mit 14 Jahren und nun bist du bereits 26...das reicht auf jeden Fall an Verdrängungsphase....wird allerhöchste Eisenbahn dass du sich menschlich verhältst und die Karnickelstarre an den Nagel hängst! Dieser Zustand ist ja bereits Gewohnheit geworden...was isn des für'n Leben? sieh zu, dass du da raus kommst! Kopfschüttel....12 Jahre nach dem Vorfall und immer noch nicht so weit? Wann denn dann? Leichter wird es bei weiterem Warten auf keinen Fall.

Wenn schon keine Therapie beim Psychologen, so mach zumindest mal Kampfsport oder nen Selbstverteidigungskurs für Frauen. Das wäre auch schonmal ein Fortschritt. Dabei kannst du dein Selbstbewusstsein stärken, was ein wichtiger Schutz ist.
Eine Schande ist es in meinen Augen eher, dass du dich so schlecht behandelst, nach mittlerweile über 10 Jahren immer noch kaputtschämst für ne Tat die ein anderer begangen hat und für die du nicht im allergeringsten verantwortlich bist..du scheinst da ziemlich masochistisch veranlagt zu sein..ich nenn das immer Jesus-Syndrom..die Schuld und Sünde der Welt tragen zu wollen. Ich kann dir nur nochmals raten: lass die Schuld da wo sie hingehört!...bei diesem hinterhältigen und klar eigenmotivierten Fiesling, der dich eiskalt und kalkuliert ausgenutzt hat.

Solange du es nicht packst dich zu motivieren und zu einer Beratungsstelle oder zu einem Psychologen zu gehen, dich nicht mehr zu schämen und selbst zu beschuldigen wirst du weiterhin in der Verdrängung rumzirkeln...ggf. bis zum Sanktnimmerleinstag und meist irgendwann in eine nachhaltige psychische Erkrankung... Verdrängen haut nie hin..der Körper vergisst niemals und bei unreflektiertem, also unverarbeitetem Trauma können ggf. irreparable Schäden an deiner Psyche entstehen, es kann zu Verhaltensstörungen etc. kommen etc. etc...
Es liegt letztlich an dir dich zu mögen oder weiter zu hassen und schlecht zu behandeln, indem du dich anklagst und dir die Schuld gibst...und deshalb weiter rumleidest.
Ich hoffe sehr dass du BALD einlenkst und akzeptierst was passiert ist..bzw. angemessen darauf reagierst: mit Beschuldigung und Anzeige des Täters..(was auch wichtig wäre bevor es weitere Opfer gibt!...) und/oder auch mit Therapien etc. um den Opferhabitus (Grundhaltung= mangelhaftes Abgrenzungsvermögen, kaum Selbstbewusstsein etc.) den du ganz stark zeigst gezielt abzubauen. Eine extrem wichtige Sache, wie ich finde...und zwar nicht nur in Hinsicht auf eine vernünftige Verarbeitung des Gewalttraumas, sondern auch für dein Leben allgemein. Du denkst vom Ansatz her ziemlich schräg und selbstgefährdend...was an sich oft nur ne gute Verhaltenstherapie ein klein wenig wieder richten kann und auch sollte. Das solltest du dir wert sein.

Mach was, dann wird's was! Ich drück dir weiter die Daumen 😉
LG
Tyra

Verdrängung ist ein Schutzmechanismus der Seele, bei Gewalttrauma ist es jedoch wichtig das ins Unterbewusstsein abgetauchte Trauma ins Bewusstsein zu holen um ihm die Krallen zu stutzen..ansonsten hackt dir dat Ding auf Dauer die Psyche kurz und klein...verrückt werden kann durchaus passieren..ggf. Psychose..wenn man zu lange wartet und nicht rechtzeitig ambulant ein psychisches Ungleichgewicht therapiert.
Ich weiss wovon ich rede..meine Schwester hatte auch ein Trauma, hat immer nur verborgen allet schöngeredet und das zu lange verdrängt...das Ende vom Lied: Angstpsychose..eine echt miese Sache fürs Hirn..dann ist fraglich ob sie je wieder so leistungsfähig und normal wie früher sein wird...mach nicht den gleichen Fehler! Das Leben mit einem untherapierten Gewalttrauma ist manchmal ein Spiel mit dem Feuer.
 
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Hallo happymaus,

Ich kann dich verstehen ich kenne die angst die angst es zu erzählen, die angst nachher von anderen missverstanden zu werden, Nachher alleine dazu stehen. Darüber zu reden doch das brauchst du nicht. was dir passiert ist ist schlimm aber du bist nicht schuld du bist das OPFER. Eine Frau oder mädchen was einen ganz bösen ALLEIN SCHULDIGEN MANN begegnet ist. Du warst nicht immer ein Opfer du wurdes zu einen gemacht das muss dir klar werden.

Mein Tip an dich ist gehe einfach mal zu einer beratungsstelle da kannst du reden wenn du willst oder kurse machen die dich stärken. Ich habe das auch gemacht und ich kann dir nur sagen die erste zeit ist es hard du brauchst viel kraft aber schon nach ein paar sitzungen wird es besser du fühlst dich nicht mehr so gefangen.

Ich kann nur jetzt von mir reden aber ich habe seid jahren nicht mehr gelacht bis gestern es war befreiend ich hatte echt vergessen wie gut es tut zu lachen darum bitte ich dich du hättes genug leid werde wieder glücklich fang an zu lachen .
Lass dich nicht von so ein perverses Schwein fertig machen kämpfe und diesmal wird du siegen bestimmt .

Das Mädchen und alles gute
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht mir sehr schlecht.......ich weiß nicht wie ich das überstehen soll!
Ich bin total ANGESPANNT in jeder Beziehung!!! Ich kann mich einfach nicht enspannten..........Nachts nicht schlafen......
ich hab Angst, dass ich nichts mehr in meinem Leben hinkriegen werde!
Ich bin die absolute "Versagerin"...........!!!!
Nirgends kann ich einfach schwach sein, so sein wie ich fühle, immer muss ich funktionieren! Ich bin nicht ich selber, stehe völlig nebenmir!
Mein Leben fällt zusammen wie ein Kartenhaus.....!
Bin völlig ausgebrannt.........ich fühle irgendwie nichts, bin in einem dunklem schwarzen Loch! Was ist nur los mit mir? Wieso komme ich da nicht selber wieder raus, frag ich mich ständig? Wann ist endlich Schluss?
Hilfe!!!!!!!!!!!! Ich mag mich selber nicht mehr ich hasse mich!

Tschüss.....

Unhappymaus
 
Hey du traurige Maus,
was soll ich dir sagen als das es mir die letzten Wochen ähnlich ging aber halt mit einem anderen Hintergrund und ich bereit war zu gehen. Doch ich hab hier Menschen gefunden die mir helfen und ich möchte dir nun auch was davon abgeben.Zuerst läßt du mal die negativen Worte weg wie versagerin, hass usw.Und dann schau mal wie weit du bis jetzt schon gekommen bist was du alles schon hast ist das nicht schon etwas ? Du hast dir doch dieses Ziel gesetzt und das es stressig wird das wußtest du doch von Anfang an aber du hast es fast erreicht.Jetzt aufzugeben ne das geht nicht Du bist auch eine Kämpferin und die dürfen auch mal ins Loch fallen aber dafür sind dann deine Freunde da die dir helfen. Vorschlag nimm dir einen Tag erstmal eine Auszeit für dich alleine oder mit Freunden. Mach etwas ganz anderes als nachzudenken lenke dich ab mit guten Sachen ich weiß nicht was du gerne magst aber vielleicht ein Vergnügungspark, ein Wellnesstag mit Massage,sauna, reiten usw.
Vielleicht führst du dir auch jeden Tag eine Stunde oder zwei für Dich zu gute
du machst nur das was du magst geh spazieren in den Wald oder Park dort kannst du das Leben sehen riechen .....Machst du Sport? Geh Joggen ich habe damit angefangen und es ist ein tolles Gefühl .....
Happymaus, ich weiß das das nicht von heute auf morgen geht im Grunde genommen mußt du deine Einstellung ändern mußt sehen das es erst mal um dich geht das zu verstehen ist nicht immer leicht aber dazu mehr per pn......
ich schicke dir zwei kleine Lachgrübchen mit die kitzeln dich und zaubern ein kleines lächeln in dein Gesicht Du weißt ich bin da .......
L.G. Blutengel
 
Ja, ich hab mir dieses Zeil gesetzt damals - unter anderen Vorraussetzungen - es ist viel passiert seither!
Und dann hab ich irgendwann versucht durchzuhalten...... und jetzt kurz vor dem Ziel hab ich das Gefühl ich werde dieses Ziel nicht erreichen.......ich bin total überfordert......... in letzter Zeit ist alles anders... ich hab viel Schmerzen körperlich und seelisch, bin viel krank.......
Ja bisher - bisher hab ich irgendwie einiges hingekriegt, bin auch stolz darauf! Genau deshalb versteh ich mich selber nicht, warum jetzt nicht, warum hab ich das Gefühl mir zieht jemand den Boden unter den Füssen weg...............! Ich hab bisher immer versucht irgendwie weiter zu machen - nicht aufgeben - es hat viel Kraft gekostet - aber es ging!
Ich hab jetzt keine Kraft mehr!!!! Sachen die ich früher gern gemacht hab, gefallen mir nicht, will ich nicht mehr.......ich hab irgendwie die Freude verloren irgendetwas zu machen.......weiß nicht wiso!
Ich will nichts mehr ............auch nicht mehr durchhalten!

Unhappymaus
 
Hallo Unhappymaus,

du hast die Wahl: dich der Realität stellen und mit der Vergangenheit abrechnen, damit es dir wieder besser geht, oder nx tun und weiterleiden. Ich würde dir raten dass du deinen Selbsthass mal in die Wüste schickst und stattdessen mal was Gutes für dich tust, dir psychologische Hilfe holst, damit du raus kommst aus deinem Leiden.
Dieser nachhaltige Leidensdruck wird dich auf Dauer immer kränker machen...es liegt alleine in deiner Verantwortung das zu verhindern oder nicht.

An sich ist alles gar nicht so schwer, du musst nur den ersten Schritt tun und akzeptieren, dass es Zeit ist dir fachkundige Hilfe zu suchen und auch ANZUNEHMEN.

Du klingst ohnehin nach Depression, ohne fachärztliche Therapien kommst du da eh nicht raus. Warte nicht zu lange damit, das Leben ist an sich zu kurz und zu wertvoll als dass man zu lange herumleidet. Also beende diesen Quatsch und tu mal was für dich! Du hast die Macht dazu dich aus deinem Tief wieder rauszuholen, also tu's einfach und tu was notwendig ist: endlich Therapien machen um den posttraumatischen Stress abzubauen. Wirst sehen, dass es dir danach besser geht und du auch eine happymaus werden kannst.

Ich wünsche dir dabei viel Erfolg!
LG
Tyra
 

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