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Mißbraucht

H

Happymaus

Gast
Hallo,

ich habe einige Probleme, alles hat irgendwie mit dem Mißbrauch zu tun, den ich mit 14 Jahren von einem Bekannten zu tun den ich 2 Jahre ertragen habe.

Mit 14 wurde ich sexuell Mißbraucht, noch heute fühl ich mich furchtbar, wenn ich daran denke!! Ich werde nie verstehen wiso, er mir das angetan hat! Ich mochte Ihn unheimlich gern! Vielleicht war ich sogar ein bisschen verliebt in diesen viel ältern, verheirateten Mann! Eines Tages fuhr ich mit Ihm im Auto mit zu einer Veranstaltung...... er machte mir unendlich viele Komplimente, er fragte mich direkt was ich für sexuelle Erfahrungen gemacht habe, ob ich einen Freund habe, dabei kam er mir immer näher in diesem Auto - ich werde nie diese Stelle vergessen als er dann plötzlich in den Wald gefahren ist und das Auto absperrte, ich hatte furchtbare Angst....!!!! Ich kann diese Angst garnicht beschreiben!
Er hat mich vergewaltigt, mich gefesselt, mir sehr weh getan!
Heute bin ich 26 Jahre alt, mit 16 J. war ich in einer Beratungsstelle und habe dort mit einer Psychologin gesprochen. Es war unheimlich schwer und ich fühlte mich nach den Gesprächen immer noch schlechter........ich hab abgebrochen......
Als ich dann mit 19 J. meinen Freund kennengelernt habe, und ihm ein Jahr später alles erzählt habe, war ich mit 20 J. nocheinmal dort.....habe aber wieder abgebrochen.......ich konnte nicht.........es war zu schlimm darüber zu reden..........!!!
Ich habe alles verdrängt, ich beschloss damals nicht mehr daran zu denken, es gelang mir immer wieder, aber manchmal sah ich diesen Bekannten, da er in meiner Nähe wohnt..........!!!!!!!! Dann kam immer alles wieder hoch..... !!!
Mit der Zeit ließ ich keine Gefühle mehr zu!!!! Bis heute, die Beziehung zu meinem Freund, war nicht immer leicht für mich!!!! Oft wollte ich einfach Schluss machen, obwohl ich ihn liebe! Wenn man das Liebe nennen kann, ich weiß es nicht.........ob ich wirklich Liebe empfinden kann......!!! Es ist irgendwann normal geworden, ich hab mit Ihm geschlafen, es war anders aber Spaß macht es mir heute noch nicht.......!!!
Warum? Ich liebe ihn doch? Glaub ich zumindest?
Ich habe Schmerzen beim Sex!!! Ich dachte immer es ist normal, für mich war es auch irgendwie normal! Ich wollte um jeden Preis ganz normal sein, wie allle Frauen in meinem Alter, und nicht zimperlich sein.....!!!
Ich wollte mich "normal" verhalten!!!! Vergessen, verdrängen, egal hauptsach nicht daran denken!!! Ich bin oft depressiv, möchte mich vergraben!! Ich leide unter heftigen Stimmungsschwankungen!!! Mein Freund ist seit 4 Jahren mein Mann!!! Ich weiß manchmal nicht, ob er mich wirklich liebt!!! Wir haben geheiratet, weil meine Eltern, es nie so zugelassen hätten, dass wir nur so zusammenziehen!!!!!! Ich habe einen Beruf, eine Ehe, und dieses unerträgliche Schicksal des Mißbrauch!!!!
Es hat mich sehr geprägt und ich weiß nicht wie ich endlich lernen kann wirklich zu leben!!!! Ich habe das Gefühl ich bin gelähmt ich funktoniere wie eine Puppe, aber ich lebe nicht wirklich! Ich bin Arbeitnehmerin und Ehefrau, Freundin, Kind meiner Eltern, Schwester aber ich bin nicht wirklich ich!!!!!!!! Was soll ich tun??? Kann ich überhaupt noch was tun????
Dieser Bekannter hat mich benutzt, aber ich bin auch selber Schuld, ich mochte Ihn!!!
 

Hallo Happymaus,

schau mal hier: Mißbraucht. Hier findest du vielleicht was du suchst.

hallo happymaus,

immerhin redest du jetzt doch mit uns darüber, und das ist gut so.
ich kann dir keinen wirklich qualifizierten rat geben, weil ich als mann das nur eingeschränkt nachvollziehen kann, aber:

das ist ein zustand, in dem du nicht bleiben kannst. such dir nen andern therapeuten, und wenn du dem auch nicht vertrauen und reden kannst, dann noch nen anderen, und hör da nicht auf, bis die chemie stimmt, du findst ganz bestimmt einen.

denn deine jetztige beziehung zu deinem mann geht sonst ganz kaputt, und das sollte sie doch nicht - im gegenteil, du solltest wieder spass am leben - und auch am sex haben.

liebe grüsse

peter
 
Hallo,

durch den sexuellen Mißbrauch wurdest du traumatisiert..diese Schmerzen beim Sex deuten auf ein posttraumatisches Stress-Syndrom. Das solltest du unbedingt therapeutisch behandeln lassen, damit sich das nicht festsetzt.

Mit dem Verdrängen ist das sone Sache. Mag sein, dass der Kopf ein wenig vergessen kann...kann er aber an sich auch nicht wirklich..bei gewissen Sinneseindrücken (Gerüche oder Tatortähnliche Umgebung, Begegnung mit dem Täter ähnlichen Personen etc. ) kann es zu flashbacks kommen, in den Träumen taucht die untergründig wirkende Angst auch immer wieder in Form von Alpträumen auf etc..V.a. der Körper kann jedoch niemals vergessen. Sehr viele Opfer von Gewalttraumata leiden lebenslang an unterschiedlichen Schmerzsyndromen oder werden psychisch krank, wenn sie sich nicht helfen lassen und eine gute Verarbeitungstherapie machen.

Ich würde dir also dringend raten: tu was gegen das Trauma. Du wirst ohnehin nie völlig vergessen können was dir wiederfahren ist, aber mithilfe von Therapie kannst du leben wieder gut zu leben und angemessen mit der Sache umzugehen. Zu viel und zu langes Leiden muss und sollte nicht sein!
Du kannst ne Menge für dich tun! Packs an und stell dich der Sache, bevor die dich immer wieder packt und dir unnötige Schmerzen bereitet. Seelenmüll muss raus, sonst macht er krank.

Rede dir v.a. nicht unnötige und unsinnige Schuldgefühle ein...wenn man jemanden symphatisch findet gibt das demjenigen lange noch nicht das Recht ein vierzehnjähriges unerfahrenes Mädel zu mißbrauchen...so nett dieser Mann dir auch erschien..hier hattest du es leider auch mit einem Soziopathen zu tun, d.h. einem Menschen der sich über Moral, Anstand und Gesetz gestellt hat um seinen Triebegoismus auszuleben. Soziopathen können äußerst charmant sein, sind aber grad darum nicht weniger gefährlich...Ich finde an sich hättest du dir selbst und auch anderen ggü die Pflicht diesen Typen zu outen...auch im Nachhinein noch...oft fühlen die sich durch das Schweigen ihrer Opfer ermutigt auf der Schiene weiterzumachen.
Mach dir klar: dieser Mann ist ganz allein verantwortlich für sein Tun und Handeln, ihn allein trifft die Schuld an dem Vorfall. Du musst dich für nix schämen...auch nicht für eine Teenieverliebtheit od.ä. allein er sollte sich in Grund und Boden schämen, dass der dich so schamlos ausgenutzt und benutzt und gedemütigt hat...Neben dem moralischen Aspekt, dass ein erwachsener Mann so was einfach nicht tut, ist da noch die gesetzliche Seite, er hat sich strafbar gemacht, denn Sex mit Minderjährigen ist strafbar! Das sind die Fakten..nicht das was du dir so zusammengedacht hast mit deinen Schuldgefühlen...lass ab von dieser Denkweise...sie ist Mitursache für diesen postraumatischen Stress der in dir herrscht und dich auf Dauer krank macht. Lass dir das Ganze nochmal in Ruhe in einer Beratungsstelle für Gewaltopfer oder einem auf Sexualdelikte spezialisierten Psychologen erklären...die werden dir dasselbe sagen. Grenz dich ab und schieb die Schuld dahin wohin sie gehört: auf den Typen der dich mißbraucht hat...das ist ein sehr wichtiger innerer Abgrenzungs- und auch Verarbeitungsschritt, der auch wichtig für den Erhalt deiner Beziehung wäre. Pete hat da Recht, dass mit einem unverarbeiteten Trauma ne Beziehung oft zu sehr belastet ist und auch kaputtgehen kann. Irgendwo hast du da Verantwortung dir selbst ggü und auch deinem Partner ggü dich um die Sache zu kümmern. Du gehst ja gewiss auch zur Krebsvorsorge oder einmal im Jahr zur Kontrolle zum Zahnarzt etc..kümmerst dich um deine Gesundheit...dazu gehört auch Seelenhygiene oder bei Trauma, dass man sich auch darum kümmert, sich dabei fachärztlich helfen lässt.

Auch wenn der Weg der Konfrontation und ERinnerung schwer sein mag, manchmal ist es notwendig sich schlimmen Dingen/Erinnerungen zu stellen, steinige Wege zu gehen um wieder ans Licht und normale Leben heranzukommen...per aspera ad astra...über steinige Pfade zu den Sternen...

Ich wünsche dir dabei viel Erfolg, denn ich finde du hast es nicht verdient auch nur eine Minute länger als notwendig an der bekloppten Untat eines unsozialen Typen zu leiden...das wäre eine verkehrte Welt...bieg sie wieder gerade! Nur Mut, du schaffst das schon...packs an, bevor es dich packt!

LG
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Ihr habt bestimmt Recht, dass sagt mir mein Verstand!
Aber zwischen wissen und tun liegen bei mir noch Welten!!!
Ich habe Angst, Angst, Angst! Ich weiß nicht mit wem ich zuerst reden soll, wo finde ich einen guten Therapeut? Ich schäme mich unendlich, ich traue mich nicht mehr....... habe einfach keinen Mut!
Ich weiß ich sollte auch offener mit meinem Mann darüber sprechen, aber selbst da fehlt mir der Mut und die Kraft, wieder das Thema aufzurollen....ich weiß nicht...ich kenne ihn und glaube, dass ich ihn föllig überfordern würde. Das hab ich schon gemerkt, als ich ihm die Geschichte das 1. Mal erzählt habe......er kann damit nicht so gut umgehen.....!
Ich glaube ihm ist es lieber wie reden nicht darüber!!!
Ich funktioniere nur noch!!!! Ich versuche krampfhaft mein "normales" Leben aufrecht zu erhalten!!!!
Ich habe Angst vor Therapeuten und Therapeutinnen! Ich hatte immer das Gefühl, es geht denen nicht wirklich um mich, nur darum das der Täter angezeigt wird....sie hackten immer und immer wieder darauf rum......
bis ich es schließlich nicht mehr hören konnte!
Es bringt doch alles nichts......
Mein Leben ist versaut und es bleibt auch versaut bis ich sterbe!!!!

LG
Happymaus
 
Hallo Happymaus,
ich erlebe ähnliche Dinge wie du ich habe meine missbrauchserlebnisse immer verschleppt bis heute. ich habe vergessen zu reden, reden zu können ........
Aber gibt es bei dir nicht im Umkreis einen Frauenhilfeverein da könntest du doch erst mal hingehen und dich mit anderen Betroffenen austauschen oder auch erst mal zuhören.Das wäre ein Anfang.Bei mir hier im Ort gibt es eine Gruppe die trifft sich einmal die Woche regelmäßig aber ich war noch nicht bereit zu reden
Tut mir leid das ich dir sowas schreibe und es selber noch nicht in Anspruch genommen habe es fällt sehr schwer und ich kann dich verstehen ........
Blutengel
 
Hallo,

folge deiner Intution oder deinem Verstand...sei froh dass du sowas hast, der auch offensichtlich richtig funktioniert und benutze ihn..wozu hast du das Ding denn sonst?

Scham ist nicht notwendig, Schuldgefühle unangemessen..DEin Leben ist bereits unnormal geworden wenn du nur auf "Fassade" machst und dahinter kaputt gehst und bröckelst. Bevor die Angst noch größer wird und das gesamte Gebäude mit großem Getöse zusammenkracht solltest du rechtzeitig Hilfe suchen...Blutengel hatte auf Frauenhilfsvereine hingewiesen...bei dir vor Ort gibt es so was gewiss auch..oder Lebensberatung von Caritas und Diakonie oder eine Gewaltopferberatungsstelle oder irgendein Psychologe den man anrufen und nach Adressen von spezialisierten Psychologen fragen kann..musst nur mal in die Gelben Seiten schauen und ein wenig herumtelefonieren.

Du solltest keine Angst vor Therapeuten haben, sondern eher Schiss davor haben nicht hinzugehen! Therapeuten sind zahme menschen, haben Schweigepflicht, beißen nicht und verurteilen auch nicht, sondern sind professionelle Helfer. Es ist ein falscher Sinneseindruck dass die auf dir rumhacken..wozu sollten die das tun? Deren Job ist es zu helfen..mag sein, dass die auch mal einen schlechten Tag haben, mag sein dass sie auch mal etwas unkonzentriert sind, bei zig Klienten kann man auchmal etwas müde sein..dann ist es selbstverständlich seine Eindrücke zu schildern und zu sagen was einem nicht passt etc....Man sollte da auch keine Wunder erwarten, der Therapeut ist nicht Gott der Schwupps macht und alles ist wieder juut...man muss gucken, das man jemanden findet, dem man vertraut und mit dem man gut reden und zusammenarbeiten kann..du musst dich zu nix zwingen lassen..auch nicht zu ner Anzeige..Ich denke niemand wird das dort machen...dir wird nur dazu geraten, was ja auch Sinn macht! Und auch wichtig für dich wäre...aber letztlich entscheidest du alleine was du machst und was nicht!
Anscheinend hattest du negative Vorerlebnisse mit einer Beratungsstelle? Das tut mir leid für dich, aber es gibt ja noch andere Hilfsmöglichkeiten, die du nutzen kannst..

Aus deinen Schilderungen lese ich ab, dass du arge Probleme mit dem Abgrenzungsvermögen hast..dich bedrängt fühlst durch Ansichten oder Erwartungshaltungen anderer Menschen..hier ist dringend eine Verhaltenstherapie und auch sowas wie Kampfsport etc. notwendig, damit du in solchen Sachen wie Selbstbewusstsein und Abgrenzung stärker wirst...dann hast du vor nix mehr Angst! Ich war früher auch ne Schissbuxe hatte es sehr schwer Vetrauen zu fassen, habe dann aber auf meine Vernunft gehört und mich immer und immer wieder über die Ängste hinweggesetzt...war an sich gar nicht so schwer..die meisten Bedenken waren alles Illusion und Spinnereien...zuletzt ist dann das Selbstbewusstsein größer und die Ängste kleiner geworden, bzw. so gut wie ganz verschwunden...Also fass dir ein Herz..bzw. höre auf deine Vernunft und tu einfach das was notwendig ist...ohne Zip und Zap...Du kannst das ebenso schaffen wie andere auch!

Kann sein, dass deine Angstzustände auch bereits krankhaft sind und psychiatrisch-medikamentös behandelt werden müssen...Ansprechpartner ist der sozialpsychiatrische Dienst vor Ort oder auch erstmal Hausarzt, der dich an einen FAcharzt weiter überweisen kann.

Es wäre schade, wenn du dem Irrglauben verhaftet bleibst, dass dein Leben durch den Mißbrauch für alle Zeiten im Eimer ist..dadurch würdest du dem Täter zu große Macht geben, anhaften und dich weiterhin seiner Macht beugen...meiner Ansicht nach wird es Zeit für dich aufzustehen und Contra zu geben, damit du diesen Lebensabschnitt hinter dir läßt und gestärkt in eine bessere Zukunft gehen kannst. Gib dir selbst ne Chance und unternimm etwas gegen das Trauma dann wird dein Leben auch wieder gut und lebenswert!

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
ich glaube ich schaff das nicht, irgendwo hingehen und mich "outen"!!!
Ich kann nicht reden.... ich hab viel zu viel Angst davor, ich weiß es wird mir noch schlechter gehen, weil ich mich stellen muss - andererseits muss ich aber auch funktonieren....bei der Arbeit u.s.w. !!! Wie schaff ich das?
Ich möchte nicht das es alle ummichherrum wissen!! Ich möchte es nicht jedem erklären müssen, warum es mir so schlecht geht!!! Was sag ich dann wenn sie fragen???
Wenn es mir schlecht geht ziehe ich mich immer mehr zurück! Wie soll ich den Alltag hintermich bringen!
Bei meiner Arbeit muss ich voll mit meinen Gedanken dabei sein, ich kann es mir nicht leisten, abzuschweifen und über anderes nachzudenken....
Was heißt genau Verhaltenstherapie?
Habt ihr schon mal eine gemacht???
Frauenhilfegruppe, Ärzte, Therapeuten, ......es ist doch so ich muss es erzählen, die Personen sehen mich, denken dieser Person ist das passiert.....Name u. Gesicht.... ich kann das nicht....
Wenn sie mich treffen, in der Stadt oder sonst wo wie der Zufall will, werden sie mich anders anschauen..... das befürchte ich....
Sie sehen die Person, der so etwas schäbiges, eckliges passiert ist und sie werden mich verurteilen!! Kann man das nicht verstehen? Ich möchte nicht immer mit diesem Erlebnis in Erinnerung gebracht werden!!!!
Zu meinem Hausarzt möcht ich auch nicht gehen!
Ich möchte nicht, dass er schlecht von mir denkt! Ich hab fürchterliche Angst davor - ganz abzustürzen - wenn ich mein "Fassade" langsam abbaue, dass ich zusammenbreche und mich niemand mehr mag, weil es mir passiert ist.....- dass ich nicht mehr kann, nichts mehr kann, nicht zur Arbeit gehen, nichts, wenn ich nur daran denke was passiert ist oder Albträume habe, mein Mann hat mir oft gesagt, dass ich im Schlaf oft nach Hilfe rufe und "lass mich in Ruhe"....fühle ich mich wie gelähmt......
Wie erwähnt war ich bereits zweimal mit viel überwindung bei einer Beratungsstelle, aber immer wenn ich am zusammenbrechen war, war ich allein, und ich wollte nicht in einer Psychiatrischen Anstalt landen.......
....vorher bring ich mich um, bevor ich so abstürze.....!!! 🙁

LG
Happymaus
 
Schschschschsch......t Happymaus bleib jetzt erstmal stehen wo du stehst
und sortiere deine Gedanken. Du mußt dich nicht outen und reden schon gar nicht wenn du nicht willst.Ich kann mich in dich ganz gut hineinversetzen weil es mir auch so geht.Natürlich kann ich dir sagen wie ich damit umgehe aber die Lösung ist das auf Dauer ganz bestimmt nicht.
Das du hier bist und darüber etwas sagst wie es dir geht ist doch schon ein Anfang.Bleib doch erst mal hier, es ist doch anonym, schau dich hier um, lese hier von den Betroffenen wie sie alle versuchen irgendwie damit umzugehen vielleicht ist etwas dabei das dir Mut macht und du es auch ausprobieren möchtest.Das Problem läuft nicht von selber weg Du wirst hier bestimmt einen Weg finden der dir helfen wird/ kann.Bitte bring dir Zeit mit, so schnell geht das nicht.Mach nicht alles gleichzeitig es ist doch schon ein kleiner Schritt das du hier bist.
Blutengel
 
Hi,

ich stimmte Blutengel zu...mach erstmal Schritt für Schritt.

Vor Therapeuten und Beratungsstellen musst du keine Angst haben, dort herrscht überall Schweigepflicht, du kannst dort vollkommen geschützt über alles reden.

Deine Ansichten und Ängste du würdest verurteilt oder z.b. dein Hausarzt würde schlecht über dich denken ist totaler Unsinn! Du bist anscheinend immer noch auf dem Tripp dich selber als schuldig zu betrachten...das bringt nix...denn das stimmt nicht! Du bist das Opfer dass sich für nix schämen muss...wenn jemand Schuld ist und verurteilt wird, bzw. werden sollte ist das der Täter! Und so wie ich werden auch gewiss dein Hausarzt und andere Leute deiner Umgebung denken.
Wieso sollte dir jemand die Schuld für etwas anlasten, dass ein anderer zu verantworten hat?
Ich habe auch null Problem damit meinem Freund oder Freunden oder in einem Seminar bei passender Thematik zu sagen, dass mein Vater früher ein Gewalttäter war, ein Soziopath und Egoist ist...was hat das denn mit mir zu tun? Meine selbstbewusste Offenheit wird immer anerkannt und ich denke viele Menschen lieben und achten mich gerade deswegen...das ich die Dinge beim Namen nenne und mich nicht scheue auch unschöne Seiten meiner Kindheit auf den Tisch zu bringen. Falls ich Alpträume hätte, die ich aber aufgrund meiner offen Art nicht habe..und mich mein Freund im Schlaf um Hilfe rufen hören würde etc..würde der wissen wollen warum ich solche Alpträume hätte und ich könnte da an sich nix verbergen..ich habe keinen Bock drauf nur Fassade zu sein...anderen Menschen was vorzuspielen damit sie sehen was sie sehen wollen...Ein Mensch ist keine Maschine..und in eine solche Rolle sollte man sich NIEMALS drängen lassen...also lass ab von diesem Denken:ich muss doch funktionieren....Mutti trägt das JOch der Welt..das ist ein ungesunder Masochismus! Und der eigentliche Grund warum Menschen zusammenklappen! Denn niemand hält auf DAuer das Leben als Maschine aus. An meiner Schwester hab ich das erlebt..sie wollte immer nur funktionieren, hat die unverarbeitete z.T alptraumhafte Kindheit (Vater gewalttätig..zwar kein körperlicher aber seelischer Mißbrauch etc..devote Mutter die ihre Kinder nicht schützt, sondern mit Selbstmorddrohung Weggehen verweigert etc. etc.) schöngeredet und verdrängt und ist direkt in die Psychose gerasselt...Meine jüngere Schwester und ich waren bockig..haben uns Auszeiten genommen, einen gesunden Egoismus aufgebaut..unsere privaten "Therapien" der Abgrenzung, Selbstbestimmung und Selbstfindung durchgezogen und hatten damit mehr Erfolg im Leben...
Auch du darfst mal schwach sein und auch dein Leid herausschreien und zu heulen und zu wüten...und das Recht das sich jemand diese schlimmen Dinge anhört die du erlebt hast und der dir dabeihilft dieses Trauma zu überwinden!

Ich finde es recht unrealistisch und auch irgendwo beleidigend, dass du es abstürzen nennst, wenn jemand in eine Klinik geht, sich psychiatrisch behandeln lässt. Ich sehe es eher als vernünftig an sich helfen zu lassen..ggf. auch in einer Klappse...also psychiatrischen Klinik...da ist überhaupt nix Schlimmes oder Abfälliges dabei. Meine Schwester hat jahrelang auch nur ihre Ängste verborgen, ist vor 2 Jahren dann zusammengeklappt, an einer Angstpsychose erkrankt und war wochenlang in einer geschlossenen Station zur Behandlung..das hat ihr den Hintern..bzw. die Birne gerettet! Ärzte und Kliniken sind nicht der Feind, sondern manchmal die einzige Chance wieder auf die Beine zu kommen.
Klar ist es unangenehm sich den Dingen zu stellen und auch Arbeit ne Therapie sorgsam durchzuführen. Das sollte man sich aber auf jeden Fall wert sein finde ich...ohne Gesundheit..auch und v.a. geistige Gesundheit läuft eh nix..Unbehandelte Traumata lösen ja oft Krankheiten aus...was verhinderbar ist durch rechtzeitige Therapien..ambulante Therapien..wenn man zu lange wartet kann es auch sein, dass man stationär behandelt werden muss...aber: na wenn schon!...Hauptsache man kriegt irgendwann den Dreh und unternimmt was!

Man sollte ein wenig bescheiden sein das Geschenk des Lebens achten und sich würdig verhalten..sich nicht angstvoll verkriechen oder von Selbstmord brabbeln, sondern aufrecht vorangehen und tun was getan werden muss..und zwar im vorliegenden Fall: einsehen, dass man Hilfe braucht und diese annehmen..dabei bricht man sich gewiss keinen Zacken aus der Krone!

Tschuldige für die strengen Worte..ich kann deine Ängste und Bedenken ja verstehen, aber manchmal muss man seine Bedenken halt wegpacken und "andocen"..d.h. sich in fachärztliche Hände begeben...ein wenig Vertrauen fassen und auch mal andere machen lassen. Manchmal muss man im Leben auch unangenehme Dinge machen...wie z.B über traumatische Erlebnisse reden...damit das Trauma aus einem herauskommt und sich vom Acker machen kann.

Meine Schwester macht seit 2einhalb Jahren eine Verhaltenstherapie und erzählt sehr häufig darüber...sie findet diese Therapie klasse und man merkt auch Fortschritte. Sie hatte genau wie du zunächst größte BEdenken und null Bock drauf...und kann jetzt gar nicht mehr damit aufhören, weil sie merkt wie gut ihr das tut und wie wichtig das ist um Kindheitstraumata zu überwinden.

Du solltest nicht mit deiner Gesundheit spielen und warten bis du total zusammenklappst...man kann ohne weiteres ne Verhaltenstherapie, die einmal die Woche für 1-2 Stunden stattfindet auch mit Beruf etc. vereinbaren...das kann nebenbei laufen. Dort kann man dann mal Dampf ablassen und über einige Dinge reden und hat dann den REst der woche den Kopf freier und kann sich auch besser auf Job etc. kümmern...Mit nem unverarbeiteten Trauma im Nacken ist man da höher belastet als mit einer Therapie, die einen letztlich entlasten kann.
Hab ein wenig Vertrauen zu dir selber..mit rechtzeitigen ambulanten Maßnahmen kannst du ein Zusammenklappen verhindern. Und hab auch ein wenig mehr Vertrauen in die Menschen die du um dich hast..sie werden dich kein bißchen weniger lieben, wenn sie wissen, was dir angetan wurde! Im Gegenteil werden sie es zu würdigen wissen, dass du ihnen vertraust und auch deine inneren Sorgen und Erfahrungen anvertraust. Sowas gehört an sich zum normalen Miteinander.

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

deine Worte sind hart "Tyra", aber danke, obwohl ich vieles noch nicht so nachvollziehen kann.....
Als aussenstehender sieht man Dinge immer anders, wie wenn man selber mittendrin ist........
Im Moment herrscht bei mir ein großes Durcheinander an Gefühle! Du sagst immer ich bin nicht schuld.....nur der Täter.....aber was tun, wenn ich mich so fühle.....ich bin doch mitgefahren, ich fand ihn sympatisch - war sogar ein bisschen verliebt! Ich bin Schuld, dass meine Intuition, mein mein Gefühl mir nicht gesagt hat, mit Ihm stimmt was nicht! Wiso hab ich nichts gemerkt? Das Fühle ich, ich fühle meine Schuld....
Mein Verstand kann deine Sichtweise gut nachvollziehen und verstehen, aber mein Gefühl kann es nicht!!!!!!!!!!!

Es tut mir leid, dass ich abwertend über die Psychiatrie geschrieben habe, so hab ich es nicht gemeint!
Ich hab einfach nur Angst davor.......es mag sein, dass ich in einem "Klischee" denke, aber das tun auch bestimmt viele andere Menschen, seien wir doch mal ehrlich, auch die in meiner Umgebung.......

Klar ich bin krank, ich hab viele Probleme! Vorallem Gewichtsprobleme, ich sollte dringend abnehmen........ich hab richtige "Fressattaken" auf Süßen und alles mögliche, wenn ich mich schlecht fühle.....oft ist mir schon furchtbar schlecht vom essen! Dann gibt es Phasen, da es ich fast nichts, dann ist mir auch schlecht....! Ich bin ein richter Frustesser!!!!

Ich mag mich selber nicht mehr, ich habe einen großen Berg Probleme und jammere rum!! Du hast recht, wenn du so hart zu mir bist.....
Ich hasse mich selber!!!! ich bin in jeder Hinsicht "S****"

Grüßle
Happymaus, nein eher das Gegenteil
 

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