Ich möchte mit meinem Beitrag nicht die Entrüstung, Sorge oder Angst wegreden, aber Kinder sollten nicht in den gleichen Topf wie Erwachsene gesteckt werden. Ihnen Vorsatz zu unterstellen, wo sie noch nicht einmal das Wissen haben, was wir haben, finde ich voreilig. Kinder entdecken sich und andere auf andere Weise als wir es uns als Erwachsene noch vorstellen können. Unsere Zeit der Entdeckung liegt schon ein paar Tage zurück. Jeder Erwachsene trägt zudem seine ureigenste Geschichte zur Sexualität mit sich herum. Weshalb hier auch entsprechende Reaktionen mit einfließen.
Eine Einrichtung kann generell keine 100% Aufsicht abdecken. Wie es natürlich in jeder einzelnen zu besagtem Thema aussieht, vermag ich nicht zu beurteilen. Offenes oder geschlossenes Haus, erst wenn das Thema auftritt, wird reagiert oder sollte spätestens dann reagiert werden.
Wichtig ist, dass Einrichtungsmitarbeiter und Träger, sowie andere Eltern über die Entdeckerfreude der Kinder informiert sind. So ist eine Aufmerksamkeit entstanden, von der aus gehandelt werden kann.
Es kommt auf das Alter aller beteiligten Kinder an. In der Einrichtung, in der ich gearbeitet habe, haben wir seither verschiedene Regeln aufgestellt und versucht die Bedürfnisse der Kinder doch nicht völlig zu abzuwürgen.
Kinder mussten sich zu Toilettengängen, und man will sie doch auch zur Selbständigkeit erziehen, abmelden. Wir haben darauf geachtet, dass gerade besagte Kinder nicht zur gleichen Zeit gehen, sondern nacheinander. Unsere Aufmerksamkeit war mehr noch vorhanden, gerade auch, weil das Thema ein besonderes ist. Bücher wurden angeschafft "Hat Pia einen Pipmax?" ist übrigens sehr schön. Es gibt noch diverse andere, die speziell das Thema kindliche Sexualität behandeln.
Was ich wichtig finde ist, nicht nur die vermeintlichen Täter zu betrachten, sondern auch das vermeintliche Opfer. Dieses gerade nämlich hat seine Gründe, weshalb es das mit sich machen ließ. Vielleicht sogar aus eigener Neugierde. Wie sich der Enkel gefühlt hat habe ich jetzt nicht erlesen können. Kinder die mit sich machen lassen brauchen nämlich eine Stärkung in ihrem Selbst. Da nützt nicht zu sagen, geh nicht mit fremden mit, lass nicht mit dir machen.....
Abschließend..... bei uns gibt es eine Erziehungsberatungsstelle, bei der sich Eltern, aber auch sicher Großeltern gerade auch zu diesem Thema Unterstützung holen können. Auch bei dir Gast, wird es eine solche Einrichtung geben.