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Missbrauch in der Kindheit

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Darf ich fragen wie alt Du bist , weil es ist ja ein Unterschied, ob Du 20 oder 50 bist, darf ich fragen, ob Du im Berufsleben stehst , fragen wie Deine Lebenssituation ist, versteh mich nicht falsch , das solltest Du selbst hinterfragen, also für Dich , es geht hier nicht um einen Seelenstriptease Deinerseits.

Je detaillierter Du die Liste machst, also Du hinterfragst selbst , wie soll denn der Freund / die Freundin / die Freundschaft aussehen, weil es geht ja darum " echte Freunde " zu finden - oder ?

Also je detaillierter Du die Liste machst , desto genauer kannst Du schauen , wo Du es vielleicht mißverständlich formulierst. Beispiel
"Ich hab das Problem , das ich keine echten Freunde finde"

Dabei muß Dir klar sein , Deine Definition von echt ist nicht die Definition von echt Deines Gegenübers.

Der Mensch , der ein völlig anderes Lebenskonzept hat, als Du , nimm was einfaches " Pünktlichkeit", der vielleicht dem Konzept folgt " Komme ich heute nich komm ich morgen "...definiert dieses echt anders , andere Kultur, andere Bildung, anderes Lebenskonzept etc.

Ich denke aber schon , das nur Du entscheiden kannst, welchen Anspruch Du an eine Freundschaft hast, die Frage ist nur , ob jemand diesem Anspruch gerecht werden kann, ich denke , es gibt auch Menschen, die so vertrauenswürdig sind oder es werden, wenn Du sie kennst , das Du da sehr wohl vertrauen kannst, dieser Anspruch den Du an eine " echte " Freundschaft hast, der sollte mal ganz genau differenziert werden.

Klar ich sag jetzt mal es gibt völlig "überzogene" oder "irre" Vorstellungen was Freundschaft betrifft,
für mich ist es nicht "echte" Freundschaft wenn jemand 500 "beste Freunde" auf facebook hat, es ist wohl auch nur für eine Minderheit so, das die Religion das heute noch vorgibt, zumindest in der westlichen Welt , aber der verkappte Narzisst versteht das , wie Du Dich in einer echten Freundschaft zu verhalten hast , sicher nicht zu Deinen Gunsten, nennt es aber trotzdem "echt".

Dann stellst Du fest, Jammerbeweihräucherung macht dauerhaft nicht wirklich Sinn, aber das Vergangene vergessen , geht auch nicht, das ist der Zwiespalt, den Du aufgrund Deiner Vergangenheit zu bewältigen hast, das Alleinstellungsmerkmal , all die Zerissenheit, die Trauer , das unausgesprochene Unrecht, das Dir widerfahren ist.

Aber auch hier differenzierst Du nicht - war es psychischer Mißbrauch ( Dogmen, Verhaltensweisen, Lügen ), körperlicher + psychischer Mißbrauch ( weil jetzt die ganzen Schläge dazukommen und die anderen körperlichen Züchtigungsidiotien, die sich Eltern einfallen lassen oder wer auch immer ) oder war es gar sexueller Mißbrauch (was ja das körperliche und psychische beinhaltet ) ?

Wenn Du dann Menschen anders aussortierst, weil Du mit Menschen anders umgehst , als ein Nichtopfer, dann ist das Dein gutes Recht und kein Vertrauensmangel, sondern notwendiger Selbstschutz Deinerseits.

Deshalb, je genauer Du Deine Vorstellung , Deinen Anspruch, das was Du unter einen echten Freundschaft verstehst, Deinem Gegenüber vermitteln kannst, desto unmißverständlicher wird es .

Fang da mal selbst bei Dir an, so ganz einfach , denke zurück, wie oft Du schon gelogen hast .....
nu höre auf den Anspruch, den Du an den Menschen hast, der diese Freundschaft mit Dir führen kann, darf der Dich belügen ? Würdest Du ihn belügen ?


Nun also mehr zu mir.
Ich bin weiblich, 34 Jahre alt und lebe ein unscheinbares Leben mit Familie und Beruf.
Ich lernte mit 7 Jahren kennen, was es heißt frühreife Klassenkammeraden in der Klasse zu haben. Später lernte ich meinen Onkel, meinen Lehrer, meinen ersten richtig Freund, ein paar Bekannte und einen Fremden besser kennen.
Meine Erfahrungen gehen von sexueller Nötigung bis Vergewaltigungen.

Im Grunde habe ich nicht hohe Anforderungen an Freunde. Sie sollten ehrlich sein und in der Not für einen da sein. So wie ich immer da stehen würde, wenn Not am Mann sei und ehrlich zu meinem Gegenüber bin.
Was ich nicht leiden kann, ist Einseitigkeit. Das ich immer nur für mein Gegenüber da sein muss. Ich höre gerne zu, diskutiere auch gerne über Gott und die Welt und bin auch gerne fröhlich.

Ich denke die Vergangenheit veränderte jeden Menschen, ob er möchte oder nicht. Und ich empfinde es als menschlich auch mal jammern zu müssen. Seis bei einem der sich übers Wetter ärgert oder jm. der sich über sein Befinden ärgert. Ich sehe es als vollkommen normal an auch mal über das was war zu "jammern". Auch wenn das in unserer Gesellschaft nicht gerne gesehen wird.
 
Doch im Internet gibt es sie zu Haufen die Selbsthilfeforen. Aber deren Selbstmittleid geht mit irgendwie auf die Nerven. Die Menschen schauen nicht nach vorne, verlieren sich im Schmerz. Ich bin jedoch ein Mensch der es akzeptiert was passierte. Doch was ich nicht akzeptiere ist wie Missbrauch weniger schlimm wie ein Beinbruch angesehen wird. Auch ein Mensch mit gebrochenem Bein darf Schwierigkeiten im Leben nach seinem Unfall haben. Ein Missbrauchter Mensch soll vergessen und es nie wieder erwähnen. Ich verstehe auch nicht warume s für einen Außenstehenden so schlimm ist, wenn man sagt das man sexuelle Gewalt erlebt hat.
Als Betroffener ist man ständig am Trösten der Person der man was erzählt. Ich spreche deshalb auch nicht mehr darüber.

Hallo liebe Eule

Ich habe das auch erlebt und sehe das heute anders, als früher.

Mir will auch nicht eingehen, warum das nicht offener besprochen werden kann und wenn, weniger triefend, sondern konstruktiver, Lösungsorientierter.
Es würde oft gar nicht erst zu solchen Übergriffen kommen, wenn das Thema nicht mehr so tabuisiert werden würde.
Ich bin praktisch deshalb als kleines Schulmädchen missbraucht worden, weil es im Umfeld niemanden gab, der dafür sorgte, dass so etwas nicht passiert. Das Ärgste damals war, weil ich mich nicht traute, mich zu wehren, weil man mir dauernd aufgelauert ist, weil ich diesen Drangsalien immer ausgesetzt war, ich nicht wußte, wie tun, was machen. Das Fürchterlichste daran ist wahrscheinlich diese Hilflosigkeit, man weiß sich nicht zu helfen. Ich wusste nicht, wie reagieren, wie umgehen mit dieser Situation.
Ich dachte, das ist so, das muss ich ertragen, keiner hat mir erzählt, falls so was ist, dann mach dies, mach das- das hätte doch gereicht.
 
Habe ähnliches erlebt und ich empfinde unsere Politik und Justiz als täterfreundlich. Auch die Mitmenschen haben kein Verständnis für die Auswirkung von sexueller Gewalt.
Man wird verlassen, weil man anders und anstrengend ist. Man soll glatt, normal und einfach sein. Sich eine Therapie suchen....

Nebenbei bemerlt, Diese gesellschaftliche Täterbezogenheit erkennt man
man auch daran, dass Kinderschänder "pädophil" genannt werden...griechisch für "Kinderliebe"
🤮 als hätte sexuelle Gewalt etwas mit warmherziger Liebe zu tun.
Sie sind pädosexuell.


Ja man sollte unkompliziert und unscheinbar sein. Das Problem ist, dass pödophilie eine Erkrankung ist wo sich ein Erkrankter nicht so einfach helfen lassen kann. Deswegen die unheimliche Dunkelziffer von Tätern. Denn wer sich offenbart wird gesellschaftlich gelyncht.
 
Ich denke die Vergangenheit veränderte jeden Menschen, ob er möchte oder nicht. Und ich empfinde es als menschlich auch mal jammern zu müssen. Seis bei einem der sich übers Wetter ärgert oder jm. der sich über sein Befinden ärgert. Ich sehe es als vollkommen normal an auch mal über das was war zu "jammern". Auch wenn das in unserer Gesellschaft nicht gerne gesehen wird.
Das darfst du auch. Suche dir Menschen in deinem Umfeld, die dir gut tun und dich dafür nicht noch verurteilen. Oder schreibe alles auf.
 
Ich finde es spielt keine Rolle ob einer böse ist oder krank.


Hm ich denke schon. Aus welchem Beweggrund handelte mein Gegenüber. Um Macht auszuüben, oder aber um seinen inneren Drang zu stillen weil er sich nicht Selbstbeherrschen kann.

Ich kannte mal einen älteren stark dementen Herrn der, da bin ich mir sicher nichts aus Böswilligkeit machte, plötzlich vor mir mastrubieren anfing und mir so hinterher lief.

Dieses Beispiel zeigt die Selbstbeherrschung, die manche Menschen mehr oder weniger besitzen. Manche Pädophile vergreifen sich nie an einem Kind, durchleben ihre Gedanken in Träumen. Andere hingegen nehmen ein Lebewesen.
 
Ich habe drei Therapien gemacht. Immer mit dem Fokzs auf das Hier und Jetzt und in die Zukunft gerichtet. Dadurch schaute ich immer nur von unten "auf den Berg" , ohne ihn zu begreifen. Mein Sportlehrer, dem auffiel, dass ich "komisch" bin, sprach mich auf meine Erfahrungen an. Ihm selbst ist ähnliches passiert. Er gab mir den Tipp mich in Ruhe hinzusetzen und zunächst alles aufzuschreiben, was passiert war. In allen Details. Dann sollte ich das Geschehen aus der Sicht des Täters niederschreiben. Was ich glaube, was ihn ihm vorging, als er das gemacht hat. Und dann noch einmal aus der Sicht, wenn der Täter kein Mann, sondern eine Frau gewesen wäre. Ich war erst geschockt, von dem was er da sagte. Es klingt irgendwie total krank das zutun.

Aber ich freundete mich mit diesem Gedanken an, dies zutun. Ich sah mir den "Berg" also aus allen Richtungen und Perspektiven an. Es war krass und vielleicht hätte man es mit einem Therapeuten zuvor besprechen sollen. ABER: es hat mir geholfen endluch aus dieser selbstgeschaffenen Opferrolle rauszukommen. Ich spürte plötzlich Wut und keine Schuld mehr. Und so wie du, bin ich gewissermaßen froh, heute der Mensch zu sein, der ich bin. Dieser Versuch war wie ein Befreiungsschlag für mich. Ich fühle mich wieder handlungsfähig und kann offen damit umgehen. So meine Erfahrung nach drei Therapien und diesem Selbstversuch. Es machte den Wunsch, auch mal schwach sein zu dürfen, gewissermaßen überflüssig. Denn weil ich noch stehe und auch du noch stehst, das macht uns stark.
Ich hoffe du findest deinen Weg und Menschen um dich herum, die ihn mit dir gemeinsam gehen. Ganz viel passiert in unserem Kopf und es ist ein Prozess zu erkennen, dass man mehr als die Vergangenheit ist.

Auch ich habe mehrere Therapien gemacht.
Geholfen habe auch ich mir selber. Ich kaufte mir ein Selbsthilfebuch wo Aufgaben an einem gestellt waren. Sich schriftlich mit dem was war auseinander zu setzen. Mir bewusst zu machen was ich benötige, was ich jedem Täter sagen wollen würde, woran ich denke, was meine Träume sind.

Ich habe vieles auf Papier gebracht und irgendwann dem Feuer geschenkt.

Als mein Mann zu mir sagte, denk doch mal an die Täter warum sie es genacht haben, war ich anfangs sehr enttäuscht und wütend. Doch ich dachte nach. Ich verstand letzten Endes immer noch nicht warum sie es machten, aber es milderte den Hass. Manches auf Erden kann man nicht verstehen und ist evtl. auch nicht dafür gemacht worden.
 
Hallo liebe Eule

Ich habe das auch erlebt und sehe das heute anders, als früher.

Mir will auch nicht eingehen, warum das nicht offener besprochen werden kann und wenn, weniger triefend, sondern konstruktiver, Lösungsorientierter.
Es würde oft gar nicht erst zu solchen Übergriffen kommen, wenn das Thema nicht mehr so tabuisiert werden würde.
Ich bin praktisch deshalb als kleines Schulmädchen missbraucht worden, weil es im Umfeld niemanden gab, der dafür sorgte, dass so etwas nicht passiert. Das Ärgste damals war, weil ich mich nicht traute, mich zu wehren, weil man mir dauernd aufgelauert ist, weil ich diesen Drangsalien immer ausgesetzt war, ich nicht wußte, wie tun, was machen. Das Fürchterlichste daran ist wahrscheinlich diese Hilflosigkeit, man weiß sich nicht zu helfen. Ich wusste nicht, wie reagieren, wie umgehen mit dieser Situation.
Ich dachte, das ist so, das muss ich ertragen, keiner hat mir erzählt, falls so was ist, dann mach dies, mach das- das hätte doch gereicht.

Ja es ist traurig so etwas.
das Problem ist viele wissen nicht was die Übergriffe für Ausmaße in der Zukunft haben werden- was ich als das schlimmste am ganzen anseh. Es ist nicht nur die Zeit zu überstehen...
 
Auch ich habe mehrere Therapien gemacht.
Geholfen habe auch ich mir selber. Ich kaufte mir ein Selbsthilfebuch wo Aufgaben an einem gestellt waren. Sich schriftlich mit dem was war auseinander zu setzen. Mir bewusst zu machen was ich benötige, was ich jedem Täter sagen wollen würde, woran ich denke, was meine Träume sind.

Ich habe vieles auf Papier gebracht und irgendwann dem Feuer geschenkt.

Als mein Mann zu mir sagte, denk doch mal an die Täter warum sie es genacht haben, war ich anfangs sehr enttäuscht und wütend. Doch ich dachte nach. Ich verstand letzten Endes immer noch nicht warum sie es machten, aber es milderte den Hass. Manches auf Erden kann man nicht verstehen und ist evtl. auch nicht dafür gemacht worden.
Ich finde es stark und mutig von dir, dass du dich damit auseinandergesetzt hast, du bist eine starke Person, zu der aber auch deine Emotionen gehören. Sie dürfen sein. Viele Menschen reden viel, sie reden schnell, ohne eine Ahnung zu haben. Du weißt es besser. Lass all diese Menschen, die meinen es besser zu wissen oder die dir schaden oder an dir zweifeln aus deinem Leben. Du brauchst sie nicht. Und wenn du "schwach" bist (was ich nicht glaube), dann schäme dich nicht dafür sondern stehe dazu und frage ruhig auch mal deine Mitmenschen, wie es ihnen denn in deiner Situation gehen würde.
Du darfst sein wer du bist und du darfst stolz darauf sein, dass du heute der Mensch bist, der du bist. 🙂
Ich habe lange gebraucht, um an Wut überhaupt zu gelangen. Jetzt muss ich noch lernen, sie richtig zu lenken. Alles in seiner Zeit.

Alles Gute dir!
 
Ja man sollte unkompliziert und unscheinbar sein. Das Problem ist, dass pödophilie eine Erkrankung ist wo sich ein Erkrankter nicht so einfach helfen lassen kann. Deswegen die unheimliche Dunkelziffer von Tätern. Denn wer sich offenbart wird gesellschaftlich gelyncht.
Ich habe mal bei einer einschlägigen Pornoseite nachgeschaut, welche am meisten angeklickt werden. Ganz jung..je jünger, je lieber..
Das ist immer schon so gewesen, so krass das klingt, es geht ein Reiz aus von der Fantasie, haben tun sie sicher viel mehr, als zugegeben wird- wenn man rein wissenschaftlich hinschaut. Wer hätte nicht gern Sex mit einem kleinen Fräulein, hat mal jemand am Stammtisch im Suff rausposaunt, das deine Tochter sein könnte. Nur zur Information- der Mensch hat Triebe und denen fallen die grenzwärtigsten Sachen ein, je verbotener, umso mehr Reiz. Manche leben das in ihren Fantasien aus ( Porno) und manche machen das zur Realität. Da muss uns was einfallen, das kann doch nicht sein, dass das immer so weiter geht.
Ich weiß selbst nicht, was. Den Nährboden entziehen- alle Kinder bestmöglichst vor dieser Gefahr warnen, bzw. helfen, sich gut schützen zu können.
In einem Radiobeitrag sagte mal ein Vortragender über dieses Thema: so früh wie möglich normal darüber reden, diese Eventualität durchgehen, genau so, wie man auch zur Sprache bringt, was tun, wenn man in der Menge verloren geht. Das muss sitzen wie im FF.
Es muss auch jeder Kerl wissen- wehe, denk nicht mal dran.

Als Teenie habe ich mal etwas geklaut. Eine Haarspange. Man hat mich erwischt und zur Polizei gebracht, ich wurde stundenlang dort festgehalten und die ganze Szenerie war an Dramatik nicht zu überbieten. Das hat aber so was von geholfen, das war dermaßen erzieherisch wertvoll, ich war seither geheilt. Das könnte auch funktionieren mit den Männern, die das verharmlosen.
 

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