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Merkwürdige Spielchen und meine Gefühle werden schon weniger

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dass sie vermute, dass hier jemand große Angst vor Beziehung habe und alles dafür tue, dass man ihm nicht zu nahe komme und tue man es doch, dann sofort wieder Flucht, wenn man dann weg ist, nähert er sich wieder an und dieses Spielchen geht endlos bis es toxisch wird.
Was ist denn an dieser Situation toxisch? Du weisst woran du bist, er hat keine Zeit und will sich nicht treffen. Dafür will er aber schreiben. Das liegt ja bei dir, was du daraus machst. Aber toxisch ist da gar nichts.
 
Was ist denn an dieser Situation toxisch? Du weisst woran du bist, er hat keine Zeit und will sich nicht treffen. Dafür will er aber schreiben. Das liegt ja bei dir, was du daraus machst. Aber toxisch ist da gar nichts.

Genau, das hat mit toxisch wirklich überhaupt nichts zu tun.
@Monata
Was hindert dich denn daran dich mit ihm auszusprechen, anstatt hier
Fragen zu stellen, die dir niemand beantworten kann?
Wir kennen weder dich noch den Herren.
 
Natürlich hat der Typ Interesse.

Sonst würde er a) nicht so viel schreiben, das machen Typen nicht, die kein Interesse haben, und b) kein Treffen vorschlagen, wozu?!

Ich glaube der Typ weiß nicht so recht, was er will, ich lese hier wieder mal große Bindungsangst heraus und möglicherweise will er sich gerne binden, weil er dein Interesse merkt, weiß halt nicht wie er das anstellen soll. Das Phänomen gibt es beim Onlinedating ja oft.

Nach wie vor für schädlich halte ich dieses viele Geschreibe online. Einfach aus dem Grunde, weil man so garkeine Notwendigkeit für Treffen sieht - oder jedenfalls tun das viele nicht. Bei vielen ist seit Corona Facetime und Co das neue Treffen, sehr sehr schädlich.

Ich würde ihn treffen und auf die Vorschläge eingehen, vielleicht merkt er dann, dass reale Treffen eben doch was anderes sind, als dieses Geschreibe. Vielleicht muss er nur seine Angst überwinden und merken, dass es doch in die richtige Richtung geht. Wenn nicht, ist es aber tatsächlich vergeblich.
 
Guten Abend,

ich möchte mal versuchen, kurz zusammenzufassen, vor welchem Problem ich derzeit stehe.

Ich (38) habe einen Mann (47) kennengelernt über Freunde. Wir tauschten Nummern, anfangs schrieben wir ständig, alle 2-3 Stunden sehr intensive Nachrichten. Er war sehr aufmerksam, fragte viel und ich hatte wirklich das Gefühl seit sehr sehr langer Zeit, dass da jemand wirklich an mir interessiert ist.

Zögerlich fragte ich nach, da ich schon merkte, dass er viel unterwegs ist mit Freunden, Verwandten, Eltern, Geschwistern und auch Arbeitskollegen, ob er am kommenden Wochenende Zeit hätte für einen Kaffee. Er meinte, er sei leider das ganze Wochenende weg.

Auch am Sonntag Nachmittag keine Zeit. Wir wohnen 20min zu Fuß, also um die Ecke. Schade fand ich.

Wir schrieben, er hielt mich auch super viel auf dem Laufenden, was er gerade tat und wie es mir geht fragte er und vieles mehr. Ich dachte, wir sehen uns vielleicht das Wochenende darauf. Aber auch da hatte er dann was mit seinem Bruder vor. Ob das nun länger geplant war oder nicht, keine Ahnung. Aber komischerweise war er dann auch voll ausgebucht, also Freitag Mittag bis Sonntag. Schade wieder mal.

Nach drei Wochen hatten wir uns dann endlich mal zum Spaziergang gesehen, Donnerstags abends. Es war super schön, er nahm sich viel Zeit und schrieb mir später auch, dass er es schön fand. Das Wochenende war er - Überraschung - schon wieder komplett ausgebucht. Freunde, Familie, Arbeitskollegen.

Daher blieb mir nur die Schreiberei, er schrieb wirklich viel, soviel wie ich es noch nie gewohnt war von einem Mann. Morgens, Mittags, Abends und er war auch nach wie vor stark interessiert. Ich schrieb ihm, dass ich ihn gerne kennenlernen würde, da ich ihn in den wenigen Gesprächen als sehr angenehm empfand. Er schrieb mir daraufhin, dass er auch bereits Empfindungen hätte. Viel mehr kam allerdings nicht.

Ich freute mich schon aufs nächste Wochenende, da wir sagten, dass wir mal was am Stück machen wollten. Doch auch da war er wieder Freitag bis Sonntag Abend verplant. Für mich war das dann der Moment, an dem ich keine Lust mehr hatte zu investieren. Und dazu zählte für mich auch das Schreiben.

Das war das erste Wochenende, an dem ich ihm ein schönes Wochenende wünschte und ihm bis Montags drauf nicht mehr antwortete. Natürlich merkte er das. Ich schrieb ihm aber auch zurück, dass ich auch mein Programm habe und gern das Leben in "echt" genieße und nicht am Handy hocke, mir seine Bilder seiner Wochenend Trips mit seinen Kumpels ansehen möchte.

Er merkte natürlich, dass ich mich zurück zog und schlug ein Treffen vor. Zögerlich sagte ich zu, da ich mir eigentlich vorgenommen hatte, ihn nicht mehr zu sehen, bevor er nicht weiß, was er will. Anfangs als wir uns kennenlernten freute ich mich total auf ihn und genoss jede Sekunde der wenigen Treffen, es waren ja nur 3 insgesamt. Nach einigen Wochen hatte ich keine Lust mehr, mir ständig Termin-Körbe zu holen, dann hatte ich auch keine Lust mehr auf diese Schreiberei, von wegen "wie geht es dir, was machst du so am Wochenende, also ich bin mit Kumpels unterwegs".

Als wir uns dann endlich mal aussprachen, glaubte ich kaum, was er meinte. Er warf mir vor, ich hätte mich nicht klar genug für ihn ausgedrückt, was ich empfinde und daher habe er es eigentlich mehr als Freundschaft gesehen. Aber hätte ich klar gesagt, dass ich so viel empfinden würde, dann hätte er doch gleich gewusst, woran er sei. Und er meinte, dass er insbesondere an diesem Wochenende gemerkt hätte, dass ich mich stark zurück gezogen hätte und das habe ihn noch mehr irritiert.

Ich war erst einmal am Zweifeln, ob wir zwei, die eigentlich sehr gut mit einander kommunizierten und uns darüber ja kennenlernten, so krass aneinandervorbei denken konnten? Oder war das eine Masche? Mir plötzlich vorzuwerfen, ich hätte mich nicht bemüht? Dabei war ich diejenige, die in den ersten 2-3 Wochen ständig fragte, ob und wann er mal endlich wieder Zeit hätte. Meine Freundin hat das ganze ein wenig mitbekommen und meinte, dass sie vermute, dass hier jemand große Angst vor Beziehung habe und alles dafür tue, dass man ihm nicht zu nahe komme und tue man es doch, dann sofort wieder Flucht, wenn man dann weg ist, nähert er sich wieder an und dieses Spielchen geht endlos bis es toxisch wird.

Durch sein Umkehr bin ich tatsächlich am Zweifeln gewesen, ob ich zu wenig investiert hätte. Aber wie will man investieren, wenn der andere einen ständig auf Distanz hält.
Sowas gibt es wirklich. Seine Wahrnehmung war anders als deine und er hat es scheinbar wirklich so wahrgenommen, wie er es dir beschrieben hat.
Das ist nichts seltenes oder schlimmes. Es zeigt einfach wie wichtig Kommunikation ist und das ihr euch mehr mitteilen solltet. Offen und ehrlich über eure Gefühle redet und schaut das sie klar und verständlich beim anderen ankommen.
Es war scheinbar ein Missverständnis.
 
Grundsätzlich finde ich intensives Schreiben selbst über eine gewisse Zeit hinweg überhaupt nicht problematisch. Menschen sind einfach unterschiedlich und solange es für beide passt ist es doch okay. Tatsächlich habe ich meinen Mann auch vor langer Zeit online kennen gelernt. Das Schreiben war für uns beide launig und ein Herantasten. Man konnte vorab zu vielen Themen sondieren wie der andere so drauf ist. Mein Mann hat dann auch erst ein paar Mal fragen müssen, ob wir uns treffen, bevor ich zugestimmt habe. Ich hatte so ein ambivalentes Gefühl, ihn natürlich schon auch persönlich treffen zu wollen und demgegenüber die Angst, dass mit dem persönlichen Treffen dieser Zauber verpufft, der sich oder besser den wir uns durch das Schreiben aufgebaut hatten. Ich glaub rückwirkend, ich hab damals auch ein bisschen herumgeeiert. 😀

Irgendwann ist es allerdings genug der Herumeierei - und den Moment sollte man nicht verpassen. An dem Punkt scheint die TE jetzt zu sein.
 
Grundsätzlich finde ich intensives Schreiben selbst über eine gewisse Zeit hinweg überhaupt nicht problematisch. Menschen sind einfach unterschiedlich und solange es für beide passt ist es doch okay. Tatsächlich habe ich meinen Mann auch vor langer Zeit online kennen gelernt. Das Schreiben war für uns beide launig und ein Herantasten. Man konnte vorab zu vielen Themen sondieren wie der andere so drauf ist. Mein Mann hat dann auch erst ein paar Mal fragen müssen, ob wir uns treffen, bevor ich zugestimmt habe. Ich hatte so ein ambivalentes Gefühl, ihn natürlich schon auch persönlich treffen zu wollen und demgegenüber die Angst, dass mit dem persönlichen Treffen dieser Zauber verpufft, der sich oder besser den wir uns durch das Schreiben aufgebaut hatten. Ich glaub rückwirkend, ich hab damals auch ein bisschen herumgeeiert. 😀

Irgendwann ist es allerdings genug der Herumeierei - und den Moment sollte man nicht verpassen. An dem Punkt scheint die TE jetzt zu sein.

Gegen Schreiben ist überhaupt nichts einzuwenden, aber alleine oder hauptsächlich darüber kann man sich einfach nicht wirklich kennenlernen. Und diese Zauber, über den du da schreibst, der ist eben mit viel Phantasie und Luftschlössern verbunden. Man erschafft sich einen Menschen aus dem was man aus dem geschriebenen Wort herausinterpretiert.
Man kann sich in diese Person sogar verlieben, aber wenn man sich dann plötzlich persönlich gegenübersteht, dann ist dieser plötzlich Zauber verpufft, weil diese erdachte Person eben dann doch nicht wirklich dem realen Gegenüber entspricht.
Ja, es kann natürlich auch anders und gut ausgehen. Wenn dem aber in den meisten Fällen so wäre, dann gäbe es die vielen Enttäuschungen auf den Single- und Dating-Plattformen nicht.
 
Grundsätzlich finde ich intensives Schreiben selbst über eine gewisse Zeit hinweg überhaupt nicht problematisch.
Anwärmphase...das ist doch auch schon viel wert, wenn man sich schriftlich zuerst abtastet.
Mir fällt oft auf, dass beim Schreiben ganz andere "Gesetze in Kraft treten", als wenn man sich gegenübersitzt. Da hat man erstens keine Ablenkung, man ist viel konzentrierter, als wenn man alle Sinne beteiligt, wie eben sich anschauen, riechen, hören etc. Das wird auch schuld sein, dass man schwer enttäuscht ist oft bei einer Gegenüberstellung. Nett schreiben geht gleich einmal, man braucht sich nur vorstellen, am anderen Ende sitzt das Höchste.

Mir ist einmal etwas sehr Denkwürdiges passiert. Ich war sehr, sehr verliebt in eine Online-Bekanntschaft. Dieser entzog sich aber dauernd, wenn es um Treffen ging. Schriftlich versetzte er mich in höchste Hochgefühle, es kam aber zu einem Treff, das alle Erwartungen übertraf, ab da war Sendepause, ohne Kommentar, obwohl es extrem innig war und eindeutig echt gefühlt... dann meldete sich jemand nach längerer Zeit im Chat, nach ein paar Takten schon war ich überzeugt, er ist es, nur mit einem anderen Pseudonym, ich erkannte das an seinen zwei Rechtschreibfehlern, die er machte, an den gleichen Bekundungen, Gerede, das der eine so an sich hatte, also flirteten wir weiter, ich sagte schon, ich weiß, dass du F bist und nicht H, komm..... und er kam dann, von weit her. Wie gesagt, schriftlich waren die Sager ident mit dem F. Über viele Stunden absolut dieselben Zwitschereien, die gleichen Wortmeldungen, also war ich am Jubeln, als er endlich bereit war loszufahren. Dann stand ein Auto vor der Tür, ich eilte hinaus, draußen war ein völlig Fremder...
 
Was ich eigentlich zum Ausdruck bringen wollte ist:
Es ist voreilig und ziemlich riskant, für jemanden so Gefühle zu entwickeln, den man
nicht auch bereits real-physisch getroffen und gesprochen hat.
 
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