MessieGirl
Mitglied
@Creep: Vielleicht liest Du Dir einfach Deine eigenen Beiträge hier auf die ich meine Antwort an Dich bezoh nochmal in Ruhe durch. Es war der Tonfall deiner Sätze der sehr aufgebracht und abfällig klang... jedenfalls kam es so bei mir an. Vielleicht war "hasserfüllt" ein zu starkes Wort.
Aber nochmal: Ich tue niemandem außer mir selbst weh mit meinem Chaos. Ich lebe ja allein und als ich dies noch nicht tat, hielt ich auch alles sauber und ordentlich... mich ließ ja erst die Einsamkeit so abstürzen. Verbringe ich heute Zeit mit anderen z.B. in deren eigener Wohnung, dann helfe ich automatisch immer beim putzen, aufräumen etc.... Ich bin nicht rücksichtslos. Schädigen tue ich also nur mich selbst.
@Fritzie: Ich danke Dir sehr für Deine Offenheit! Ja, genau da kenne ich selbst: Anderen helfen, paradoxerweise sogar beim aufräumen und putzen, das tue ich auch ganz fleissig und selbstverständlich. Bei der Arbeit bin ich immer die erste die neuen Kaffee kocht, die Küche putzt, Geschirrspüler ausräumt etc... Nur zuhause, für mich selbst ist es dann eben die komplette Überforderung... ich kann mir das selbst nicht erklären. Bin daher sehr froh zu hören, dass Du das selbe Problem kennst! Hast denn Du als "Messie" überhaupt diese Sammelleidenschaft gehabt? Ich dachte immer das sammeln und nicht wegwerfen können wäre das wesentlichste Merkmal dieses Syndroms - doch auch wenn alle anderen Beschreibungen eines Messies auf mich zutreffen - emotionale Bindungen zu altem Kram oder gar Müll hatte ich nie, das sich trennen von irgendwelchem Zeug fällt mir nicht schwer und ich sammel auch nichts bewußt. Naja, ich bin glaube ich trotzdem ein Messie, denn alle anderen Empfindungen und Hintergründe treffen auf mich zu.
JETZT wo meine Wohnung wieder nett aussieht, bin ich wieder fast schon mit Freude dabei weiter aufzuräumen und zu putzen... doch ich weiß sehr wohl, dass nach einem solchen Hoch der Erleichterung nachdem ich etwas geschafft habe, auch bald wieder das nächste Tief kommen kann in welchem wieder mein Chaos entsteht. Es stimmt auch todsicher was Du und andere hier schon sagten: Das äußere Chaos ist bestimmt ein Zeichen für mein Inneres. Ich habe mich ja auch so vor mir selbst erschreckt, wie weit ab der normalen Spur ich tatsächlich geraten bin. Wie schlimm versaut mein Leben tatsächlich ist... Daher muss ich etwas nachhaltiges gegen meine inneren Probleme machen, da hast Du total Recht... die äußere Unordnung ist ja immer nur ein Symptom für etwas anderes...das ist mir jetzt klar.
Was Du sagtest wegen der ganz kargen Einrichtung: Ich verstehe den Sinn dahinter. Jedoch fände ich DAS eher eine Vorstellung die mir persönlich Angst macht und ein Gefühl von Kälte entstehen lässt. Aber da ist eben jeder sehr verschieden. Ich danke Dir trotzdem für den Rat!
@Schatten2009: Depression als Selbstschutz? Hmmm... das kann ich mir so gar nicht vorstellen. Sie schadet einem doch von vorn bis hinten. Ja klar, manche Menschen fühlen sich wohl einfach nur noch "taub" und sagen sie würden eigentlich gar nichts mehr fühlen können im Rahmen der Depressionen. Wenn man sich so "betäubt" fühlt, dann ist es vielleicht ein Selbstschutz des Körpers. Aber ich persönlich bin leider keineswegs taub... sondern von Schmerz und Verletzung erfüllt. Innerlich ungeheuer aufgewühlt, permanent. Vielleicht macht mich dies auch permanent so erschöpft und ausgepowert, wer weiß... Und rausgehen tue ich ja sehr wohl. Ich zwinge mich, auch wenn ich am liebsten den ganzen Tag nur schlafen würde und manchmal auch liegn bleibe, wenn gar nichts mehr geht. Dennoch gehe noch regelmäßig raus zum arbeiten und treffe mich, wenn sich mir eine leider seltene Gelegenheit bietet mit Menschen. Denn ich möchte nicht immer allein sein - ich weiß ja wie kaputt und traurig mich das macht. Auch da wäre also die Depression die mich im Bett halten will nicht Selbstschutz, sondern -zerstörung wenn man nicht versucht wenigstens da gegen sie anzukämpfen. Ich habe mich früher auch offen selbst verletzt, also "geritzt"... Einfach Druck ablassen war das aber nicht. Es ging mehr um Hilflosigkeit... Ich wurde stark unterdrückt und ohne normalen menschlichen Respekt behandelt... man verletzte mich stark und dann durfte ich mich nicht wehren, weil ich weniger wert war als alle anderen und im Gegensatz zum Rest der Familie ausdrücklich nicht die gleichen Rechte hatte. Sagte ich doch mal, dass mich etwas innerlich tief verletzte was sie mit mir machten, machten sie sich lustig - ganz fies sarkastisch. Oder verbaten mir agressiv den Mund... So hatte ich dann in meinem inneren Schmerz das Gefühl mich gar nicht selbst darin ernst nehmen zu dürfen...quasi als wenn man wegen dem was die anderen einem täglich einhämmern schon selbst denkt "Jetzt stell Dich gefälligst nicht so an, nerv nicht, Du spinnst doch nur rum...!" sobald man eigentlich weinen und sich wehren möchte. Also habe ich mich geschnitten und das fließende Blut war mein Ersatz für die Tränen die nicht fließen wollten, weil man sie mir ja von vornherein abgesprochen hatte. Und der Schnitt, die offene Wunde und spätere Narbe waren wie ein Beweis für mich allein, dass mein Schmerz und meine inneren Verletzungen doch real sind... Es ist sehr, sehr schwer das in Worte zu fassen!! Heute schneide ich mich seit langem nicht mehr, aber der Impuls und Wunsch ist immer noch da wenn ich von aiußen verletzt werde. Deshalb meine Theorie, dass sich mein selbstverletzendes Verhalten nun unbewußt einfach andere Ventile sucht... Bei mir die Essstörung und vielleicht auch das Leben in einer so ekelhaften Umgebung...? Naja, wie gesagt, es ist nur ein Gedanke - kann auch sein, dass nichts da dran stimmt!
Aber nochmal: Ich tue niemandem außer mir selbst weh mit meinem Chaos. Ich lebe ja allein und als ich dies noch nicht tat, hielt ich auch alles sauber und ordentlich... mich ließ ja erst die Einsamkeit so abstürzen. Verbringe ich heute Zeit mit anderen z.B. in deren eigener Wohnung, dann helfe ich automatisch immer beim putzen, aufräumen etc.... Ich bin nicht rücksichtslos. Schädigen tue ich also nur mich selbst.
@Fritzie: Ich danke Dir sehr für Deine Offenheit! Ja, genau da kenne ich selbst: Anderen helfen, paradoxerweise sogar beim aufräumen und putzen, das tue ich auch ganz fleissig und selbstverständlich. Bei der Arbeit bin ich immer die erste die neuen Kaffee kocht, die Küche putzt, Geschirrspüler ausräumt etc... Nur zuhause, für mich selbst ist es dann eben die komplette Überforderung... ich kann mir das selbst nicht erklären. Bin daher sehr froh zu hören, dass Du das selbe Problem kennst! Hast denn Du als "Messie" überhaupt diese Sammelleidenschaft gehabt? Ich dachte immer das sammeln und nicht wegwerfen können wäre das wesentlichste Merkmal dieses Syndroms - doch auch wenn alle anderen Beschreibungen eines Messies auf mich zutreffen - emotionale Bindungen zu altem Kram oder gar Müll hatte ich nie, das sich trennen von irgendwelchem Zeug fällt mir nicht schwer und ich sammel auch nichts bewußt. Naja, ich bin glaube ich trotzdem ein Messie, denn alle anderen Empfindungen und Hintergründe treffen auf mich zu.
JETZT wo meine Wohnung wieder nett aussieht, bin ich wieder fast schon mit Freude dabei weiter aufzuräumen und zu putzen... doch ich weiß sehr wohl, dass nach einem solchen Hoch der Erleichterung nachdem ich etwas geschafft habe, auch bald wieder das nächste Tief kommen kann in welchem wieder mein Chaos entsteht. Es stimmt auch todsicher was Du und andere hier schon sagten: Das äußere Chaos ist bestimmt ein Zeichen für mein Inneres. Ich habe mich ja auch so vor mir selbst erschreckt, wie weit ab der normalen Spur ich tatsächlich geraten bin. Wie schlimm versaut mein Leben tatsächlich ist... Daher muss ich etwas nachhaltiges gegen meine inneren Probleme machen, da hast Du total Recht... die äußere Unordnung ist ja immer nur ein Symptom für etwas anderes...das ist mir jetzt klar.
Was Du sagtest wegen der ganz kargen Einrichtung: Ich verstehe den Sinn dahinter. Jedoch fände ich DAS eher eine Vorstellung die mir persönlich Angst macht und ein Gefühl von Kälte entstehen lässt. Aber da ist eben jeder sehr verschieden. Ich danke Dir trotzdem für den Rat!
@Schatten2009: Depression als Selbstschutz? Hmmm... das kann ich mir so gar nicht vorstellen. Sie schadet einem doch von vorn bis hinten. Ja klar, manche Menschen fühlen sich wohl einfach nur noch "taub" und sagen sie würden eigentlich gar nichts mehr fühlen können im Rahmen der Depressionen. Wenn man sich so "betäubt" fühlt, dann ist es vielleicht ein Selbstschutz des Körpers. Aber ich persönlich bin leider keineswegs taub... sondern von Schmerz und Verletzung erfüllt. Innerlich ungeheuer aufgewühlt, permanent. Vielleicht macht mich dies auch permanent so erschöpft und ausgepowert, wer weiß... Und rausgehen tue ich ja sehr wohl. Ich zwinge mich, auch wenn ich am liebsten den ganzen Tag nur schlafen würde und manchmal auch liegn bleibe, wenn gar nichts mehr geht. Dennoch gehe noch regelmäßig raus zum arbeiten und treffe mich, wenn sich mir eine leider seltene Gelegenheit bietet mit Menschen. Denn ich möchte nicht immer allein sein - ich weiß ja wie kaputt und traurig mich das macht. Auch da wäre also die Depression die mich im Bett halten will nicht Selbstschutz, sondern -zerstörung wenn man nicht versucht wenigstens da gegen sie anzukämpfen. Ich habe mich früher auch offen selbst verletzt, also "geritzt"... Einfach Druck ablassen war das aber nicht. Es ging mehr um Hilflosigkeit... Ich wurde stark unterdrückt und ohne normalen menschlichen Respekt behandelt... man verletzte mich stark und dann durfte ich mich nicht wehren, weil ich weniger wert war als alle anderen und im Gegensatz zum Rest der Familie ausdrücklich nicht die gleichen Rechte hatte. Sagte ich doch mal, dass mich etwas innerlich tief verletzte was sie mit mir machten, machten sie sich lustig - ganz fies sarkastisch. Oder verbaten mir agressiv den Mund... So hatte ich dann in meinem inneren Schmerz das Gefühl mich gar nicht selbst darin ernst nehmen zu dürfen...quasi als wenn man wegen dem was die anderen einem täglich einhämmern schon selbst denkt "Jetzt stell Dich gefälligst nicht so an, nerv nicht, Du spinnst doch nur rum...!" sobald man eigentlich weinen und sich wehren möchte. Also habe ich mich geschnitten und das fließende Blut war mein Ersatz für die Tränen die nicht fließen wollten, weil man sie mir ja von vornherein abgesprochen hatte. Und der Schnitt, die offene Wunde und spätere Narbe waren wie ein Beweis für mich allein, dass mein Schmerz und meine inneren Verletzungen doch real sind... Es ist sehr, sehr schwer das in Worte zu fassen!! Heute schneide ich mich seit langem nicht mehr, aber der Impuls und Wunsch ist immer noch da wenn ich von aiußen verletzt werde. Deshalb meine Theorie, dass sich mein selbstverletzendes Verhalten nun unbewußt einfach andere Ventile sucht... Bei mir die Essstörung und vielleicht auch das Leben in einer so ekelhaften Umgebung...? Naja, wie gesagt, es ist nur ein Gedanke - kann auch sein, dass nichts da dran stimmt!