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Meine Tante soll nach Stroke Unit in die Geriatrie - ich habe aber einiges Schlechtes darüber gelesen

Nachträgliche Ergänzung: Wenn es meine Mutter wäre, würde mich der Gedanke "was kommt danach" sehr beschäftigen. Ich denke Geriatrie ist zeitlich mehr oder weniger begrenzt. Dann? Reha, häusliche Pflege, Pflegeheim?
Das ist eben die Frage.

Normaler KH-Aufenthalt ist m.W, begrenzt. Im momentan beschriebenen Zustand käme vermutlich nur ein entsprechendes Pflegeheim in Frage.
Mit dem Aufenthalt in der geriatrischen Abteilung schiebt man die Entlassung ja erstmal noch etwas hinaus. Und gibt der Tante so die Chance nach all den Ereignissen, sich evtl. doch noch mal etwas zu erholen und verbessern.
Und kann dann immer noch über das Thema Reha überlegen. Momentan müsste sie wohl in die Frühreha (die aber nicht jede Klinik hat) und für Kliniken mit Phase C klingt sie doch noch zu schwer betroffen.
https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/fuer-betroffene/rehabilitation/phasenmodell
 
Ja, wie geht es weiter? Es geht auch nicht nur meine Tante. Mein Onkel hat Parkinson und Pflegegrad 3. Er ist im Moment in Kurzzeitpflege. Alleine kann er sich nicht mehr versorgen. Das hat alles bisher meine Tante gemacht, ihn auch überall zum Arzt oder zum Sport hingefahren. Der ist natürlich nach über 60 Jahren Ehe auch völlig fertig.

Von einem Tag zum anderen verändert sich die Welt im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig. Meine 82-jährige, anscheinend sehr fitte, geistig rege, vielseitig interessierte Tante, mit der ich fast bei allem auf gleicher Wellenlänge bin, ist plötzlich so schwer krank. Irgendwie kann ich es noch gar nicht richtig glauben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, wie geht es weiter? Es geht auch nicht nur meine Tante. Mein Onkel hat Parkinson und Pflegegrad 3. Er ist im Moment in Kurzzeitpflege. Alleine kann er sich nicht mehr versorgen. Das hat alles bisher meine Tante gemacht, ihn auch überall zum Arzt oder zum Sport hingefahren. Der ist natürlich nach über 60 Jahren Ehe auch völlig fertig. Von einem Tag zum anderen verändert sich die Welt im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig.
Ok - so wie du deine Tante beschreibst - wage ich zu bezweifeln, dass deine Tante das wird wieder machen können. Sie wird vermutlich auch dauerhaft auf Hilfe angewiesen bleiben (in welchem Rahmen, muss man sehen).
Du schreibst von 60 Jahren verheiratet - das heißt beide um die 80 bzw. Ü80.

Du schreibst von 2 Schlaganfällen und einer Hirnblutung - waren also im Prinzip 3 Vorfälle (Schlaganfall ist ja eher Gefässverschluss). Das ist nicht gerade wenig - was da passiert ist.
Dazu noch die anderen Sachen - Lungenentzündung - und die Schluckproblematik.
Das klingt wirklich heftig.

Da sollte man sich auf Dauer vielleicht doch in Richtung einer Einrichtung orientieren, wo beide zusammen hinkönnen - würde ich zumindest so machen.
Trotzdem aber - wenn möglich - eine Reha in Betracht zu ziehen. Einfach, um die Lebensqualität evtl. doch noch zu verbessern. Insofern die Tante einen so weit fit wird, dies auch zu schaffen.
 
Dank Internet ist es leicht, über Alles und Jedes zu meckern und schlecht zu beurteilen.
Und es wird häufig mehr gemeckert als gelobt.
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Nach einem Schlaganfall ist ein Aufenthalt auf der geriatrischen Station eine Hilfe um Reha-Fähig oder alltagstauglicher zu werden.
Eine nahe Angehörige war bereits zweimal auf einer geriatrischen Station.
Neben täglicher Physiotherapie gab es 2x wöchentlich Gedächtnistraining und weitere Einzelangebote, zB auch Beratung vom Sozialdienst, wie es weitergehen könnte.
Der Aufenthalt in der Geriatrie hat sie ziemich gut mobilisiert.
Ich kann nur empfehlen, den bevorstehenden Aufenthalt ohne Vorbehalte zu sehen.
Es ist bestimmt möglich, jederzeit die Tante zu besuchen, um sich selbst ein Bild zu machen und dann gegebenenfalls zu handeln.
 
Meine Tante ist 82, mein Onkel 85. Sie haben immer viel Sport getrieben, haben nicht geraucht. Aber das heißt auch nicht unbedingt so viel. Die Lieblingscousine meiner Tante und ihr Ehemann, beide auch sehr sportlich und Nichtraucher, er Turner, starben beide mit noch nicht einmal 80 Jahren an Krebs.
 
Rehafähig ist meine Tante noch nicht. Sie hat eine Magensonde, da sie nicht eigenständig essen und trinken kann.
Was sagen die Ärzte, in wie weit das sich regenerieren kann, ob der Schluckreflex trainierbar ist ?

Ja, wie geht es weiter?
Was raten die Ärzte ?

Im Normalfall kommt auch der soziale Dienst ans Krankenbett ?

Von einem Tag zum anderen verändert sich die Welt im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig.
Ja, "Schlag"anfall, so blöd wie es ist.
Meine 82-jährige, anscheinend sehr fitte, geistig rege, vielseitig interessierte Tante, mit der ich fast bei allem auf gleicher Wellenlänge bin, ist plötzlich so schwer krank.
Mein Vater hatte zwischen 60 und 85 mehrere leichte, war auch auf dieser Stroke Unit.

Nach den Letzten, merkte ich im nachhinein, daß er auch geistig angeschlagen war.

Bereits in der Zwischenreha, viel er aus dem Bett, phantasierte teilweise, in der Reha viel er irgendwie, Oberschenkelhalsbruch. nach der OP war es dann "vorbei". Als mir der Oberarzt im Gespräch sagte, daß die Sondenernährung wieder "oben raus" kommt, haben wir auf Rat der Ärzte entsprechend der Patientenverfügung gehandelt und ihn gehen lassen.

Irgendwie kann ich es noch gar nicht richtig glauben.
Verständlich, es kam ja plötzlich und überraschend. Andererseits, ist es ein Blick in Richtung Endlichkeit.

Meine Tante ist 82, mein Onkel 85. Sie haben immer viel Sport getrieben, haben nicht geraucht. Aber das heißt auch nicht unbedingt so viel. Die Lieblingscousine meiner Tante und ihr Ehemann, beide auch sehr sportlich und Nichtraucher, er Turner, starben beide mit noch nicht einmal 80 Jahren an Krebs.

Haben sich die Eltern über so eine Situation mit den Kinder unterhalten ?
Gibt es eine Verfügung ?

Leicht ist das nicht...
 
Es tut mir leid, wie es mit deinem Vater gelaufen ist. Aber er war doch nicht mehr bei Bewusstsein, als ihr ihn habt gehen lassen. Meine Tante ist es, redet und reagiert.

Deine Fragen kann ich dir leider nicht beantworten, da ich mit meinen Cousin noch nicht über alles gesprochen habe. Mit einem Arzt habe ich auch noch nicht gesprochen, da ich mich auf meinen Cousin verlasse.
 
Meine Tante ist jetzt in dem anderen Krankenhaus in der Neurologie/Reha. Sie bekommt ab morgen Besuch von meinem Cousin bzw. dessen Freundin. Ich soll sie zunächst nicht besuchen. Ich vermisse sie so sehr.
 
Wir sind stinkesauer über das Krankenhaus, nicht über die Pflege, sondern über die mangelnde Kommunikation zwischen Ärzten und Angehörigen. Und eine total überforderte Sozialarbeiterin hat gedacht, dass meine Tante schon versorgt ist. Dabei hat sie weder einen Pflegegrad noch ist das Zuhause für sie eingerichtet. Vor sechs Wochen hat sie noch mit ihren Enkeln Trampolin gesprungen. Jetzt soll noch schnell im Wohnort meines Cousins ein Heimplatz gefunden werden. Weitere Reha wurde abgelehnt, da sie nicht alles essen und nicht selbständig auf die Toilette kann.

Zu allem Überfluss ist mein Onkel heute noch mit einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus gekommen. Mein armer Cousin.
 
Und eine total überforderte Sozialarbeiterin hat gedacht, dass meine Tante schon versorgt ist. Dabei hat sie weder einen Pflegegrad noch ist das Zuhause für sie eingerichtet.
Das ist natürlich echt sch... Dafür sind die Sozialarbeiter ja eigentlich da.
Aber das die bei Personalmangel mal die Übersicht verlieren - dass kann leider auch passieren.

In einer Rehaklinik haben die Therapeuten meist auch einen Blick mit auf das Thema Entlassung und Hilfsmittelversorgung.
Da ist es weniger wahrscheinlich, dass so etwas komplett uuntergeht.

Weitere Reha wurde abgelehnt, da sie nicht alles essen und nicht selbständig auf die Toilette kann.
Das verstehe ich auch nicht.
Meine Große macht ja momentan BFD in einer neurologischen Reha. (und ich habe ja auch jahrelang in dem Bereich gearbeitet). Dort ist es kein Problem, wenn die Patienten noch relativ schlecht sind - da kommen die auf die Frühreha-Station.
Ok, die gibt es nicht überall.
Aber auch in der "normalen" neurologischen Reha hatten wir Pat., die Schluckbeschwerden hatten. Da gibt es ja auch Mittel und Wege - und genau dafür ist ja die Reha da. Um schlucken zu lernen, .... .
Und ein Großteil der Pat. waren auch nicht in der Lage, aufs Klo zu kommen. Da wurde das eben in der Reha geübt.
Viele haben sich gut verbessert. Es gab aber auch nicht wenig, die im Rollstuhl nach Hause entlassen worden sind. Mit Pflegedienst und entsprechenden Hilfsmitteln.
Das waren genügend auch im Alter deiner Tante mit dabei. Auch in der geriatrischen Reha lief es so. Muss aber sagen, dass diese Erfahrungen schon knapp 20 Jahre her sind. Kann mir nicht vorstellen, dass sich das in den letzten Jahren so geändert hat.

Andererseits - deine Tante war nun einen knappen Monat in der Geriatrie. Hat es in dieser Zeit erkennbare Verbesserungen gegeben?
Natürlich wird auch das häusliche Umfeld angeschaut. Und das ist ja bei deiner Tante auch eher suboptimal. Sie war ja bisher die Fittere und hat sich ja noch um den Ehemann gekümmert. Was im Umkehrschluss ja leider bedeutet - dass sie keine Hilfe bekommt und komplett auf fremde Unterstützung angewiesen ist/wäre.
Vielleicht hat das auch eine Rolle mit gespielt ?!?
 

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