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Meine Onkel werden sterben... an Alkohol!

Genau deswegen, würde ich jetzt schon Distanz suchen und diese aufbauen. Sonst tritt man nachher an dich heran, wenn alle in der Gosse liegen. Warum die kostbare Lebenszeit mit solchen Leuten verplempern. Konzentriere dich auf dein eigenes Leben.

Ich möchte dich bitten, dich etwas respektvoller zu diesem Thema und zu Suchtkranken zu äußern. Mir stößt das sauer auf. Und es geht hier um die Onkel von Großstadtlegende, die ihm etwas bedeuten.

Keiner sucht sich das bewusst aus Spaß an der Freude aus, suchtkrank zu werden. Das ist eine ernstzunehmende, sehr schlimme Erkrankung. Und keiner möchte wahrscheinlich so leben, wie die Onkel in dem Fall. Viele Menschen geben sich auf. Die finden nicht mehr von alleine raus aus der Erkrankung und ihrer Situation. Die stecken dann fest und sagen sich, jetzt ist sowieso alles schon den Bach runtergegangen und ihr Leben lässt sich nicht mehr ändern. Vielleicht auch, weil sie sich jetzt schon als minderwertig fühlen. Und wenn es die eigene Familie ist und man diese Menschen trotzdem schätzt und gern hat, ist es nicht so einfach, da einen Cut zu setzen.

Das hier ist ein Hilfeforum, bei dem ich denke, das durchaus hier auch Menschen sind, die das kennen, Suchtprobleme zu haben oder die Angehörige haben, die davon betroffen sind. Und wenn man solche abwertende Dinge liest, das kann sehr schädlich sein. Ich bitte dich darum, das zu berücksichtigen.

_________________________________________________________________________________

@Großstadtlegende

Was ich wichtig finde und da muss ich allen meinen Vorschreibern voll zustimmen ist, dass deine Onkel eine Änderung selbst wollen müssen. Ohne geht es nicht. Die Frage ist aber für mich, ob sie schon so tief in diesem Sumpf stecken, ob sie Depressionen haben oder anderweitige psychische Probleme, die es ihnen schwer machen, bewusst solche Entscheidungen zu treffen und ihre Lage wirklich einschätzen und verstehen zu können.

Hier geht es für mich um eine ernste Suchterkrankung. Und dazu noch weitere psychische Probleme, denn wer seine Wohnung in so einem Zustand lässt und mit einem aufgeplatzten Fuß nicht zum Arzt geht und sich auch nicht mehr auf die Straße traut und so wenig wie möglich nach draußen geht, der hat sehr schwerwiegende Probleme. Und sich vielleicht aufgegeben.

Gerade Menschen, die z. B. vom Messietum betroffen sind oder schweren Depressionen erzählen oft, wenn es ihnen besser geht davon, dass sie keinen Punkt mehr gesehen haben, wo sie anfangen könnten. Und sie schon so dringesteckt haben, dass sie dachten, jetzt lässt sich sowieso nichts mehr verbessern. Oder dass sie dachten, sie verdienen nichts anderes, weil sie es ja nicht schaffen, ihre Wohnung aufzuräumen oder einen guten Job zu finden. Scham und Überforderung an allen Ecken spielen oft eine sehr große, tragende Rolle. Hier geht es für mich also auch viel um das Thema Respekt und Fürsorge sich selbst gegenüber.

Was ich aber auch wichtig finde ist, dass du dich abgrenzt und das Leben deiner Onkel nicht zu deinem Leben machst. Mehr als Hilfe anbieten und klar ihre Situation anzusprechen, in Form deiner Wahrnehmung, kannst du nicht. Oder vorschläge machen, dass man z. B. schon mal damit anfangen könnte, dass dein einer Onkel duscht und ihr einmal die Woche für 2 Stunden aufräumt. Aber selbst wollen und die Hilfe annehmen, das müssen beide Onkel von selbst. Und wenn sie nicht wollen, kannst du nichts machen, so schlimm das ist. Und insgesamt immer alles so, wie du persönlich das vertreten kannst und willst und welche Kapazitäten du hast. Denn du bist zwar ein Verwandter, aber auch kein Arzt oder Psychologe oder gesetzlicher Betreuer.

Was du tun kannst wäre, in Funktion als Angehöriger, der diese schlimme Situation wahrnimmt und nicht weiß, welche Mittel und Wege es über die Behörden hinaus gibt, um deinen Onkeln zu helfen, den MDK zu kontaktieren.

Bei mir war es auch mal so, dass ich eine Nachbarin hatte, die schwer psychisch krank war und nicht mehr klarkam mit ihrem Leben. Wir Nachbarn mussten auch mehrmals die Polizei anrufen. Diese hat uns dann empfohlen, das Gesundheitsamt zu kontaktieren, weil diese auch mehr Möglichkeiten besitzen. Das habe ich dann gemacht. Und die haben meiner Nachbarin sehr gut weitergeholfen und Klärung in die Sache gebracht und mir auch viele gute Tipps gegeben. (Die Nachbarin hat direkt nebenan bei mir gewohnt und es war eine sehr schwierige Situation). Das bedeutet nicht mal, dass du da was anleiern musst. Aber du kannst auch einfach mal nach Rat fragen und dir Tipps geben lassen. Denn Fakt ist auch: Wenn deine Onkel aufgrund ihrer Suchterkrankung und psychischen Verfassung gerade nicht in der Lage sind, bewusst die Situation einzuschätzen und entsprechende Entscheidungen zu treffen, dann ist dieses "Dann muss man sie sein lassen" gefährlich. Jemand der in einer Depression steckt und suizidiale Gedanken hat, wird ja auch nicht umsonst aus Selbstschutz in eine Klinik eingewiesen, so als Beispiel.

Hier ist ein hilfreicher Link dazu. Geht zwar um Alzheimer, ist aber auch auf andere Situationen übertragbar:

https://www.deutsche-alzheimer.de/u...rechtliche-grenzen-der-fuersorge-dritter.html

Fakt ist aber auch: Hör unbedingt auf, deinem einen Onkel immer wieder neuen Alkohol zu kaufen. Damit unterstützt du seine Sucht. Und gibst ihm noch weniger Anlass, mit dem Trinken aufzuhören. Du kannst ihm anbieten, für ihn Einkäufe zu machen wie Lebensmittel usw., aber dass du ihm keinen Alkohol mehr kaufen wirst. Ich würde an deiner Stelle da auch für mich persönlich näher hinsehen, warum du das machst und warum du bisher nicht den Schritt gegangen bist, schon da einen Cut zu setzen. Wenn er dann seine Gefühle nicht aushält und von Suizid spricht, würde ich entsprechende Stellen kontaktieren. Damit ihm geholfen wird. Oder er sieht, dass die Drohung mit Suizid kein guter Erpressungsversuch ist.
 
Genau deswegen, würde ich jetzt schon Distanz suchen und diese aufbauen. Sonst tritt man nachher an dich heran, wenn alle in der Gosse liegen. Warum die kostbare Lebenszeit mit solchen Leuten verplempern. Konzentriere dich auf dein eigenes Leben.

Das ist leider nicht so einfach, wie es sich anhört.

Man möchte diese Menschen ja auch nicht einfach ihrem Schicksal hinterlassen, nach dem Motto "Ja, dann stirbst du halt."

Das Problem ist meine Mutter. Sie hängt noch sehr an ihnen und hat ein schlechtes Gewissen. Schon der Vater ist an Alkohol gestorben. Ihre Mutter an Altersschwäche. Ihre Schwiegermutter an Leberzirrhose. Und jetzt ihre Brüder?

Es ist auch nicht so, dass ich für irgendwen irgendwas bezahle oder meine Zeit verschwende. Ich kaufe gelegentlich Alkohol, das habe ich damals jede Woche gemacht. Mittlerweile, da mein Vater geschumpfen hat, jeden Monat mal, aber heimlich.

Meine Mutter möchte das so, ich tue das nicht freiwillig, weil es mir auch unangenehm ist.
 
Warum der "Südländer" noch Angst vor dem Militär in seiner Heimat hat weiß ich nicht, glaubt der ernsthaft, daß ihn in seinem Zustand noch irgendeine Armee nehmen täte?

Dankeschön, liebe Daoga für deinen Beitrag.

Also, die Armee wird er dort antreten können, allerdings muss er sich dort vor Ort trotzdem mustern lassen. Die sind da ziemlich streng. Das Konsulat hier hat seine ärztlichen Untersuchungen nicht akzeptiert.
Wenn er in dieses Land einreisen würde, würde er sofort am Flughafen festgenommen werden - deshalb geht er dort nicht hin.

Mach aber bloß nicht den Fehler, ihn bei Dir aufnehmen zu wollen, wenn er von der Stadtverwaltung vor die Tür gesetzt wird.

Um Gottes Willen, nein, das würde ich nicht machen und das würde auch nie in Betracht kommen. Ich nehme doch keinen Alkoholiker in meiner Wohnung auf, das würde nur in einer Katastrophe enden.

Nicht einmal seine Brüder wollen ihn bei sich aufnehmen.

Allerdings befürchte ich, dass tatsächlich mal sowas in der Art "freiwillige Unterhaltspflicht" kommen wird - und zwar auf meine Eltern. Ich gebe ihm ja kein Geld, sondern meine Eltern.

Er hat letztens etwas vom Amt ausgefüllt und hat uns gesagt, dass er den Namen meiner Mutter irgendwo angegeben hat. Sie hat auch ein paar Vollmachten von ihm bekommen. Ich kaufe mit seiner Kreditkarte seinen Alkohol ein, mit seinen Anweisungen.
Mein Vater meinte, er möchte später nicht, dass irgendwelche Behörden vor der Tür stehen und er für irgendwas blechen muss, was ihn nichts angeht.

Aber ich befürchte, dass sowas passieren wird. Meine Mutter ist eine ziemlich gutmütige Person, was Hilfsbereitschaft angeht.
 
Wenn Du was machen willst, leg die Angelegenheit in die Hände von Experten. Sozialpsychiatrischer Dienst oder andere Stellen, notfalls mit Einweisung oder Betreutem Wohnen. Kauf keinen Alkohol mehr, diese Quelle muß austrocknen! Es gibt genug harmlose Getränke für den täglichen Durst, auf Alkoholika ist niemand angewiesen.
 
Wenn Du was machen willst, leg die Angelegenheit in die Hände von Experten. Sozialpsychiatrischer Dienst oder andere Stellen, notfalls mit Einweisung oder Betreutem Wohnen. Kauf keinen Alkohol mehr, diese Quelle muß austrocknen! Es gibt genug harmlose Getränke für den täglichen Durst, auf Alkoholika ist niemand angewiesen.

Das haben wir alles mehrmals besprochen mit ihm. Er möchte nicht. Er geht nirgends hin.

Wir haben auch schon Wohnungen für ihn gesucht, aber, die nehmen den nicht. Und er kümmert sich auch um nichts.

Das mit dem betreuten Wohnen haben wir ihm angeboten, aber er meinte dann nur, dass er sich Sauerstoffflaschen besorgen und sich dann in die Luft jagen wird.

Ich habe auch schon gesagt, dass es einfach paradox ist, ihm weiter Alkohol zu kaufen. Als wir es eingestellt haben, hat er die sich vom Supermarkt bestellen lassen. Aber das will er auch nicht, denn, ihm ist es peinlich, dass der Postbote ständig bei ihm erscheint und die Lieferung dauert ihm zu lange.
 
______

@Großstadtlegende
Was du tun kannst wäre, in Funktion als Angehöriger, der diese schlimme Situation wahrnimmt und nicht weiß, welche Mittel und Wege es über die Behörden hinaus gibt, um deinen Onkeln zu helfen, den MDK zu kontaktieren.



https://www.deutsche-alzheimer.de/u...rechtliche-grenzen-der-fuersorge-dritter.html

Fakt ist aber auch: Hör unbedingt auf, deinem einen Onkel immer wieder neuen Alkohol zu kaufen. Damit unterstützt du seine Sucht. Und gibst ihm noch weniger Anlass, mit dem Trinken aufzuhören. Du kannst ihm anbieten, für ihn Einkäufe zu machen wie Lebensmittel usw., aber dass du ihm keinen Alkohol mehr kaufen wirst. Ich würde an deiner Stelle da auch für mich persönlich näher hinsehen, warum du das machst und warum du bisher nicht den Schritt gegangen bist, schon da einen Cut zu setzen. Wenn er dann seine Gefühle nicht aushält und von Suizid spricht, würde ich entsprechende Stellen kontaktieren. Damit ihm geholfen wird. Oder er sieht, dass die Drohung mit Suizid kein guter Erpressungsversuch ist.

Hallo liebe Findefuchs,

danke, das hast du sehr schön geschrieben.

Ich gehe jetzt auf 2 Punkte ein:

- Er lehnt Hilfe ab. Eine Kur haben wir ihm angeboten, will er nicht. Denn da muss er mit Fremden arbeiten. Ins Krankenhaus möchte er auch nicht, weil er dort keinen Alkohol bekommt. Alles, was mit Behörden oder medizinischen Notdiensten zu tun hat, lehnt er konsequent ab. Er sagt, dass er sich dann in die Luft jagen wird. Ich weiß nicht, was ich darüber denken soll, denn er ist einer, der viel Zeug redet, was er nicht ernst meint. Dafür hat er keinen Mumm. Er kann nicht einmal eine Tablette schlucken.
Außerdem hat er Angst, dass man ihn nochmal auf seinen Pass aufmerksam macht und er dann vielleicht abgeschoben wird.

Denn, das Haus indem er lebt, ist kein Eigentum. Es hat auch nie seiner Mutter gehört. Einen Mietvertrag oder irgendwelche Papiere gibt es ebenfalls nicht. Es ist nur eine Sozialwohnung. Und da kann die Stadt sagen, dass er raus muss. Das wäre sein Ende.


- Klar möchte ich keinen Alkohol mehr kaufen. Ich meine, mir ist das ja auch peinlich. Außerdem bin ich Ausländer und kenne einige Leute. Wenn die sehen, dass ich in einer anderen Stadt Alkohol kaufe, dann denken die, ich würde das für meinen Vater tun, und dann würde es heißen: der Vater schickt seinen Sohn zum Alk kaufen, als Muslime.

Aber ich kann auch nicht viel tun, außer mich querzustellen. Er sagt mir oft, ich solle ihm ein Brötchen, eine Zwiebel und eine Paprika kaufen und wenn ich dann im Laden bin, bekomme ich eine Nachricht von ihm, ich solle doch bitte auch noch Alkohol kaufen. Im Sinne meiner Mutter.
Aber mittlerweile mache ich es seltener, denn er bestellt jetzt nur noch vom Supermarkt oder schickt mal seine alte Nachbarin. Die kann aber keine 8 Kisten Bier tragen und das Kaufland-Bier schmeckt halt nicht.
 
Hallo;

Ich habe jetzt nicht alle Antworten durch gelesen,aber doch manches..

Z.B
:Wenn Du was machen willst, leg die Angelegenheit in die Hände von Experten. Sozialpsychiatrischer Dienst oder andere Stellen, notfalls mit Einweisung oder Betreutem Wohnen. Kauf keinen Alkohol mehr, diese Quelle muß austrocknen! Es gibt genug harmlose Getränke für den täglichen Durst, auf Alkoholika ist niemand angewiesen.

Also ein ambulanter sozialmedizinischer Sucht Dienst wird sich um Ihn kümmern.
Das ist Richtig und diese Hilfe braucht er dringend.

Hinzu möchte ich sagen,das IHN NIEMAND zu etwas zwingen kann und wird.

OFT werden heute Leute in diesen Sucht Zuständen MIT Alkoholkonsum ambulant Betreut bis zum Lebensende.
(mit Alkoholkonsum,es wir aber drauf hingearbeitet,das es im Rahmen bleibt und nicht so exissziv wird)
OFT wird Ihnen ihr Geld eingeteilt,so das Sie über den Monat kommen und den Mindesmaß an Alkohol bekommen.
Bei Wohnungsproblemen sucht man mit Ihm auch eine andere Unterkunft.
Im betreuten Wohnen ist allerdings KEIN Alkohol erlaubt,da muss er als Sucht Abhängiger trocken sein.
Deswegen die ambulante (Zuhause) Betreuung auch bis zum Tod.

Es geht NUR darum den Menschen zu stabilisieren und ihm Hilfe zu geben,in seinem Leben so wie es ist.
Ihm seine Menschenwürde einigermaßen zu erhalten.
Ihn bei Problemen und oft zusammenhängenden Behörden Problemen zu helfen, tägliches Essen/Waschen/Sauberkeit..und ärzliche Versorgung.
Immer stehen da ganz traurige,grausame oder traumatische Lebensereignisse hinter.
Das wird erstmal anerkannt.

Es wird Ihm auch beim Einkaufen geholfen. Und AUCH beim BIER kaufen,in Maß.

Um Gottes Willen nehmt Ihn NICHT eigenmächtig den Alkohol weg..Es kann sich wohl keiner Vorstellen was das bedeutet einen kalten Alkoholentzug zu machen.
ES kann schnell zum qualvollen Tod führen.

WENN es noch Chancen oder Möglichkeiten geben sollte,diesen betreuten Menschen zu Helfen,sprich in eine Klinik o.ä zu bringen,einen Entzug zu machen auf Freiwilligen Basis,wird sich das mit der Zeit heraus kristallisieren.
Dein Onkel wäre dafür noch jung genug.
5 Jahre Alkohol Abhängig ist noch nicht zu lang,aber das wird man sich genauer anschauen.

Ein Alkoholentzug ist sehr sehr sehr Schwer,vor allem folgend wenn er trocken ist und bedarf ewige Betreuung.
Irgendwann,wenn das Stadion der Sucht zu Weit ist,ist auch das nicht mehr zu Empfehlen.

Und bitte bitte, niemals einen Alkoholsüchtigen sein Alkohol weg nehmen !!!
Das mindeste muss Ihn täglich zur Verfügung stehen.
Davon sind Sie nicht besoffen,sondern verhindert es einen kalten Entzug.

Seine Organe,sein Kreislauf,seine Psyche würden qualvoll versagen.
..ohne Hilfe krampft der Körper stark und kotzt sich zu Tode.

Andere Aussagen und Entwertungen ist pure Unwissenheit.

Ich finde Großstadtlegende du machst das wirklich Klasse und instinktiv Richtig und ich weiß das man ein großes Herz braucht und einen gewissen hohen Belastungsgrad,sich das anzuschauen.

Was andere sehen oder reden könnten ? Hab immer das höhere Ziel im Auge,das ist Wichtiger wie die Meinungen einzelner,die nicht wissen worum es geht.

Ja,es wird nicht einfacher,vor allem wenn du damit alleine stehst.
Und sicher bist du auf Dauer damit Überfordert,deswegen wende Dich bitte an den ambulanten sozialmedizinischen Sucht Dienst,die sind damit Vertraut.

Erzähle deinem Onkel immer wieder davon, und auch das Ihn niemand zu etwas zwingen wird.
Wiederhole das immer wieder.
Sie werden IHM da Helfen wo es nötig ist und wo er Einverstanden ist.
Die Leute kennen sich wirklich gut aus damit und beruhige Ihn das Du ja auch noch da bist
bis er das Vertrauen zum Sozialarbeiter gefunden hat.
Du kannst ja auch erstmal dabei sein.


(natürlich werden Sie Handeln müssen,wenn er z.B jedesmal stockbesoffen untern Tisch mit erbrochenem liegt und eine Eigengefährdung ist,das ist ja Klar und Menschlich)

Lass Dir doch einfach mal einen Beratungstermin geben,Legende, ich denke das Du viel Info und Hilfe und nutzen daraus ziehen wirst.
..evtl gleich ein Träger über die Rentenversicherung oder den MDK

Lieben Gruß und alle Gute.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo liebe Findefuchs,

danke, das hast du sehr schön geschrieben.

Ich gehe jetzt auf 2 Punkte ein:

- Er lehnt Hilfe ab. Eine Kur haben wir ihm angeboten, will er nicht. Denn da muss er mit Fremden arbeiten. Ins Krankenhaus möchte er auch nicht, weil er dort keinen Alkohol bekommt. Alles, was mit Behörden oder medizinischen Notdiensten zu tun hat, lehnt er konsequent ab. Er sagt, dass er sich dann in die Luft jagen wird. Ich weiß nicht, was ich darüber denken soll, denn er ist einer, der viel Zeug redet, was er nicht ernst meint. Dafür hat er keinen Mumm. Er kann nicht einmal eine Tablette schlucken.
Außerdem hat er Angst, dass man ihn nochmal auf seinen Pass aufmerksam macht und er dann vielleicht abgeschoben wird.

Denn, das Haus indem er lebt, ist kein Eigentum. Es hat auch nie seiner Mutter gehört. Einen Mietvertrag oder irgendwelche Papiere gibt es ebenfalls nicht. Es ist nur eine Sozialwohnung. Und da kann die Stadt sagen, dass er raus muss. Das wäre sein Ende.


- Klar möchte ich keinen Alkohol mehr kaufen. Ich meine, mir ist das ja auch peinlich. Außerdem bin ich Ausländer und kenne einige Leute. Wenn die sehen, dass ich in einer anderen Stadt Alkohol kaufe, dann denken die, ich würde das für meinen Vater tun, und dann würde es heißen: der Vater schickt seinen Sohn zum Alk kaufen, als Muslime.

Aber ich kann auch nicht viel tun, außer mich querzustellen. Er sagt mir oft, ich solle ihm ein Brötchen, eine Zwiebel und eine Paprika kaufen und wenn ich dann im Laden bin, bekomme ich eine Nachricht von ihm, ich solle doch bitte auch noch Alkohol kaufen. Im Sinne meiner Mutter.
Aber mittlerweile mache ich es seltener, denn er bestellt jetzt nur noch vom Supermarkt oder schickt mal seine alte Nachbarin. Die kann aber keine 8 Kisten Bier tragen und das Kaufland-Bier schmeckt halt nicht.


Auf mich wirkt es, als würde besagter Onkel euch ganz schön erpressen mit seiner Androhung von Suizid. Ich weiß, dass das sehr schwierig zu händeln ist und einem mitunter Sorge bereitet und Unsicherheit auslöst. Meine Großmutter war da auch oft ganz schlimm. Sobald etwas nicht nach ihrem Kopf ging oder zu ihrem Gunsten, hat sie damit gedroht, sich umzubringen. Sie hat damit die anderen aus der Familie zutiefst besorgt (verständlich), aber gerade deswegen haben sie dann alles nach ihrem Willen getan. (Was ich nicht richtig finde, denn dann zieht der Erpressungsversuch ja und derjenige hat erreicht, was er wollte)

Auf der Arbeit habe ich jetzt auch immer wieder mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die damit drohen, sich etwas selbst anzutun und sich selbst zu töten oder zu verletzen. Oder die es eben dann wirklich machen. Und da merkt man sehr gut, die sind gerade dabei das auszuprobieren, ob solche Drohungen ziehen und wenn ja, was sie bewirken.

Bei beiden Fällen hilft es zu sagen, man macht sich Sorgen. Und wenn derjenige sich wirklich töten will, dass man dann gezwungen ist, den Rettungsdienst oder die Polizei zu rufen. Weil man möchte, dass es demjenigen möglichst gut geht, man aber gerade sieht, derjenige will sich selbst schaden.

Auch wenn man merkt, es ist eher eine Drohung und der Versuch, zu erpressen, muss man das ernst nehmen. Für den Fall, dass etwas Wahres dran ist. Auch das bedeutet es, Verantwortung für den anderen zu übernehmen, wenn er es selbst nicht kann. Zum anderen sehen die Betroffenen dann, was solche Drohungen für eine Wirkung haben können: nämlich nicht, dass der andere sich dem Willen unterwirft und unter Druck gerät, sondern dass dann notfalls der Rettungsdienst gerufen wird. Gerade weil der andere die Ankündigung ernst nimmt. Zusätzlich grenzt man sich ab, man schützt sich und gibt die Verantwortung an eine Stelle ab, die dann entsprechend reagiert, wenn da jemand sagt, er will sich umbringen oder die Möglichkeit besteht. Denn zu 100% kann man das nie sagen, es ist eine reine Drohung, um seinen Willen zu bekommen und derjenige will sich nicht selbst töten. Bzw. oft vermischt sich beides und die Grenzen verschwimmen.

Ich finde das so besser geregelt, als dann z. B in eurem Fall dem alkoholkranken Onkel seinen Stoff zu besorgen, der ihn letzten Endes das Leben kosten wird. Und somit seine Sucht zu unterstützen und an seinem Leid beteiligt zu sein. Das ist etwas, verzeih mir, was ich nicht nachvollziehen kann. Warum verhält sich deine Mutter so? Und warum sagst du nicht ganz klar, von dir gibt es keinen Alkohol, egal ob deine Mutter sich darüber ärgert oder dein Onkel dann beleidigt ist oder droht. Damit würde ja sein Versuch, euch unter Druck zu setzen mit seinem Zustand und der Androhung von Suizid, fruchten und erfolgreich sein. Und ihr spielt das Spiel mit. Und wenn ich ehrlich bin, dabei ist es egal, ob du nur einmal die Woche, einmal im Monat oder nur einmal im Jahr was für ihn kaufst.

Vielleicht zwingt es deinen Onkel, ein wenig aus seiner Rollenverteilung auszubrechen und seine Komfortzone verlassen zu MÜSSEN (die er trotz seiner dramatischen und schlimmen Situation hat, wenn ihr für ihn sein Suchtmittel kauft). Dann muss er halt gelinde gesagt selbst aktiv werden, wenn er seinen Alkohol will. Was ja schon alleine für ihn ein Hindernis darstellt. Dann muss er nach draußen oder etwas im Internet bestellen. Das ist erstmal eine Hürde, die er überwinden muss. Mit seiner Nachbarin würde ich auch reden und ganz klar sagen, sie unterstützt sein Suchtverhalten dadurch. Und ich wäre ehrlich und würde auch sagen, der Alkohol bringt ihn bald um. Ich denke, das wird sie auch irgendwo sehen. Und auch das finde ich befremdlich und unverständlich, warum sie einem Mann, der offensichtlich komplett überfordert mit seinem Leben ist und nicht gesund ist, Alkohol besorgt.

Es ist wichtig in einem gewissen Rahmen gewisse Probleme offen zu machen. Darüber zu reden. Den Dialog zu suchen. Denn damit macht man diese Probleme offen. Und nimmt dem anderen die Möglichkeit, sie als Druckmittel zu verwenden. Man durchbricht auch irgendwo dann den Kreis aus Hinnehmen, Mitmachen und Schweigen.

Was den Rest angeht, wenn ihr das Gesundheitsamt kontaktiert, die schicken dann jemanden vorbei. Das kann z. B. auch als Angehörige in eurem Beisein passieren. Dann könnt ihr die Türe aufmachen. Das sind oft geschulte Leute, die wissen, wie man mit Menschen wie deinem Onkel spricht. Die in so einer Lage sind. Die können dann auch in Extremfällen erwirken, dass jemand erstmal woanders unterkommt oder dass Untersuchungen gemacht werden müssen, zur Abklärung von Diagnosen.

Trotzdem: wenn er alles für sich ablehnt, dann ist das leider so. Aber sein Spiel mitspielen und ihm Alkohol besorgen, das würde ich nicht tun. Natürlich wird er dann erstmal toben, versuchen euch unter Druck zu setzen und wütend sein. Er steht ja dann selbst massiv unter Zugzwang, weil sein Stoff fehlt. Das kann aber auch, wenn ihr alle konsequent seid und an einem Strang zieht, der erste Schritt für ihn sein, dass er irgendetwas MUSS. Deswegen würde ich da sehr ernst mal mit deiner Mutter sprechen. Und ihr verständlich machen, dass das "falsche Liebe" ist, aus Angst, ihn zu verlieren oder zu verärgern und weil er ihr Bruder ist, seinen Alkohol zu besorgen oder dich mit reinzuziehen. Selbst wenn es nur indirekt ist, indem sie dich bittet, einkaufen zu gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was könnte man machen?

Alles könnest (?) Du tun, wirklich alles.

Aber genau dann erst, wenn der Leidensdruck der Betroffenen derart hoch ist, dass sie keinen ausweg mehr sehen als Dich zu bitten.

Lass Dir gesagt sein, dass es dann bereits zu spät ist. Richte Dein Leben nach anderen Dingen aus, lass die Onkel wissen, dass Du da bist wenn sie Dich brauchen, dass Du aber nur ein bisschen da sein wirst!!
Denn sie wussten selber, was sie erwartet, und die Konsequenzen können sie später nicht Dich ausleben lassen.
Tut mir leid, ist aber so.
 

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