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Meine Mama ist nicht mehr "Mama" :( Bitte helft mir!

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Okay, bei dem Punkt, dass ihre Bedürfnisse nicht weniger zählen, kann ich dir natürlich nicht widersprechen. Da hast du auf jeden Fall recht. Aber ich kann sie halt nicht verstehen, wie sie so reagieren kann. Es verletzt mich alles sehr, auch dass sie das alles überhaupt als Quälen ihrer Seele wahrgenommen hat. Aber zu meinem Wunsch das Ganze mit einem Therapeuten zu klären... ich verstehe nicht warum ich damit wieder bloß an mich denke. Eigentlich dürfte das doch kein großes Problem darstellen. Eventuell könnte man dort eben alles klären und sie würde die Situation auch aus einem anderen Licht sehen können, als aus der dass ihre Tochter sie ins Grab bringen wollte. Denn so war es ja nun wirklich nicht!!!!!!!!!!! Auch ihre beste Freundin meint, dass ich immer ihr ein und alles war und sie versteht auch nicht so ganz warum meine Mutter das Ganze so schlimm sieht und meinte aber, dass sie das alles belastet hat. Nur verstehe ich einfach nicht richtig warum!! Und dazu, dass "nicht soo schlimm" für ein Zusammenleben nicht ausreicht..., bis auf die Streitsituationen hatten wir eigentlich ein gutes Verhältnis auch weiterhin, die Aufgaben im Haushalt waren geteilt, und wenn es nicht gerade wieder ein akutes "Ich kann nicht mehr" meinersets war, hatte sie auch ihre Ruhe vor mir. Ich habe mein Ding gemacht und sie ihres. Und was meine Mutter mir teilweise ohne erkenntlichen Grund an den Kopf geworfen hat, war auch nicht so ohne. Aber das meine Mutter mich so behandelt und mich im Regen stehen lässt finde ich einfach nicht richtig. Ich brauche und liebe meine Mutter und mich belastet das alle so sehr, dass ich nicht mehr richtig schlafen kann, meine Kehle wie zugeschnürrt ist und ich nicht richtig essen kann. Ich komme mir vor wie in einem Horrorfilm und warte förmlich darauf endlich daraus aufzuwachen. Dass sie die Polizei gerufen hat und das alles habe ich eher als Vertrauensbruch erlebt. Auch die Polizei meinte mehrmals,dass es keinen Grund gab sie zu alarmieren. Bis auf die Male, wo sie mich eben schon rausgeschmissen hatte, denn sie mussten mich ja, so die rechtliche Lage, aus der Wohnung entfernen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Lenja, danke für deine Antwort 🙂
Aber mit der starken Bindung meine ich absolut keine Gluckenliebe, im Gegenteil. Ich habe für mich eigentlich immer alles selbst geregelt und wurde sehr selbstständig erzogen. Mit der starken Bindung meine ich eher Vertrauen und dass wir uns eigentlich einfach verdammt ähnlich sind... wir waren einfach immer ein ... gutes Team. Ich habe auch immer meine Probleme selbst geregelt, es war nie ein Thema. Nur dann als ich Probleme hatte, die für mich nicht lösbar waren, dafür aber sehr, sehr belastend, hab ich auf ihre Hilfe.. im Sinne von psychischer Unterstützung gehofft... aber vergeblich. Ich habe auch neben der Schule gearbeitet und alles, an mangelnder Selbstständigkeit lag es nicht. Vielmehr an meinem extrem starken Liebeskummer, den ich immernoch habe und an massiven Problemen mit mir selbst (, die teilweise aus vorangegangenem Mobbing und Magersucht hervorgegangen sind). Glaubt es mir, ich war am Boden. Nie im Leben hätte ich mich sonst so verhalten. Untätig war ich auch nicht, ich habe tausende Therapeutenlisten abtelefoniert und habe nur nie einen Platz bekommen, kam bloß auf eine Warteliste.
 
Kennst du das Sprichwort: "Steter Tropfen höhlt den Stein"?

Du kannst an dieser Situtation im Moment nichts ändern. Auch wenn es dir wehtut und du das Verhalten nicht verstehen kannst (oder willst...).

Und wenn die Polizei dich der Wohnung verwiesen hat, muss es ja heftig gewesen sein. Alles jammern, weinen usw. nützt nichts. Du musst da durch. Wenn deine Mutter zu keinem Gespräch bereit ist, wäre die einzige Möglichkeit noch, ihr einen Brief zu schreiben und sich zu entschuldigen. Aber dann formuliere den Brief so, dass nicht deine Bedürfnisse an erster Stelle stehen, sondern so, dass du auch für sie Verständnis hast. Deine Mutter hat nämlich einfach keine Kraft mehr sich diesem Gefühlsterror auszusetzen.
Vielleicht nützt das ja was. Und wenn sie dich dann wieder aufnehmen sollte, sage ich dir in aller Deutlichkeit: Ändere dein Verhalten, solche Gefühlsausbrüche wie du sie hattest, trotz Liebeskummer etc., rechtfertigt es nicht, Teller etc. an die Wand zu schmeißen. Und wenn du das nicht alleine in den Griff kriegst, suche dir einen Therapeuten.
 
Und ich hatte auch nicht vor für immer bei meiner Mutter zu wohnen. Aber auf jeden Fall noch so lange, bis ich mit dem Abi fertig bin und noch ein paar Dinge geklärt und erledigt habe, die mit meinen Problemen zutun haben. Ich bin dabei nämlich mittlerweile auf eine Möglichkeit gekommen, diese zu lösen 🙂. Und dann zum Studium würde ich dann sowieso umziehen, da ich nicht vorhatte hier in der Nähe zu studieren. Ich wollte hier dann weg, wollte unsere Stadt nicht mehr sehen und neu anfangen. Nur hätte ich nach dem Abi noch ein bis 2 Semester gewartet, bis ich anfange zu studieren um mir für alles Zeit zu nehmen. Und wenn ich weiß, dass ich die Unterstützung meiner Mutter habe, dann schaffe ich das auch. Aber es fühlt sich so an, als würde sie mich hängenlassen... und das tut sie ja auch. Und dann kann ich nicht mehr. Wenn ich aber weiß, ich kann im Notfall zu ihr, wenn ichs verbocke, dann ist nicht alles vorbei, dann verbocke ich es auch nicht. Wenn ich aber weiß, ich bin ganz alleine wenn es schlimm wird.... dann habe ich keine Kraft meinen Weg zu gehen. Ich brauche diesen stabilen "Background", dann ist alles machbar. Aber sie ist so kühl mir gegenüber... und ich halte es nicht aus.

Liebe Grüße,
Zimtveilchen
 
Und wenn die Polizei dich der Wohnung verwiesen hat, muss es ja heftig gewesen sein.


NEIN! Da war gar nichts, meine Mutter hat nur der Polizei gesagt, dass sie mich aus der Wohnung geworfen hat und da ich logischerweise nicht im Mietvertrag stehe, weil ich damals noch minderjährig war, ist die Polizei damit verpflichtet, mich aus der Wohnung zu entfernen.
 
Wenn du Erfahrungen machen musstest, mit Mobbing, Magersucht usw. und dein Selbstwertgefühl nicht vorhanden ist, gehört diese Krankheit unbedingt in therapeutische Behandlung. Trotz Wartelisten musst du das in Angriff nehmen. Nur so bist du für dein weiteres Leben vorbereitet.

Denn nach dem Studium (was schon nicht einfach ist) kommt das Berufsleben. Und da wird mit harten Bandagen gekämpft. Das stehst du nur vollkommen gesund durch.
 
Ja, ich verstehe dich, Zimtveilchen, und ich glaube auch dir, dass es so war.

Doch in diesem Moment scheint mir deine Mutter überfordert gewesen zu sein und deshalb auch nicht fähig, dir zu helfen:

Nur dann als ich Probleme hatte, die für mich nicht lösbar waren, dafür aber sehr, sehr belastend, hab ich auf ihre Hilfe.. im Sinne von psychischer Unterstützung gehofft... aber vergeblich.

Und für diese Überforderung warst sicherlich nicht nur du verantwortlich, sondern alle andere Faktoren, die in dieser komplexen Situation mitgespielt haben, vielleicht auch die persönliche Belastungen deiner Mutter.

Es könnte sein, dass es ihr auch in diesem Moment mirt einer erschreckenden Deutlichkeit bewusst wurde, dass du nur bei ihr Hilfe und Unterstüzung finden kannst und dass sie alleine es nicht schafft, vor allem, wenn deine Probleme so sehr gewichtig sind.

Ich kann es nachvollziehen, dass es für dich nicht einfach ist, deshalb noch mal: viel Kraft!
 
Die Magersucht habe ich schon lang überstanden... genauer gesagt seit 2 Jahren gänzlich... aber sie hatte eben noch ihre Nachwirkungen, und das mit dem Mobbing habe ich (mittlerweile) verarbeitet. Aber trotzdem brauche ich diesen stabilen sozialen Background... und da ist meine Mutter nunmal der wichtigste Part. Eigentlich ist das alles doch nachvollziehbar, oder nicht?! :'(

Grüße,
Zimtveilchen
 
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