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Meine Mama ist in der Psychatrie :(

  • Starter*in Starter*in Eisnebel2021
  • Datum Start Datum Start
Bitte entschuldige die viele Jammerei, ich bin eigentlich ein sehr starker positiver und lebensfroher Mensch, jedoch ist das Momentan alles zu viel. Es tut gut diese Zeilen zu schreiben. Danke.

Als 1.: Du jammerst nicht und brauchst Dich für nichts entschuldigen 😉

Die Wirkung der Medikamente kann ca. 2-4 Wochen dauern...

Aufenthalt, so wie ich es kenne, daher nur Mutmassung, ca. 12 Wochen plus/minus, je nachdem wie stabil Deine Mutter dann ist...

Pass bitte auch auf Dich auf! Du läufst so dermassen auf Hochtouren, bis Du selbst zusammen brichst....mach, wenn möglich, bitte Pausen!

Nachtrag: Du schreibst wir.... läuft dort zu Hause soweit alles? Kommen die damit klar?
 
Hallo Eisnebel,

denk an Dich und lass Dir ev. vom Arzt auch was verschreiben, bevor Du noch zusammenklappst.

Ich bin froh, dass Deine Mutter eingesehen hat, dass Medikamente nötig sind. Sie hat Euch damit auch viel zugemutet in letzter Zeit, dadurch dass sie, wie Du sagst, recht stur war. Du hilfst ihr am besten, wenn Du Dich um Dich selbst kümmerst und zusiehst, dass Du Dich etwas entspannst.

Das ist auch für Deine Mutter gut, dann muss sie sich keine Sorgen um Dich machen, sondern kann sich auf die Klinik konzentrieren.
 
Hallo Eisnebel2021,

das ist eine sehr belastende Situation für alle, die du gerade erlebst. Aber bitte mach` dir bewusst, dass du alles menschenmögliche getan hast, um deiner Mama zu helfen. Du musst dich nicht zerreissen, du hast auch nicht die alleinige Verantwortung dafür, dass es deiner Mama besser geht. Die Tatsache, dass sie sich gemobbt fühlt, könnte eventuell auch mit der Depression zu tun haben, ein Symptom sein. Menschen mit schweren Depressionen fühlen sich teilweise verfolgt und haben den Eindruck, alle wären gegen sie.
Entgegen dem Wunsch deiner Mutter, sich nicht einzumischen, würde ich dennoch an deiner Stelle ein Gespräch mit dem behandelnden Psychiater in Betracht ziehen. So kannst du auch die verschiedenen Sichtweisen gegeneinander abgleichen und erfahren, ob das Gefühl, gemobbt zu werden, möglicherweise auch mit dem Krankheitsbild erklärbar ist.

Es wäre gut, wenn deine Mama überzeugt werden könnte, Medikamente zu nehmen. Antidepressiva machen, entgegen kursierenden Gerüchten, nicht abhängig. Man kann sie einsetzen, um die Psyche zunächst mal zu stabilisieren, weil im Zustand einer schweren Depression - und ich nehme an, dass das auf deine Mama zutrifft - keine Psychotherapie möglich ist.

Depression geht auch oft mit starker Angst einher. Deshalb sind die starken Ängste deiner Mama möglicherweise auch ein Symptom ihrer Krankheit. Außerdem muss sie sich auch erstmal einleben, sich an die Situation erstmal gewöhnen, und das braucht ein bisschen Zeit.

Du hast alles richtig und gut gemacht! Verlier` dich selbst nicht aus den Augen.

Viele Grüße
biancaneve
 
Danke erstmal für die schnellen Antworten. Es tut schonmal sehr gut zu lesen, dass es sich auch noch zum Besseren wenden kann.

Natürlich respektieren wir den Wunsch meiner Mutter uns mischen uns nicht ein. Es zerreißt mich so sehr, dass wir ihr nicht helfen können und sie sich dort so unwohl fühlt. Sie vermisst ihre Familie.

Meine Mama sagte gestern, dass sie es extrem schwer dort hat. Alle anderen sind eine eingeschworene Gemeinschaft-teilweise schon mehrere Monate dort. Sie sagte auch dass Ärzte und Schwestern sehr streng sind- teilweise findet auch eine gewisse Überwachung statt. Ich kann das natürlich alles nicht nachvollziehen. Die eine Stunde die ich alle 2 Tage dort bin, sind wir draußen im Klinikhof spazieren. Auf die Station dürfen wir nicht.

Ich habe ein ungutes Gefühl und Sorge, dass es irgendwie nicht gut endet. Neben der Depression hat sie noch eine Angststörung. Antidepressiva hat sie bisher nicht genommen, da sie nicht wollte.

Es ist ja auch nicht so, dass wir nicht alles menschenmögliche probiert haben: ich habe mir die Finger sämtlicher tageskliniken wund gewählt- wegen Corona keine Chance auf eine schnelle Aufnahme. Therapeuten bekommt man hier nur schnell als Privatpatient. Neurologen sind auch rar gesät. Wir wissen einfach nicht mehr weiter.

Eine Entlastung ist die Einweisung in die Psychiatrie bisher für uns als Angehörige nicht gewesen- im Gegenteil, wir sorgen uns noch mehr um sie, dass es ihr dort noch schlechter geht.

Habe auch schon einen möglichen Zimmerwechsel angesprochen. Sie sagt dass sowas gar nicht möglich ist. Ich denke auch sie traut sich nicht das anzusprechen. Sie ist auf einem Dreibettzimmer mit zwei jüngeren Patienten, die dort beide schon etliche Wochen verharren...

Hallo🤗

die Situation ist natürlich nicht schön für dich, ich find es toll wie du dich sorgst...

ABER

was mir ganz doll auffällt ist, das deine Mutter eine Opferrolle eingenommen hat, natürlich krankheitsbedingt.... Alle sind böse, ich bin die Außenseiterin usw... Das kommt mir sehr bekannt vor, weil ich selbst Depressionen habe und wenn die Krankheit schlimmer wird, fühle ich mich auch so.... was hilft mir Therapie und durchhalten auch stationär, nach einiger Zeit wird alles besser.

Für solche Probleme sind auch die Schwestern und Ärzte da und nicht ihr...😒 ich finde es super, dass ich euch so unterstützt aber, ich würde empfehlen, etwas gelassener zu bleiben, wenn deine mom "Horrornachrichten" schreibt. Für sie ist das schlimm, aber es kann nur besser werden.

Sollte es doch zum Abbruch kommen, kann man ja die Klinik wechseln, alles sollte mit den Ärzten abgesprochen werden.

Manchmal braucht deine mutter auch mehrere Anläufe.

Gab es denn einen Auslöser bei deiner Mutter?

Auf jeden Fall wünsche ich ganz viel Kraft. 😇
 
Hallo ihr Lieben,

Ich danke euch vielmals für eure lieben Antworten. Das hilft mir ungemein.
Ich bin wirklich völlig überfordert mit der Situation. Vorhin rief meine Mutter an, dass sie nicht mehr in der Klinik sein möchte. Es zerreißt mir das Herz, wirklich.
Ich bin gerade an einem Punkt an dem ich sie aufgebe um nicht selbst vor die Hunde zu gehen. Ich esse nicht mehr, schlafe nicht mehr, habe schon 10 Kilo abgenommen, auf der Arbeit mache ich Fehler die mir früher nicht unterlaufen wären.

Meine Tochter merkt dass was nicht stimmt- ihr gegenüber fühle ich mich besonders schlecht. Ich kann nicht mehr und bin am Ende. Die Depression meiner Mutter hat unsere Familie zerstört...
 
Liebe Eisnebel, ich würde an Deiner Stelle wirklich mal selbst zum Arzt gehen.

Ganz ehrlich finde ich das Verhalten Deiner Mutter nicht gut. Sie leidet sehr lange unter Depressionen, weigert sich aber Antidepressiva zu nehmen. Nun ist sie endlich bereit, was gegen ihre Depressionen zu tun und lässt sich einweisen, aber dann will sie wieder weg, weil es ihr nicht gefällt.

Ihr müsst das alles ausbaden. Zwingen könnt ihr sie nicht, aber ich würde versuchen, sie umzustimmen, dass sie zumindest solange wartet, bis sie Medikamente bekommt und bis die Medikamente etwas wirken konnten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

ich vermute sie möchte vor sich selbst flüchten und die Klinik verlassen, um sich der Therapien zu entziehen...
Sie hat Angst, sich ihren seelischen Problemen zu stellen, was auch wirklich sehr hart ist und viele Tränen und Schmerzen kosten werden.

Es kann ihr nur geholfen werden, wenn sie sich öffnet...Tabletten wirken als Unterstützung aber heilen nicht, solange die Psyche mitbehandelt wird, durch Gespräche etc., kann ihr geholfen werden.

Sollte sie wirklich die Klinik verlassen, würde sich ihr Zustand zu Hause verbessern? Nein!
In meinen Augen ist sie zudem noch Suizidgefährdet...

Schroti's Ratschlag würde ich nachgehen....sie ist in der Klinik "sicher",
Ihr seid im Moment nicht verantwortlich für Eure Mutter, denkt unbedingt an Euch.
Du spürst die Auswirkungen ja selber, und so schlimm es ist und Du so weiter machst, sehe ich Dich als nächstes in der Klinik.
 
Hallo ihr Lieben,

Ich danke euch vielmals für eure lieben Antworten. Das hilft mir ungemein.
Ich bin wirklich völlig überfordert mit der Situation. Vorhin rief meine Mutter an, dass sie nicht mehr in der Klinik sein möchte. Es zerreißt mir das Herz, wirklich.
Ich bin gerade an einem Punkt an dem ich sie aufgebe um nicht selbst vor die Hunde zu gehen. Ich esse nicht mehr, schlafe nicht mehr, habe schon 10 Kilo abgenommen, auf der Arbeit mache ich Fehler die mir früher nicht unterlaufen wären.

Meine Tochter merkt dass was nicht stimmt- ihr gegenüber fühle ich mich besonders schlecht. Ich kann nicht mehr und bin am Ende. Die Depression meiner Mutter hat unsere Familie zerstört...
schlimm...😔 ja grenze dich ab, du zeigst selbst auch schon anzeichen von depressionen, aber richtig....

ich kenn das alles meine mutter ist auch ähnlich.

Bitte denke an dich und dein Kind😇😇😇😇

ich habe auch erst zu spät reagiert und hab jetzt den salat.

alles Gute🙋🏼‍♀️
 
Ich danke euch so sehr für eure Antworten. Am Donnerstag bin ich bei meiner Hausärztin- ich weiß dass ich auch Unterstützung brauche und möchte auch unbedingt Hilfe annehmen. Ich weiß jetzt zwar nicht ob ich direkt eine Therapie brauche, oder ob es auch sowas wie 10 Beratungsstunden gibt wie ich mit der Situation besser umgehe und wie ich mich abgrenzen kann???

mein Verhältnis zu meinen Eltern war immer überdurchschnittlich gut- ich hatte eine ganz tolle Kindheit. Die Depressionen bei meiner Mutter fingen vor ca 4 Jahren an- immer wieder mit monatelangen wirklich guten Phasen.

mein Problem ist halt, dass ich nicht weiß ob man sie dort wirklich schlecht behandelt oder sie es sich aufgrund der Krankheit mehr oder weniger einbildet. Vielleicht drohen sie ihr auch mit geschlossener Station oder was weiß ich- ich male mir die schlimmsten Dinge aus. Leider dürfen wir ja auch nicht mit einem Arzt sprechen. Meine Eltern sind nicht verheiratet, daher keine Chance an eine Info zu kommen.

es ist sehr schwer sich von der eigenen Mutter loszulösen- zu mal wie gesagt unser Verhältnis extrem gut war. Die Gefühle fahren Achterbahn: Mitleid, Kummer, Sorge aber auch viel Wut und Genervtheit von meiner Seite aus. Sie ist wirklich wie ein Kleinkind im Moment.

ich hatte im Zusammenhang mit einer Depression mal von emotionaler Ausbeute den Angehörigen gegenüber gelesen- genauso fühle ich mich im Moment. Ich bin dankbar für meinen Geist und meinen Körper dass er das ganze Theater schon so lange mitmacht...
 

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