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Meine geliebte Mutter ist tot.

Ich kann Dich verstehen. Das wünsche ich mir auch. Und wenn man es genau wüsste, dann würde es einem Halt geben. Und man könnte das Leben leichter bewältigen. Eben nur eine Trennung auf Zeit. Aber diese Ungewissheit ist einfach nur beschi**en. Ich weiss wir sind ein Teil unserer Eltern. Ein Stück von Ihnen lebt in uns weiter. Und wir haben die Erinnerung an sie. Aber das kann man nicht vergleichen. Es ist nicht greifbar. Es ist nur ein schlechter Ersatz. Aber besser als garnichts.
Und auch wenn ich keine Gewissheit habe so hätte ich gern den unerschütterlichen Glauben, das der Tod nicht das entgültige Ende ist und das das irdische Leben vielleicht nur eine Etappe in einem längeren Prozess ist.
Ohne Menschen zu sein, die dir nahe stehen, die einen wirklich verstehen und die man versteht ist einfach schrecklich. Nur zu leben reicht einfach nicht. Ich habe das damals an meiner Mutter gesehen, als mein Vati gestorben war. Solche Trauer hatte ich noch nie bei einem Menschen gesehen. Mutti konnte lange Zeit keine Berührungen ertragen und hat sooft geweint. Für mich war der Tod meines Vaters anders als der Tod meiner Mutter. Ich hatte Mutti um die ich mich gesorgt habe. Wir haben gemeinsam getrauert. Und das hat uns zusammengeschweißt.
Fühl dich auch gedrückt.
 
Hallo Niels,

ich kann Dich sehr gut verstehen, wie Du fühlst. Ich habe meine über alles geliebte Mutter auch heute vor 8 Tagen verloren (werde noch einen eigenen Bericht dazu schreiben). Sie war auch, wie bei Dir, die letzte Säule meiner kleinen heilen Welt die weggebrochen ist. Nun steht man plötzlich ganz alleine da und es tut schrecklich weh :wein:.
Ja, das Leben ist wirklich nicht gerecht. Die liebsten Menschen müssen oft zuerst gehen. Ich schleppe mich
zur Zeit so durch die Tage mit der offenen Wunde im Herzen, versuche jedoch irgendwie eine positive Lebensein-
stellung aufrecht zu erhalten. Das wäre auch sicher so im Sinne meiner (und Deiner) Mutter.
 
Mein aufrichtiges Beileid für Dich. Ja das wäre es. Es waren ja unsere Mütter. Und Mütter wollen nur das beste für das eigene Kind:wein:. Aber zur Zeit fällt es mir schwer dem Leben irgendetwas Positives abzugewinnen. Glaubst Du an eine Existenz nach dem Tod? An ein Wiedersehen mit deinen Lieben?
 
Nein Niels, mir persönlich kann die Religion bzw. der Glauben leider keine Hoffnung bzw. Trost geben, weil ich überzeugter Agnostiker bin. Ich habe jedoch einen Nachbarn, der seine Mutter auch vor ca. 6 Jahren verloren hat, der ist gläubiger Christ und hat in seinem Glauben neue Kraft gefunden. Jedoch war das bei ihm ein längerer Prozeß der so 1 1/2 bis 2 Jahre gedauert hat.
Ich werde meine Mutter nächsten Donnerstag zu Grabe tragen. Dann weiß ich, wo sie ist und kann sie öfters besuchen. Ich werde versuchen eine Art geistige Verbindung zu ihr aufrecht zu erhalten.
 
Ich hoffe ich kann eines Tages auch so einen starken Glauben entwickeln, wie dein Nachbar.
Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft für diesen Donnerstag.
Du bist nicht allein in deinem Leid.:wein:
 
Ja, das Nicht-Alleinsein ist glaube ich ein wichtiger Mosaikstein um wieder auf die Beine zu kommen. Da ich es gestern abend nicht mehr alleine ausgehalten habe zuhause, bin ich nach Jahren nochmal in meine ehemalige Stammkneipe gefahren und habe tatsächlich zwei alte Kumpels getroffen, die mir wirklich in meinem Leid zugehört und Trost gespendet haben. Einer hat mich sogar zu Weihnachten zu einem Cafe eingeladen. Das hat mir wirklich für den Abend und teils heute gut getan. Ich denke es ist wichtig wieder neue (alte) Kontakte zu suchen. Natürlich kann die Mutter dadurch nicht ersetzt werden aber es kann den Schmerz etwas lindern wenn man Gepräche führt. Ansonsten fahr ich fast jeden Tag auch mal zu einem See in der Nähe und mache einen Spaziergang. Das hilft auch schon mal ein bißchen.
 
Ja, es ist natürlich nur eine kurzfristige Ablenkung. Ich denke trotzdem hilft es vorübergehend. Das schreckliche Ereignis, der Verlust des liebsten Menschen ist ja noch so frisch. Es dauert halt seine Zeit bis das Gehirn und der Körper dieses Erlebnis dieses Trauma verarbeitet hat. Morgen Abend gehe ich zu einem Bekannten und schau mit ihm ein Bundesligaspiel. Ist zwar nicht so mein Ding, werde es aber trotzdem machen.
 
Ist es normal das die Erinnerungen an meine Mutti so wehtun? Ich habe öfter schon im Internet und auch in Büchern gelesen, wie die Erinnerung anderen Menschen Trost gibt. Aber wenn ich mich an sie erinnere schmerzt es meistens einfach nur.
 
Ja, das ist normal. Im Moment ist der Schmerz noch zu frisch, der Verlust ist noch überall in Dir. Und dann schmerzt jede schöne Erinnerung. Aber Du wirst den Schmerz überwinden. Und dann kannst Du auch die Erinnerungen, die Du in Dir trägst, genießen.

Die Zeit heilt nicht alle Wunden, aber diese wird sie heilen. 😱
 

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