G
GastMike
Gast
Hallo Zusammen,
jetzt hab ich (Zufall?) 10 Seiten Diskussion gelesen und mich im TE über weite Strecken selbst gesehen. Ich kann aus eigenem Erleben sagen, daß das Thema Sex zwar sehr an die Oberfläche getragen wird, es aber viel tiefer geht. Wenn (vor allem so lange) kein Sex zustande kommt, findet nicht nur kein Sex statt, sondern Du bekommst auch immer wieder die Botschaft, daß Du als Mann/Lover nicht (mehr?) gefragt bist. Monate/jahrelange Zurückweisungen, Vertröstungen zermürben. Und wenn Du alle paar Monate mal sachte das Thema auf den Punkt bringen willst, kommt die "Dir geht es immer nur um Sex" - Keule - und jedesmal mit mehr Gereiztheit. Das kann's nicht sein - diesen Teufelskreis gilt es zu unterbrechen!
Ich würde den Fokus gerne mal von deiner Frau und ihren Problemen/Gründen wegnehmen:
- Sie findet die jetzige Situation entweder in Ordnung,
- oder sie will nicht offen darüber mit Dir reden (und damit wirst Du auch nicht erfahren, *warum* sie nicht offen reden will, also versuch's auch nicht mehr - das hast Du durch)
- vielleicht kann sie es auch nicht, weil ihr gar nicht bewußt ist, was sie in Dir da anrichtet.
Du solltest mal eine Analyse Deiner gegenwärtigen Situation machen:
Positiv: Du liebst sie, Du hast eine tolle Familie, Freunde, etc ....
Negativ: Du fühlst Dich als Mann/Sexualpartner verstoßen, zum Ernährer degradiert, whatever ....
Saldo: mehr oder weniger Schmerz
BTW: ein solcher Schmerz *kann* zu Depressionen bis hin zum Burnout führen (selbst erlebt) - was ich Dir nicht wünsche und Dir auch nicht prophezeien möchte - aber sei achtsam! Daß es dazu *nicht* kommt, dafür bist *nur* Du alleine verantwortlich - niemand sonst! Im übrigen würde Deine Familie auch darunter leiden, wenn Du in eine solche Krise kämst.
Dann mal überlegen, was Du selbst tun könntest um mit der Situation klarzukommen
- damit abfinden: Schmerz wird vielleicht noch größer, vielleicht auch nicht, hoffen daß sie sich vielleicht ändert mit der Zeit (dann jammer nicht und schließ den thread)
- ihr ein neues Umfeld schaffen: Hausarbeit anders aufteilen, alte Rituale abschaffen, neue einführen (*ich* gehe jetzt regelmäßig ins Fitness Center, *ich* mache öfter einen Vater-Kinder-Nachmittag ohne Mutter, ...) - ohne allzuviele Diskussionen - einfach tun
- Dich trennen: eventuell Kinder verlieren, kann bis zum teilweisen oder ganzen Existenzverlust führen (sorry - schaut für uns Männer echt nicht gut aus)
- eine Zweitbeziehung anstreben: siehe oben, plus als verheiratete Väter sind unsere Chancen nicht zu gut (neue Zeiten hin oder her :-( - sorry again)
Wenn Du das ehrlich überlegt hast - mit den möglichen Konsequenzen - Dir eventuell das eine oder andere feedback von außen geholt hast, dann könntest Du (und ich hab das auch genauso gemacht) - Klartext reden, und zwar nicht in der Form "Frau, was ist Dein Problem und wie können wir da durchsteigen", sondern in der Form
"*Ich* fühle mich in dieser Beziehung nicht mehr wohl, weil *ich* mich als Mann und Beziehungspartner von Dir nicht mehr geschätzt/beachtet fühle. So kann's nicht weitergehen, und das war auch so nicht ausgemacht, als wir geheiratet haben. Ich möchte diesen Zustand ändern, entweder mit dir oder - wenn's nicht anders geht - dann auch ohne dich." (gemerkt? das Wort Sex kommt hier gar nicht vor!)
Gib ihr Zeit (aber nicht zu lange .... max. 2 Wochen vielleicht), dazu Stellung zu beziehen und dann triff Deine Entscheidung.
Abschließend: Du hast lange zu ergründen versucht, wo ihr (oder Euer) Problem liegt (das ist schön und ehrt Dich) - versuch mal, Dein ureigenes Problem in dieser Situation zu meistern.
Mike
jetzt hab ich (Zufall?) 10 Seiten Diskussion gelesen und mich im TE über weite Strecken selbst gesehen. Ich kann aus eigenem Erleben sagen, daß das Thema Sex zwar sehr an die Oberfläche getragen wird, es aber viel tiefer geht. Wenn (vor allem so lange) kein Sex zustande kommt, findet nicht nur kein Sex statt, sondern Du bekommst auch immer wieder die Botschaft, daß Du als Mann/Lover nicht (mehr?) gefragt bist. Monate/jahrelange Zurückweisungen, Vertröstungen zermürben. Und wenn Du alle paar Monate mal sachte das Thema auf den Punkt bringen willst, kommt die "Dir geht es immer nur um Sex" - Keule - und jedesmal mit mehr Gereiztheit. Das kann's nicht sein - diesen Teufelskreis gilt es zu unterbrechen!
Ich würde den Fokus gerne mal von deiner Frau und ihren Problemen/Gründen wegnehmen:
- Sie findet die jetzige Situation entweder in Ordnung,
- oder sie will nicht offen darüber mit Dir reden (und damit wirst Du auch nicht erfahren, *warum* sie nicht offen reden will, also versuch's auch nicht mehr - das hast Du durch)
- vielleicht kann sie es auch nicht, weil ihr gar nicht bewußt ist, was sie in Dir da anrichtet.
Du solltest mal eine Analyse Deiner gegenwärtigen Situation machen:
Positiv: Du liebst sie, Du hast eine tolle Familie, Freunde, etc ....
Negativ: Du fühlst Dich als Mann/Sexualpartner verstoßen, zum Ernährer degradiert, whatever ....
Saldo: mehr oder weniger Schmerz
BTW: ein solcher Schmerz *kann* zu Depressionen bis hin zum Burnout führen (selbst erlebt) - was ich Dir nicht wünsche und Dir auch nicht prophezeien möchte - aber sei achtsam! Daß es dazu *nicht* kommt, dafür bist *nur* Du alleine verantwortlich - niemand sonst! Im übrigen würde Deine Familie auch darunter leiden, wenn Du in eine solche Krise kämst.
Dann mal überlegen, was Du selbst tun könntest um mit der Situation klarzukommen
- damit abfinden: Schmerz wird vielleicht noch größer, vielleicht auch nicht, hoffen daß sie sich vielleicht ändert mit der Zeit (dann jammer nicht und schließ den thread)
- ihr ein neues Umfeld schaffen: Hausarbeit anders aufteilen, alte Rituale abschaffen, neue einführen (*ich* gehe jetzt regelmäßig ins Fitness Center, *ich* mache öfter einen Vater-Kinder-Nachmittag ohne Mutter, ...) - ohne allzuviele Diskussionen - einfach tun
- Dich trennen: eventuell Kinder verlieren, kann bis zum teilweisen oder ganzen Existenzverlust führen (sorry - schaut für uns Männer echt nicht gut aus)
- eine Zweitbeziehung anstreben: siehe oben, plus als verheiratete Väter sind unsere Chancen nicht zu gut (neue Zeiten hin oder her :-( - sorry again)
Wenn Du das ehrlich überlegt hast - mit den möglichen Konsequenzen - Dir eventuell das eine oder andere feedback von außen geholt hast, dann könntest Du (und ich hab das auch genauso gemacht) - Klartext reden, und zwar nicht in der Form "Frau, was ist Dein Problem und wie können wir da durchsteigen", sondern in der Form
"*Ich* fühle mich in dieser Beziehung nicht mehr wohl, weil *ich* mich als Mann und Beziehungspartner von Dir nicht mehr geschätzt/beachtet fühle. So kann's nicht weitergehen, und das war auch so nicht ausgemacht, als wir geheiratet haben. Ich möchte diesen Zustand ändern, entweder mit dir oder - wenn's nicht anders geht - dann auch ohne dich." (gemerkt? das Wort Sex kommt hier gar nicht vor!)
Gib ihr Zeit (aber nicht zu lange .... max. 2 Wochen vielleicht), dazu Stellung zu beziehen und dann triff Deine Entscheidung.
Abschließend: Du hast lange zu ergründen versucht, wo ihr (oder Euer) Problem liegt (das ist schön und ehrt Dich) - versuch mal, Dein ureigenes Problem in dieser Situation zu meistern.
Mike