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Meine Erkrankung macht mich psychisch fertig

Hallo Träumchen!

Willkommen zuerst einmal bei uns hier- herzlich Willkommen an unserem Stammtisch der Versehrten, der Verwundeten, der Vernarbten!
Ich war lange im Rollstuhl durch einen Unfall und es schaute lang danach aus, dass ich vom Hals weg gelähmt bleibe, weil der zweite Halswirbel kompliziert gebrochen war unter anderem. Mein rechtes Bein war in viele Einzelteile zerbröselt, man hat das wieder hingekriegt, obwohl jeder Arzt meinte, das ist nicht machbar.

Das, was dir heute prognotiziert wird, kann sich noch anders entwickeln- rein durch die Forschung, die ständig weiter entwickelt wird, muss man hoffen, zb darauf, dass du durch ein technisches Gerät viel mehr mobil bist wieder.
Für dich ist doch alles erst neu, dein Leben braucht einfach nur Zeit, es wird ein Umlernen stattfinden, ein Anpassen, ein Umgehen können mit dem Neuen und klar, es wird sich wieder Heiterkeit einstellen und Lebensfreude. Jetzt im Moment glaubst du das nicht. Ich kenne durch diese Zeit in der Unfallklinik schwerste Schicksalsschläge und hab erkannt, man macht Phasen durch, wo man durchhängt und verzweifelt, dann krabbelt man sich wieder hoch. Ich hoff, so kommts bei dir auch.

Man höre und staune, dein Neuer ist eingetroffen, trotzdem- na, wenn das nicht ein Hinweis ist, dass du als viel mehr wahrgenommen wirst, als ein Gehandicapter? DAS wird dir helfen, deine Grundnatur.
 
Die Vorstellung in einem Rollstuhl zu sitzen finde ich ganz schlimm für mich persönlich.

Es muss vielleicht noch nichtmal ein Rollstuhl sein. Vielleicht gehts ja auch mit nem Dreirad.

Zitat:

Wird ein Dreirad für Erwachsene von der Krankenkasse bezahlt?


Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für ein Dreirad für Erwachsene. Dies wurde 2009 durch ein Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) klargestellt. Demnach können Menschen mit einer Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkungen Anspruch auf ein Therapiedreirad haben, wenn es einen medizinischen Zweck erfüllt.

Die Krankenkasse kann die Kosten übernehmen, wenn das Dreirad:

  • eine bestehende Behinderung ausgleicht: Zum Beispiel, wenn das Dreirad dabei hilft, den Alltag trotz eingeschränkter Mobilität zu bewältigen.
  • eine drohende Behinderung vorbeugt: Wenn beispielsweise durch das Fahren mit dem Dreirad gesundheitliche Probleme vermieden werden können.
  • für eine Krankenbehandlung notwendig ist: Zum Beispiel, wenn das Dreirad Teil eines therapeutischen Konzepts ist.

Quelle:
 
Zuletzt bearbeitet:
Warst du zur stationären Reha/Kur?

Ja, war ich.

Wie sieht es mit Entspannungstechniken bei dir aus? Hast du vielleicht Erfahrung in der Reha sammeln können?

Aktuell starten wieder VHS-Kurse. Auch da gibt es zahlreiche Online-Angebote.

Ich denke, Feldenkrais könnte vielleicht passend sein.

Ich habe früher jede Woche Yoga gemacht und kenne mich daher ein bisschen mit Entspannungstechniken aus.

Ich finde es normal, dass man psychisch damit nicht klarkommt, wenn man in jungen Jahren schon so bleibende Schäden hat. Du sagt es war vor einem halben Jahr, das ist noch nicht lange her, ob man da wirklich die Hoffnung auf Besserung schon aufgeben sollte?

Hast du mal was alternativ medizinisches versucht?
Psychotherapie wäre wichtig und es wird schon länger dauern bis du einigermaßen mit deinem Schicksal zurechtkommst.

Bei Selbsthilfegruppen kommt es nicht unbedingt drauf an, ob die Leute genau dasselbe haben wie du, sondern, dass sie eben auch körperlich sehr eingeschränkt sind, und deshalb auch psychisch leiden, auch mit einer anderen Krankheit wird man dich dort verstehen.

Hallo Träumchen95,

tut mir wirklich leid, dass du so ein schlimmes Schicksal erleiden musstest und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es dir zur Zeit echt dreckig geht! 😞 Aber ich weiß, davon kannst du dir nichts kaufen...

Also es ist so, dass Ärzte sehr oft etwas endgültig festlegen! In deinem Fall "Die Schäden bleiben dauerhaft." Das mag eine ärztliche Einschätzung sein, aber ich kenne einige Beispiele aus meinem Familien- und Freundeskreis, wo diese nicht der Wahrheit entsprach. Ich bin auch kein Arzt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man so schnell bereits eine Verbesserung ausschließen kann.

Wichtig ist jetzt erstmal, dass du irgendwie auslotest, was momentan machbar ist. Du schreibst, dass du im Prinzip nur auf Insta bist oder Streaming schaust. Das macht auf Dauer echt träge und depri. Wie sieht es aus mit einer neuen Sprache lernen? Bist du technisch interessiert? Wie wäre es mit Modellbau oder ähnlichem?
Und auch wenn längere Strecken laufen anstrengend sind, kann man doch trotzdem vielleicht Ausflüge mit dem Auto machen. Apropos Auto, hast du eines und darfst du fahren in deinem Zustand? Damit wärst du mobiler und würdest lange Strecken vermeiden.

Ansonsten denke ich auch, dass es wichtig ist deine Anbindung zu deinen Freunden zu erhalten, so gut es geht. Auch wenn sportliche Aktivitäten aktuell nicht drin sind (ich sage ganz klar aktuell, trotz Arztmeinung muss es nicht jahrelang so bleiben) könntest du doch beim Essen gehen dabei sein, oder ihr macht einen Spieleabend oder schlicht und einfach mal in einer Kneipe treffen.

Tja, das ist erstmal nur das was mir spontan einfällt.

Ich möchte mir selber ehrlich gesagt nicht unnötig Hoffnungen machen. Es wäre natürlich schön, wenn irgendwann alles wieder gut ist oder wenigstens so gut, dass es mich nicht mehr einschränkt. Es gibt aber Bereiche in meine Gehirn die einfach nicht mehr funktionieren und auch generell sind Nerven abgestorben. Das kann man klinisch genau sehen. Das soll nicht heißen, dass ich aufgeben. Ich will mich aber nicht mehr hinter dem „ach bald ist wieder alles gut“ verstecken. Das bringt mich nämlich gar nicht weiter. Ich warte dann nur darauf.

Es ist ja auch gar nicht so, dass ich nichts nichts nichts mehr machen kann. Im Vergleich zu vorher, ist es aber von 100 auf 0. Ich war früher extrem aktiv. Nach der Arbeit war ich unterwegs, kam nach Hause, bin schlafen gegangen und am nächsten Tag ging es so weiter. Am Wochenende nur unterwegs usw. Ich war eigentlich nur zum schlafen zuhause. Und daher ist es für mich umso schwerer.

Hallo Träumchen!

Willkommen zuerst einmal bei uns hier- herzlich Willkommen an unserem Stammtisch der Versehrten, der Verwundeten, der Vernarbten!
Ich war lange im Rollstuhl durch einen Unfall und es schaute lang danach aus, dass ich vom Hals weg gelähmt bleibe, weil der zweite Halswirbel kompliziert gebrochen war unter anderem. Mein rechtes Bein war in viele Einzelteile zerbröselt, man hat das wieder hingekriegt, obwohl jeder Arzt meinte, das ist nicht machbar.

Das, was dir heute prognotiziert wird, kann sich noch anders entwickeln- rein durch die Forschung, die ständig weiter entwickelt wird, muss man hoffen, zb darauf, dass du durch ein technisches Gerät viel mehr mobil bist wieder.
Für dich ist doch alles erst neu, dein Leben braucht einfach nur Zeit, es wird ein Umlernen stattfinden, ein Anpassen, ein Umgehen können mit dem Neuen und klar, es wird sich wieder Heiterkeit einstellen und Lebensfreude. Jetzt im Moment glaubst du das nicht. Ich kenne durch diese Zeit in der Unfallklinik schwerste Schicksalsschläge und hab erkannt, man macht Phasen durch, wo man durchhängt und verzweifelt, dann krabbelt man sich wieder hoch. Ich hoff, so kommts bei dir auch.

Man höre und staune, dein Neuer ist eingetroffen, trotzdem- na, wenn das nicht ein Hinweis ist, dass du als viel mehr wahrgenommen wirst, als ein Gehandicapter? DAS wird dir helfen, deine Grundnatur.

Mein Freund ist aktuell wirklich das einzig positive, was ich an der Situation erkennen kann. Wenn ich nicht krank geworden wäre, dann hätten wir uns wahrscheinlich nie kennengelernt, weil unsere Leben vorher gar keine Berührungspunkte hatten.

Er geht mit allem auch wirklich sehr entspannt um und sagt immer mit einem Augenzwinkern „Zum Glück sind wir nicht jeden Tag unterwegs. Ich bin 44! Ich kann nicht mehr jeden Tag die Welt aus den Angeln heben“ 😀
 
Liebe @Träumchen95

zuerst möchte ich dir sagen, dass mir deine Situation sehr leid tut und ich dir von Herzen mein Mitgefühl aussprechen möchte.
Ein halbes Jahr ist noch keine lange Zeit und vieles braucht einfach Zeit. Manche Ideen kommen erst nach und nach, wenn man sich mit der Situation arrangiert hat. Vielleicht magst du erzählen, was dich grundsätzlich interessiert oder was dir früher gefallen hat? Dann könnten wir gemeinsam ein wenig brainstormen.

Versuche außerdem, dich nicht zu sehr auf die Worte der Ärztinnen und Ärzte zu fixieren. Es kann sein, dass manches dauerhaft bleibt. Es ist aber genauso möglich, dass sich einige Symptome mit der Zeit doch weiter zurückbilden.

Vielleicht wäre ein Positiv-Tagebuch eine kleine Unterstützung für dich. Auch wenn es anfangs nur ganz banale Dinge sind, kann es helfen, den Blick für das Positive zu bewahren und dir ein Stück Kraft zurückzugeben.
Als kleinen zusätzlichen Tipp am Rande könntest du bei der Ergotherapie einmal nach Neurofeedback fragen.
Neurofeedback Erklärung

LG 🌸
 

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