Das hat meiner Meinung nach nicht viel mit Einstellung zutun , sondern mit dem System das durch den Staat und die politischenVerhältnisse vorgegeben wird .
Bescheidenheit ist eine Tugend , keine Frage hat auch etwasselbstloses , weil es bleibt mehr für andere , könnte man denken .
Doch den Pott der sich von alleine füllt , das Füllhorn derPandora gibt es nicht .
Dann ist natürlich die Frage groß , was macht einem Spaß undwoher kommt die Annahme , das es Spaß macht ....
Es beginnt doch schon im Kindergarten , das dort angeboteneSpielsystem basiert auf Konsum .
Gerüste und Spielgeräte müssen gekauft werden , bevor mansie benutzen kann . Wegwerfartikel sind an der Tagesordnung , ob es das BlattPapier ist , das vollgekritzelt weggeworfen wird , es die Malstifte sind , dieWasserfarben / Fingerfarben , Bastelstoff , Bastelpapier , Luftballons , diezum Platzen gebracht werden etc .
Trichtern wir jetzt den Kindern ein – dürft ihr nichtbenutzen – kostet Geld !!!! ?
Das ist völliger Quatsch .
Fakt ist nun einmal , wir sind hier nicht in einemunterentwickelten Land , wir bekommen fast alles was wir wollen , das Angebotist entsprechend groß , die Frage ist wieviel brauchen wir davon wirklich ?
Nein – auch das ist Quatsch !!!! Dann könnten wir nänlichalle die Askese als Lebensmaxime ausrufen und uns daran messen wer asketischerist – das stünde aber im gegensatz zum Gedanken der Konsumgesellschaft, in derwir tatsächlich leben .
Es geht , so denke ich auch nicht , um die luxeriösestenDinge , davon kann mit einem Existenzminimum sowieso nicht die Rede sein ,sondern um die Dinge des Alltags , die das Leben einfach angenehmer gestalten .
Immer auf das Geld zu schauen und im detailtreuen abwägensein Heil zu suchen , halte ich im Grunde für einschränkend .
Aber die Leistungsfähigkeit soweit herunterzuschrauben , dasman dem Gegenüber die eigene Unzulänglichkeit als Bescheidenheit zu verkaufenversucht , halte ich ebenso für unrichtig und bedenklich .
Als ich noch wenig Geld hatte , war das mit eklatantenEinschränkungen verbunden .
Zur Tafel gehen , billige Anziehsachen , kein Auto fahren ,etc.
Mir persönlich geht es besser , weil ich mich nichtresignierend in den Müßiggang habe fallen lassen , sondern die verminderteLebensqualtät als das gesehen habe, was sie ist .
Ich kann mehr Geld ausgeben als ich es tu , muß ich abernicht , auch das ist eine Form von Bescheidenheit , denn die ist relativ unddas sagt nichts darüber aus , weshalb die 20 Bewerbungen in der Woche keineResonanz haben .
Die Dinge andenen die Menschen Spaß und Freude haben , sindso verschieden , wie die Menschen selbst .
Von daher , wenn ich Gitarre spielen will , brauche ich eine, aber es muß nicht eine für 20.000 Euro sein , weil die mal ein Star bespielthat , wenn ich einen Golf brauche umvon A nach B zu kommen , muß es auch nicht der vom Papst sein .
Aber es darf – und genau das ist der Punkt .
Willst Du einem geschäftlich begabten verbieten Millionär zuwerden ?
Soll jeder Lotto Millionär seine Kohle abgeben ?
In so einer Tyrannei war Deutschland schon mal – für dieWeltherrschaft ...hat nichts gebracht , außer nem Haufen Elend und nem HaufenIdieoten , die es bis heute noch nicht begriffen haben .
Die Selbstverwirklichung , die uns in dem System möglich ist, ist jedem selbst überlassen .
Und wenn einer sagt , ich will arbeiten , willst Du mir dannerzählen er findet nichts , wenn er sich nicht zu fein ist ?
Weder in ner Putzkolonne , noch bei ner Zeitarbeitsfirma ?Weils nicht möglich ist ?
Das kann ich mir nicht vorstellen .
.