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Mein Vater ist schwerstkrank

Steffi31

Neues Mitglied
Hallo ihr lieben, ich weiss einfach nicht mehr weiter. Mein Vater ist gerade mal 57 Jahre alt. Am 9.3. Kam er ins Krankenhaus mit Verdacht schwere Lungenentzündung. Es stellte sich heraus, das er Corona hat. Die erste Woche im Krankenhaus ging es ihm soweit gut, doch dann fiel er ins künstliche Koma und seitdem geht es nur bergab. Fazit. Er hängt seit ein paar Tagen zum 2. Mal an der Herz Lungen Maschine und Die Ärzte sagen er wird das Krankenhaus nicht mehr verlassen, da seine Lunge zu sehr geschädigt ist das er selbst keinen Sauerstoff in die Lunge bringt. Momentan hält ihn nur die Maschine am leben. Er ist ansprechbar, versteht alles kann aber leider nicht sprechen da er eine Trachealkanüle hat.
Ich komm damit einfach nicht klar, das er bei vollem Bewusstsein ist und Die Ärzte sagen sobald sie ihn von der Herz Lungen Maschine nehmen wird er sterben. Sie können ihn aber auch nicht noch Wochen lang da dran hängen lassen. Ich kann und will meinen Vater einfach nicht gehen lassen... es darf doch nicht so zu Ende sein.
 

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W

Weihnachtsmann

Gast
Auch wenn es kein Trost für Dich ist, aber so ist das Leben bzw. der Tod. Mein Vater lag damals 4 Monate im Koma bis er starb. Aufgrund einer Virusinfektion im Stammhirn hat sich das Hirn abgeschaltet und er was ein "lebender Fleischklumpen". Er wurde gerade 58 Jahre alt. Wir alle werden früher oder später sterben. Darüber bin ich mir voll im klaren. Das wird irgendwann ein spannender Moment, weil dann offene Fragen beantwortet werden oder nicht.
 

Hajooo

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

das ist eine schreckliche Situation.

Ist er mittlerweile aus dem Coma erwacht ?

Je nach Mensch, spricht man doch ab und an über solche Lebenssituationen ?
Wie hat er sich hier denn ausgedrückt ?
Wollte er mit "aller Gewalt" am Leben erhalten werden ?

Hat er eine Patientenverfügung ?

Sie können ihn aber auch nicht noch Wochen lang da dran hängen lassen.
Was sagen denn die Ärzte ?

Schwer ist es allemal. :cry:

Gruß Hajooo
 
Zuletzt bearbeitet:

Schroti

Sehr aktives Mitglied
LiebeTE,
es tut mir leid, dass es deinem Vater so schlecht geht.
Seitens der Ärzte solltest du dir einiges genauer erklären lassen - zum Beispiel, dass man nicht "ins künstliche Koma fällt", sondern medizinisch in ein solches versetzt wird. Und lass dir erläutern, warum es nicht möglich sein sollte, die Beatmung um eine Woche zu erweitern.
Wenn Ärzte dir oder deiner Mutter keine hinreichende Auskunft geben, wende dich an den Krankenhausseelsorger und die immer nächsthöhere Instanz.
Ich denke, ihr werdet da als Angehörige schlecht informiert.

Alles Gute für deinen Pa!
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Wenn er bei Bewußtsein und ansprechbar ist, wird man ihn auf keinen Fall von der Maschine nehmen, denn das wäre gleichbedeutend mit Mord. Ein ohnehin hoffnungsloser Fall wo bereits schwere Hirnschädigungen vorliegen und auf keinen Fall mehr mit Besserung, auch geistig, zu rechnen ist, ist was ganz anderes, das liegt hier nicht vor.
Wenn die Lunge rettungslos hinüber ist, gibt es immer noch die Möglichkeit einer Transplantation, falls ein Spenderorgan aufzutreiben ist. Dafür muß aber der restliche körperliche Zustand einigermaßen in Ordnung sein, das ist so früh nach einer akuten Coronainfektion mit künstlichem Koma noch nicht gegeben, bei zu schlechtem Zustand würde er diese OP nicht überleben. 57 ist noch nicht zu alt für eine Organtransplantation.
Wenn er nicht sprechen kann - dann kann er doch schreiben, die Hand kann er wohl noch bewegen. Habt Ihr das mal mit einem Tablet oder altmodisch mit Block und Stift versucht? Das gibt wenigstens ein Bißchen an Kommunikation.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Ich denke, ihr werdet da als Angehörige schlecht informiert.
Das Gefühl habe ich auch. Was man da braucht, ist wohl weniger ein Seelsorger als ein Anwalt. Der für die Rechte dieses Kranken notfalls auch kämpft, und hier geht es um das Recht auf Überleben! Da kann und darf das Krankenhaus sich nicht querstellen, egal ob dafür hohe Kosten anfallen oder das Bett dauerbelegt bleibt. Allenfalls eine Verlagerung in ein spezielles Pflegeheim, wo ebenso eine Herzlungenmaschine zur Verfügung steht, wäre denkbar.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Auch wenn es kein Trost für Dich ist, aber so ist das Leben bzw. der Tod. Mein Vater lag damals 4 Monate im Koma bis er starb. Aufgrund einer Virusinfektion im Stammhirn hat sich das Hirn abgeschaltet und er was ein "lebender Fleischklumpen".
Das ist eine ganz andere Situation. Sobald das Hirn hinüber ist und nur noch der Körper am Leben gehalten wird, ist das nur noch eine lebende Leiche. Absolut kein Vergleich mit dem Fall hier.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Außerdem wird wegen der Lungenschäden, die Corona erzeugt, gerade intensiv geforscht. Möglicherweise findet man ein Mittel, das diesem Mann helfen kann, aber das geht nicht von heute auf morgen. Daher ist es wichtig, daß man ihn so lange wie möglich am Leben hält. Und seinen sonstigen Zustand so gut wie möglich einstellt, falls es die Möglichkeit einer Transplantation gibt.
 
G

GAst 987

Gast
Hol dir auf jeden Fall die Meinung einer anderen Klinik. Aufgeben solltest du deinen Vater nicht. Er kann sich auch wieder erholen.
 

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