Es ist doch auch eine Freiheit, nicht erreichbar zu sein.
Grosseltern würde doch sagen, wenn's Hunger haben, dann kommen die Kinder schon wieder heim.
Ja, werd ich meiner Tochter nächste mal vorschlagen. Lass dich verprügeln, irgendwann hört er bestimmt von alleine auf, wenn es ihm langweilig wird.
Drei mal negative Formulierungen. *grübel* Es gibt keine Grenze, weil es einfach nur verbotn ist. Ist doch auch eine Form von Grenzenlosigkeit, die rebelliert werden sollte.
Ich neige dazu viel zu schreiben, wenn ich etwas erkläre. Das erschlägt wie im ersten Post oft viele Leser. Deshalb versuche ich oft Dinge einfach kurz auf dem Punkt zu sagen.
So wie ich hier schreibe, rede ich nicht zwingend mit meinem 8 jährigen Sohn. Es sind keine Ankündigungen, die er ansonsten ohne Kommentar vor den Kopf geworfen bekommt.
Und trotz allem ist mir deine Art von Erklärung nicht ganz klar. Er darf rebellieren, er muss nicht alles akzeptieren, wenn er nicht möchte. Es gib aber Dinge, die gelten nicht nur für ihn, sondern für jeden von uns. Die Grenzen hat er nicht zu überschreiten und diese Gesetze habe nicht ich gesetzt. Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass Konflikte von Kindern bis zu einem gewissen Maß selbst geregelt werden sollten. Ich bin auch der Meinung, dass ständiges Wattebauschbewerfen unter Kindern die Entwicklung nicht gerade fördert. Allerdings steh ich ziemlich alleine da, wenn mein Sohn sich mit jemanden gekloppt hat und die Mutter bei mir vor der Tür steht und einen Aufstand macht. Selbst wenn die Jungs sich bei der Verabschiedung "bis nächstes Mal" verabschieden und schon wieder alles geklärt ist. Ich kann das wegstecken und drüber stehen. Die Folgen von sowas bekommt mein Sohn zu sprüren, wenn er nicht mehr "der richtige Umgang" für seine Freunde ist. Wenn die Lehrer ihn voreingenommen behandeln, weil er in den meisten Fällen tatsächlich involviert ist. Er leidet darunter, wenn er gewisse Grenzen übertritt. Und vielleicht noch mal zum besseren Verständnis, wenn er diese Ausraster nicht hat, hat er null Probleme sich an Regeln oder unausgesprochene Regeln des Zusammenlebens zu halten. Es tut ihm nicht selten leid, was er gemacht hat.
Wir überlassen ihn auch nicht sich selbst, wenn er solche Ausbrüche hat und stehen hinterher mit erhobenem Zeigefinger da. Wir versuchen ihn aus solchen Situationen raus zu holen und einen Weg zu finden, wie er schnell wieder auf einem normalen Level kommt. Wir greifen auch nicht ein, nur weil er mal bockig, sauer oder unzufrieden ist. Aber damit er versteht, warum wir in bestimmten Situationen eingreifen, muss er auch die Begründung kennen. Und ich stelle meine Tochter sicher nicht zur Verfügung, damit er gegen Grenzen rebellieren kann.