Es ist vollkommen falsch, so schwerwiegende Entscheidungen vom Wunsch des Kindes abhängig zu machen, mit Respekt hat das nicht das nichts zu tun.
Kindern (in dem Alter) muss man vermitteln, dass ihre Eltern die "Großen und Starken sind, die sie beschützen und wissen, was richtig ist", nur so können sie sich sicher fühlen und aus diesem sicheren Hafen Familie die Welt erkunden, wachsen und lernen.
Dem Sohn diese Entscheidung zu überlassen überfordert ihn total, solche Entscheidungen müsst ihr als Eltern treffen und ihm liebevoll und positiv gefärbt erklären.
Also, es ist nicht gut, ihm zu sagen, er muss sich zusammenreißen, denn sonst kommt er auf die Förderschule und wie sieht das dann aus...
Er KANN sich nicht zusammenreißen, er muss erst lernen, wie er sich in der Schule bewegen und verhalten muss.
Vielleicht ist die Förderschule dafür tatsächlich eine gute Option.
In Berlin gibt es ein Amt namens "Sozialpsychiatrischer Dienst", möglicherweise kann das helfen - ich weiß nicht, wie es in deinem Bundesland heißt, das kann von Wohnort zu Wohnort Unterschiede geben.
Die bewerten solche Situationen und sorgen dafür, dass weitere Hilfsmaßnahmen ergriffen werden können.
Ich habe hier sehr gute Erfahrungen mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst gemacht.
Mein Sohn ist zwei Monate zu früh gekommen und hatte allerlei Einschränkungen im motorischen Bereich, dafür gab es damals einen Paragraphen unter dem Begriff "von Behinderung bedroht" - das bleibt dann nicht als Behinderung stehen, aber auf Basis davon hat er einen Integrationsplatz im Kindergarten bekommen, wo er auch Ergotherapie, Logopädie und psychomotorisches Turnen bekam. Dafür brauchte es aber diesen Paragraphen, denn von irgendwas wollen die Leute ja alle bezahlt werden, das wäre bei einer potentiellen Schulbegleitung bei euch ja auch der Fall.