DayX
Mitglied
Hallo, ich bin hier, um mir ein paar Ratschläge von euch einzuholen.
Ich habe die Vermutung, bzw. denke, dass ich ein ziemliches Problem mit Abweisung habe.
Ich werde euch jetzt ein paar Situationen schildern und habe die Hoffnung, dass ihr darin etwas erkennt, was ich nicht sehe.
In der Grundschule hatte ich nie viele Freunde. In der weiterführenden Schule wurde ich 5 Jahre lang gemobbt und extrem ausgestoßen, selbst jetzt habe ich keine Freunde in meiner Stufe (ich bin in der Q2). Es bahnten sich Depressionen an und mir wurde zusätzlich ein teilkompensiertes Asperger-Syndrom diagnostiziert. Mittlerweile, nach 3 Jahren tiefster Depri-S****, geht es mir wieder besser. Bin in 2 Therapien. Dieses Problem mit dem ausgestoßensein habe ich aber noch immer.
Situation 1. Irgendwann, als meine eine Therapeutin mich mal fragte, warum es mir den so schlecht ginge, fragte sie, ob ich Angst vor Ausgestoßensein habe, bzw ob es daran läge. Ohne dass ich Zeit hatte, darüber nachzudenken, habe ich augenblicklich angefangen, zu weinen. Mir war bis dahin gar nicht bewusst, dass es etwas in die Richtung sein könnte, aber anscheinend hat mich allein die Erwähnung von Ausgestoßensein im Zusammenhang mit mir mich zum weinen gebracht.
Situationen 2. Ich meine mich zu erinnern, dass es schon oft passiert ist, dass ich bei kleinsterAndeutung von Abweisung angefangen habe zu weinen. Wenn zum Beispiel jemand nur leicht die Stimme erhoben hat und etwas wie "Nein" oder so gesagt hat. Ich habe auch oft Angst, nach etwas zu fragen, weil ich beführchte, dass nein gesagt wird bzw dass meine Frage in irgendeiner Weise, die mir vorher nicht bewusst war, seltsam oder utopisch war, dass mich alle anstarren, ob ich das jetzt wirklich gesagt hätte.
Die ausschlaggebende Situation für diesen Beitrag war gerade eben. Ich war dabei, Biologie fürs Abi zu wiederholen. Meine Lehrerin in Bio ist eigentlich sehr nett, sie erklärt immer alles sehr geduldig. So eine Lehrerin wünscht man sich eigentlich in jedem Fach. Ich glaube aber, dass ich da irgendwie zu viel Vertrauen oder so habe, denn einmal in einer Klausur habe ich eine Frage gestellt und sie, die eigentlich immer so gut wie in der Klausur halt möglich hilft, hat mich ungläubig angestarrt und gesagt: "Also DAS solltest du nun wirklich wissen", und zwar in einer Weise, die mich in der Klausur fast zum weinen gebracht hätte, wegen dieser Abweisung und weil sie es laut genug gesagt hat, dass andere es gehört haben. Zugegeben, die Frage bezog sich auf etwas, was eigentlich recht grundlegend war, aber in der Klausur war ich halt in dem Moment nicht im richtigen Gedankengang. Das gleiche war, als ich mal in der Klausur statt einem schriftlichen Vergleich eine Tabelle gemacht hat und sie ähnlich reagiert habe. So als wäre ich zu dumm, die Aufgabe zu lesen, obwohl es nicht explizit in der Aufgabenstellung stand.
In der Situation heute habe ich ihr eine E-Mail geschrieben, weil ich wirklich komplett verwirrt war. Ich dachte, sie antwortet mir ganz normal, nett und sagt mir, was der Denkfehler war. Ich habe noch nichtmal eine Antwort heute, am Sonntag, erwartet. Sie hat mir aber heute geantwortet und auch da kam es mir vor, als sei ich dumm. Die Situation, die mich zum weinen gebracht hat, war, als sie auf eine meiner Fragen mit "NEIN!" geantwortet hat (Abweisung) und als sie am Ende "PS: Jetzt habe ich "Sonntag"." geschrieben hat, so, als ob ich komplett verblödet wäre und ich sie an einem Sonntag in ihrer Freizeit gezwungen hätte, auf meine bescheuerten Fragen zu antworten, was ihr den Tag verdorben hätte. Ich traue mich noch nicht mal, ihr ein "Danke" zurück zu schicken, dafür, dass sie mir meine anderen Fragen beantwortet hat. Ich will ihren Sonntag nicht zerstören.
Jetzt würde mich interessieren, was ihr über diese eigentlich geduldige, nette Lehrerin denkt und was ihr zu meinen Reaktionen auf Abweisung sagt.
Danke!
Ich habe die Vermutung, bzw. denke, dass ich ein ziemliches Problem mit Abweisung habe.
Ich werde euch jetzt ein paar Situationen schildern und habe die Hoffnung, dass ihr darin etwas erkennt, was ich nicht sehe.
In der Grundschule hatte ich nie viele Freunde. In der weiterführenden Schule wurde ich 5 Jahre lang gemobbt und extrem ausgestoßen, selbst jetzt habe ich keine Freunde in meiner Stufe (ich bin in der Q2). Es bahnten sich Depressionen an und mir wurde zusätzlich ein teilkompensiertes Asperger-Syndrom diagnostiziert. Mittlerweile, nach 3 Jahren tiefster Depri-S****, geht es mir wieder besser. Bin in 2 Therapien. Dieses Problem mit dem ausgestoßensein habe ich aber noch immer.
Situation 1. Irgendwann, als meine eine Therapeutin mich mal fragte, warum es mir den so schlecht ginge, fragte sie, ob ich Angst vor Ausgestoßensein habe, bzw ob es daran läge. Ohne dass ich Zeit hatte, darüber nachzudenken, habe ich augenblicklich angefangen, zu weinen. Mir war bis dahin gar nicht bewusst, dass es etwas in die Richtung sein könnte, aber anscheinend hat mich allein die Erwähnung von Ausgestoßensein im Zusammenhang mit mir mich zum weinen gebracht.
Situationen 2. Ich meine mich zu erinnern, dass es schon oft passiert ist, dass ich bei kleinsterAndeutung von Abweisung angefangen habe zu weinen. Wenn zum Beispiel jemand nur leicht die Stimme erhoben hat und etwas wie "Nein" oder so gesagt hat. Ich habe auch oft Angst, nach etwas zu fragen, weil ich beführchte, dass nein gesagt wird bzw dass meine Frage in irgendeiner Weise, die mir vorher nicht bewusst war, seltsam oder utopisch war, dass mich alle anstarren, ob ich das jetzt wirklich gesagt hätte.
Die ausschlaggebende Situation für diesen Beitrag war gerade eben. Ich war dabei, Biologie fürs Abi zu wiederholen. Meine Lehrerin in Bio ist eigentlich sehr nett, sie erklärt immer alles sehr geduldig. So eine Lehrerin wünscht man sich eigentlich in jedem Fach. Ich glaube aber, dass ich da irgendwie zu viel Vertrauen oder so habe, denn einmal in einer Klausur habe ich eine Frage gestellt und sie, die eigentlich immer so gut wie in der Klausur halt möglich hilft, hat mich ungläubig angestarrt und gesagt: "Also DAS solltest du nun wirklich wissen", und zwar in einer Weise, die mich in der Klausur fast zum weinen gebracht hätte, wegen dieser Abweisung und weil sie es laut genug gesagt hat, dass andere es gehört haben. Zugegeben, die Frage bezog sich auf etwas, was eigentlich recht grundlegend war, aber in der Klausur war ich halt in dem Moment nicht im richtigen Gedankengang. Das gleiche war, als ich mal in der Klausur statt einem schriftlichen Vergleich eine Tabelle gemacht hat und sie ähnlich reagiert habe. So als wäre ich zu dumm, die Aufgabe zu lesen, obwohl es nicht explizit in der Aufgabenstellung stand.
In der Situation heute habe ich ihr eine E-Mail geschrieben, weil ich wirklich komplett verwirrt war. Ich dachte, sie antwortet mir ganz normal, nett und sagt mir, was der Denkfehler war. Ich habe noch nichtmal eine Antwort heute, am Sonntag, erwartet. Sie hat mir aber heute geantwortet und auch da kam es mir vor, als sei ich dumm. Die Situation, die mich zum weinen gebracht hat, war, als sie auf eine meiner Fragen mit "NEIN!" geantwortet hat (Abweisung) und als sie am Ende "PS: Jetzt habe ich "Sonntag"." geschrieben hat, so, als ob ich komplett verblödet wäre und ich sie an einem Sonntag in ihrer Freizeit gezwungen hätte, auf meine bescheuerten Fragen zu antworten, was ihr den Tag verdorben hätte. Ich traue mich noch nicht mal, ihr ein "Danke" zurück zu schicken, dafür, dass sie mir meine anderen Fragen beantwortet hat. Ich will ihren Sonntag nicht zerstören.
Jetzt würde mich interessieren, was ihr über diese eigentlich geduldige, nette Lehrerin denkt und was ihr zu meinen Reaktionen auf Abweisung sagt.
Danke!
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