Nach dem zu urteilen was sie noch alles kann, liegt keine Pflegebedürftigkeit vor.
So schnell wirst du keine Lösung finden.
Die einzige Lösung ist dass du ausziehst.
Nun, die Mutter meines Partners hat durchaus gesundheitliche Probleme. Sie hat Wasserablagerungen in den Beinen, die hauptsächlich durch Krampfadern ausgelöst werden. Das ist der Grund, weshalb ihr das Laufen so schwer fällt. Ich habe ihr den Rat gegeben, sich operieren zu lassen. Meine Mutter und ich hatten auch Krampfadern (liegt bei uns in der Familie), wir haben uns beide für die OP entschieden und niemals bereut. Das war ein Routine-Eingriff, wirklich nicht schlimm. Die Mutter meines Partners hat aber Angst und will die OP nicht machen lassen. Sie nimmt jeden Tag eine Tablette, damit das Wasser rauskommt und muss deshalb öfters auf Toilette. Das mache ich ihr aber nicht zum Vorwurf, dafür kann sie nichts.
Ich erwarte keinesfalls von ihr, dass sie sich viel bewegt und körperlich überanstrengt. Aber ich bin der Meinung, dass sie beim Essen und Trinken ruhig ein wenig besser aufpassen könnte, damit sie nichts verschüttet. Mit den Armen/Händen hat sie keine Probleme. Ich wäre einfach dankbar und froh, wenn sie eine Tasse Kaffee trinken könnte, ohne dass fast die Hälfte davon auf dem Boden landet. Es stimmt, dass sie sich dann nicht bücken kann, um den Boden sauber zu machen. Aber sie könnte beim Essen und Trinken besser aufpassen, damit wir weniger Arbeit haben. Dass jemand ständig Lebensmittel verschüttet, die dann am Boden kleben bleiben, kenne ich sonst nur von Babys und Kleinkindern.
Sehr belastend finde ich auch, dass man bei uns immer sehr aufpassen muss, wenn der Boden nass gewischt wird. Die Frau passt überhaupt nicht auf, wohin sie tritt und hat uns schon öfters ein frisch gewischtes Zimmer wieder schmutzig gemacht, wenn sie mit dreckigen Schuhen über den nassen Boden gelaufen ist. Wenn sie draußen was zu machen hat, z. B. den Müll rausbringen, zieht sie irgendwelche Straßenschuhe an. Und wenn sie dann gleich wieder ins Haus kommt, strengt es sie oft zu sehr an, wieder die Straßenschuhe auszuziehen und gegen Hausschuhe auszutauschen. Wobei sich das schon stark gebessert hat, weil ich schon mehrmals richtig sauer und auch laut geworden bin. Dreckige Fußböden mit Schuhspuren gehen für mich gar nicht.
Ich empfinde das Zusammenleben mit dieser Frau nicht wie das Leben mit einer erwachsenen Person, auf mich wirkt sie eher wie ein hilfloses Kleinkind. Das überfordert mich. Es macht mich traurig, dass ich mir deshalb ein anderes Zuhause suchen muss. Aber ich kann nicht anders, sonst gehe ich irgendwann daran kaputt.