Ne, ruf deine Mama an wenn du ein bisschen Trost brauchst. Ansonsten, verkriech dich nicht in der Wohnung sondern geh an die frische Luft. Den Hund wird's freuen.
Zu Mutti geht's die Tage. Versuche etwas rauszukommen (und wollte antesten, ob eine Rückkehr in die Heimat mir was geben würde). Ex hütet Haus und Tiere...
Rausgehen zum kontakten ist hier im direkten Umfeld eher müßig. Es ist nicht besonders viel los.
Wie läuft's bei euch beiden sonst? Könnt ihr normal miteinander plaudern oder geht er dir aus dem Weg? Und bei der Arbeit? Ist's angespannt oder schafft ihr es so zu tun als ob alles im grünen Bereich ist?
Wir gehen sehr normal miteinander um. Verstehen uns gut wie eh und je. Lachen miteinander, teilen unsere (oberflächlichen) Sorgen und Nöte. Sowohl Zuhause als auch bei der Arbeit. An der Arbeit geht es mir ziemlich leicht von der Hand, Zuhause schlucke ich ehrlich gesagt so einige "dumme" Kommentare runter.
Wir geben uns beide Mühe, dass es harmonisch ist. Es fühlt sich für mich seltsam an.
Er war heute beim Blutspenden. Ausgerechnet er. Ärzte, Nadeln... ist jetzt mal überhaupt nicht sein Ding. Muss ne echt geile Alte sein, dass er das auf sich nimmt (einer der dummen Kommentare, die ich denke, aber nicht sage). Ich hatte ihm Zuhause etwas gut zugeredet, als er mir von seinen Bedenken dazu erzählte.
Als er dann später nach Hause kam und ich schlicht nicht danach fragte, sagte er irgendwann schnippisch "Ja, mir geht es gut nach dem Blutspenden. Danke der Nachfrage". Ich bin mir da irgendwie nicht sicher, was er erwartet. Ich bin nicht seine Freundin. Er schließt mich aus, will aber gleichzeitig, dass ich mir Gedanken mache...? Bin ich die Frau oder er? (Auch so ein Kommentar...)
Er hat mir nicht mal gesagt, wo und mit wem. Wäre er dabei gestorben - also jetzt mal rein hypothetisch - hätte ich davon in der Zeitung erfahren müssen.
Also, da würde ich denken, ist die Angst davor möglicherweise größer als das reale Risiko. Du bist halt in einer neuen Situation, dass du allein wohnst. (Habe ich das so richtig verstanden?)
Lass dir einfach Zeit, dann findest du bestimmt deinen Weg.
Noch wohne ich nicht allein, er muss erst eine Wohnung finden.
Ich habe Bedenken, mir zu viel Zeit zu lassen. Ich bin da recht bequem. Solange keine Notwendigkeit besteht, merke ich erst, dass es ein Problem gibt, wenn ich das Problem habe.