Sich im Guten zu trennen bietet natürlich auch immer die Chance des cherry picking.
Ja, du hast recht. Da nehmen wir uns beide nichts. Sicher ist da auch Kalkül auf beiden Seiten...
Das geschah nicht aus Rücksicht auf mich (auch wenn ich emotional an unserem Vierbeiner hing und schon traurig gewesen wäre), sondern aus knallhartem Kalkül. Hab mich dann ziemlich verbiegen und mein Leben komplett auf Hund ausrichten müssen. Das war schon heftig aber für die Fellnase hab ichs geschafft. 😊 Die Kosten hatte allerdings komplett ich an der Backe.
Das freut mich, dass es für dich geklappt hat und macht mir auch etwas Mut
🙂
Ich bin tatsächlich schon am Überlegen wie ich hier vielleicht zukünftig etwas günstiger wegkomme. Online bestellen wäre ne Idee... Hundefutter hab ich nen aktuellen Bon da. Für die Katzen kaufe ich morgen ein und kann dann Preise vergleichen.
Frage am Rand: Habt Ihr das Konto zusätzlich einrichten lassen oder habt Ihr zu zweit nur dieses eine Konto?
Wir haben zwei gemeinsame Konten. Ein Sparkonto und ein normales Girokonto. Das Geld teilen wir Hälfte-Hälfte auf.
Eheleute können sogar das Trennungsjahr in der eigenen Wohnung einläuten. Nennt sich "getrennt von Tisch und Bett". Das heisst sie haushalten und wirtschaften vollkommen getrennt. Was oftmals alleine schon deshalb kein größeres Problem darstellt, da sie sich gegenseitig eh nicht mehr ausstehen können und aus dem Wege gehen bis endlich auch die räumliche Trennung vollzogen ist.
Und du kennst solche Eheleute? Ich nicht. Ich kenne es so, dass bei Trennungen im Streit einer von beiden schnellstmöglich die Flucht ergreift und als Zwischenstop bei Freunden oder Verwandten unterkommt. So habe ich es bei meiner letzten Trennung gemacht, da wollte ich einfach nur so schnell wie möglich weg und habe einen Monat in einer Ferienwohnung überbrückt. Da hatte ich aber auch keinen Anhang, das war nur ich.
Bei Trennungen ohne Streit dividiert man sich in einem angemessenen Tempo auseinander. Ich habe keinen Vorteil davon, jetzt schon alle Kosten allein tragen zu müssen, deswegen tue ich es natürlich auch so lange nicht, wie ich es nicht muss.
Was? Okay, das ist aber jetzt keine Spekulation und auch überhaupt nicht übertrieben?
Wir drehen uns im Kreis.
Er steht im Leben, hat einen vernünftigen Job. Worin hat er denn deiner Meinung nach keine Lust, Verantwortung zu übernehmen?
Er will sich nicht binden. Er will frei sein. Heute hier, morgen dort. Er neigt zum Trinken, ja auch unter der Woche. Er trifft sehr kurzsichtige und teure Entscheidungen.
Er hat zum Beispiel einen Oldtimer gekauft, ist ihn dann fast nie gefahren, hat nur hier und da ein paar Accessoires gekauft und hat ihn nun mit starkem Verlust wieder verkauft...
Die Liste ist lang. Aber eigentlich tut es nicht so wirklich was zur Sache. Im Grunde kann ich mich wohl drüber freuen, diese Kosten nicht mehr mittragen zu müssen. Auch wenn ich nun direkt dazu schreiben muss, dass es mich nie groß gestört hat - jeder hat seine Laster...
Ich verstehe Dich. Indirekt klammert man sich ja still und heimlich an jeden Strohhalm. Fast immer erfolglos. Es geht jetzt nur noch für Dich darum die Trennung voran zu treiben damit Du im Herzen und räumlich etc frei für was Neues bist.
Ja. Aber das braucht nun mal seine Zeit. Es sind erst 2 Wochen seit der Trennung vergangen. Ich muss das immer noch verarbeiten.
Es geht mir besser. Aber im Grunde nicht gut.
Das fänd ich ja so etwas von daneben. Getratsche wird es dennoch geben, schon allein darüber, dass man seinen Beziehungsstatus jetzt sogar schon an Schwarzen Brettern öffentlich macht.
Wäre jetzt auch nicht mein Stil.
Ich habe meinen Chefs inzwischen mitgeteilt, dass wir getrennt sind (es hat übrigens auch mit der Gehaltserhöhung geklapp).
Die Reaktion war sehr unterschiedlich. Während die Chefin Verschwiegenheit gelobte und auch anbot, zu helfen, wenn ich Hilfe bräuchte, war der Chef eher für offenen Umgang mit den Kollegen.
Ich habe gesagt, dass ich keinen Vortrag darüber halten möchte, es aber auch kein Geheimnis ist und wer fragt, wird es hören, wer nicht fragt, muss es nicht hören. Ansonsten wird sich an unserer Arbeit nichts ändern.
Ich denke, damit ist dem an dieser Stelle auch ausreichend gedient.