Pass auf dich auf - dass du dich nicht einfangen lässt.
Ja, es vereinnahmt mich doch etwas mehr als ich im ersten Moment dachte.
Ich fühle mich irgendwie... verantwortlich? Weil wir zusammen hier hergekommen sind und uns das irgendwie zu einer Gruppe mit gemeinsamem Nenner macht.
Ich habe schon das Gefühl, helfen zu müssen, gleichzeitig will ich ihm gar nicht helfen. Er hat schon getreten, will die Zahlungen an mich einstellen.
Es ist schwierig das zu beschreiben. Aber auch für mich ist er eine Art Ast, an den ich mich klammere - etwas "Vertrautes von Zuhause".
Wie so ein alter Teddy aus Kindertagen, mit dem man im Grunde nichts mehr anzufangen weiß, aber der einen an andere Tage erinnert.
Der Zeitpunkt .. hinterlässt nur einen fahlen Beigeschmack… seine Ehe bröckelt und er streckt nun seine Fühler wieder nach Alt-Bekanntem aus …
Er ist offenbar einsam, hat Redebedarf und ich bin halt zufällig da.
Zuzuhören füttert aber auch mich und ich kann einige Dinge sagen, die ich bei unserer Trennung nicht gesagt, aber vielfach gedacht habe.
Er hat sogar sehr ähnliche Gedanken wie ich damals.
Er wünscht sich nur eine Aussprache, nur ein bisschen Ehrlichkeit. Warum behandelt sie ihn so schlecht? Warum erzählt sie unwahre Dinge über ihn? Warum denkt sie so schlecht von ihm? Er hat ihr doch nie etwas getan, ihr einen Grund dafür gegeben.
Er hält sie für unreif und sprunghaft. Für eine Narzistin - Attribute, die ich auch ihm zuschreiben würde.
Es ist ein wenig so, als ob man bei einem Autounfall zuschaut.
Vor einigen Wochen wollte er sich noch einen Hund mit ihr anschaffen und Kinder zeugen, jetzt überlegt er auszuwandern.
Sie führen eine kleine Schlammschlacht im Freundeskreis. Sie redet schlecht über ihn, er hört es über diese "Freunde" und redet sich seinerseits um Kopf und Kragen. Ich meine... er ist ein erwachsener Mann, Mitte 30. Das ist doch albern?!
Manche Menschen wiederholen schlechte Beziehungsmuster immer und immer wieder .. und es verursacht unnötiges Leid
Man kreist ja schon ein wenig um sich selbst...